Guinea
Telefonvorwahl
+224
Hauptstadt
Conakry
Bevölkerung
14 Millionen
Einheimischer Name
Guinée
Region
Afrika
Westafrika
Zeitzone
Greenwich Mean Time
UTC±00
Auf dieser Seite
Guinea ist eines jener westafrikanischen Länder, die geografisch und landschaftlich weit mehr Potenzial haben, als ihre geringe touristische Sichtbarkeit vermuten lässt. Das Land besitzt gewaltige Rohstoffreserven, aber für Reisende ist etwas anderes interessanter: das Fouta-Djallon-Hochland, Quellgebiete großer westafrikanischer Flüsse, Berg- und Wasserfalllandschaften, die UNESCO-Region um den Mount Nimba und eine Vielzahl lokaler Kulturen, die in einer touristisch wenig standardisierten Umgebung erlebt werden können. Gleichzeitig ist Guinea kein einfaches Reiseziel. Infrastruktur, Stabilität und touristische Organisation bleiben begrenzt. Wer hierher reist, kommt deshalb nicht wegen Bequemlichkeit, sondern wegen Landschaft, Ernsthaftigkeit und dem Wunsch, einen wenig bereisten Teil Westafrikas jenseits gängiger Routen zu verstehen.
Visum und Einreise nach Guinea
Guinea verlangt von den meisten ausländischen Staatsangehörigen ein vorab beantragtes Visum. Eine visumfreie Einreise gilt vor allem für Bürger der ECOWAS-Staaten. Alle anderen müssen das Visum in der Regel über eine guineische Botschaft oder ein Konsulat beantragen. Erforderlich sind meist ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass, Passfotos, Antragsunterlagen, Unterkunfts- oder Reisedetails, Rück- oder Weiterflug sowie zwingend ein Gelbfiebernachweis. Ein Visum bei Ankunft oder ein verlässliches E-Visum-System spielt für die meisten Reisenden keine Rolle. Wer nach Guinea reist, sollte die Dokumente früh und vollständig vorbereiten.
Gängige Visumtypen
Visumfreie ECOWAS-Einreise
Für Staatsangehörige der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft.
Touristenvisum
Für touristische oder private Reisen nach Guinea.
Geschäftsvisum
Für berufliche Termine, Handel, Konferenzen oder Unternehmensbesuche.
Transitvisum
Für kurze Durchreisen auf dem Weg in ein anderes Land.
Wichtige Reisehinweise für Guinea
Reiseführer
Guinea ist vor allem für Reisende interessant, die Landschaft und kulturelle Dichte auch dann ernst nehmen, wenn Komfort und touristische Routine fehlen. Das Fouta-Djallon-Hochland ist dabei der wichtigste geografische Anker: kühlere Höhenlagen, Wasserfälle, Tafelberge, Viehwege und Flussquellen schaffen hier eine der markantesten Landschaften Westafrikas. Der Mount Nimba und angrenzende Naturräume verweisen auf die biologische Bedeutung des Landes, während Conakry die chaotischere, dichtere und urbanere Gegenwelt bildet. Guinea eignet sich deshalb weniger für klassische Urlaubsreise als für langsame, robuste, gut vorbereitete Reisen, bei denen die Umgebung wichtiger ist als perfekte Infrastruktur.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Das Fouta-Djallon macht Guinea besonders für Reisende interessant, die Plateaus, Wasserfälle, Weitblicke und ländliche Wege wichtiger finden als klassische Sehenswürdigkeiten.
Mount Nimba und weitere schwerer zugängliche Gebiete sprechen Reisende mit echtem Natur- und Feldinteresse an, weniger Massentourismus.
Guinea passt zu Menschen, die ein wenig bereistes westafrikanisches Land mit kultureller Dichte und begrenzter touristischer Aufbereitung bewusst suchen.
Conakry bietet einen direkten, wenig geschliffenen Zugang zu Hafenstadt, Marktleben und der Gegenwart Guineas.
Guinea eignet sich für Reisende mit Geduld, Sprachkenntnissen oder guten lokalen Kontakten, die Logistik als Teil der Reise akzeptieren.
Geld & Währung
Guinea-Franc (GNF)
Währungscode: GNF
Praktische Geldtipps
Bargeld in Euro mitbringen
Guinea ist eine ausgesprochene Bargeldwirtschaft, und verlässliche Bargeldquellen für ausländische Reisende sind dünn gesät. Nehmen Sie das gesamte Reisebudget in sauberen, unbeschädigten Euro- (und gegebenenfalls US-Dollar-)Noten mit – beides wird in Conakry an Hotelrezeptionen, in Wechselstuben und bei lizenzierten Bureaux de Change problemlos akzeptiert, große Scheine bringen meist den besseren Kurs in Guinea-Franc (GNF). Kleinere Stückelungen sind für Trinkgelder und alltägliche Einkäufe nützlich. Polymernoten und stark abgenutzte Scheine werden häufig zurückgewiesen.
Nur in Banken oder lizenzierten Wechselstuben tauschen
Der Geldwechsel auf der Straße – auch am Flughafen – ist in Guinea illegal, und das britische Außenministerium hat dokumentierte Fälle, in denen Reisende dafür in militärisches Gewahrsam genommen wurden. Wechseln Sie ausschließlich an Bankschaltern oder in lizenzierten Wechselstuben. Die wichtigsten Adressen in Conakry sind Ecobank, Orabank, Vista Bank und Société Générale Guinée. Zählen Sie das Bargeld noch am Schalter und lassen Sie sich für größere Beträge eine Quittung geben.
Geldautomaten nur in Conakry – und unzuverlässig
In Conakry gibt es eine kleine Zahl von Geldautomaten, die ausländische Visa- oder Mastercard-Karten akzeptieren; sie geben nur begrenzte Beträge aus und sind häufig leer oder offline. Außerhalb der Hauptstadt funktionieren ausländische Karten praktisch gar nicht. Behandeln Sie ATMs als Reserve, nicht als Hauptquelle. Nutzen Sie nach Möglichkeit Geldautomaten direkt an Bankgebäuden während der Geschäftszeiten und vermeiden Sie freistehende Automaten in unklarer Lage.
Karten kaum akzeptiert, Mobile Money für Einheimische
Visa und Mastercard werden in Guinea nur in einer Handvoll gehobener Hotels in Conakry (Sheraton/Noom, Radisson Blu, Riviera Royal, Onomo) sowie in einigen wenigen internationalen Restaurants und Reiseagenturen angenommen. Überall sonst – Märkte, Transport, kleine Hotels, das gesamte Hinterland – wird ausschließlich in Guinea-Franc bezahlt. Mobile-Money-Dienste wie Orange Money und MTN Mobile Money sind im Inland dominant, setzen aber eine guineische SIM-Karte und eine lokale Registrierung voraus und sind für Kurzreisende daher keine Option.
Kleine Scheine, schrittweise wechseln
GNF-Banknoten gibt es in Stückelungen von 500, 1.000, 2.000, 5.000, 10.000 und 20.000 Franc; Münzen spielen keine Rolle. Wegen der Inflation kosten kleine Einkäufe schnell zehntausende Franc, das Portemonnaie wird voll. Wechseln Sie Devisen schrittweise statt auf einen Schlag – aus Sicherheitsgründen und weil bei der Ausreise nur 100.000 GNF und der Gegenwert von 5.000 USD/EUR an Devisen mitgenommen werden dürfen.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
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