Griechenland

🇬🇷

Telefonvorwahl

+30

Hauptstadt

Athens

Bevölkerung

10,4 Millionen

Einheimischer Name

Ελλάδα

Region

Europa

Südeuropa

Zeitzone

Osteuropäische Zeit

UTC+02:00

Griechenland — die Wiege der westlichen Zivilisation, der Demokratie und der Philosophie. Ein EU- und Schengen-Mitglied mit einer unvergleichlichen Mischung aus antiker Geschichte und Mittelmeerlebensgefühl. Athen mit der Akropolis und dem Parthenon, dem Plaka-Viertel und dem Syntagma-Platz. Über 6.000 Inseln, davon 227 bewohnt: Santorin mit seinen weißen Dörfern und Sonnenuntergängen, Mykonos mit dem weltberühmten Nachtleben, Kreta mit minoischen Palästen und der Samaria-Schlucht, Rhodos mit der mittelalterlichen Altstadt (UNESCO). Die Meteora-Klöster thronen auf Sandsteinfelsen. Delphi — das Orakel am Fuß des Parnass. Die griechische Küche: Moussaka, Souvlaki, frischer Feta, Tzatziki, Oliven und dazu immer Ouzo oder Retsina. Griechenland ist eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen — über 4 Millionen deutsche Urlauber pro Jahr. Direktflüge von fast allen deutschen Flughäfen, auch von Wien und Zürich. Inselhüpfen in der Ägäis und am Ionischen Meer gehört zu den großen europäischen Reiseerlebnissen.

Visum und Einreisebedingungen für Griechenland

Als Schengen-Mitglied gelten für Griechenland die Standard-Schengen-Regeln. EU/EWR/Schweizer Bürger können mit Personalausweis oder Reisepass ohne Visum einreisen und unbegrenzt bleiben — Arbeitsrecht inklusive. Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen kein Visum. Staatsangehörige der USA, Großbritanniens, Kanadas, Australiens, Japans und weiterer Länder dürfen visumfrei bis zu 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen einreisen (gilt für den gesamten Schengen-Raum). Ab 2025 wird das ETIAS-System (European Travel Information and Authorisation System) für visumfreie Drittstaatler eingeführt — eine einfache Online-Registrierung vor der Reise. Für visumpflichtige Nationalitäten: Schengen-Visum beim griechischen Konsulat beantragen. Bearbeitungszeit in der Regel 15 Kalendertage. Reiseversicherung mit mindestens 30.000 Euro Deckung erforderlich.

Gängige Visumtypen

Visumfreie Einreise (EU/EWR/Schweiz)

Unbegrenzt

Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige — Einreise mit Personalausweis oder Reisepass. Unbegrenzter Aufenthalt. Volle Arbeitnehmerfreizügigkeit. Kein Visum, keine Registrierung erforderlich.

Visumfreie Einreise (Schengen-Regelung)

Maximal 90 Tage in 180 Tagen im gesamten Schengen-Raum

Für US-Bürger, Briten, Kanadier, Australier, Japaner und weitere Nationalitäten: Tourismus, Geschäftsreisen, Konferenzen, Familienbesuche. Ab 2025 ETIAS-Registrierung nötig.

Schengen-Visum (Typ C)

Bis zu 90 Tage in 180 Tagen; ein- oder mehrfache Einreise

Für visumpflichtige Nationalitäten: Tourismus, Geschäftsreisen, Kulturveranstaltungen, medizinische Behandlung. Beantragung beim griechischen Konsulat mit Reiseplan, Unterkunftsnachweis, Finanznachweis und Reiseversicherung (mindestens 30.000 EUR).

Nationales Visum (Typ D)

Über 90 Tage; mit Aufenthaltserlaubnis verlängerbar

Für Aufenthalte über 90 Tage: Arbeit, Studium, Familienzusammenführung, Ruhestand. Führt zur Aufenthaltserlaubnis. Muss VOR der Einreise beim griechischen Konsulat beantragt werden.

Studentenvisum

Studiendauer; verlängerbar

Für Studium an griechischen Universitäten. Griechenland hat historisch bedeutende Hochschulen (Athen, Thessaloniki, Kreta). Zulassungsbescheid erforderlich. Für EU-Bürger kein Visum nötig — einfache Immatrikulation.

Arbeitsvisum

Vertragsdauer; verlängerbar

Für Nicht-EU-Bürger mit Arbeitsangebot in Griechenland. Der Arbeitgeber muss die Arbeitserlaubnis beantragen. Saisonarbeit im Tourismus (Hotels, Gastronomie) besonders verbreitet auf den Inseln.

Aufenthalt für finanziell Unabhängige

1–2 Jahre; verlängerbar

Griechenland bietet eine Aufenthaltserlaubnis für finanziell unabhängige Nicht-EU-Bürger — besonders attraktiv für Rentner. Nachweis über regelmäßiges Einkommen oder Vermögen. Kein Arbeitsrecht, aber Wohnsitz in Griechenland mit Zugang zum Gesundheitssystem.

