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Indien Visum 2026 für Deutsche: Welcher Weg gilt für dich

Deutsche Staatsangehörige brauchen 2026 ein Visum für Indien. e-Visum für die kurze Touristenreise, Sondergenehmigungen für sensible Grenzregionen, FRRO ab dem 181. Tag und OCI für die indische Diaspora. Diese Anleitung ist die deutsche Service-Stelle für den ganzen Ablauf.

Amer Fort über dem Maota-See bei Jaipur in Rajasthan — Sandsteinmauern, terrassenförmige Innenhöfe und die umliegenden Aravalli-Höhenzüge.

Amer Fort über dem Maota-See bei Jaipur — das Herzstück des Goldenen Dreiecks und für die meisten deutschen Erstbesucher der Einstieg in Indien.

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Auf einen Blick

Praktisch jeder deutsche Reisepass braucht 2026 ein Visum für Indien. Für Touristen wird das e-Visum online beantragt, per E-Mail in drei bis fünf Werktagen genehmigt und zusammen mit der bis zu drei Tage vor Abreise ausgefüllten e-Arrival Card (neue 2026er Anforderung) am Flughafen vorgelegt. Drei beliebte Tourist-Varianten decken die meisten Reisen ab: 30 Tage mit zwei Einreisen, ein Jahr mit mehreren Einreisen, fünf Jahre mit mehreren Einreisen. Deutsch-indische Leserinnen und Leser mit einem in Indien geborenen Elternteil oder Großelternteil kommen oft für das OCI infrage — ein lebenslanges Diaspora-Visum, das die Variantenwahl überflüssig macht; deutsche Bewerber stellen ihren OCI-Antrag über die Indische Botschaft in Berlin oder das Generalkonsulat, das ihr Bundesland betreut. Diese Anleitung ist die Service-Stelle für den gesamten Ablauf: Variante, Antrag, die zuständige indische Auslandsvertretung, Flüge ab Deutschland und die Fragen, die deutsche Reisende tatsächlich stellen.

Brauchen Deutsche ein Visum für Indien?

Ja — fast immer. Mit deutschem Pass gibt es keine visumfreie Einreise nach Indien. Die meisten Reisenden beantragen das e-Visum online und wählen eine der drei beliebten Tourist-Varianten — 30 Tage doppelte Einreise, ein Jahr mehrfach oder fünf Jahre mehrfach. Du lädst einen Pass-Scan und ein biometrisches Foto hoch, und die Genehmigung kommt innerhalb von drei bis fünf Werktagen per E-Mail. Deutsch-indische Leser mit indischen Wurzeln prüfen vor dem e-Visum, ob sie für die OCI-Karte infrage kommen — das OCI ist ein lebenslanges Visum und macht die jährliche Antragsroutine überflüssig.

Du reist mit einem US-, britischen, australischen, kanadischen, irischen oder neuseeländischen Pass? Unsere Markteditionen decken die indische Vertretung für dein Gebiet, die direkten Flugrouten ab deinem Heimatflughafen und die Reisehinweise deines Heimatlandes ab: US, UK, Australien, Kanada, Irland oder Neuseeland. Für österreichische und schweizerische Pässe siehe Österreich bzw. Schweiz.

Im Folgenden: welcher Visa-Weg für wen gilt, die drei beliebten Tourist-Varianten im Vergleich, der Antrag Schritt für Schritt, die Checkliste vor dem Antrag, zwei Wege zur Einreichung (DIY-Portal oder deutschsprachige Visa-Servicestelle), die indische Vertretung für dein Bundesland, Direktflüge ab Deutschland, sechs Reiseformate, die Deutsche tatsächlich planen, die Sondergenehmigungen für Grenzregionen, die 180-Tage-FRRO-Falle bei langen Aufenthalten, was im Notfall vor Ort zu tun ist und die Fragen, die Deutsche tatsächlich stellen.

