Japan

🇯🇵

Telefonvorwahl

+81

Hauptstadt

Tokyo

Bevölkerung

125 Millionen

Einheimischer Name

日本

Region

Asien

Ostasien

Zeitzone

Japan Standard Time

UTC+09:00

Japan ist ein Land der Kontraste, das seinesgleichen sucht — und eines der faszinierendsten Reiseziele weltweit. Tokio als Megacity mit 38 Millionen Menschen: Shibuya, Shinjuku, Akihabara, der Meiji-Schrein neben futuristischen Wolkenkratzern. Kyoto mit über 2.000 Tempeln und Schreinen, Geisha-Vierteln und Bambushainen. Osaka als kulinarische Hauptstadt (Takoyaki, Okonomiyaki, Dotonbori). Hiroshima und sein Friedensdenkmal, Nara mit freilaufenden Hirschen, die japanischen Alpen zum Wandern und Skifahren, Hokkaido für Pulverschnee und Natur, Okinawa für subtropische Strände. Dazu der Shinkansen (Hochgeschwindigkeitszug), Kirschblüte (Sakura) im Frühling, Onsen-Kultur, Ryokans, die weltweit sicherste Gesellschaft und eine Küche, die UNESCO-Weltkulturerbe ist. Von Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es Direktflüge ab Frankfurt und München nach Tokio und Osaka (ca. 11–12 Stunden). Für DACH-Reisende ist Japan visumfrei bis 90 Tage — einer der unkompliziertesten Einreiseprozesse in Ostasien.

Visum und Einreisebestimmungen für Japan

Japan bietet Bürgern aus über 60 Ländern visumfreie Einreise — darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Für touristische und geschäftliche Aufenthalte bis 90 Tage ist kein Visum erforderlich. Der Reisepass muss für die gesamte Aufenthaltsdauer gültig sein (Japan verlangt nicht die übliche 6-Monats-Regel). Ein Rück- oder Weiterflugticket ist zwingend erforderlich: Die Einwanderungsbehörde kontrolliert streng, und mit einem One-Way-Ticket kann die Einreise verweigert werden. Seit April 2023 ist das Visit Japan Web für alle Reisenden verfügbar — eine optionale Online-Plattform für Zoll- und Einwanderungsformulare, die den Einreiseprozess beschleunigt. Verlängerungen des visumfreien Aufenthalts sind schwierig und werden nur bei zwingenden Gründen (Krankheit, verpasster Flug) gewährt. Für Arbeit, Studium und längerfristigen Aufenthalt gibt es zahlreiche Visakategorien, die vor der Einreise bei japanischen Botschaften beantragt werden müssen.

Gängige Visumtypen

Visumfreie Einreise (Temporary Visitor)

90 Tage; Verlängerung nur in Ausnahmefällen

Tourismus, Geschäftsreisen, Konferenzen, Familienbesuche. Deutsche, Österreicher und Schweizer erhalten 90 Tage. Der Reisepass muss für die Aufenthaltsdauer gültig sein. Rück- oder Weiterflugticket ist Pflicht. Visit Japan Web zur Vorab-Registrierung empfohlen.

Working Holiday Visa

Bis zu 1 Jahr; nicht verlängerbar

Für junge Deutsche, Österreicher und Schweizer (18–30 Jahre) zum Arbeiten und Reisen in Japan. Eines der beliebtesten Programme für deutschsprachige Japan-Fans: Aushilfsjobs in Gastronomie, Sprachschulen, Landwirtschaft. Bewerbung bei der japanischen Botschaft im Heimatland. Kontingente begrenzt.

Studentenvisum (College Student / Student)

Je nach Programm: 3 Monate bis 4+ Jahre; Nebenjob erlaubt (28 Stunden/Woche)

Für das Studium an japanischen Universitäten, Sprachschulen oder Berufsschulen. Beliebt: Japanisch-Sprachkurse in Tokio, Kyoto oder Osaka. Die Zulassung der Bildungseinrichtung ist Voraussetzung. Certificate of Eligibility (CoE) wird vom Sponsor in Japan beantragt.

