Frankreich

🇫🇷

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+33

Hauptstadt

Paris

Bevölkerung

68 Millionen

Einheimischer Name

France

Region

Europa

Westeuropa

Zeitzone

Mitteleuropäische Zeit

UTC+01:00

Frankreich ist das meistbesuchte Land der Welt — über 80 Millionen Touristen pro Jahr, und das aus gutem Grund. Jenseits von Paris mit Eiffelturm, Louvre und Notre-Dame wartet ein Land voller Kontraste: die Lavendelfelder der Provence, die Weingüter in Bordeaux und im Burgund, mittelalterliche Dörfer im Périgord, die Steilküsten der Normandie, die Traumstrände der Côte d'Azur, die Skipisten der französischen Alpen und die raue Schönheit der Bretagne und Korsikas. Frankreich ist Gründungsmitglied der EU und des Schengenraums, viertgrößte Wirtschaftsmacht Europas und ein Zentrum für Kunst, Mode, Gastronomie und Wissenschaft. Für deutschsprachige Reisende ist es dank TGV ab Straßburg, direkter ICE-Verbindungen nach Paris und günstiger Flüge ab Wien, Zürich und München besonders praktisch erreichbar.

Visum und Einreisebestimmungen für Frankreich

Frankreich gehört zum Schengenraum und wendet die gemeinsamen europäischen Einreiseregeln an. EU-, EWR- und Schweizer Bürger dürfen mit gültigem Personalausweis oder Reisepass frei einreisen, sich niederlassen und arbeiten — ohne jede Beschränkung. Bürger zahlreicher Drittstaaten — darunter die USA, Kanada, Australien, Japan, Südkorea, das Vereinigte Königreich und viele lateinamerikanische Länder — können ohne Visum für touristische oder geschäftliche Aufenthalte bis zu 90 Tage in jedem Zeitraum von 180 Tagen nach Frankreich einreisen. Wer ein Schengen-Visum (Typ C) benötigt, beantragt dieses beim zuständigen französischen Konsulat auf Termin. Für längere Aufenthalte — Arbeit, Studium, Familienzusammenführung — ist ein nationales Visum (Typ D) erforderlich, das vor der Abreise beantragt werden muss. Nach der Einreise mit einem Langzeitvisum muss innerhalb der ersten Monate eine Aufenthaltsgenehmigung (titre de séjour) bei der Préfecture beantragt werden.

Gängige Visumtypen

Schengen-Visum für Tourismus (Typ C)

Bis zu 90 Tage in jedem 180-Tage-Zeitraum

Urlaub, Städtereisen (Paris, Lyon, Marseille, Nizza), Kulturreisen, Weintouren in Bordeaux und Burgund, Strandurlaub an der Côte d'Azur, Skifahren in den Alpen (Chamonix, Val d'Isère, Les Trois Vallées), Besuch von Festivals (Cannes, Avignon, Fête de la Musique)

Schengen-Visum für Geschäftsreisen (Typ C)

Bis zu 90 Tage in jedem 180-Tage-Zeitraum

Geschäftstreffen, Messebesuche (Salon de l'Agriculture, SIAL, Eurosatory, Paris Air Show), Verhandlungen, Konferenzen, Firmenbesuche in den Wirtschaftszentren Paris/La Défense, Lyon, Toulouse (Luft- und Raumfahrt), Grenoble (Tech), Marseille

Langzeitvisum für Studium (Typ D)

Je nach Studienprogramm; Aufenthaltsgenehmigung (VLS-TS) umfasst Arbeitserlaubnis für bis zu 964 Stunden/Jahr

Einschreibung an französischen Universitäten und Grandes Écoles (Sorbonne, Sciences Po, HEC, École Polytechnique, INSEAD), Erasmus-Austausch, Promotion, Sprachkurse, studienvorbereitende Programme. Bewerbung über Campus France erforderlich.

Langzeitvisum für Arbeit (Typ D)

Laut Arbeitsvertrag, verlängerbar; führt zur Aufenthaltsgenehmigung

Beschäftigung mit Arbeitsvertrag eines französischen Arbeitgebers, unternehmensinterne Versetzungen, Tätigkeit in Bereichen mit hohem Bedarf: Informatik, Ingenieurwesen, Gesundheitswesen, Gastgewerbe, Landwirtschaft

Talent-Visum (Passeport Talent)

Bis 4 Jahre, verlängerbar

Frankreichs Programm für hochqualifizierte Fachkräfte: Forscher, Künstler, Unternehmensgründer, Investoren, international anerkannte Sportler, Tech-Fachkräfte mit attraktivem Gehalt. Verschiedene Unterkategorien — erleichtertes Verfahren und Familienmitnahme ab Antragstellung.

