St. George's, Grenada

Aktueller City Guide mit Kurzinfos, Reisen, Business und Kultur.

Überblick

St. George's ist eine der malerischsten Hauptstädte der Karibik — eine kompakte Hafenstadt, in der pastellfarbene Kolonialbauten steile Hügel über einem hufeisenförmigen Naturhafen erklimmen, der Samstagsmarkt nach Muskatnuss und Zimt duftet, Fort George Panoramablicke von seinen Mauern aus dem 18. Jahrhundert bietet, und das Carenage-Ufer Fischerboote und Yachten in einer Szenerie vereint, die sich seit zwei Jahrhunderten kaum verändert hat.

Hafenstadt

Das Carenage mit seiner kolonialen Waterfront, Fischerbooten, Yachten und Hangarchitektur — eine der fotogensten Hauptstädte der Karibik.

Kolonialgeschichte

Fort George, Fort Frederick, georgianische Kirchen und das Nationalmuseum — 350 Jahre französische, britische und unabhängige grenadische Geschichte.

Gewürzhauptstadt

Der Samstagsmarkt quillt über vor Muskatnuss, Zimt, Nelken, Kakao und tropischen Früchten zu Preisen, die europäische Gewürzläden alt aussehen lassen.

Strandtor

Grand Anse Beach (10 Min.), Morne Rouge Bay, Magazine Beach und der Unterwasser-Skulpturenpark — alles in Reichweite.

Yachtzentrum

Port Louis Marina, Segelfestivals und Grenadas Lage unterhalb des Hurrikangürtels machen St. George's zum erstklassigen Yachthafen der Karibik.

Geschichte

St. George's wurde 1650 als Fort Royal von den Franzosen gegründet und wurde Hauptstadt ihrer Kolonie La Grenade. Die Briten eroberten es 1762 und benannten es nach König Georg III. um. 1983 führte ein Militärputsch und die Hinrichtung von Premierminister Maurice Bishop auf Fort George zur US-geführten Invasion (Operation Urgent Fury). Hurrikan Ivan verwüstete die Stadt 2004 und zerstörte 90 % der Gebäude, aber St. George's wurde unter Bewahrung seines kolonialen Charakters wieder aufgebaut.

Kultur

St. George's Gastronomie teilt sich in Hafenrestaurants (The Nutmeg für Meeresfrüchte mit Carenage-Blick, BB's Crabback für gehobene grenadische Küche) und lokale Spots für authentisches Essen. Oil-down — Grenadas Nationalgericht aus Brotfrucht, Salzfleisch, Callaloo und Klößen in Kokosmilch — gibt es in lokalen Restaurants und am Samstagsmarkt. Roti-Läden servieren hervorragende Curryfüllungen im Fladenbrot für EC$12-18 (4-6 €). Am Fischmarkt am östlichen Carenage gibt es den Morgenfang. Straßenhändler am Market Square bieten Fischkuchen, Kokosdrops und frischen Fruchtsaft. Feste: Grenada Carnival (August — Spicemas: Mas-Bands, Soca, J'ouvert, Calypso-Monarch), Grenada Chocolate Festival (Mai — Plantagentouren, Verkostungen, Bean-to-Bar-Workshops), Grenada Sailing Week (Januar/Februar — Renn- und Fahrtensegler), Carriacou Regatta (Juli/August — traditionelle Bootrennen). Museen: Grenada Nationalmuseum (Carenage — Geschichte von der Ureinwohnerzeit bis heute), Fort George (1705 — Kolonialfestung mit Panoramablick), House of Chocolate (Young Street — Kakaogeschichte und Verkostungen).

Praktisches

Sicherheit: St. George's ist für Besucher grundsätzlich sicher. Normale Vorsichtsmaßnahmen beachten — schlecht beleuchtete Bereiche um die Esplanade nach Einbruch der Dunkelheit meiden, Wertsachen nicht am Strand unbeaufsichtigt lassen, Taxipreis vor Fahrtbeginn vereinbaren. Steile Straßen können bei Nässe rutschig sein. Notruf: 911 (Polizei), 434 (Krankenwagen), 440 (Feuerwehr). Sprache: Englisch (Amtssprache). Grenadisches Englisch hat einen unverwechselbaren Akzent und lokale Ausdrücke. Einige ältere Bewohner sprechen ein französisch beeinflusstes Kreolisch (Patois). Kommunikation für Englischsprachige problemlos. Währung: Ostkaribischer Dollar (EC$, XCD). US-Dollar weit verbreitet akzeptiert. Karten in Hotels, Restaurants und größeren Geschäften akzeptiert. Bargeld bevorzugt auf dem Markt, bei Straßenhändlern und in lokalen Restaurants. Geldautomaten bei Republic Bank und CIBC FirstCaribbean am Carenage.
Reiseüberblick

St. George's belohnt Erkundung zu Fuß trotz steiler Straßen — das kompakte Zentrum vereint Kolonialarchitektur, lebendiges Hafenleben, einen pulsierenden Markt, historische Festungen und Restaurants am Wasser. Das Carenage, der Innenhafen, ist das Herz: farbenfrohe Lagerhäuser (viele zu Restaurants, Geschäften und dem Nationalmuseum umgebaut) säumen die Kaimauer, an der traditionelle Holzboote neben Luxusyachten festmachen. Der Samstagsmarkt am Market Square ist ein Muss — Händler verkaufen Muskatnuss, Zimt, Kakao und tropische Früchte zu Preisen, die europäische Supermärkte absurd erscheinen lassen. Fort George (1705, ursprünglich französisches Fort Royal) thront auf der Landzunge mit Kanonen und 360-Grad-Blick. Die Stadt ist Ausgangspunkt für Grand Anse Beach (10 Min. südlich), den Unterwasser-Skulpturenpark in der Molinière-Bucht (15 Min. nördlich) und das Regenwaldinnere mit Wasserfällen und Gewürzplantagen. Für deutschsprachige Reisende gibt es keine Direktflüge, aber gute Verbindungen über London, Miami oder die karibischen Drehkreuze.

St. George's entdecken

Das Carenage — St. George's Innenhafen — ist das Markenzeichen der Stadt und eine der fotogensten Hafenfronten der Karibik. Der hufeisenförmige Naturhafen beherbergt bunt bemalte Fischerboote neben schimmernden Charteryachten, mit einer Kulisse aus Koloniallagerhäusern in Terrakotta, Gelb, Blau und Grün, die den steilen Hang dahinter hinaufklettern. Die Uferpromenade verbindet Restaurants (The Nutmeg für Hafenblick und frischen Fisch), Geschäfte, das Grenada National Museum und die Bibliothek. Am frühen Morgen bringen Fischer ihren Fang am östlichen Carenage an Land, abends füllen sich die Bars mit Einheimischen und Besuchern bei Sonnenuntergang. Der Sendall Tunnel (1894) durchbohrt die Landzunge und verbindet das Carenage mit der Esplanade — eine einzigartige Fußgängerpassage.

Diplomatische Vertretungen in St. George's

5 Vertretungen in dieser Stadt, nach Region gruppiert.