Bremen, Deutschland

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Überblick

Bremen ist eine kompakte, von Kanälen durchzogene Hansestadt, die weit über ihre Größe hinausragt — ein UNESCO-Weltkulturerbe-Marktplatz, die märchenhaften Bremer Stadtmusikanten und eine der markantesten expressionistischen Straßen Deutschlands, alles innerhalb eines fußläufig erkundbaren historischen Zentrums.

Marktplatz und Rathaus

UNESCO-Weltkulturerbe-Platz mit dem gotisch-renaissancistischen Rathaus und der Roland-Statue von 1404, Symbol der bürgerlichen Freiheiten Bremens.

Bremer Stadtmusikanten

Bremens beliebteste Statue und ein Wahrzeichen des Grimm'schen Märchens — für Glück die Beine des Esels reiben.

Architektur der Böttcherstraße

Ein kompakter Straßenzug backsteinexpressionistischer Gebäude, Museen und Galerien, in den 1920er-Jahren vom Kaffeehändler Ludwig Roselius umgestaltet.

Das Schnoorviertel

Bremens ältestes Viertel — enge mittelalterliche Gassen mit Fischerhäusern, heute gefüllt mit Boutiquen und Cafés.

Maritimes und Handelserbe

Die globalen Sammlungen des Überseemuseums sowie Bremerhavens Schifffahrtsmuseum und Auswandererhaus spiegeln Bremens hanseatische Handelsgeschichte wider.

Geschichte

Bremen wurde 787 als Bistum gegründet und trat 1358 der Hanse bei — daraus entstand der Handelswohlstand und die bürgerliche Unabhängigkeit, die die Identität der Stadt als eine von Deutschlands wenigen verbliebenen freien Hansestädten (neben Hamburg) bis heute prägen. Die Roland-Statue von 1404 und spätere Rathaus-Umbauten spiegelten Bremens langes Ringen wider, seine Autonomie gegenüber den Bremer Erzbischöfen und dem lokalen Adel zu bewahren. Bremens Hafenhandel, besonders mit Kaffee, Tee, Tabak und Gewürzen, verband die Stadt über Jahrhunderte mit globalen Handelsrouten — eine Geschichte, die sich in Wahrzeichen wie der Böttcherstraße und Institutionen wie dem Überseemuseum widerspiegelt. Bremen und seine Hafenstadt Bremerhaven bilden gemeinsam das kleinste der 16 deutschen Bundesländer.

Kultur

Bremens kulinarische Identität ist eng mit seiner Hafengeschichte verknüpft — Bremer Kaffee (das Erbe des Kaffeehandels ist in Cafés im ganzen Zentrum sichtbar), frischer Fisch aus Weser und Nordsee sowie der Bremer Klaben (ein dichtes, fruchtgespicktes Weihnachtsgebäck ähnlich dem Stollen) sind lokale Spezialitäten. Die Viertel Schnoor und Das Viertel bieten die höchste Dichte an inhabergeführten Cafés und Restaurants. Feste: Bremer Freimarkt (Oktober, eines der ältesten Volksfeste Deutschlands, seit 1035), Bremer Weihnachtsmarkt (Marktplatz und Schlachte, Ende November bis Dezember), Breminale (Open-Air-Musikfestival, Sommer, am Weserufer), Maritime Woche (maritimes Erbefestival, verschiedene Termine). Museen: Überseemuseum (Völkerkunde und Naturgeschichte), Kunsthalle Bremen, Paula-Modersohn-Becker-Museum (Böttcherstraße), Deutsches Schifffahrtsmuseum (Bremerhaven, Tagesausflug).

Praktisches

Sicherheit: Bremen ist nach deutschen und europäischen Maßstäben eine sichere Stadt; übliche städtische Vorsichtsmaßnahmen genügen. Sprache: Deutsch ist die Amtssprache; Plattdeutsch hat in der Region historische Bedeutung, wobei Hochdeutsch für Besucher durchgängig verständlich ist. Englisch ist in touristisch orientierten Betrieben verbreitet. Währung: Euro (EUR). Karten- und kontaktlose Zahlung werden weithin akzeptiert, wobei Bargeld in Deutschland nach wie vor gebräuchlicher ist als in manchen Nachbarländern.
Reiseüberblick