Visum für Familienzusammenführung (Typ D)

Langfristig; nach Einreise Aufenthaltsgenehmigung obligatorisch

Nachzug zu Ehepartnern, eingetragenen Partnern (PACS), minderjährigen Kindern oder anderen Familienangehörigen mit legalem Aufenthalt in Frankreich

Visum für Freiberufler und Selbstständige (Typ D)

Zunächst 1 Jahr, verlängerbar je nach Geschäftstätigkeit

Gründung eines Unternehmens in Frankreich, freiberufliche Tätigkeit (Beratung, IT, Übersetzung, Kunst, Architektur), Registrierung als micro-entrepreneur oder bei der Chambre de Commerce

Au-pair-Visum (Typ D)

6–12 Monate

Aufenthalt bei einer französischen Gastfamilie, Kinderbetreuung, gleichzeitiger Besuch eines Sprachkurses. Alter zwischen 18 und 30, Grundkenntnisse in Französisch (A1–A2) erforderlich.

Working-Holiday-Visum

12 Monate, nicht verlängerbar

Für junge Erwachsene (18–30 bzw. 18–35 je nach Abkommen) aus bestimmten Partnerländern: Australien, Neuseeland, Kanada, Japan, Südkorea, Argentinien, Brasilien und weitere. Kombination aus Reisen und Arbeiten.

Praktische Hinweise für die Reise nach Frankreich

Schengen-Visum = Zugang zu 27 Ländern: Neben Frankreich auch Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien, Spanien, die Benelux-Staaten, Skandinavien und viele weitere.

Bearbeitungszeit: Schengen-Visa in der Regel 15 Kalendertage, in der Hauptsaison (Juni–August) bis zu 30–45 Tage. Antrag mindestens 6–8 Wochen vor Abreise stellen.

Reisekrankenversicherung: Pflicht für Schengen-Visumanträge — Mindestdeckung 30.000 € für medizinische Notfälle, Krankenhausaufenthalte und Rücktransport, gültig im gesamten Schengenraum.

Reiseführer

Frankreich ist das meistbesuchte Land der Welt — und das zu Recht. Kein anderes Land vereint so viele Facetten auf einem Territorium: Weltstadt-Glamour in Paris, mediterrane Leichtigkeit an der Côte d'Azur, alpine Dramatik in Chamonix, mittelalterliche Romantik im Périgord und raue Atlantikküste in der Bretagne. Paris allein könnte Wochen füllen — der Louvre (größtes Museum der Welt), der Eiffelturm, Notre-Dame (im Wiederaufbau), Sacré-Cœur über Montmartre, das Marais-Viertel, die Bouquinisten an der Seine, die Bistros von Saint-Germain-des-Prés. Die Provence verzaubert mit Lavendelfeldern (Juni–August, besonders um Valensole und Sénanque), provenzalischen Märkten, dem Papstpalast in Avignon und den Calanques bei Marseille. Bordeaux und Burgund sind Wallfahrtsorte für Weinliebhaber — Château-Besuche, Verkostungen in jahrhundertealten Kellern, Route des Grands Crus. Das Loire-Tal mit seinen über 300 Schlössern (Chambord, Chenonceau, Amboise) ist das "Tal der Könige". Die Normandie bewahrt die Geschichte des D-Day an den Stränden von Omaha und Utah, den Mont-Saint-Michel als eines der meistfotografierten Monumente Europas und Camembert-Käsereien. Die Côte d'Azur — Nizza, Cannes, Saint-Tropez, Monaco — steht für Glamour, aber auch für die schönsten Küstenwanderwege (Sentier du Littoral). Die französischen Alpen bieten Weltklasse-Skifahren (Chamonix, Val d'Isère, Les Trois Vallées, Courchevel) und Sommerwandern am Mont Blanc. Korsika ist ein wildes Bergparadies im Mittelmeer mit dem legendären GR20-Fernwanderweg. Und dann die Küche: von der Haute Cuisine in Sternerestaurants über das Frühstück mit Croissant und Café au Lait bis zur Boulangerie um die Ecke — Essen ist in Frankreich Kultur, Philosophie und Lebenskunst.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Kulinarik & Gastronomie

Frankreich hat die höchste Dichte an Michelin-Sternerestaurants weltweit — aber die wahre Magie liegt in den Bistros, Brasseries, Boulangeries und Marchés. Croissants in Paris, Bouillabaisse in Marseille, Flammkuchen im Elsass, Crêpes in der Bretagne, Cassoulet in Toulouse, Käse aus 400+ Sorten.

Weinreisen

Bordeaux, Burgund, Champagne, Elsass, Loire, Rhône, Provence — Frankreichs Weinregionen sind Pilgerreisen für Genießer. Château-Besuche, Degustationen in historischen Kellern, die Route des Grands Crus in Burgund und die Champagnerhäuser in Reims und Épernay.

Kulturstädte

Paris mit Louvre, Musée d'Orsay und Centre Pompidou. Lyon als Hauptstadt der Gastronomie und der Seidenweber. Marseille mit dem MuCEM und dem Alten Hafen. Straßburg mit der Kathedrale und dem Europaviertel. Bordeaux, Toulouse, Nizza — jede Stadt ein Universum.

