Düsseldorf, Deutschland

Aktueller City Guide mit Kurzinfos, Reisen, Business und Kultur.

DeutschlandNorth Rhine-Westphalia

Überblick

Düsseldorf vereint Deutschlands konzentrierteste Mode- und Designszene mit einer der lebendigsten Altstädte Europas — eine kompakte, fußläufig erkundbare Stadt am Rhein, bekannt gleichermaßen für ihre Kneipenaltstadt, die noble Königsallee und eine japanische Gemeinde, die so fest verwurzelt ist, dass sie ein ganzes Viertel kulinarisch und kulturell geprägt hat.

Altstadt-Bierkultur

Die „längste Theke der Welt" — Altbier-Häuser in engen mittelalterlichen Gassen, dazu der verdrehte Turmhelm der Basilika St. Lambertus.

Shopping auf der Königsallee

Eine der renommiertesten Einkaufsstraßen Deutschlands, von einem Kanal geteilt, mit Luxus-Flagship-Stores und dem von Libeskind gestalteten Kö-Bogen.

Architektur im MedienHafen

Frank Gehrys Neuer Zollhof und weitere markante zeitgenössische Bauten in einem umgebauten ehemaligen Industriehafen.

Japanisches Düsseldorf

Kontinentaleuropas größte japanische Gemeinde, konzentriert rund um die Immermannstraße — Restaurants, Läden und das jährliche Japan-Tag-Festival.

Rheinturm und Uferpromenade

240 Meter hoher Turm, zugleich größte digitale Uhr der Welt, verbunden mit der Altstadt durch eine durchgehende Uferpromenade.

Geschichte

Düsseldorf erhielt 1288 das Stadtrecht und entwickelte sich stetig zu einem regionalen Handelszentrum am Rhein, später als Residenz der Herzöge von Berg. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde die Stadt in weiten Teilen wiederaufgebaut, wobei die Altstadt bewusst mit ihrem historischen, engen Straßencharakter rekonstruiert wurde, während weite Teile der übrigen Stadt eine modernere Gestalt annahmen. Der wirtschaftliche Aufschwung der Nachkriegszeit brachte ab den 1950er-Jahren bedeutende japanische Konzerne dazu, ihre europäischen Hauptsitze in Düsseldorf anzusiedeln — daraus entstand die japanische Gemeinde, die bis heute ein prägender Teil der Stadtidentität ist, neben Düsseldorfs parallelem Aufstieg als Zentrum für Mode, Werbung und Design.

Kultur

Altbier und die dazugehörige Kneipenküche (Rheinischer Sauerbraten, Halver Hahn — trotz des irreführenden Namens ein Käsebrot aus Roggenbrot, kein halbes Hähnchen) prägen die traditionelle Düsseldorfer Küche. Das Viertel rund um die Immermannstraße ergänzt dies um eine wirklich beachtliche Dichte authentischer japanischer Restaurants und Supermärkte, die zu den besten in Europa außerhalb von London oder Paris zählt. Feste: Japan-Tag (Mai, am Rhein — eines der größten Japan-Kultur-Feste außerhalb Japans), Düsseldorfer Karneval (Februar, große rheinische Karnevalsfeierlichkeiten), Weihnachtsmärkte (mehrere Standorte, Ende November bis Dezember), Feuerwerke am Rhein (sowohl beim Japan-Tag als auch beim Karneval). Museen: Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (K20/K21), Museum Kunstpalast, Hetjens-Museum (Keramik), NRW-Forum (Fotografie, Design, Popkultur).

Praktisches

Sicherheit: Düsseldorf ist nach deutschen und europäischen Maßstäben eine sichere Stadt; übliche städtische Vorsichtsmaßnahmen genügen, besonders bezüglich Taschendiebstahls in den belebtesten Altstadt-Kneipenstraßen an Wochenendabenden. Sprache: Deutsch ist die Amtssprache; Englisch ist angesichts der internationalen Unternehmenspräsenz der Stadt in Geschäfts- und touristischen Kontexten verbreitet. Japanisch wird in den Läden und Restaurants rund um die Immermannstraße vielfach genutzt. Währung: Euro (EUR). Karten- und kontaktlose Zahlung werden weithin akzeptiert, wobei Bargeld in Deutschland nach wie vor gebräuchlicher ist als in manchen Nachbarländern.
Reiseüberblick