Welcher Weg nach Indien gilt für dich?
  • Deutscher Pass ohne indische Wurzeln — e-Visum (der Standard): Du beantragst das e-Tourist-Visum online von deiner deutschen Adresse, bezahlst in US-Dollar mit einer deutschen Kreditkarte und legst die ausgedruckte PDF-Genehmigung am Einreiseschalter vor. Drei beliebte Tourist-Varianten (30 Tage zweifach, 1 Jahr mehrfach, 5 Jahre mehrfach) plus eine ruhigere Einreise-Variante für 6 Monate. Die Wahl hängt von der Reiseform ab, nicht vom Pass.
  • Deutsch-Indisch mit indischen Wurzeln — meist ist OCI der richtige Weg: Wenn ein Elternteil, Großelternteil oder Urgroßelternteil indischer Staatsbürger war, kommst du oft für OCI infrage — ein lebenslanges Visum, das die jährliche Antragsroutine entfallen lässt. Der Antrag läuft über die Indische Botschaft in Berlin oder das Generalkonsulat, das dein Bundesland betreut. Ohne OCI-Karte und mit anstehender Reise: das e-Visum als Übergangslösung beantragen, während das OCI bearbeitet wird.
  • Niederlassungserlaubnis mit ausländischem Pass — die Regel deines Passes gilt: Eine deutsche Niederlassungserlaubnis, ein Aufenthaltstitel oder eine Blue Card ändern die indische Visumregel für deinen ausländischen Pass nicht. Steht dein Pass auf der e-Visa-Liste (die meisten Quellmärkte sind dort), beantragst du das e-Visum auf diesem Pass. Steht er nicht darauf, läuft der Antrag über die Indische Botschaft in Berlin oder das zuständige Generalkonsulat. Die deutsche Aufenthaltsdokumentation gilt für deine Wiedereinreise nach Deutschland, nicht für Indien.
  • Sondergenehmigungen für Grenzregionen — zusätzlich zum Visum, nicht statt: Arunachal Pradesh, Nagaland, Manipur und Mizoram im Nordosten; Teile von Sikkim und Ladakh nahe der China-Tibet-Grenze; und Teile der Andamanen und Nikobaren stehen unter dem Protected Area Permit (PAP) bzw. dem Restricted Area Permit (RAP). Die Genehmigung ist zusätzlich zum e-Visum erforderlich, nie ersatzweise.
Welche Tourist-Variante passt zu dir?
  • 30 Tage, zweifache Einreise — die kurze Touristenreise: Gültig 30 Tage ab erster Einreise, zwei Einreisen in diesem Fenster. Die Standardwahl für deutsche Erstbesucher mit einer einzigen zwei- bis vierwöchigen Schleife: Goldenes Dreieck, Kerala-Backwaters, eine Goa-Woche, ein Mumbai-Küsten-Abstecher. Einfachste Antragsform, niedrigste Gebühr, mit Abstand am häufigsten gewählt.
  • 1 Jahr mehrfach — für flexible Vielbesucher: Mehrere Einreisen innerhalb von 365 Tagen ab Genehmigung, mit der Aufenthaltsdeckelung auf 180 Tage pro Kalenderjahr. Die richtige Variante für geteilte Reisen — ein Wintermonat jetzt und der Himalaya später — und für wiederholten Tourismus innerhalb eines Jahres. Gleiche Antragsform wie die 30-Tage-Variante; gleiche Bearbeitungszeit.
  • 5 Jahre mehrfach — für langfristige Reisende: Mehrere Einreisen innerhalb eines 5-Jahres-Fensters ab Genehmigung, mit derselben 180-Tage-Deckelung pro Kalenderjahr. Passt für Slow-Travel-Autoren und -Fotografen, die zwischen Goa-Wintern und Himalaya-Sommern pendeln, deutsche Berater auf wiederkehrenden Einsätzen in Bangalore oder Hyderabad und Yoga-Lehrer, die für Fortbildungszyklen zurückkehren. Erspart den Antrag bei jeder Folgereise über fünf Jahre.

Jenseits der drei beliebten Varianten

Drei weitere Kategorien laufen neben den beliebten Tourist-Varianten. Das 6-Monats-Tourist-e-Visum mit einer Einreise (e-T2V) eignet sich für einen einzigen ununterbrochenen Aufenthalt zwischen drei und sechs Monaten — eine einzige Reise statt mehrerer Besuche. Das Business-e-Visum deckt Messebesuche, Konferenzen, Vertriebstermine und kurze Beratungsarbeit ab; ein indisches Einladungsschreiben ist nötig, und es ersetzt nicht das Tourist-Visum für bezahlte Tätigkeit. Das Medical-e-Visum und das begleitende Medical Attendant-e-Visum decken Behandlungsreisen in indische Kliniken ab; Aufnahmeschreiben erforderlich, plus ein Slot für den mitreisenden Familienangehörigen.