Bremen bildet zusammen mit seiner Hafen-Schwesterstadt Bremerhaven Deutschlands kleinstes Bundesland — eine freie Hansestadt, die ihre historische Unabhängigkeit und ihren Bürgerstolz über Jahrhunderte bewahrt hat. Der Marktplatz, Bremens zentraler Platz, ist UNESCO-Weltkulturerbe und wird vom Rathaus geprägt (ein gotischer Bau mit einer im 17. Jahrhundert hinzugefügten, prächtigen Weserrenaissance-Fassade) sowie von der Roland-Statue — ein 5,5 Meter hoher steinerner Ritter, 1404 errichtet als Symbol der bürgerlichen Freiheiten und Handelsrechte Bremens und eine der bedeutendsten Roland-Statuen Deutschlands. Direkt hinter dem Rathaus steht Bremens beliebtestes Wahrzeichen: die Bronzestatue der Bremer Stadtmusikanten, die Esel, Hund, Katze und Hahn aus dem Grimm'schen Märchen übereinandergestapelt zeigt — Besucher reiben traditionell die Vorderbeine des Esels für Glück, weshalb diese golden glänzen. Die Böttcherstraße, eine kurze, aber bemerkenswerte Straße gleich neben dem Marktplatz, wurde in den 1920er-Jahren vom Kaffeehändler Ludwig Roselius zu einem Schaufenster backsteinexpressionistischer Architektur umgebaut, ihre schmale Fassade gesäumt von Skulpturen und Werkstätten. Das Schnoorviertel, Bremens ältestes erhaltenes Quartier, bewahrt ein Gewirr enger mittelalterlicher Gassen und Fischerhäuser, heute gefüllt mit Boutiquen, Galerien und Cafés. Über das historische Zentrum hinaus reicht Bremens maritime und Handelsgeschichte tief — die Hafenverbindungen und die hanseatische Identität der Stadt knüpfen an ein globales Handelsnetz an, das unter anderem eine langjährige Beziehung zu indonesischen Gewürz- und Kaffeehandelsrouten umfasste, sichtbar in den historischen Kaufmannshäusern der Stadt. Die Weser durchfließt die Stadt, und Bremens kompakte Größe macht die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an ein bis zwei Tagen wirklich zu Fuß erreichbar.

Bremen entdecken

Bremens Marktplatz erhielt den UNESCO-Weltkulturerbestatus für Rathaus und Roland-Statue gemeinsam, anerkannt als herausragendes Ensemble bürgerlicher Autonomie im Heiligen Römischen Reich. Das Rathaus selbst überlagert einen gotischen Kern (fertiggestellt 1410) mit einer üppigen, im frühen 17. Jahrhundert hinzugefügten Weserrenaissance-Fassade, und die Obere Rathaushalle — jahrhundertelang für städtische Zeremonien genutzt — zählt zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Ratssälen Europas, besichtigbar im Rahmen von Führungen. Die davor stehende Roland-Statue, mit 5,55 Metern eine der höchsten und aufwendigst gearbeiteten der zahlreichen Roland-Statuen in Norddeutschland, steht seit 1404 als Symbol für Bremens Marktrechte und Unabhängigkeit von Bischöfen und Adel — der lokalen Überlieferung nach bleibt Bremen frei, solange Roland steht.

Häufig gestellte Fragen

Ein bis zwei Tage reichen für Marktplatz, Böttcherstraße und Schnoor gut aus, da der historische Kern kompakt ist. Mit einem Tagesausflug zu den maritimen Museen in Bremerhaven sind es zwei bis drei Tage.

Sie zeigt Esel, Hund, Katze und Hahn aus dem Grimm'schen Märchen, die sich zusammentun und auf dem Weg nach Bremen sind, um Musiker zu werden (auch wenn die Geschichte endet, bevor sie ankommen). Die Statue nahe dem Rathaus ist Bremens meistfotografiertes Wahrzeichen — die Vorderbeine des Esels zu reiben, gilt lokal als Glücksbringer.

Rathaus und Roland-Statue wurden gemeinsam von der UNESCO als herausragendes Ensemble anerkannt, das bürgerliche Autonomie und Marktrechte im Heiligen Römischen Reich repräsentiert — die 1404 errichtete Roland-Statue zählt zu den bedeutendsten ihrer Art in Deutschland.

Diplomatische Vertretungen in Bremen

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