Düsseldorf liegt als Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen am Rhein, und die kompakte Innenstadt vereint auf engstem, fußläufig erkundbarem Raum ein wirklich abwechslungsreiches Angebot. Die Altstadt, nach den Kriegszerstörungen wiederaufgebaut, aber mit ihrer dichten, mittelalterlichen Straßenführung erhalten, trägt den Beinamen „längste Theke der Welt" wegen ihrer schieren Dichte an Brauereien und Kneipen, die Altbier ausschenken — die für Düsseldorf typische, dunkle, obergärige Biersorte, ein direkter Konkurrent zum Kölsch im nahen Köln und Auslöser einer langjährigen, freundschaftlichen Rivalität zwischen den beiden Städten. Nur einen kurzen Spaziergang entfernt liegt die Königsallee („Kö"), einer der exklusivsten Einkaufsboulevards Deutschlands — eine von einem Kanal geteilte, baumgesäumte Allee mit Flagship-Stores großer Luxusmarken auf der einen und älterer Bankenviertel-Architektur auf der anderen Seite. Düsseldorfs zeitgenössischere Seite zeigt sich im MedienHafen, einem ehemaligen Industriehafen, der mit markanter Architektur neu bebaut wurde — darunter Frank Gehrys kantige Neuer-Zollhof-Bauten —, heute Sitz von Medienunternehmen, Bars und Restaurants. Weniger erwartbar: Düsseldorf beherbergt die größte japanische Gemeinde Kontinentaleuropas, ein Erbe der Nachkriegszeit, als sich japanische Konzerne hier europäische Hauptsitze aufbauten — das hat dem Viertel rund um die Immermannstraße eine wirklich hohe Dichte an japanischen Restaurants, Supermärkten und Buchläden beschert. Einheimische nennen es mitunter „Klein-Tokio", und das jährliche Japan-Tag-Festival zieht jeden Mai große Menschenmengen an. Der Rheinturm bietet mit 240 Metern Höhe Ausblicke über die Stadt und fungiert zugleich als größte digitale Uhr der Welt, während die Rheinuferpromenade Altstadt, MedienHafen und den Fluss zu einem durchgehenden Spaziergang verbindet. Auch Düsseldorfs Ruf als Modestadt ist tief verwurzelt, getragen von halbjährlichen Fachmessen und einer Designszene, die weit über die Größe der Stadt hinausreicht.

Düsseldorf entdecken

Düsseldorfs Altstadt verdankt ihren Beinamen der schieren Dichte an Brauereien, Kneipen und Biergärten in ihren engen mittelalterlichen Gassen — eine Konzentration, die einen Abend voller Altbier-Häuser (Uerige, Füchschen und Schumacher gehören zu den bekanntesten) ohne lange Fußwege wirklich praktikabel macht. Altbier, eine dunkle, obergärige Bierart, die nur in Düsseldorf gebraut wird, wird in kleinen Gläsern serviert, die das Personal so lange nachfüllt, bis ein Bierdeckel obenauf liegt — ein anderes Ritual als die Kölsch-Tradition im nahen Köln und Ursprung einer jahrzehntelangen, durchweg freundschaftlichen Rivalität zwischen den Bierkulturen beider Städte. Über die Trinkkultur hinaus liegt in der Altstadt die Basilika St. Lambertus mit ihrem markant verdrehten Turmhelm (das Ergebnis von grünem Holz, das sich beim Bau verzog) sowie eine dichte Ansammlung von Restaurants und Läden, die die Altstadt sowohl tagsüber als auch nachts zum stimmungsvollsten Viertel Düsseldorfs machen.

Häufig gestellte Fragen

Zwei bis drei Tage reichen für Altstadt, Königsallee, MedienHafen und das Japanviertel gut aus. Ein Tagesausflug ins nahe Köln (etwa 30 Minuten mit der Bahn) lässt sich problemlos ergänzen.

Der Beiname stammt von der schieren Dichte an Brauereien, Kneipen und Bars in den engen mittelalterlichen Gassen der Altstadt, die fast alle Altbier ausschenken — Düsseldorfs typische dunkle Biersorte — was einen Kneipenbummel auf engstem Raum sehr einfach macht.

Ab den 1950er-Jahren siedelten japanische Konzerne ihre europäischen Hauptsitze in Düsseldorf an, angezogen von der Messe-Infrastruktur der Stadt und ihrer zentralen Lage. Aus dieser Unternehmenspräsenz wuchs die größte japanische Gemeinde Kontinentaleuropas, heute sichtbar rund um die Immermannstraße.

Diplomatische Vertretungen in Düsseldorf

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