Golden Visa (Investitionsaufenthalt)

5 Jahre; verlängerbar solange die Investition besteht

Aufenthaltserlaubnis durch Immobilieninvestition. Seit September 2024: Mindestinvestition 800.000 EUR in Athen, Thessaloniki, Mykonos, Santorin; 400.000 EUR in anderen Regionen (vorher 250.000 EUR). Berechtigt zum Aufenthalt und Reisen im Schengen-Raum. Kein Arbeitsrecht. Sehr beliebt bei Investoren aus China, der Türkei und dem Nahen Osten.

Digital Nomad Visum

12 Monate; verlängerbar

Seit 2021 bietet Griechenland ein Digital-Nomad-Visum für Fernarbeiter. Mindesteinkommen: 3.500 EUR/Monat (brutto). Steuerliche Vorteile für die ersten 7 Jahre (50% Reduktion). Arbeiten von Athen, Kreta, den Kykladen oder jeder griechischen Insel.

Wichtige Reiseinformationen für Griechenland

Reisepass/Personalausweis: Deutsche, Österreicher und Schweizer brauchen nur einen Personalausweis — kein Reisepass nötig. Für Nicht-EU-Bürger: Reisepass muss bei Ausreise noch mindestens 3 Monate gültig sein und innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt.

90/180-Tage-Regel: Gilt für den GESAMTEN Schengen-Raum — nicht nur Griechenland. Tage in Spanien, Italien, Frankreich etc. werden mitgerechnet.

Inselhüpfen: Über 6.000 Inseln, 227 bewohnt. Fähren verbinden die Inseln und das Festland (Piräus, Rafina). In der Hochsaison (Juli–August) Fähren WOCHEN im Voraus buchen. Blue Star Ferries und Hellenic Seaways sind die größten Betreiber.

Reiseführer

Griechenland ist der Inbegriff des Mittelmeers — und für deutschsprachige Reisende seit Jahrzehnten eines der liebsten Urlaubsziele. Über 6.000 Inseln streuen sich über die Ägäis und das Ionische Meer, jede mit eigenem Charakter: Santorin mit den ikonischen weißen Dörfern auf der Caldera-Kante und Sonnenuntergängen, die jedes Klischee bestätigen; Mykonos mit seinen Windmühlen, dem legendären Nachtleben und Traumstränden; Kreta als größte griechische Insel mit dem minoischen Palast von Knossos, der 18 Kilometer langen Samaria-Schlucht, wilden Südküstendörfern und einer Küche, die als gesündeste der Welt gilt; Rhodos mit der mittelalterlichen Altstadt (UNESCO), der antiken Akropolis von Lindos und Faliraki als Badeparadies. Korfu bezaubert mit venezianischem Erbe und üppig grüner Landschaft, Zakynthos mit der berühmten Navagio-Bucht (Schiffswrackstrand), Kefalonia mit dramatischen Höhlen und dem Thriller-Setting von Captain Corelli, und die kleineren Kykladen-Inseln — Naxos, Paros, Milos, Sifnos, Ios — bieten authentisches Griechenland ohne Massentourismus. Athen verdient mehr als einen Zwischenstopp: Die Akropolis mit dem Parthenon thront über einer Stadt, die antike Ruinen, und lebendige Straßenkunst, Rooftop-Bars mit Akropolis-Blick, die Altstadt Plaka, das Anarcho-Viertel Exarchia und die Markthalle von Monastiraki vereint. Das Akropolis-Museum ist eines der besten archäologischen Museen der Welt. Delphi am Fuß des Parnass war das Orakel der antiken Welt — die Tempelanlage mit Blick ins Tal der Olivenbäume ist atemberaubend. Die Meteora-Klöster in Thessalien thronen auf surrealen Sandsteinfelsen und gehören zu den eindrücklichsten Sehenswürdigkeiten Europas. Der Peloponnes bietet das antike Epidaurus (Amphitheater mit perfekter Akustik), Mykene (bronzezeitliche Festung), Olympia (Geburtsstätte der Olympischen Spiele), die venezianische Festung Monemvasia und die wilden Mani-Halbinsel mit Pyrgos-Türmen. Die griechische Küche ist bodenständig und brillant: frischer Feta in Dorfbäckereien, Moussaka, Souvlaki vom Grill, Dakos auf Kreta, Tintenfisch vom Grill mit Ouzo in einer Taverne am Hafen, Saganaki (flambierter Käse), und zum Abschluss Baklava oder Loukoumades (Honigbällchen). Die griechische Gastfreundschaft (Philoxenia) ist legendär — ein angebotener Raki oder Kaffee ist keine Höflichkeitsfloskel, sondern echte Herzlichkeit. Inselhüpfen per Fähre ist eines der großen europäischen Reiseerlebnisse: morgens auf einer Insel aufwachen, mittags auf der nächsten ankommen, abends in einer neuen Taverne sitzen.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Inselhüpfen in der Ägäis

Von Santorin über Mykonos nach Naxos, Paros und Milos — oder von Kreta über Karpathos nach Rhodos: Griechenlands Inselfähren verbinden Hunderte Inseln und machen jede Reise zu einem Abenteuer. Jede Insel hat ihren eigenen Charakter, Strände, Tavernen und Rhythmus.