Antragstellung: das e-Visum Schritt für Schritt
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    Variante wählen: Entscheide zwischen 30 Tage zweifach, 1 Jahr mehrfach, 5 Jahre mehrfach, 6 Monate einfach, Business oder Medical — je nach Reiseform. Das Antragsformular ist gleich; nur Gebühr und Gültigkeit variieren. Bei Unsicherheit deckt die 30-Tage-Tourist-Variante die meisten deutschen Erstreisen ab.
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    Das Antragsportal öffnen: Das indische e-Visum-Portal nimmt Anträge je nach Variante 30 bis 120 Tage vor der geplanten Einreise an (30 Tage für die Kurzvariante; 120 für 1 Jahr und 5 Jahre). Je früher, desto besser — in der Hochsaison kann das übliche Drei- bis Fünf-Tage-Fenster überschritten werden. Liegt die Reise weniger als vier Tage in der Zukunft, ist das e-Visum kein gangbarer Weg; nur die konsularische Schiene über die Botschaft bleibt — und die ist für die meisten Last-Minute-Reisen zu langsam.
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    Dokumente hochladen: Du brauchst einen klaren Scan deiner deutschen Pass-Datenseite und ein biometrisches Foto als JPG zwischen 10 KB und 1 MB, quadratisches Format, frontal mit offenen Augen, ohne Brille, mit hellem oder weißem Hintergrund. Das Portal lehnt zu große Dateien und beschattete Hintergründe ohne klare Fehlermeldung ab — Abmessungen und Beleuchtung vor dem Hochladen prüfen.
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    Formular ausfüllen und bezahlen: Persönliche Daten genauso angeben, wie sie im deutschen Pass stehen. Das Feld 'Adresse in Indien' akzeptiert für Touristenanträge den Namen und die Telefonnummer deines ersten Hotels. Die Gebühr wird in US-Dollar mit Kredit- oder Debitkarte bezahlt; eine Bestätigungsnummer wird sofort erzeugt und per E-Mail verschickt.
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    Auf die Genehmigungsmail warten: Saubere Anträge sind in der Regel in drei bis fünf Werktagen erledigt. Sensible Nationalitätenprofile, eingebürgerte Antragsteller aus nicht gelisteten Herkunftsländern und Anträge mit Dokumenten-Flag dauern sieben bis vierzehn Tage. Der Status ist jederzeit im Portal mit Bestätigungsnummer und Passnummer abrufbar.
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    e-Arrival Card ausfüllen und fliegen: Eine 2026er Anforderung: die e-Arrival Card online bis zu drei Tage vor Reise ausfüllen (ein Formular pro Reisendem). Die e-Visum-Genehmigungs-PDF ausdrucken und getrennt vom Handy mitnehmen — der e-Visum-Schalter am Flughafen akzeptiert beides, aber ein leerer Akku zur falschen Zeit ist ein kleines, aber reales Risiko. Bei Einreise in Delhi, Mumbai, Bengaluru oder einem der 33 e-Visum-Flughäfen gehst du zum mit 'e-Visa' beschilderten Schalter, legst die PDF und den Pass mit der e-Arrival-Card-QR-Code vor, gibst Fingerabdrücke ab und bist in fünf bis fünfzehn Minuten durch.

Checkliste vor dem Antrag

Eine kurze Checkliste verhindert vermeidbare Ablehnungen und Überraschungen. Passgültigkeit: mindestens sechs Monate ab Antragsdatum, mit zwei leeren Seiten für Stempel. Liegt deine Restlaufzeit unter sechs Monaten, in Deutschland erneuern — die Passverlängerung aus Indien heraus ist langsam.

Das biometrische Foto: die häufigste Ablehnungsursache ist ein Schatten an einer wandmontierten Hintergrundfläche oder eine Datei über 1 MB. Drogerien und Fotofachgeschäfte in Deutschland (dm, Rossmann, Müller, Foto-Kette wie SaturnFoto) treffen die Spezifikation, wenn du nennst, dass es für ein indisches e-Visum ist.