Arbeitsvisum (Engineer/Specialist in Humanities/International Services)

1–5 Jahre; verlängerbar

Die häufigste Arbeitsvisakategorie für ausländische Fachkräfte: IT, Ingenieurwesen, Übersetzer, Lehrkräfte, Marketing, Consulting. Der japanische Arbeitgeber sponsert das Visum. Certificate of Eligibility (CoE) nötig.

Highly Skilled Professional Visa (HSP)

5 Jahre; Daueraufenthalt nach 1–3 Jahren möglich

Punktebasiertes System für hochqualifizierte Fachkräfte (70+ Punkte aus Bildung, Berufserfahrung, Gehalt, Alter). Drei Kategorien: Wissenschaft, Technologie/Wirtschaft, Management. Vorteile: beschleunigte Bearbeitung, Mitnahme von Eltern und Haushaltshilfe, schneller Weg zur Daueraufenthaltsgenehmigung (1–3 Jahre statt 10).

Specified Skilled Worker (SSW) Visa

SSW i: bis 5 Jahre; SSW ii: unbegrenzt, mit Weg zum Daueraufenthalt

Neues Visum seit 2019 für Fachkräfte in 14 Branchen mit Arbeitskräftemangel: Pflege, Gastronomie, Landwirtschaft, Baugewerbe, Fertigung, Schiffbau und andere. Japanischtest und Fähigkeitstest erforderlich. Zwei Kategorien: SSW i (5 Jahre, kein Familiennachzug) und SSW ii (unbegrenzt, Familiennachzug möglich).

Ehepartner- und Familienvisum (Spouse/Dependent)

1–3 Jahre; verlängerbar

Für Ehepartner und minderjährige Kinder von japanischen Staatsangehörigen oder Personen mit Aufenthaltserlaubnis. Ehepartner japanischer Staatsangehöriger haben uneingeschränkten Arbeitsmarktzugang. Dependent-Visum für Familienmitglieder von Arbeitsvisa-Inhabern (eingeschränkte Arbeitsberechtigung: 28 Stunden/Woche).

Daueraufenthaltsgenehmigung (Permanent Residence)

Unbegrenzt; muss alle 7 Jahre erneuert werden (Re-entry Permit bei Auslandsreisen)

Nach 10 Jahren rechtmäßigem Aufenthalt in Japan (oder 1–3 Jahre für HSP-Visa-Inhaber). Erfordert gutes Verhalten, stabile Einkünfte, Steuerzahlung und in der Regel Kenntnisse des japanischen Alltags. Kein japanischer Sprachtest, aber Japanischkenntnisse helfen bei der Bewertung.

Designated Activities Visa (Digital Nomad)

Bis zu 6 Monate

Seit 2024 bietet Japan ein Visum für digitale Nomaden an: Remote Worker mit Einkommen von mindestens 10 Mio. JPY/Jahr (~65.000 EUR) und privater Krankenversicherung. Keine Beschäftigung bei japanischen Unternehmen erlaubt.

Praktische Hinweise für Japan-Reisende

Rückflugticket Pflicht: Die japanische Einwanderungsbehörde kontrolliert konsequent. Ohne bestätigtes Rück- oder Weiterflugticket kann die Einreise verweigert werden — auch für visumfrei Einreisende.

JR Pass im Voraus kaufen: Der Japan Rail Pass muss VOR der Einreise online bestellt werden (seit Oktober 2023 auch in Japan erhältlich, aber teurer). Unbegrenztes Fahren auf JR-Zügen inklusive der meisten Shinkansen-Linien. Für Mehrstädtereisen unverzichtbar.

Bargeldgesellschaft: Trotz Hightech-Image ist Japan stark bargeldorientiert. Viele Restaurants, Geschäfte und Taxis akzeptieren keine Kreditkarten. Geldautomaten bei 7-Eleven und Postämtern akzeptieren ausländische Karten. Immer ausreichend Yen (JPY) dabeihaben.

