Belgien
Telefonvorwahl
+32
Hauptstadt
Brussels
Bevölkerung
11,6 Millionen
Einheimischer Name
België
Region
Europa
Westeuropa
Zeitzone
Mitteleuropäische Zeit
UTC+01:00
Auf dieser Seite
Belgien ist ein westeuropäisches Land und EU-Gründungsmitglied, bekannt für mittelalterliche Städte, Renaissancearchitektur, den Sitz der Europäischen Union und der NATO sowie weltberühmte Schokolade, Bier und Waffeln. Brüssel, die De-facto-Hauptstadt der EU, beherbergt den Grand-Place, das Atomium und das Europäische Parlament. Reisende zieht es zu den Kanälen Brügges, der mittelalterlichen Architektur Gents, dem Diamantenviertel Antwerpens, den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs in Flandern und den Ardennen-Wäldern.
Visum und Einreisebestimmungen für Belgien
Belgien ist Teil des Schengen-Raums. EU-/EWR-/Schweizer Staatsangehörige reisen mit gültigem Personalausweis oder Reisepass visumfrei und ohne zeitliche Begrenzung ein. Staatsangehörige der USA, des Vereinigten Königreichs, Kanadas, Australiens, Neuseelands, Japans und vieler weiterer Länder können für Tourismus- oder Geschäftsaufenthalte bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen visumfrei einreisen. Visumpflichtige Reisende beantragen ein Schengen-Visum bei der belgischen Botschaft oder einem Konsulat — mit Antragsformular, Passfotos, Reiseplan, Unterkunftsnachweis, Reiseversicherung (mindestens 30.000 € Deckung), Finanzierungsnachweis und zweckspezifischen Dokumenten. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel 10–15 Kalendertage.
Gängige Visumtypen
Visumfreie Einreise (Schengen)
Für Tourismus, Geschäftsreisen, Konferenzen und Familienbesuche von Staatsangehörigen der USA, UK, Australien, Kanada und anderer berechtigter Länder.
Schengen-Visum (Typ C)
Für Kurzaufenthalte einschließlich Tourismus, Geschäftsreisen, kulturelle Veranstaltungen und Konferenzen — für visumpflichtige Staatsangehörigkeiten.
Nationales Visum (Typ D)
Für Langzeitaufenthalte über 90 Tage einschließlich Arbeit, Studium, Familienzusammenführung oder Wohnsitznahme in Belgien.
EU Blue Card
Für hochqualifizierte Arbeitskräfte mit Arbeitsangebot in Belgien, das die Gehalts- und Qualifikationsschwellen erfüllt.
Wichtige Reiseinformationen
Belgien ist klein, aber ein kulinarisches und kulturelles Kraftpaket — kaum ein Land der Welt packt so viel in so wenig Fläche. Brüssel überrascht mit dem Grand-Place (UNESCO, "schönster Platz der Welt" laut Victor Hugo), dem Atomium, dem Manneken Pis und Jugendstil-Vierteln von Victor Horta (UNESCO). Brügge (Brugge) ist das Venedig des Nordens: mittelalterliche Kanäle, der Belfried-Turm, die Heilig-Blut-Basilika und eine Altstadt (UNESCO), die sich seit dem 15. Jahrhundert kaum verändert hat — ein Waffelstand an jeder Ecke, Schokoladengeschäfte in jeder Gasse. Gent ist Belgiens bestgehütetes Geheimnis: der Genter Altar ("Anbetung des Lamm Gottes" von van Eyck, UNESCO Memory of the World), die St.-Bavo-Kathedrale, die Graslei am Kanal und ein pulsierendes Studentenleben. Antwerpen ist die Diamantenhauptstadt der Welt (84 % aller Rohdiamanten werden hier gehandelt), hat Rubens' Haus und eine der besten Modeszenen Europas (die "Antwerpener Sechs"). In Flandern erinnern die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs (Ypern, Langemark) und das In Flanders Fields Museum an die Schrecken des Krieges. Die Ardennen im Süden bieten Wälder, Felsen, Kayakfahren auf der Ourthe und die Schlacht der Ardennen-Gedenkstätten. Und natürlich: belgische Schokolade (Neuhaus, Godiva, Pierre Marcolini), belgisches Bier (über 1.500 Sorten, UNESCO Immaterielles Kulturerbe), belgische Waffeln (Brüsseler vs. Lütticher!), Moules-Frites und die Pommes Frites, die die Belgier als ihre Erfindung beanspruchen.