Strandurlaub

Die Côte d'Azur von Nizza bis Saint-Tropez, die wilden Strände Korsikas, die Atlantikküste der Landes (Surfer-Paradies), die Calanques bei Marseille mit ihren fjordartigen Buchten und die bretonische Küste mit ihren dramatischen Felsformationen.

Wintersport

Die französischen Alpen beherbergen einige der größten und besten Skigebiete der Welt: Les Trois Vallées (600 km Pisten), Val d'Isère/Tignes, Chamonix am Mont Blanc, Courchevel, La Plagne. Auch die Pyrenäen bieten preiswerteres Skifahren.

Landschaft & Natur

Lavendelfelder in der Provence, die Schluchten des Verdon (Europas Grand Canyon), Mont-Saint-Michel in der Normandie, Korsikas GR20-Fernwanderweg, die Vulkanlandschaft der Auvergne, die Düne von Pilat (höchste Düne Europas) und die Cevennen — Frankreichs Natur ist so vielfältig wie seine Kultur.

Geld & Währung

Geld & Währung

Euro (EUR)

Währungscode: EUR

Praktische Geldtipps

Währung und Wechsel in Frankreich

Frankreich gehört zur Eurozone — Reisende aus Deutschland und Österreich brauchen kein Geld zu wechseln, es gilt dieselbe Währung. Wer aus der Schweiz kommt (CHF), hebt am besten Euro direkt am Geldautomaten in Frankreich ab: Der Kurs ist fast immer besser als am Bankschalter oder in Wechselstuben zu Hause. Wechselstuben (bureaux de change) in Paris rund um Opéra und die Champs-Élysées verlangen 3–8 % Kommission — je auffälliger die Filiale, desto schlechter der Kurs. An den Flughäfen Charles de Gaulle und Orly sind die Kurse am ungünstigsten. In Städten außerhalb von Paris (Lyon, Marseille, Bordeaux, Nizza) gibt es kaum Wechselstuben; der Geldautomat bleibt die einzig sinnvolle Option.

Geldautomaten (Distributeurs / DAB)

Geldautomaten (in Frankreich ‚distributeurs' oder ‚DAB') stehen überall: in Bankfilialen, Einkaufszentren, Bahnhöfen und selbst in kleineren Orten. Große französische Banken sind BNP Paribas, Crédit Agricole, Société Générale und La Banque Postale — Letztere betreibt Automaten in Postämtern und ist oft die letzte Anlaufstelle im ländlichen Frankreich. Tageslimits liegen bei €300–500. Visa, Mastercard und Maestro funktionieren fast überall; V-Pay-Karten werden an den meisten Automaten akzeptiert. Debitkarten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeiten problemlos. Lehnen Sie die ‚Umrechnung in Ihre Heimatwährung' (dynamische Währungsumrechnung) am Automaten immer ab — sie kostet 3–5 % Aufschlag. Viele deutsche und österreichische Banken bieten gebührenfreie Abhebungen im Euroraum — vorab prüfen. Für Schweizer Karten fallen je nach Bank 1,5–2,5 % Fremdwährungsgebühr an; eine Reisekarte (Wise, Revolut, Neon) spart hier.

Kartenzahlung

Frankreich ist sehr kartenfreu­ndlich — das nationale System Carte Bancaire (CB) akzeptiert Visa und Mastercard kontaktlos an praktisch jedem Terminal. Apple Pay und Google Pay funktionieren in Supermärkten, Restaurants, Cafés, Apotheken, Metro-Automaten, Mautstellen und sogar an vielen Marktständen. Maestro- und V-Pay-Karten aus dem DACH-Raum werden an den meisten Terminals akzeptiert, gelegentlich aber nicht an älteren Geräten — eine Kreditkarte als Backup lohnt sich. American Express ist an Hotels und gehobenen Restaurants möglich, wird aber bei kleineren Betrieben oft abgelehnt. Bargeld ist noch nützlich für: Wochenmärkte auf dem Land, manche Boulangeries, Trinkgeld, Parkuhren in Kleinstädten und das seltene Café mit reinem Barbetrieb. €30–50 in kleinen Scheinen reichen als Reserve.

Trinkgeld in Frankreich

Trinkgeld ist in Frankreich ehrlich optional — der Serviceaufschlag (service compris) ist gesetzlich in allen Restaurantrechnungen enthalten. Es gibt keine Erwartung von 10–15 % wie in manchen Ländern. Ein kleiner Betrag für guten Service wird aber geschätzt: Aufrunden oder €1–3 im Bistro, €5–10 im gehobenen Restaurant. Im Café lässt man das Kleingeld auf der Untertasse liegen. Hotelpagen: €1–2 pro Gepäckstück. Taxifahrer: auf den nächsten Euro aufrunden. Reiseleiter: €5–10 pro Person für eine Halbtagesführung. Zimmermädchen: €1–2 pro Tag. Trinkgeld immer bar geben, auch wenn per Karte bezahlt wird — das Personal erhält Bargeldtrinkgeld direkt.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

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