Antike Stätten & Archäologie

Die Akropolis und Agora in Athen, Delphis Orakelstätte, das Theater von Epidaurus, die Löwentore von Mykene, Olympia als Geburtsstätte der Olympischen Spiele, Knossos auf Kreta und Delos als heilige Insel — Griechenland ist ein begehbares Geschichtsbuch von 5.000 Jahren Zivilisation.

Strand & Meer

Navagio-Bucht auf Zakynthos, Elafonissi und Balos auf Kreta (rosa Sand), Red Beach auf Santorin, Sarakiniko auf Milos (Mondlandschaft am Meer), Lalaria auf Skiathos — Griechenland bietet Strände für jeden Geschmack, von organisierten Liegen-Stränden bis zu Buchten, die nur per Boot erreichbar sind.

Wandern & Natur

Die Samaria-Schlucht auf Kreta (18 km), Meteora-Klöster auf Sandsteinfelsen, der Vikos-Gorge in Epirus (tiefste Schlucht der Welt laut Guinness), Mount Olymp (Sitz der Götter, 2.918 m), Zagoria-Steinbrücken und die wilden Pfade der Mani-Halbinsel — Griechenland ist weit mehr als Strand.

Kulinarik & Weinreisen

Kretische Küche (gesündeste der Welt: Olivenöl, Dakos, Schnecken, Raki), Santorins Vulkanweine (Assyrtiko), Tavernen-Kultur mit Meze und Ouzo, Olivenöl-Verkostungen auf dem Peloponnes, Mastix auf Chios und Safran aus Kozani — griechische Gastronomie verbindet Tradition mit Terroir.

Klöster & Spiritualität

Die schwebenden Meteora-Klöster in Thessalien, die Mönchsrepublik Athos (nur Männer, Sondergenehmigung nötig), byzantinische Kirchen in Mystras am Peloponnes, die Höhle der Apokalypse auf Patmos und unzählige weiß getünchte Kapellen auf den Kykladen — Griechenland atmet orthodoxe Spiritualität.

Geld & Währung

Geld & Währung

Euro (EUR)

Währungscode: EUR

Praktische Geldtipps

Geld wechseln in Griechenland

Griechenland nutzt den Euro — für Reisende aus Deutschland und Österreich ist kein Geldwechsel nötig. Schweizer Reisende müssen CHF in EUR wechseln: am günstigsten per Visa-/Mastercard-Abhebung am griechischen Geldautomaten. Wechselstuben gibt es in Athen (Syntagma-Platz), Thessaloniki und auf den großen Touristeninseln, verlangen aber 2-4 % Provision. Flughafen- und Hotelwechselkurse sind deutlich schlechter. Auf kleineren Inseln sind Wechselmöglichkeiten begrenzt — vor dem Inselhopping genügend Bargeld abheben.

Geldautomaten

Geldautomaten sind in Athen, Thessaloniki und allen großen Touristenorten weit verbreitet. Wichtige Banken: Alpha Bank, Piraeus Bank, National Bank of Greece, Eurobank. Auf beliebten Inseln (Santorin, Mykonos, Kreta, Rhodos, Korfu) stehen in den Hauptorten ausreichend Automaten — in der August-Hochsaison können sie am Wochenende jedoch leer sein. Auf kleinen Inseln gibt es teilweise nur einen einzigen ATM im Hafenort. Tageslimit meist 400-600 €. DKB- und Comdirect-Kunden können mit Visa-Debitkarte weltweit kostenlos abheben; bei anderen deutschen Banken fallen 3-5 € Gebühr pro Abhebung an.

Kartenzahlung

Kartenzahlung hat sich in Griechenland seit den Kapitalverkehrskontrollen 2015 stark ausgebreitet. Visa und Mastercard werden in den meisten Hotels, Restaurants, größeren Geschäften und touristischen Betrieben akzeptiert. Kontaktloses Bezahlen funktioniert in Städten und Ferienorten verbreitet. Bargeld bleibt wichtig für: traditionelle Tavernen auf kleinen Inseln, Strandliegen-Verleih, Wassertaxis, lokale Busse, Kioske (Periptera) und ländliche Gebiete. Viele Familienbetriebe akzeptieren technisch Karten, bevorzugen aber Bargeld bei kleinen Beträgen. Immer 50-100 € Bargeld dabei haben, besonders auf Inseln.

Trinkgeld

Trinkgeld wird in Griechenland gern gesehen, ist aber kein Muss — es gibt keinen Trinkgelddruck wie in den USA. In Restaurants 5-10 %, wenn kein Servicezuschlag enthalten ist; viele Griechen runden einfach auf oder lassen ein paar Euro liegen. In Tavernen ist es lockerer — Kleingeld auf dem Tisch lassen ist üblich. Hotelträger: 1-2 € pro Gepäckstück. Taxi: auf den nächsten Euro aufrunden. Reiseführer: 5-10 € pro Person. Bootskapitäne bei Privattouren: 10-20 €. Zimmermädchen: 1-2 €/Tag. In Cafés Wechselgeld in die Trinkgeldkasse geben. Trinkgeld immer bar geben, auch bei Kartenzahlung.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

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