Bremen, Deutschland
Aktueller City Guide mit Kurzinfos, Reisen, Business und Kultur.
Überblick
Marktplatz und Rathaus
Bremer Stadtmusikanten
Architektur der Böttcherstraße
Das Schnoorviertel
Maritimes und Handelserbe
Geschichte
Kultur
Praktisches
Bremen bildet zusammen mit seiner Hafen-Schwesterstadt Bremerhaven Deutschlands kleinstes Bundesland — eine freie Hansestadt, die ihre historische Unabhängigkeit und ihren Bürgerstolz über Jahrhunderte bewahrt hat. Der Marktplatz, Bremens zentraler Platz, ist UNESCO-Weltkulturerbe und wird vom Rathaus geprägt (ein gotischer Bau mit einer im 17. Jahrhundert hinzugefügten, prächtigen Weserrenaissance-Fassade) sowie von der Roland-Statue — ein 5,5 Meter hoher steinerner Ritter, 1404 errichtet als Symbol der bürgerlichen Freiheiten und Handelsrechte Bremens und eine der bedeutendsten Roland-Statuen Deutschlands. Direkt hinter dem Rathaus steht Bremens beliebtestes Wahrzeichen: die Bronzestatue der Bremer Stadtmusikanten, die Esel, Hund, Katze und Hahn aus dem Grimm'schen Märchen übereinandergestapelt zeigt — Besucher reiben traditionell die Vorderbeine des Esels für Glück, weshalb diese golden glänzen. Die Böttcherstraße, eine kurze, aber bemerkenswerte Straße gleich neben dem Marktplatz, wurde in den 1920er-Jahren vom Kaffeehändler Ludwig Roselius zu einem Schaufenster backsteinexpressionistischer Architektur umgebaut, ihre schmale Fassade gesäumt von Skulpturen und Werkstätten. Das Schnoorviertel, Bremens ältestes erhaltenes Quartier, bewahrt ein Gewirr enger mittelalterlicher Gassen und Fischerhäuser, heute gefüllt mit Boutiquen, Galerien und Cafés. Über das historische Zentrum hinaus reicht Bremens maritime und Handelsgeschichte tief — die Hafenverbindungen und die hanseatische Identität der Stadt knüpfen an ein globales Handelsnetz an, das unter anderem eine langjährige Beziehung zu indonesischen Gewürz- und Kaffeehandelsrouten umfasste, sichtbar in den historischen Kaufmannshäusern der Stadt. Die Weser durchfließt die Stadt, und Bremens kompakte Größe macht die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an ein bis zwei Tagen wirklich zu Fuß erreichbar.
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Bremens Marktplatz erhielt den UNESCO-Weltkulturerbestatus für Rathaus und Roland-Statue gemeinsam, anerkannt als herausragendes Ensemble bürgerlicher Autonomie im Heiligen Römischen Reich. Das Rathaus selbst überlagert einen gotischen Kern (fertiggestellt 1410) mit einer üppigen, im frühen 17. Jahrhundert hinzugefügten Weserrenaissance-Fassade, und die Obere Rathaushalle — jahrhundertelang für städtische Zeremonien genutzt — zählt zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Ratssälen Europas, besichtigbar im Rahmen von Führungen. Die davor stehende Roland-Statue, mit 5,55 Metern eine der höchsten und aufwendigst gearbeiteten der zahlreichen Roland-Statuen in Norddeutschland, steht seit 1404 als Symbol für Bremens Marktrechte und Unabhängigkeit von Bischöfen und Adel — der lokalen Überlieferung nach bleibt Bremen frei, solange Roland steht.
Ein bis zwei Tage reichen für Marktplatz, Böttcherstraße und Schnoor gut aus, da der historische Kern kompakt ist. Mit einem Tagesausflug zu den maritimen Museen in Bremerhaven sind es zwei bis drei Tage.
Sie zeigt Esel, Hund, Katze und Hahn aus dem Grimm'schen Märchen, die sich zusammentun und auf dem Weg nach Bremen sind, um Musiker zu werden (auch wenn die Geschichte endet, bevor sie ankommen). Die Statue nahe dem Rathaus ist Bremens meistfotografiertes Wahrzeichen — die Vorderbeine des Esels zu reiben, gilt lokal als Glücksbringer.
Rathaus und Roland-Statue wurden gemeinsam von der UNESCO als herausragendes Ensemble anerkannt, das bürgerliche Autonomie und Marktrechte im Heiligen Römischen Reich repräsentiert — die 1404 errichtete Roland-Statue zählt zu den bedeutendsten ihrer Art in Deutschland.
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