Falklandinseln
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Hauptstadt
Stanley
Bevölkerung
Falkland Islander
Einheimischer Name
Falkland Islands
Region
Amerika
Südamerika
Zeitzone
Falkland Islands Summer Time
UTC-03:00
Auf dieser Seite
Die Falklandinseln sind ein abgelegenes britisches Überseegebiet im Südatlantik und gehören zu den eindrucksvollsten Naturzielen der südlichen Hemisphäre. Der Archipel aus mehr als 700 Inseln ist vor allem für seine enorme Tierdichte bekannt: Königspinguine, Felsenhüpfer, Eselspinguine, See-Elefanten, Seelöwen und Albatrosse besiedeln Küsten und Klippen in einer Konzentration, die man sonst eher mit deutlich aufwendigeren Polarexpeditionen verbindet. Gleichzeitig leben hier nur wenige Menschen, und genau diese Mischung aus isolierter britischer Inselkultur, Wind, Weite und nahezu unberührter Tierwelt macht die Falklands so besonders.
Einreise und Aufenthalt auf den Falklandinseln
Viele Besucher, darunter Reisende aus dem Vereinigten Königreich, den USA, Kanada, Australien und zahlreichen EU-Staaten, können für kurze Aufenthalte visumfrei auf die Falklandinseln einreisen. Je nach Nationalität werden in der Regel Aufenthalte von bis zu 30 Tagen, teilweise auch bis zu 90 Tagen, gestattet. Erforderlich sind ein gültiger Reisepass für die Dauer des Aufenthalts, ein bestätigtes Rück- oder Weiterreiseticket sowie ausreichende finanzielle Mittel. Die Anreise erfolgt fast ausschließlich über die wöchentliche Flugverbindung aus Santiago de Chile oder über seltenere Militärflüge aus dem Vereinigten Königreich. Wer länger bleiben, arbeiten oder studieren möchte, benötigt eine gesonderte Genehmigung.
Gängige Visumtypen
Visumfreie Einreise
Für Tourismus, Besuche bei Freunden oder Familie und kurze geschäftliche Termine für berechtigte Staatsangehörige.
Besucher- oder Sondergenehmigung
Für längere Aufenthalte, Arbeit, Studium oder für Reisende, die nicht unter die visumfreie Einreise fallen.
Wichtige Reiseinformationen für die Falklandinseln
Reiseführer
Die Falklandinseln sind ein Reiseziel für Menschen, die Natur nicht dekorativ, sondern elementar erleben wollen. Schon die Anreise macht klar, wie weit draußen dieser Archipel liegt. Und genau daraus entsteht seine Wirkung: keine touristische Dauerinszenierung, keine überlaufenen Aussichtspunkte, sondern Wind, offenes Licht, Moorlandschaften, weiße Strände, Kelpwälder und eine Tierwelt, die sich in einer für Reisende fast unglaublichen Nähe beobachten lässt. Volunteer Point mit seinen Königspinguinen gehört zu den stärksten Wildlife-Orten des Südatlantiks, doch auch Sea Lion Island, Saunders Island, Bleaker Island oder West Point zeigen, warum die Falklands für Naturfotografen und Vogelbeobachter fast mythisch sind. Stanley, die kleine Hauptstadt, bringt dazu eine ganz eigene kulturelle Ebene: britische Pubs, Kriegsdenkmäler, Wellblechhäuser, eine Kathedrale am Hafen und ein ausgeprägtes Bewusstsein für die eigene Geschichte. Gerade diese Verbindung aus biologischer Fülle, politischer Erinnerung und geographischer Abgeschiedenheit macht die Inseln zu weit mehr als einem abgelegenen Tierbeobachtungsziel. Wer sich auf Wetter, Distanzen und einen entschleunigten Rhythmus einlässt, bekommt hier eine Reise, die außergewöhnlich lange nachwirkt.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Die Falklands gehören zu den besten Wildlife-Fotodestinationen der Welt. Königspinguine am Volunteer Point, Felsenhüpfer auf Außeninseln, Magellan- und Eselspinguine an vielen Küsten sowie See-Elefanten und Seelöwen liefern Motive in einer Dichte, die sonst oft nur auf deutlich teureren Polarreisen erreichbar ist.
Sea Lion Island, Saunders Island, Bleaker Island, Carcass Island oder West Point bieten kleine Lodges, kurze Wege zu Kolonien und das Gefühl, in einer fast vollständig naturdominierten Welt zu wohnen. Viele der besten Erlebnisse entstehen gerade dort, wo außerhalb der Unterkunft fast nichts gebaut ist.
