Dresden, Deutschland

Aktueller City Guide mit Kurzinfos, Reisen, Business und Kultur.

Überblick

Dresden hat sich aus nahezu vollständiger Kriegszerstörung wieder erhoben und seinen alten Beinamen „Elbflorenz“ zurückerobert — eine barocke Stadt, mit akribischer historischer Genauigkeit wiederaufgebaut, mit einer der bedeutendsten Alte-Meister-Sammlungen Europas und einer Schatzkammer, die es mit jeder anderen der Welt aufnehmen kann.

Frauenkirche

Dresdens wiederaufgebautes evangelisches Wahrzeichen, 1945 zerstört und bis 2005 akribisch mit Tausenden geborgener Original-Steine rekonstruiert.

Zwinger und Alte Meister

Ein barocker Palastkomplex mit einer der bedeutendsten Kunstsammlungen Europas, darunter Raffaels Sixtinische Madonna und Vermeer.

Schatzkammer Grünes Gewölbe

Eine der ältesten und bedeutendsten Schatzkammersammlungen der Welt, darunter der Dresdner Grüne Diamant, im Residenzschloss.

Nachtleben in der Neustadt

Ein gründerzeitliches Viertel, von der Zerstörung 1945 verschont, heute Heimat unabhängiger Bars, Galerien und der skurrilen Kunsthofpassage.

Elbtal und Sächsische Schweiz

Historische Raddampfer durch Weinbergland in Richtung der Sandsteinformationen des Nationalparks Sächsische Schweiz.

Geschichte

Dresden gelangte als Sitz der sächsischen Kurfürsten und Könige zu Bedeutung, besonders unter August dem Starken im frühen 18. Jahrhundert, der einen Großteil der barocken Architektur errichten ließ — den Zwinger, die Vorgängerkirchen der Frauenkirche und die Schatzkammer des Residenzschlosses —, die der Stadt ihren Beinamen „Elbflorenz“ einbrachte. In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 zerstörten alliierte Bombenangriffe in einem Feuersturm den Großteil des historischen Zentrums. Die DDR-Regierung ließ die Ruinen der Frauenkirche bewusst als Mahnmal stehen; nach 1990 baute eine von Bürgern getragene internationale Spendeninitiative die Kirche und weite Teile der Altstadt mit akribischer historischer Genauigkeit wieder auf, abgeschlossen Mitte der 2000er-Jahre.

Kultur

Die sächsische Küche dreht sich um deftige, produktbetonte Gerichte wie Sauerbraten und Kartoffelspezialitäten, dazu den berühmten Dresdner Stollen, das mit Früchten und Marzipan gefüllte Weihnachtsgebäck der Stadt mit geschützter geografischer Angabe. Die trockenen Weißweine des Elbtals (Müller-Thurgau, Riesling) passen zu den regionalen Küchentraditionen und werden direkt an Weinbergen in bequemer Entfernung von der Stadt verkauft. Feste: Dresdner Striezelmarkt (Weihnachtsmarkt, einer der ältesten Deutschlands, seit 1434), Dresdner Musikfestspiele (Mai-Juni), Filmnächte am Elbufer (Open-Air-Filmfestival, Sommer, am Fluss), Bunte Republik Neustadt (Straßenfest, Juni, Äußere Neustadt). Museen: Gemäldegalerie Alte Meister (Zwinger), Grünes Gewölbe (Residenzschloss), Militärhistorisches Museum (mit markantem Libeskind-Anbau), Albertinum (Kunst des 19.-21. Jahrhunderts).

Praktisches

Sicherheit: Dresden ist nach deutschen und europäischen Maßstäben eine sichere Stadt; übliche städtische Vorsichtsmaßnahmen genügen. Sprache: Deutsch ist die Amtssprache; der sächsische Dialekt ist markant, aber Hochdeutsch wird überall verstanden. Englisch ist in touristisch orientierten Betrieben verbreitet. Währung: Euro (EUR). Karten- und kontaktlose Zahlung werden weithin akzeptiert, wobei Bargeld in Deutschland nach wie vor gebräuchlicher ist als in manchen Nachbarländern.
Reiseüberblick

Dresden erhielt den Beinamen „Elbflorenz“ für die barocke Pracht, die im 17. und 18. Jahrhundert am Fluss entstand — und verlor fast alles in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945, als alliierte Bomben den Großteil des historischen Zentrums zerstörten. Bemerkenswert ist heute vor allem die Präzision des Wiederaufbaus, sichtbar an der rekonstruierten Frauenkirche, der Alte-Meister-Galerie im Zwinger und der Schatzkammer Grünes Gewölbe im Residenzschloss. Jenseits der wiederaufgebauten Altstadt runden die lebendigere Neustadt und die Weinberge und Sandsteinformationen des Elbtals einen Besuch ab.

Dresden entdecken

Die Frauenkirche, Dresdens evangelisches Wahrzeichen, wurde bei den Bombenangriffen im Februar 1945 zu Schutt zerlegt und von der DDR-Regierung jahrzehntelang bewusst als Mahnmal in Trümmern belassen. Nach der deutschen Wiedervereinigung sammelte eine von Bürgern getragene Initiative international Spenden (das britische Königshaus und der Dresden Trust waren namhaft beteiligt, angesichts Dresdens Symbolwirkung für die Kriegszerstörung) und baute die Kirche mithilfe computergestützter Steinzuordnung wieder auf, wobei rund 3.800 geborgene Original-Steine aus dem Trümmerhaufen sortiert und neben neuem Sandstein wieder eingefügt wurden. Das Ergebnis, 2005 vollendet, zeigt die dunklen, brandgeschwärzten Original-Steine gegen helleres neues Material — ein Muster, das sich erst über die kommenden Jahrzehnte vollständig angleichen wird, wenn der neue Stein verwittert — eine sichtbare, fortlaufende Erinnerung an Zerstörung und Wiederaufbau der Kirche. Die Aussichtsplattform der Kuppel bietet Panoramablicke über die wiederaufgebaute Altstadt.

Häufig gestellte Fragen

Zwei bis drei Tage reichen für Frauenkirche, Zwinger, Grünes Gewölbe und Neustadt gut aus. Mit einem Tagesausflug in den Nationalpark Sächsische Schweiz sind es drei bis vier Tage.

Sie ist eine akribische, 2005 vollendete Rekonstruktion, bei der mithilfe computergestützter Modellierung rund 3.800 aus den Trümmern der Bombardierung von 1945 geborgene Original-Steine sortiert und wieder eingefügt wurden — sichtbar als dunklere Flecken im neuen Sandstein. Das Gebäude lag jahrzehntelang als bewusst belassenes Mahnmal in Trümmern, bevor nach der deutschen Wiedervereinigung mit dem Wiederaufbau begonnen wurde.

Ja, besonders für das Historische Grüne Gewölbe, das die Besucherzahl begrenzt, um die originale barocke Raumaufteilung zu bewahren, und zeitgebundene Tickets erfordert, die in der Hochsaison oft schon lange im Voraus ausgebucht sind. Das Neue Grüne Gewölbe ist in der Regel weniger reglementiert.

Diplomatische Vertretungen in Dresden

6 Vertretungen in dieser Stadt, nach Region gruppiert.