Das Feld 'Adresse in Indien' erscheint in jedem Antrag. Für Tourismus reichen Name und Telefonnummer des ersten Hotels und der Stadt — du musst nicht jede weitere Etappe auflisten. Für eine Yoga-Schule, ein Ashram oder einen Sprachkurs die offiziell registrierte Adresse der Einrichtung verwenden.

Sensible Nationalitäten und Herkunftslinien. Zwei Gruppen haben mehr Papierkram und längere Bearbeitungszeit: deutsche Staatsangehörige, die aus Pakistan eingebürgert wurden, und deutsche Staatsangehörige, deren Eltern oder Großeltern die pakistanische Staatsbürgerschaft besaßen. Die Akte läuft meist über die Indische Botschaft in Berlin und nicht über das e-Visum-Portal. Die bilateralen Vorgaben werden jährlich aktualisiert; die aktuelle Dokumentenliste vor dem Antrag bei der zuständigen Vertretung bestätigen lassen.

Mitreisende Minderjährige brauchen je einen eigenen e-Visum-Antrag, gebunden an den eigenen deutschen Pass — das e-Visum der Eltern deckt das Kind nicht ab. Eine internationale (mehrsprachige) Geburtsurkunde mit beiden Elternteilen sollte mit ins Upload-Paket; bei Reisen mit nur einem Elternteil oder einem Vormund zusätzlich eine Einverständniserklärung.

Gelbfieber-Impfausweis. Wer innerhalb von sechs Tagen nach Abflug aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet in Indien einreist, muss bei der indischen Grenzkontrolle ein gültiges International Certificate of Vaccination vorlegen. Indien führt 29 afrikanische und 13 mittel- bzw. südamerikanische Staaten als endemisch. Der Impfausweis wird zehn Tage nach der Impfung gültig und lebenslang international anerkannt. Deutsche, die über eine afrikanische oder südamerikanische Zwischenlandung reisen, prüfen das vor Abflug; ohne Nachweis drohen bis zu sechs Tage Quarantäne an einer dafür benannten Einrichtung.

Zwei Wege zum Antrag: DIY-Portal oder Visa-Servicestelle

DIY über das Regierungsportal ist der günstigste Weg und funktioniert reibungslos für Erstantragsteller mit einfachem Profil, einem Pass mit mindestens einem Jahr Restlaufzeit, einem aktuellen Foto, das die Spezifikation erfüllt, und ohne Pakistan-Herkunfts- oder Off-List-Pass-Komplikation. Die Gebühr wird in USD per Kreditkarte gezahlt. Gesamtkosten = Grundgebühr der gewählten Variante. Der Nachteil: das Portal ist unverzeihlich — Ablehnungen kommen meist ohne Begründung, die Hotline ist langsam, und eine einzige abgelehnte Anwendung bedeutet einen kompletten Neuantrag mit neuer Gebühr.

Eine deutschsprachige Visa-Servicestelle sitzt zwischen dir und dem Portal: Belegprüfung vor der Einreichung (fängt Foto-Spezifikations- und Namensabweichungs-Fehler ab, die die meisten Ablehnungen auslösen), ein zentraler Ansprechpartner für Statusupdates, Familienkoordination, damit die Unterlagen jedes Minderjährigen korrekt verknüpft sind, ein Last-Minute-Backup, falls das Portal in den letzten 72 Stunden vor Abreise hakt, Ablehnungs- und Neueinreichungs-Handling, falls die erste Akte abprallt, und deutschsprachiger Kundenservice, wenn die Behörde stumm bleibt. Der Trade-off ist eine moderate Bearbeitungsgebühr zusätzlich zur Regierungsgebühr — typischerweise wenige Dutzend Euro pro Antragsteller — für die Gelassenheit. Für Familien mit mehreren Anträgen, für Erstantragsteller ohne ein Jahr Pass-Restlaufzeit und für jede Reise mit harten Zeitvorgaben ist der Service-Weg meist die ruhigere Variante. Die CTA-Karte auf dieser Seite ist eine solche Stelle.