Reiseführer

Japan ist ein Land, das süchtig macht — eine Zivilisation, die Jahrtausende alte Traditionen nahtlos mit Hypermoderne verbindet und dabei eine Ästhetik und Gastfreundschaft pflegt, die weltweit einzigartig ist. Tokio ist eine Megacity, die niemals schläft: die Neonlichter von Shibuya und Shinjuku, der ruhige Meiji-Schrein inmitten eines Waldes, Akihabara als Anime- und Elektronik-Mekka, Tsukiji Outer Market für das frischeste Sushi der Welt, die Aussicht vom Tokyo Skytree. Kyoto ist das kulturelle Herz: über 2.000 Tempel und Schreine, der goldene Kinkaku-ji, die Bambushöhle von Arashiyama, die Geisha-Viertel von Gion, Teezeremonien in jahrhundertealten Tee-häusern, Fushimi Inari mit seinen tausend roten Torii-Toren. Die Kirschblüte (Sakura) Ende März bis Anfang April verwandelt das ganze Land in ein rosa-weißes Blumenmeer — Picknicks unter blühenden Bäumen (Hanami) sind japanische Lebenskunst. Der Fuji als perfekter Kegel am Horizont. Osaka als Streetfood-Hauptstadt: Takoyaki, Okonomiyaki, Dotonbori bei Nacht. Hiroshima mit dem Friedensdenkmal und der Insel Miyajima. Nara mit freilaufenden Hirschen zwischen antiken Tempeln. Hokkaido für Pulverschnee (Niseko, Furano) und wilde Natur. Okinawa für subtropische Strände. Onsen (heiße Quellen) und Ryokan (traditionelle Gasthäuser) sind Wellness-Erlebnisse, die es so nur in Japan gibt. Und der Shinkansen — auf die Minute pünktlich, 300 km/h, bequem und leise — macht Reisen zwischen den Städten zum Vergnügen.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Tempel & Schreine

Kyotos goldener Kinkaku-ji, die tausend Torii-Tore von Fushimi Inari, Naras Todai-ji mit seinem gigantischen Bronze-Buddha, Kamakuras Großer Buddha unter freiem Himmel, Nikko mit dem prächtigen Toshogu-Schrein und Koyasan als heiliger Berg des Shingon-Buddhismus — Japan ist ein Tempeluniversum.

Kulinarik

Sushi und Sashimi vom Meister, Ramen in allen Variationen (Tonkotsu, Miso, Shoyu), Takoyaki und Okonomiyaki in Osaka, Wagyu-Rindfleisch, Tempura, Kaiseki (die haute cuisine Japans), Matcha-Desserts, Izakaya-Abende mit Sake — Japans Küche ist UNESCO-Weltkulturerbe.

Onsen & Wellness

Heiße Quellen (Onsen) sind Japans Seele — von luxuriösen Ryokan-Badeanstalten in Hakone und Beppu über rotemburo (Freiluftbäder) mit Bergblick bis zu öffentlichen Sento-Badehäusern in Tokio. Baden als Meditation und Ritual.

Kirschblüte & Natur

Sakura Ende März bis Anfang April, Herbstfärbung (Momiji) im Oktober-November, der perfekte Kegel des Fuji, die japanischen Alpen zum Wandern, Yakushima mit uralten Zedernwäldern (Inspiration für Ghibli-Filme), Hokkaidos Lavendelfelder im Sommer.

Städtereisen

Tokios Neonlichter und Hightech-Kultur, Kyotos zeitlose Eleganz, Osakas Streetfood-Energie, Hiroshimas Friedensbotschaft, Kanazawas Samurai-Erbe, Fukuokas Nächte am Yatai (Straßenstände) — Japans Städte sind Welten für sich, verbunden durch den perfekten Shinkansen.

