Amerikanisch-Samoa

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Hauptstadt

Pago Pago

Bevölkerung

47.000

Einheimischer Name

American Samoa

Region

Ozeanien

Polynesien

Zeitzone

Samoa Standard Time

UTC-11:00

Amerikanisch-Samoa (nicht zu verwechseln mit dem benachbarten unabhängigen Staat Samoa) ist ein US-Außengebiet im Südpazifik, bestehend aus fünf Vulkaninseln und zwei Korallenatollen, etwa 4.200 km südwestlich von Hawaii. Die Besonderheit: Amerikanisch-Samoa ist das einzige bewohnte US-Gebiet, dessen Einwohner US-Staatsangehörige, aber nicht automatisch US-Staatsbürger sind — ein rechtlicher Sonderstatus, der es den Inseln ermöglicht, polynesische Kultur und traditionelle Landeigentumssysteme (fa'a Samoa, „der samoanische Weg") zu bewahren. Über 90 % des Landes befinden sich in traditionellem samoanischem Gemeinschaftsbesitz. Die Hauptinsel Tutuila beherbergt die Hauptstadt Pago Pago (ausgesprochen „Pango Pango") mit einem der schönsten natürlichen Tiefwasserhäfen des Südpazifiks — eine dramatische, fjordähnliche Bucht umgeben von regenwaldbewachsenen Gipfeln. Für Reisende, die authentische polynesische Kultur, dramatische Vulkanlandschaften, exzellentes Tauchen und echte Abgeschiedenheit suchen, bietet Amerikanisch-Samoa Erlebnisse, die kommerziellere Inseln nicht liefern können.

Einreisebestimmungen für Amerikanisch-Samoa

Amerikanisch-Samoa betreibt ein eigenes Einreisesystem, das sich vom US-Festland und anderen US-Territorien unterscheidet. US-Staatsbürger und US-Staatsangehörige (einschließlich Amerikanisch-Samoaner) können uneingeschränkt mit gültigem US-Reisepass, staatlichem Ausweis mit Geburtsurkunde oder Passport Card einreisen. Für alle anderen Staatsangehörigkeiten ist eine Einreisegenehmigung (Entry Permit) vorab erforderlich. Wichtig: Amerikanisch-Samoa nimmt NICHT am US Visa Waiver Program teil. Selbst Bürger von Ländern, die das US-Festland visumfrei besuchen können (z. B. Deutschland, Österreich, Schweiz, UK, Japan, Australien), müssen vorab eine Einreisegenehmigung beantragen. Die Beantragung erfolgt beim Department of Legal Affairs, Immigration Division, mindestens 30 Tage vor der geplanten Reise. Der Antrag erfordert Passkopien, Nachweis der Weiterreise, Unterkunftsangaben, Reisezweck und ggf. Einladungsschreiben. Genehmigte Permits gelten üblicherweise für 30-tägige Touristenaufenthalte. Die meisten Besucher erreichen Amerikanisch-Samoa über den Flughafen Pago Pago (PPG) mit Flügen von Honolulu (Hawaiian Airlines) oder Apia, Samoa (Samoa Airways, Talofa Airways).

Gängige Visumtypen

US-Bürger und -Staatsangehörige (ohne Genehmigung)

Unbegrenzt; gültiger US-Reisepass, Passport Card oder amtlicher Ausweis mit Geburtsurkunde akzeptiert; keine Einschränkungen der Aufenthaltsdauer.

Für US-Staatsbürger und US-Staatsangehörige (einschließlich Amerikanisch-Samoaner) — unbegrenzter Aufenthalt ohne Voranmeldung.

Einreisegenehmigung (Tourismus)

In der Regel 30 Tage; Antrag mindestens 30 Tage vor Reise per E-Mail; Gebühr 20–40 USD; Verlängerung vor Ort beim Immigration Office in Pago Pago möglich.

Für alle ausländischen Staatsangehörigen (Nicht-US-Bürger/-Staatsangehörige) zu touristischen Zwecken.

Arbeitserlaubnis

In der Regel 1–2 Jahre, verlängerbar; Arbeitgebersponsoring erforderlich; es muss nachgewiesen werden, dass kein qualifizierter US-Bürger/-Staatsangehöriger verfügbar ist.

Für ausländische Arbeitskräfte in Thunfischkonservenfabriken, Behörden, Gesundheitswesen, Bildung oder Spezialberufen.

Langzeitaufenthalt / Aufenthaltsgenehmigung

Variiert; streng kontrolliert zum Schutz des Landeigentums und der kulturellen Systeme; Einzelfallentscheidung durch das Immigration Office; Grundbesitz-Beschränkungen gelten für alle Nicht-Samoaner.

Für Langzeitaufenthalt durch Heirat mit einem Amerikanisch-Samoaner/US-Bürger, Geschäftsinvestition oder spezialisierte Beschäftigung.