Die indische Vertretung für dein Bundesland
  • Botschaft von Indien, Berlin: Die Indische Botschaft in Berlin (Tiergartenstraße 17) ist die zentrale indische Vertretung in Deutschland und der Anker für das Konsulatsnetz. Direktbetreuung für Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, und Koordination der bundesweit sensiblen Fälle.
  • Generalkonsulat von Indien, Frankfurt am Main: CGI Frankfurt betreut Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland — die Frankfurt-Mainz-Rhein-Achse mit der größten indisch-deutschen Diaspora im Westen.
  • Generalkonsulat von Indien, München: CGI München betreut Bayern und Baden-Württemberg — den süddeutschen Raum mit der zweitgrößten indisch-deutschen Wirtschaftsverflechtung über die Münchner Tech- und Automobil-Region.
  • Generalkonsulat von Indien, Hamburg: CGI Hamburg betreut Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen — den norddeutschen Raum mit den Hafen- und Logistik-Korridoren zwischen Hamburg und Bremerhaven.
  • Generalkonsulat von Indien, Stuttgart: CGI Stuttgart betreut Nordrhein-Westfalen und das Baden-Württemberg-Stuttgart-Umfeld in Abstimmung mit dem Münchener CGI. Wer in NRW oder dem Großraum Stuttgart wohnt, prüft vor Antrag die aktuelle Zuständigkeit.

Direktflüge ab Deutschland 2026

Lufthansa bedient Frankfurt (FRA) und München (MUC) direkt nach Delhi (DEL), Mumbai (BOM) und Bengaluru (BLR) als tägliche bzw. mehrmals wöchentliche Langstreckenverbindungen mit Boeing 747-8 und A380. Reine Flugzeit FRA–DEL rund 8 Stunden ostwärts. Air India ergänzt das Netz mit FRA–DEL als Codeshare und mehreren wöchentlichen Direktverbindungen FRA und MUC nach DEL und BOM, plus saisonale BLR-Frequenzen.

Von anderen deutschen Flughäfen. Berlin (BER), Hamburg (HAM), Düsseldorf (DUS) und Stuttgart (STR) sind über die Lufthansa-Drehkreuze FRA und MUC angebunden. Total reise Berlin–Delhi via FRA: rund 11 bis 12 Stunden inklusive Umstieg. Köln-Bonn und Hannover laufen ebenso über FRA.

Drehkreuze außerhalb Deutschlands. Turkish Airlines via Istanbul (IST), Qatar Airways via Doha (DOH), Emirates via Dubai (DXB) und Etihad via Abu Dhabi (AUH) bedienen ab allen großen deutschen Flughäfen ein dichtes indisches Streckennetz inklusive Hyderabad, Chennai, Kolkata, Kochi und Ahmedabad. Reisezeit mit Drehkreuz typischerweise 11 bis 14 Stunden.

Die Ghats von Varanasi am Ganges in der Abenddämmerung während Diwali — Stufenterrassen zum Fluss, Öllampen, rituelle Feuer und Menschenmengen.

Varanasi an Diwali — die Ghats am Ganges füllen sich mit Öllampen und rituellen Feuern während des Lichterfests, eines der dichtesten spirituellen Erlebnisse, um das ein deutscher Erstbesucher seine Reise planen kann.