Schwarzbrauenalbatrosse, Sturmvögel, Kormorane und Falkland-Dampfschiffenten machen die Inseln auch für Ornithologen außergewöhnlich. Besonders eindrucksvoll sind gemischte Kolonien, in denen Albatrosse und Felsenhüpfer dieselben windoffenen Hänge und Klippen nutzen.
Der Krieg von 1982 ist auf den Inseln weiterhin sichtbar und emotional präsent. Rund um Stanley, Darwin und an verschiedenen Gedenkorten lassen sich Schlachtfelder, Museen und Erinnerungsorte besuchen, die den Konflikt und seine lokale Bedeutung greifbar machen.
Neben Wildlife sind die Falklands auch für Meerforellen und abgelegene Flusssysteme bekannt. Das Angeln verbindet sich hier mit offenen Mooren, Wind, Schafweiden und einer fast vollständigen Abwesenheit anderer Besucher.
Die Falklands sind ideal für Reisende, die ein Ziel mit Expeditionsgefühl suchen, ohne eine Antarktisfahrt zu buchen: wenige Flugverbindungen, 4x4-Strecken, kleine Inselflugzeuge, wetterabhängige Tagesplanung und eine Landschaft, die klar die Bedingungen vorgibt.
Geld & Währung
Falkland-Pfund (FKP)
Währungscode: FKP
Praktische Geldtipps
Falkland-Pfund (FKP) und Britisches Pfund Sterling — 1:1 gebunden, beide akzeptiert
Die Falklandinseln verwenden das Falkland-Pfund (FKP), das 1:1 an das Britische Pfund Sterling (GBP) gebunden ist. Beide Währungen werden überall auf den Inseln gleichwertig akzeptiert. Für DACH-Reisende empfiehlt sich, Euro vor der Reise in GBP umzutauschen — GBP ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Wechselstuben erhältlich. Das FKP ist außerhalb der Falklandinseln nicht eintauschbar. USD und EUR können bei Standard Chartered Bank in Stanley (der einzigen Bank auf den Inseln) gewechselt werden, aber zu weniger günstigen Kursen. Genug GBP-Bargeld von zu Hause mitbringen.
Nur ein Geldautomat in Stanley — ausreichend Bargeld vor der Reise mitbringen
Es gibt faktisch nur einen Geldautomaten auf den Falklandinseln — bei der Standard Chartered Bank in Stanley (der Hauptstadt). Dieser akzeptiert internationale Visa- und Mastercard-Karten, funktioniert aber an diesem abgelegenen Standort nicht immer zuverlässig. Außerhalb von Stanley — bei Pinguinkolonien, Wildtierunterkünften auf den äußeren Inseln und abgelegenen Farmen — gibt es keine Automaten. GBP-Bargeld aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz mitbringen und bei Ankunft in Stanley abheben oder wechseln.
Kartenzahlung begrenzt möglich — in Stanley ja, auf den Außeninseln sehr eingeschränkt
In Stanley akzeptieren größere Geschäfte, Hotels und Restaurants grundsätzlich Visa und Mastercard. Technische Probleme durch die abgelegene Lage und eingeschränkte Konnektivität sind jedoch möglich. In abgelegenen Wildtierunterkünften auf Sea Lion Island, Pebble Island, Bleaker Island und weiteren Außeninseln ist Kartenzahlung nicht garantiert — vor der Abreise mit der jeweiligen Lodge abklären. Apple Pay und Google Pay haben aufgrund der eingeschränkten Infrastruktur nur sehr begrenzten Einsatz. GBP- oder FKP-Bargeld ist für Aufenthalte auf den Außeninseln unverzichtbar.
Eines der abgelegensten Reiseziele der Welt — hohe Kosten, Selbstversorgung planen
Die Falklandinseln sind extrem abgelegen und teuer. Alle Güter werden importiert; Preise liegen deutlich über britischem Niveau. Unterkunft in Stanley (Bed & Breakfast): GBP 60–120 pro Nacht. Mittelklasse-Gästehaus: GBP 120–200 pro Nacht. Abgelegene Wildtierlodge (Sea Lion Island, Pebble Island): GBP 180–350 pro Nacht mit Vollpension. Restaurantmahlzeit in Stanley: GBP 15–35. Die meisten Besucher kommen per Kreuzfahrtschiff (Antarktisreisen) oder via Wochenflug von Santiago de Chile. FKP kann außerhalb der Falklands nicht getauscht werden — verbleibende Beträge vor der Ausreise ausgeben.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Städte mit Vertretungen
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