Wichtige Reiseinformationen

Der Flughafen Pago Pago International Airport (PPG) ist der einzige Einreisepunkt. Hawaiian Airlines verkehrt mehrmals wöchentlich ab Honolulu (über 5 Stunden Flugzeit). Samoa Airways und Talofa Airways verbinden Pago Pago mit Apia, Samoa (ca. 30 Minuten). Es gibt keine weiteren internationalen Flugverbindungen. Flüge rechtzeitig buchen, besonders für Sommer- und Ferienreisen.

Amerikanisch-Samoa verwendet den US-Dollar (USD) als Währung. Geldautomaten gibt es in Pago Pago und Tafuna, sind aber begrenzt. Kreditkarten werden in Hotels, Mietwagen-Agenturen und einigen Restaurants akzeptiert, doch Bargeld bleibt wichtig für Märkte, kleine Händler und Dorfbesuche. Ausreichend USD mitbringen — es gibt keinen Geldwechsel vor Ort.

Der Sonntag ist HEILIG in Amerikanisch-Samoa. Von Samstagabend bis Sonntagabend halten die Dörfer strikte Sabbat-Ruhe ein. Geschäfte, Shops und die meisten Restaurants sind geschlossen. Kein Schwimmen, Angeln, laute Aktivitäten oder Arbeiten am Sonntag. Verstöße können die Gemeinschaft ernsthaft beleidigen. Lebensmitteleinkäufe am Samstag erledigen.

Reiseübersicht

Amerikanisch-Samoa ist das einzige US-Gebiet im Südpazifik, das polynesische Identität und traditionelle Lebensweisen (fa'a Samoa — der samoanische Weg) mit amerikanischer Infrastruktur verbindet — und das ist sein größter Reiz. Während Hawaii und Guam sich zu touristischen Großdestinationen entwickelt haben, blieben die fünf Vulkaninseln und zwei Atolle Amerikanisch-Samoas von Massentourismus weitgehend verschont. Stattdessen empfangen die Inseln Reisende mit dem schönsten natürlichen Tiefwasserhafen des Südpazifiks (Pago Pago Bay, fjordähnlich von regenwaldbewachsenen Gipfeln umgeben), mit einem Nationalpark, der sich über drei Inseln erstreckt — Tutuila, Ta'u und Ofu — und Korallenriffe schützt, die zu den gesündesten des Pazifiks zählen. Die Bevölkerung lebt überwiegend in traditionellen Fale-Gemeinschaften, in denen über 90 % des Landes im Gemeinschaftsbesitz der Matai-Clans verbleibt. Sonntage sind heilig und gesetzlich geschützt: An diesem Tag ruhen Geschäfte, Strände und Aktivitäten, während die Dörfer in stiller Sabbathruhe versinken — ein Rhythmus, der die tiefe kulturelle Eigenständigkeit dieser Inseln unterstreicht.

Entdecken Sie Amerikanisch-Samoa

Pago Pago Bay ist der tiefste Naturhafen des Südpazifiks und einer der fotogensten — eine fjordähnliche Bucht, dreiseitig umrahmt von regenwaldbewachsenen Vulkangipfeln, die fast senkrecht ins tiefe Wasser stürzen. Herman Melville beschrieb ihn; Somerset Maugham siedelte „Rain" an seinen Ufern an. Für deutschsprachige Leser hat die Region eine besondere Tiefe: 1899 teilte die Samoa-Konvention den Archipel — Westsamoa wurde deutsche Kolonie, Ostsamoa (das heutige Amerikanisch-Samoa) ging an die USA. Augustin Krämers zweibändiges Werk „Die Samoa-Inseln" (1902) gilt bis heute als eines der bedeutendsten ethnographischen Werke über Polynesien überhaupt. Wer heute über den Mount-Alava-Pfad zum 491-Meter-Gipfel über dem Hafen aufsteigt, blickt auf die StarKist-Thunfischfabrik am Ufer (kein Postkartenmotiv, sondern ein arbeitender Industriehafen) und die offene See dahinter. Das Jean-P.-Haydon-Museum in Fagatogo und das Besucherzentrum des Nationalparks sind die besten Ausgangspunkte für ein Verständnis von fa'a Samoa und der ungewöhnlichen Geschichte dieses US-Territoriums.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Amerikanisch-Samoa-Nationalpark: Drei-Inseln-Regenwald

Der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa erstreckt sich über Tutuila, Ta'u und Ofu und schützt 5.500 Hektar tropischen Regenwald, Korallenriffe und traditionelle Dörfer. Tutuila bietet Wanderwege durch den Regenwald bis zum Mount Alava mit Panoramablick über Pago Pago Bay. Ta'u und Ofu — erreichbar nur per Kleinflugzeug — entlohnen mit nahezu unberührten Stränden und Riffen: die Lagune von Ofu gilt als eines der gesündesten Korallenriffe des gesamten Indopazifiks.