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Sechs Reiseformate, die deutsche Reisende tatsächlich planen
  • Goldenes Dreieck — Delhi, Agra und Rajasthan: Die klassische Erst-Indien-Schleife und das, was die meisten deutschen Veranstalter als Paket verkaufen: Delhi für die Mogul-Hauptstadt und das Lutyens'-Viertel, Agra für den Taj Mahal als Tagesausflug oder Übernachtung, Jaipur als Tor in Rajasthans Forts und Paläste. Udaipur, Jodhpur und Pushkar als zweite Woche. Das 30-Tage-Tourist-e-Visum reicht — keine Sondergenehmigungen.
  • Südindien — Kerala-Backwaters und Tamil-Tempel: Anflug nach Kochi für Keralas Backwaters, Bergstationen und Ayurveda-Traditionen — ruhiger und für deutsche Erstreisen bequemer als das Goldene Dreieck — und dann Richtung Osten nach Tamil Nadu für die großen Chola-Tempel, die klassische Musiksaison Chennais und die franko-tamilische Pondicherry-Küste. Zwölf bis sechzehn Tage sind angenehm; das 30-Tage-Visum reicht.
  • Goa — Welterbe und Strand auf der Konkan-Schleife: Goa in einer Woche kombiniert die UNESCO-Kirchen in Alt-Goa und das Fontainhas-Viertel in Panaji mit Nord- oder Süd-Goa-Stränden, dem Anjuna-Markt und einem Dudhsagar-Wasserfall-Tag. Mit zwei Wochen weiter südlich über die Konkan-Eisenbahn nach Karnataka für Gokarna und Hampi. Der einfachste Erstreise-Pfad für Deutsche, die Indien ohne den vollen Sinnesüberfall am ersten Tag wollen.
  • Mumbai-Einstieg und Maharashtra-Hinterland: Anflug nach Mumbai für das viktorianisch-gotische und Art-déco-UNESCO-Ensemble, die Esskultur und die Elephanta-Höhlen, dann Maharashtras Ajanta- und Ellora-Höhlen über Aurangabad, Pune als Maratha-Geschichts-plus-Weingut-Alternative und die Konkan-Küste. Das 30-Tage-Visum reicht; mit drei Wochen lässt sich Kolkata auf der anderen Seite mit ins Programm nehmen.
  • Bangalore, Hyderabad oder Chennai für Geschäftsreisen: Der größte Einzelanlass für deutsche Indien-Reisen aus dem Geschäftsumfeld: die Tech-Korridore Bangalore (BLR), Hyderabad (HYD) und Chennai (MAA) plus Mumbais Finanzplatz und Gurgaons Beratungs-Hub. Für Termin-und-Rückreise-Trips ohne bezahlte Anstellung beim indischen Arbeitgeber funktioniert das 30-Tage-Tourist-Visum; für eingeladene Geschäftstätigkeit ist das Business-e-Visum richtig. Wer quartalsweise reist, rechnet das 5-Jahres-Mehrfach-Visum als Einmal-und-Fertig-Lösung.
  • Wellness, Yoga-Lehrer-Ausbildung oder Ayurveda-Retreat: Rishikesh für 200- und 500-Stunden-Yoga-Lehrer-Ausbildungen, Mysore für Ashtanga, Kerala für Ayurveda-Intensivkurse, Bodh Gaya und Igatpuri für Vipassana-Retreats. Das 1-Jahres-Mehrfach-Visum passt zu Aufenthalten zwischen 30 und 180 Tagen; ab dem 181. ununterbrochenen Tag löst die FRRO-Registrierung aus (siehe unten). Die offiziell registrierte Adresse des Ashrams oder der Schule ins Feld 'Adresse in Indien' eintragen.

Sondergenehmigungen — PAP, RAP und ihr Geltungsbereich

Die meisten deutschen Erstbesucher begegnen nie einer Sondergenehmigung. Das Goldene Dreieck, die klassische Kerala-Tamil-Nadu-Runde, Goa, Mumbai und Maharashtra, Varanasi und die Gangesebene, Karnataka sowie der größte Teil von Andhra Pradesh und Telangana fallen alle in die e-Visum-Standardzone ohne zusätzliche Bürokratie. Die Genehmigungsregime gelten an den sensiblen Grenzregionen.

Protected Area Permits (PAP) regeln die Einreise ausländischer Staatsangehöriger nach Arunachal Pradesh, Nagaland, Manipur, Mizoram, in Teile von Sikkim und Teile von Ladakh nahe der China-Tibet-Grenze. Das Arunachal-PAP läuft über lizenzierte Reiseveranstalter mit fester Reiseroute; ein Walk-in-Antrag ist nicht vorgesehen. Das Nagaland-PAP ist außerhalb des Dezember-Hornbill-Festivals einfacher zu bekommen. Restricted Area Permits (RAP) regeln Teile der Andamanen und Nikobaren und einen kleineren Ausschnitt aus Sikkim und den nordöstlichen Grenzzonen; seit 2018 brauchen dreißig bewohnte Andamanen-Inseln kein RAP mehr für ausländische Besucher. Seit 2026 wird Sikkims RAP für ausländische Staatsangehörige online über das e-FRRO-Portal ausgestellt — keine Papier-Permits mehr an der Grenze. Das Inner Line Permit (ILP) ist die parallele Regelung für indische Staatsangehörige in denselben Regionen; ausländische Pässe folgen PAP oder RAP.

