Französisch-Polynesien

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Telefonvorwahl

+689

Hauptstadt

Papeete

Bevölkerung

280.000

Einheimischer Name

Polynésie française

Region

Ozeanien

Polynesien

Zeitzonen

Gambier Islands Time

UTC-09:00

+2 more

Französisch-Polynesien umfasst 118 Inseln und Atolle, verteilt über ein Meeresgebiet von fast unvorstellbarer Größe im Südpazifik. Dahinter verbergen sich nicht nur Tahiti, Moorea und Bora Bora, sondern fünf sehr unterschiedliche Archipele mit jeweils eigener Landschaft, Distanz und Reiseatmosphäre. Viele Besucher kommen wegen der türkisfarbenen Lagunen und Überwasserbungalows, bleiben aber wegen der polynesischen Kultur, der räumlichen Weite und des Gefühls, dass jede Inselgruppe ihre eigene kleine Welt bildet.

Einreise und Visum für Französisch-Polynesien

Französisch-Polynesien hat eigene Einreisebestimmungen, die sich von manchen anderen französischen Gebieten unterscheiden. EU-, EWR- und Schweizer Staatsangehörige sowie viele weitere Nationalitäten können für touristische Aufenthalte von bis zu 90 Tagen visumfrei einreisen. Erforderlich sind in der Regel ein noch ausreichend gültiger Reisepass, ein Rück- oder Weiterflugticket sowie ein Nachweis ausreichender finanzieller Mittel. Für Aufenthalte über 90 Tage ist eine gesonderte Langzeitgenehmigung notwendig, die vor der Reise eingeholt werden muss. Der wichtigste internationale Zugang ist der Flughafen Faaʻa auf Tahiti.

Gängige Visumtypen

Visumfreie Einreise (90 Tage)

Bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen.

Für touristische Kurzaufenthalte für EU-Bürger und viele weitere berechtigte Nationalitäten.

Besuchervisum

Je nach Nationalität und erteilter Genehmigung meist 30 bis 90 Tage.

Für touristische Aufenthalte von Reisenden, die nicht unter die visumfreie Einreise fallen.

Wichtige Reiseinformationen für Französisch-Polynesien

Französisch-Polynesien ist sehr teuer. Unterkünfte, Inlandsflüge, Transfers und Essen liegen deutlich über dem Niveau vieler anderer Inselziele.

Air-Tahiti-Flüge sind für Reisen zwischen Inselgruppen fast unverzichtbar. Früh buchen und Verbindungen mit Puffer planen.

Überwasserbungalows und Top-Resorts sind oft Monate im Voraus ausgebucht, besonders in der Hauptsaison.

Reiseübersicht

Französisch-Polynesien ist das große Südseeversprechen — aber nur dann wirklich interessant, wenn man es nicht auf Bora Bora reduziert. Tahiti ist der lebendige Einstieg mit Markt, Hafen, roulottes und urbanem Alltag. Moorea verbindet spektakuläre Bergsilhouetten mit einer entspannten, gut erreichbaren Lagunenwelt. Bora Bora steht für die ikonische Luxusfantasie aus Otemanu-Gipfel, Überwasserbungalows und tiefblauem Wasser. Darüber hinaus öffnen die Tuamotu-Atolle einen fast abstrakt wirkenden Raum aus Korallenringen, Tauchpässen und Perlenfarmen, während die Marquesas schroff, kulturell dicht und deutlich weniger postkartenschön wirken als die Gesellschaftsinseln. Genau darin liegt die Stärke des Landes: Es ist nicht nur Luxusdestination, sondern ein ganzes pazifisches Universum aus Vulkaninseln, Atollen, Bootsverbindungen, Inlandsflügen, Tanz, Tattoo, Fischküche und einem kulturellen Selbstbewusstsein, das weit über touristische Inszenierung hinausgeht. Wer hier reist, sollte nicht nur nach dem schönsten Wasser suchen, sondern nach der jeweiligen Eigenart jeder Inselgruppe.

Entdecken Sie Französisch-Polynesien

Bora Bora ist die bekannteste Insel Französisch-Polynesiens und prägt weltweit das Bild der luxuriösen Südsee. Der Gipfel des Mount Otemanu ragt wie eine dramatische Kulisse über der Lagune auf, während Resorts auf kleinen Motus Überwasserbungalows, Stege und scheinbar unwirkliche Wasserfarben inszenieren. Trotz aller Bekanntheit funktioniert Bora Bora tatsächlich — die Landschaft ist so stark, wie sie auf Bildern aussieht. Wer hierher reist, sucht weniger Vielfalt als Verdichtung: eine Insel, auf der Lagune, Luxus und Symbolkraft fast vollkommen zusammenfallen.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Luxus, Romantik & Honeymoon

Bora Bora, Tahaʻa und Teile von Moorea stehen für das klassische Südsee-Luxusbild mit Überwasserbungalows, Lagunenblick und ruhigen Resortinseln. Für viele ist das der Inbegriff einer Hochzeitsreise.