Wintersport

Hokkaido (Niseko, Furano, Rusutsu) ist legendär für den leichtesten Pulverschnee der Welt. Nagano (Shiga Kogen, Nozawa Onsen) bietet Skifahren und Onsen. Japow — Japan Powder — ist unter Wintersportlern ein Kult, und nach der Piste wartet ein heißes Onsen-Bad.

Geld & Währung

Geld & Währung
¥

Japanischer Yen (¥ JPY)

Währungscode: JPY

Praktische Geldtipps

Währung und Wechsel in Japan

Japan verwendet den Japanischen Yen (JPY, ¥). Der Wechselkurs schwankt — aktuelle Kurse vor der Reise prüfen. Am Flughafen (Narita, Haneda, Kansai) sind die Wechselkurse akzeptabel und bequem für die erste Bargeldversorgung bei der Ankunft. In der Stadt sind Geldautomaten die bessere Option. Japanische Banken wechseln Fremdwährung, aber mit eingeschränkten Öffnungszeiten (typisch 9:00–15:00, nur Werktage) und Bürokratie. Die beste Strategie: Yen am 7-Eleven- oder Postbank-Geldautomaten mit der internationalen Karte abheben.

Geldautomaten

Japanische Bank-Geldautomaten akzeptieren oft keine ausländischen Karten — das überrascht viele Besucher. Die zuverlässigen Alternativen: 7-Eleven (セブン銀行 / Seven Bank) Automaten funktionieren mit praktisch allen internationalen Visa-, Mastercard-, Maestro-, Cirrus- und Plus-Karten, rund um die Uhr, auf Englisch. Es gibt über 25.000 7-Eleven-Filialen in ganz Japan — das zuverlässigste Geldautomaten-Netz für ausländische Besucher. Japan Post (ゆうちょ銀行 / Yucho Bank) Automaten in Postämtern akzeptieren ebenfalls ausländische Karten, mit englischsprachigem Menü. Abhebungslimits: typisch ¥50.000–¥100.000 pro Transaktion. Fremdwährungsgebühren der eigenen Bank prüfen. Für Schweizer: der CHF→JPY-Kurs Ihrer Bank kann 2–3 % Aufschlag enthalten — eine Wise- oder Revolut-Karte spart spürbar.

Kartenzahlung

Trotz Japans Hightech-Image bleibt das Land deutlich bargeldabhängiger als Deutschland oder Österreich. Karten werden akzeptiert in: Hotels, Kaufhäusern, größeren Restaurants, Bahnhöfen (JR-Schalter), Konbini (Convenience Stores), großen Ketten und touristisch orientierten Betrieben. Karten werden oft NICHT akzeptiert in: kleineren Restaurants und Izakayas, Ramen-Läden, lokalen Geschäften, bei Tempeleintritten, an Automaten, in vielen Taxis und in ländlichen Betrieben. Die Realität: ¥10.000–¥20.000 (ca. €60–130) in bar immer dabeihaben. IC-Karten (Suica, Pasmo) sind unverzichtbar — sie funktionieren für Züge, Busse, Konbini, Getränkeautomaten und manche Restaurants.

Trinkgeld in Japan

Trinkgeld ist in Japan NICHT üblich und kann Verwirrung oder sogar Befremden auslösen. Hervorragender Service ist der Normalzustand, kein Sonderfall, der finanzielle Belohnung verdient. Kein Trinkgeld in Restaurants, Bars, Taxis, Hotels, Friseuren oder sonst wo. Wenn Sie Geld auf dem Tisch lassen, kann es passieren, dass das Personal Ihnen auf die Straße nachläuft, um es zurückzugeben. Die einzigen Ausnahmen: gehobene Ryokan, wo man dem Nakai-san (Zimmerbetreuung) ¥1.000–¥3.000 in einem Umschlag hinterlassen kann, und private Reiseleiter, wo ein kleines Geschenk (kein Bargeld) geschätzt wird.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

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