FRRO — die 180-Tage-Regel für ununterbrochenen Aufenthalt

Deutsche, die mehr als 180 ununterbrochene Tage in einem einzigen Indien-Aufenthalt bleiben, müssen sich innerhalb von 14 Tagen nach Tag 180 beim Foreigners Regional Registration Office (FRRO) registrieren. Die Regel gilt für Langzeit-Touristen auf dem 1-Jahres- oder 5-Jahres-Mehrfach-Visum genauso wie für Studenten- und Arbeitsvisa. Die meisten Kurzreisenden lösen das nie aus: die 30-Tage-Variante schließt es per Definition aus, und die meisten Mehrfach-Tourist-Reisen bleiben deutlich unter sechs Monaten pro Aufenthalt. Die Schwelle ist die ununterbrochene Anwesenheit, nicht die Summe der Jahrestage — Aus- und Wiedereinreise setzt den Zähler zurück.

Die Konstellation, die Leute überrascht, ist genau diese Lesart. Wer auf einem Mehrfach-Visum einreist, 100 Tage bleibt, für zwei Wochen nach Sri Lanka, Nepal, Bhutan oder auf die Malediven reist und für weitere 90 Tage zurückkommt: der Zähler ist zurückgesetzt und FRRO greift nicht. Wer im Land bleibt und nur zwischen Bundesstaaten reist, läuft der Tageszähler weiter. Yoga-Lehramts-Praktikanten in Rishikesh, Langzeit-Digitalnomaden in Goa oder Mysuru und Vipassana-Retreatants aus Deutschland geraten regelmäßig unerwartet in die Regel hinein. Der Prozess läuft jetzt vollständig online über das e-FRRO-Portal — papierlos, bargeldlos und meist ohne Behördentermin; das FRRO ruft nur ein, wenn etwas im Antrag zu klären ist. OCI-Karteninhaber und Kinder unter zwölf sind ausgenommen. Tag 175 ist der letzte komfortable Zeitpunkt, den Antrag zu öffnen.

Am e-Visum-Schalter

33 indische Flughäfen bedienen e-Visum-Schalter, darunter Delhi (DEL), Mumbai (BOM), Bengaluru (BLR), Chennai (MAA), Hyderabad (HYD), Kochi (COK), Kolkata (CCU) und die größeren regionalen Drehkreuze, plus neunzehn Seehäfen und vier Landgrenzübergänge (Raxaul, Rupaidiha, Darranga und Jogbani). Nach dem Aussteigen zum mit 'e-Visa' beschilderten Schalter, die ausgedruckte PDF-Genehmigung oder ihre Handy-Version vorlegen, plus den deutschen Pass und den e-Arrival-Card-QR-Code, Fingerabdrücke und Foto digital erfassen lassen. Die Abfertigung dauert je nach Schlange fünf bis fünfzehn Minuten. Die PDF gedruckt und getrennt vom Handgepäck mitführen — ein leerer Akku zur falschen Zeit ist ein kleines, aber reales Risiko.

Gesundheit und Versicherung

Eine Reiseversicherung ist für die Einreise nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber private Krankenhäuser an den großen Reisezielen rechnen zu internationalen Sätzen ab, und ein schwerer Krankheits- oder Unfallfall kann Rückführungskosten bedeuten, die das lokale Krankenhaus nicht über die Kasse abrechnet. Die gesetzliche Krankenversicherung deckt Behandlungen im Ausland nur eingeschränkt — die Auslandsreise-Krankenversicherung ist Standard und sollte Rückführung mit einschließen. Der Gelbfieber-Impfausweis ist das einzige verpflichtende Gesundheitsdokument an der Grenze, und nur unter den oben beschriebenen Bedingungen. Empfohlene Impfungen — Hepatitis A und B, Typhus, Tetanus-Auffrischung, Japanische Enzephalitis bei ländlichen Nordost-Routen — sind reisemedizinischer Standard, keine indische Vorschrift; eine reisemedizinische Beratung beim Hausarzt, am tropenmedizinischen Institut der Uniklinik oder im Centrum für Reisemedizin sechs bis acht Wochen vor Abflug ist sinnvoll.