Tauchen & Schnorcheln

Die Tuamotus, vor allem Rangiroa und Fakarava, gehören zu den besten Tauchgebieten des Pazifiks. Haie, Pässe, Drift-Dives und klare Lagunen machen Französisch-Polynesien unter Wasser außergewöhnlich.

Inselhüpfen

Wer mehrere Archipele kombiniert, erlebt die wahre Vielfalt des Landes: urbane Tahiti-Tage, entspannte Moorea-Momente, Bora-Bora-Ikonen und die Weite der Atolle oder Marquesas.

Kultur & Archäologie

Von Märkten und Museen auf Tahiti bis zu Tiki-Stätten in den Marquesas bietet das Land deutlich mehr kulturelle Tiefe, als das reine Postkartenimage vermuten lässt.

Südsee mit kleinerem Budget

Auch wenn Französisch-Polynesien teuer ist, erlauben Familienpensionen, roulottes, Moorea statt Bora Bora und eine bewusst reduzierte Inselwahl Reiseformen jenseits des Luxussegments.

Geld & Währung

Geld & Währung

CFP-Franc (₣, XPF)

Währungscode: XPF

Praktische Geldtipps

CFP-Franc (XPF) — fest an den Euro gebunden (1 EUR = 119,33 XPF)

Der CFP-Franc (Franc Pacifique, XPF) ist die Währung Französisch-Polynesiens, die auch in Neukaledonien und Wallis und Futuna gilt. Er ist fest zum Euro gebunden: 1 EUR = 119,33 XPF. Für Reisende aus Deutschland und Österreich ist die Umrechnung einfach — Preise in XPF lassen sich leicht auf EUR zurückrechnen. Für Schweizer Reisende: CHF zunächst zu EUR wechseln (in der Schweiz vor der Abreise ist der Kurs am günstigsten), dann EUR zu XPF am Flughafen Papeete oder bei BNP Paribas und Banque de Polynésie in Papeete tauschen. XPF ist außerhalb der französischen Pazifik-Territorien nicht erhältlich und nach der Rückkehr kaum einlösbar — Restbestände vor der Abreise ausgeben.

Geldautomaten in Papeete und Hauptinseln — keine auf Außenatolls und abgelegenen Inseln

BNP Paribas und Banque de Polynésie betreiben Geldautomaten in Papeete (Tahiti), Moorea, Bora Bora (Vaitape-Dorf), Huahine, Raiatea und in den Hauptorten der Tuamotu-Atolle. Internationale Visa- und Mastercardkarten funktionieren einwandfrei. Auf abgelegenen Tuamotu-Atolls (Tikehau, Manihi, äußere Motu von Rangiroa) und auf den Marquesas-Inseln (Nuku Hiva, Hiva Oa) ist die Versorgung sehr begrenzt oder nicht vorhanden. Empfehlung: ausreichend XPF in Papeete oder auf der Hauptinsel abheben, bevor auf Außeninseln weitergereist wird.

Kartenzahlung in Luxusresorts — Märkte und Außeninseln nur mit Bargeld

Große Resorthotels auf Bora Bora, Moorea und in Papeete akzeptieren Visa und Mastercard für Unterkunftskosten. Apple Pay und Google Pay sind in Französisch-Polynesien kaum unterstützt — kontaktloses Bezahlen funktioniert nur in wenigen internationalen Hotelketten. Lokale Märkte (Stadtmarkt Papeete, Raiatea-Markt), kleine Pensionen (Familiengästehäuser), Bootsoperatoren für Insel-Touren und Dorfaktivitäten sind Bargeld-only. Für authentische Erlebnisse — Poisson Cru (Rohfischsalat) an einem Roulotte-Foodtruck auf dem Papeete-Ufer oder Pareo-Kauf auf dem Markt — ist XPF-Bargeld unverzichtbar.

Eines der teuersten Reiseziele der Welt — Budget sorgfältig planen

Französisch-Polynesien zählt zu den kostspieligsten Reisezielen weltweit. Einfaches Hotel in Papeete: XPF 15.000–25.000/Nacht (ca. 125–210 €). Overwater-Bungalow in einem Bora-Bora-Luxusresort: XPF 80.000–300.000/Nacht (ca. 670–2.500 €). Mahlzeit an einem Roulotte-Foodtruck in Papeete: XPF 1.000–2.000 (ca. 8–17 €). Abendessen im Restaurant: XPF 3.500–7.000. Hinano-Bier (lokal): XPF 600–900. Inselflug Bora Bora–Tahiti: XPF 12.000–25.000. Familienpension: XPF 10.000–18.000/Nacht. Für Rucksackreisende machen Pensionen und Roulotte-Trucks das Paradies bezahlbar; für Luxusreisende ist Bora Bora die Ikone des Südpazifik.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

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