Tauchen & Schnorcheln in unberührten Riffen

Die Korallenriffe rund um Amerikanisch-Samoa — besonders vor Ofu, Olosega und dem Westende Tutuilas — gehören zu den besterhaltenen des Pazifiks. Sichtweiten von über 30 Metern sind die Norm. Schildkröten, Mantarochen, Weißspitzen-Riffhaie, Barrakudas und eine außerordentliche Vielfalt an Rifffischen bevölkern Riffe, die durch die abgelegene Lage und den starken kulturellen Schutz der Küstengewässer weitgehend intakt geblieben sind.

Fa'a Samoa: Kulturelle Immersion & Dorf-Homestays

Das Besucherzentrum des Nationalparks vermittelt Fale-Homestays in traditionellen samoanischen Dörfern — eine der intensivsten Möglichkeiten, fa'a Samoa zu erleben: Leben in offenen Fale-Gemeinschaftshäusern, Teilen von Mahlzeiten mit der Gastfamilie, Teilnahme an Abendgebeten (Sa), Beobachten der Fia Fia-Tanzaufführungen und Einblicke in das Matai-System, das sozialhierarchisch das Gemeinschaftsleben regelt.

Pago Pago Bay & Vulkanlandschaft

Pago Pago Bay ist der tiefste natürliche Hafen des Südpazifiks und von drei Seiten von regenwaldbewachsenen Vulkangipfeln umgeben — ein dramatisches, fjordähnliches Landschaftsbild, das Herman Melville und Somerset Maugham zu literarischen Beschreibungen inspirierte. Der Mount-Alava-Pfad (491 m) bietet Panoramablicke über den Hafen, die Thunfischfabriken am Ufer und den offenen Ozean dahinter.

Thunfischindustrie & samoanische Wirtschaft

Amerikanisch-Samoa ist Standort einer der größten Thunfischkonservenfabriken des Pazifiks (StarKist Samoa), die das Wirtschaftsleben der Inseln dominiert. Ein Besuch der Fischauktionen und der Kaianlage in Pago Pago — wo pazifische Fischerboote ihre Fänge anlanden — gibt einen ungewöhnlichen Einblick in die globale Thunfischindustrie und die wirtschaftliche Abhängigkeit dieser Inseln. Der Fischmarkt am Hafen ist lebendig und authentisch.

Wandern & Vulkankrater im Regenwald

Tutuilas bergiges Inneres bietet Wanderungen durch dichten Tropenregenwald: Der Fagatele-Bay-Nationalmonument-Trail im Südwesten führt durch einen erloschenen Vulkankrater bis zu einer abgeschlossenen marinen Schutzbucht. Der Afono-Pass verbindet Pago Pago mit dem Nordküstendorf Afono durch ein spektakuläres Bergpanorama. Auf Ta'u liegt der Lata Mountain (966 m) — der höchste Punkt Amerikanisch-Samoas — inmitten eines Wolkenwalds, der noch Flughund-Kolonien beherbergt.

Geld & Währung

Geld & Währung
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US-Dollar (USD)

Währungscode: USD

Praktische Geldtipps

US-Dollar — kein Währungstausch möglich, vorher besorgen

Amerikanisch-Samoa ist ein US-Territorium und nutzt den US-Dollar (USD). Wechselstuben gibt es auf den Inseln keine — Euro oder andere Währungen müssen vor Abflug in USD getauscht werden, am besten in Deutschland, Österreich oder auf Hawaii beim Stopover. Genug Bargeld mitnehmen, besonders wenn Außeninseln wie Ta'ū oder Ofu geplant sind.

Geldautomaten nur in Pago Pago

Geldautomaten gibt es ausschließlich in Pago Pago auf der Hauptinsel Tutuila. Auf den Manu'a-Inseln (Ta'ū, Ofu, Olosega) gibt es keine Automaten. Vor dem Weiterflug auf die Außeninseln ausreichend USD in Pago Pago abheben. Internationale Karten funktionieren an lokalen Automaten, aber mit Fremdgebühren.

Karte in großen Läden, Bargeld überall sonst

Visa und Mastercard werden in größeren Supermärkten, Hotels und manchen Restaurants in Pago Pago akzeptiert. Außerhalb der Hauptstadt, an Märkten, Fähren und in kleineren Betrieben wird überwiegend Bargeld erwartet. Weit bargeldabhängiger als das amerikanische Festland.

Kleines Bargeld für Märkte und Außeninseln mitführen

Auf den Manu'a-Inseln und in ländlichen Gebieten Tutuilas gibt es keine Bankinfrastruktur — alles nur Bargeld. Kleine Scheine (1- und 5-Dollar-Noten) für lokale Märkte, Transport und Village-Fale-Unterkünfte einpacken.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

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