Wenn vor Ort etwas schiefgeht: Deutsche Vertretungen in Indien

Vier deutsche Vertretungen kümmern sich um Notfälle deutscher Staatsangehöriger in Indien. Verlorener oder gestohlener deutscher Pass. Zuerst Anzeige bei der örtlichen Polizei, dann Termin für einen Notpass bei der Deutschen Botschaft in Neu-Delhi (für den Norden und Osten, der Anker-Posten), dem Deutschen Generalkonsulat in Mumbai (für West-Indien und Goa), dem Deutschen Generalkonsulat in Chennai (für Südindien) oder dem Deutschen Generalkonsulat in Bengaluru (für Karnataka und den südlichen Tech-Korridor). Notpässe werden meist in ein bis zwei Werktagen ausgestellt; reguläre Ersatzpässe dauern länger.

Krankenhausaufenthalt oder medizinischer Notfall. Die nächstgelegene deutsche Vertretung kontaktieren. Die Konsularabteilung kann Angehörige verständigen, sich mit deiner Auslandskrankenversicherung abstimmen, medizinische Unterlagen übermitteln und im Extremfall eine medizinische Evakuierung organisieren. Festnahme oder Rechtsfall. Auf Kontakt zum deutschen Konsulat bestehen; die Vertretung stellt eine Liste englisch- und teilweise deutschsprachiger Anwälte zur Verfügung, überwacht die Haftbedingungen und benachrichtigt die Angehörigen. Sie kann keine Kaution stellen und keine rechtliche Vertretung übernehmen. Todesfall eines deutschen Staatsangehörigen im Ausland. Die Vertretung hilft mit Papierkram, Repatriierungs-Logistik und notariellen Dienstleistungen. Die Krisenhotline des Auswärtigen Amts in Berlin (+49 30 5000 2000) ist 24 Stunden erreichbar. Die kostenlose Eintragung in Elefand (Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland) vor Abflug setzt dich automatisch auf die Verteilerliste der Vertretung — empfohlen bei Reisen in den Nordosten, auf die Andamanen oder in jede Sondergenehmigungs-Zone.

Häufig gestellte Fragen für deutsche Reisende

Das indische Innenministerium legt die e-Visum-Gebühr in US-Dollar pro Nationalität fest, jährlich aktualisiert, und das Portal zeigt den genauen Betrag, sobald der deutsche Pass eingetragen ist. Als Veröffentlichungsstand: rund USD 25 für die 30-Tage-Zweifach-Variante, USD 40 für 1 Jahr mehrfach und USD 80 für 5 Jahre mehrfach; Business- und Medical-Varianten haben eigene Gebühren-Tabellen. Die Euro-Belastung folgt dem Kreditkarten-Kurs am Buchungstag. Eine Visa-Servicestelle erhebt eine moderate Bearbeitungsgebühr zusätzlich zur Regierungsgebühr für Belegprüfung, Statusüberwachung und Familienkoordination. Der Portalpreis ist verbindlich — beim Antragsbeginn bestätigen.

Nicht unter den regulären e-Visum-Varianten. Das längste Tourist-e-Visum ist die 5-Jahres-Mehrfach-Variante mit derselben 180-Tage-pro-Kalenderjahr-Deckelung wie das 1-Jahres-Visum. Die einzigen Wege zu einer längeren Berechtigung sind die OCI-Karte (lebenslang, für Antragsteller mit indischer Abstammung) oder spezifische langfristige Konsularvisa (Arbeit, Studium, Forschung), die keine e-Visum-Kategorien sind.

Den Application-Status-Link im indischen e-Visum-Portal aufrufen. Antragsnummer (in der Bestätigungs-Mail nach Gebührenzahlung) und Passnummer eingeben; der aktuelle Bearbeitungsstand und etwaige Dokumenten-Flags werden angezeigt. Der Status wandert normalerweise von 'Antrag eingegangen' → 'in Bearbeitung' → 'bewilligt' innerhalb von drei bis fünf Werktagen. Bewegt sich der Antrag länger als eine Woche nicht, die Hotline oder das zuständige Generalkonsulat kontaktieren — Schweigen verbirgt manchmal ein nicht versandtes Dokument-Flag.

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