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Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Brügges mittelalterliche Kanäle (UNESCO), Brüssels Grand-Place und Jugendstil, Gents Genter Altar und Kanalszene, Antwerpens Rubens-Haus und Modeszene, Löwens Universitätskultur, Mechelens Renaissance-Architektur — Belgien hat eine der höchsten UNESCO-Welterbe-Dichten der Welt.
Belgische Schokolade (Neuhaus erfand 1912 die Praline), Waffeln (Brüsseler vs. Lütticher), Moules-Frites (Muscheln mit Pommes), Pommes Frites aus der Frittüre ("Fritkot"), Stoemp, Waterzooi, belgische Endivien — und über 1.500 Biersorten zur Begleitung.
Über 1.500 Biersorten (UNESCO Immaterielles Kulturerbe). Trappistenbiere (Chimay, Orval, Rochefort, Westmalle, Westvleteren — das seltenste Bier der Welt), Lambic (spontan vergoren), Kriek (Kirschbier), Gueuze — belgisches Bier ist eine Kunstform. Brauerei-Touren und Verkostungen überall.
Die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs in Flandern (Ypern, Langemark, Passchendaele), das In Flanders Fields Museum, der Tyne Cot Friedhof (größter Commonwealth-Soldatenfriedhof), die Schlacht der Ardennen-Gedenkstätten, das Waterloo-Schlachtfeld von 1815 — Belgien war Europas Schlachtfeld.
Brüssel ist die Welthauptstadt des Jugendstils: Victor Hortas Stadtpalais (UNESCO), das Horta-Museum, Paul Hankar, Henry van de Velde. Dazu gotische Kathedralen, Belfriede (UNESCO), der Grand-Place und Antwerpens Hauptbahnhof ("Eisenbahnkathedrale").
Die Ardennen im Süden: dichte Wälder, Felsformationen, Kayakfahren auf der Ourthe und der Lesse, die Grotten von Han-sur-Lesse, Wanderwege durch das Hohe Venn (Naturpark an der deutschen Grenze) und die malerischen Dörfer Durbuy ("kleinste Stadt der Welt") und La Roche-en-Ardenne.
Geld & Währung
Euro (EUR)
Währungscode: EUR
Praktische Geldtipps
Euro — kein Umtausch nötig, eines der bargeldlosesten Länder Europas
Belgien verwendet den Euro (EUR, €) — kein Währungswechsel für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (CHF-Inhaber tauschen am besten bei Reisevorbereitungen). Belgien zählt zu den bargeldlosesten Ländern Europas: Das belgische Zahlungssystem Bancontact wird nahezu überall akzeptiert. Internationale Visa und Mastercard funktionieren problemlos. Für das Flandern-Erlebnis (Brügge, Gent, Antwerpen) ist keine Bargeldrücklage nötig, außer für kleine Friterien.
Geldautomaten überall verfügbar — keine Gebühren an belgischen Bankautomaten
Geldautomaten sind in allen belgischen Städten und Touristenzentren reichlich vorhanden — BNP Paribas Fortis, ING, KBC und Belfius sind die Hauptnetze. Internationale Visa und Mastercard funktionieren an nahezu allen Automaten gebührenfrei (die eigene Hausbank kann aber Fremdwährungsgebühren erheben). In kleineren Dörfern kann die Automatenabdeckung dünner sein — Kartenzahlung bleibt aber auch dort die Norm.
Kontaktloses Bezahlen und Mobile Pay flächendeckend akzeptiert
Kontaktloses Bezahlen ist in Belgien Standard. Apple Pay und Google Pay werden weit unterstützt. Die belgische Payconiq by Bancontact-App ist die dominierende lokale Lösung, aber internationale NFC-Zahlungen funktionieren an den meisten modernen Terminals. Nur sehr kleine Handwerksstände, ländliche Friterien und einige Wochenmarkt-Händler arbeiten noch mit Bargeld.
Westeuropäisches Preisniveau — Brügge leicht teurer als Gent oder Antwerpen
Belgien ist preislich ähnlich wie Deutschland. Mittleres Restaurant: 15–35 € pro Person. Belgisches Bier in einer traditionellen Kneipe (Estaminet): 3–6 €. Moules-frites in Brügge oder Brüssel: 20–30 €. Waffel vom Stand: 2–5 €. Backpacker-Budget in Brüssel: ca. 60–80 €/Tag (Hostel, Lokale, ÖPNV). 20–30 € Bargeld für Stände, Märkte und Friterien griffbereit haben.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
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