Guinea-Bissau

🇬🇼

Telefonvorwahl

+245

Hauptstadt

Bissau

Bevölkerung

2,1 Millionen

Einheimischer Name

Guiné-Bissau

Region

Afrika

Westafrika

Zeitzone

Greenwich Mean Time

UTC±00

Guinea-Bissau ist eines der am wenigsten bereisten Länder Westafrikas und gerade deshalb für bestimmte Reisende außergewöhnlich interessant. Der eigentliche Magnet ist das Bijagós-Archipel mit seinen zahlreichen Inseln, Mangroven, Meeresschildkröten, traditionellen Gesellschaften und großen, kaum überformten Küstenräumen. Hinzu kommen Nationalparks, Flusssysteme, Kolonialspuren in Bissau und ein langsamer, oft improvisierter Reisealltag. Gleichzeitig ist Guinea-Bissau kein bequemes Ziel. Instabilität, sehr einfache Infrastruktur, unzuverlässige Versorgung und geringe touristische Dichte bestimmen die Realität mit. Wer hierher reist, sollte daher nicht mit glattem Inselmarketing rechnen, sondern mit einem seltenen, fragilen und landschaftlich starken Westafrika-Erlebnis.

Visum und Einreise nach Guinea-Bissau

Guinea-Bissau bietet für viele Nationalitäten ein Visum bei Ankunft am internationalen Flughafen in Bissau. Für Bürger der ECOWAS-Staaten gilt in der Regel visumfreie Einreise. Für das Visa-on-Arrival-Verfahren werden meist ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass, Gelbfiebernachweis, Rück- oder Weiterflug, Unterkunftsnachweis und die passende Gebühr in Euro oder US-Dollar verlangt. Alternativ kann ein Visum über Botschaften oder Konsulate im Voraus beantragt werden. Wegen wechselhafter Rahmenbedingungen ist eine aktuelle Prüfung der konkreten Einreiseabläufe vor Reiseantritt sinnvoll.

Gängige Visumtypen

Visum bei Ankunft

Typischerweise 30 bis 90 Tage.

Für touristische und teils auch geschäftliche Kurzaufenthalte vieler Nationalitäten.

Visumfreie ECOWAS-Einreise

Bis zu 90 Tage.

Für Staatsangehörige der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft.

Vorab beantragtes Visum

Meist 30 bis 90 Tage.

Für Reisende, die das Visum lieber vor der Abreise über eine Vertretung sichern.

Geschäftsvisum

Meist 30 bis 90 Tage.

Für berufliche Aufenthalte, Treffen oder organisatorische Besuche im Land.

Wichtige Reisehinweise für Guinea-Bissau

Ein Gelbfiebernachweis ist Pflicht und wird bei Einreise streng kontrolliert.

Visum bei Ankunft ist für viele Reisende möglich, sollte aber nicht ohne aktuelle Überprüfung der Bedingungen vorausgesetzt werden.

Portugiesisch ist Amtssprache, Französisch regional oft hilfreich, Englisch dagegen kaum.

Reiseführer

Guinea-Bissau ist vor allem ein Archipel- und Küstenziel für Reisende, die Abgeschiedenheit, Natur und geringe touristische Verdichtung als Qualität verstehen. Die Bijagós-Inseln sind das eigentliche Herz des Landes: Inseln mit eigener kultureller Logik, Mangroven, Sandbänken, Meeresschildkröten, salzwassertauglichen Flusspferden in der Region Orango und einer Inselwelt, die sich eher wie ein Biosphärenraum als wie ein klassischer Urlaubsort anfühlt. Bissau selbst ist eher Ausgangspunkt als Hauptziel, kann aber mit seiner ruhigen, kolonial gezeichneten Hafenstadtatmosphäre einen ersten Zugang bieten. Reisen in Guinea-Bissau gelingen am besten, wenn man das Land nicht als bequeme Stranddestination missversteht, sondern als abgelegenen Küsten- und Inselraum mit sehr begrenzter Infrastruktur und großer landschaftlicher Eigenständigkeit.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Inselwelt der Bijagós

Das Bijagós-Archipel ist der wichtigste Reisegrund und richtet sich an alle, die Mangroven, Inseln, traditionelle Gemeinschaften und fast unberührte Küstenräume erleben wollen.

Natur und Meeresschutzgebiete

Nationalparks wie Orango oder João Vieira lohnen sich für Reisende mit Interesse an Schildkröten, Vogelwelt, Küstenökologie und seltenen Tierbeobachtungen.

Abgelegene Westafrika-Reise

Guinea-Bissau ist ideal für Menschen, die bewusst ein wenig bereistes Land mit hohen logistischen Anforderungen und großer Eigenständigkeit suchen.

Bissau und koloniale Restformen

Die Hauptstadt bietet portugiesische Spuren, Hafenatmosphäre und einen Einblick in die administrative und historische Schicht des Landes.

Langsame Expeditionslogik

Das Land eignet sich für flexible Reisen mit Booten, lokalen Verbindungen und einfachen Bedingungen, nicht für straff getaktete Komforttouren.

Geld & Währung

Geld & Währung
CFA

CFA-Franc BCEAO (XOF)

Währungscode: XOF

Praktische Geldtipps

Westafrikanischer CFA-Franc (XOF) — Bargeldwirtschaft; EUR vor Abreise mitnehmen

Guinea-Bissau verwendet den Westafrikanischen CFA-Franc (XOF), den es mit Senegal, Mali, der Elfenbeinküste und anderen WAEMU-Mitgliedsstaaten teilt. Der XOF ist fest an den Euro gebunden: 655,957 XOF pro EUR — keine Wechselkursschwankungen. Euro (oder Schweizer Franken, zunächst in EUR getauscht) sind die praktischste Fremdwährung für Guinea-Bissau. In Bissau tauschen Ecobank und BGFIBANK EUR in XOF, aber die Verfügbarkeit ist unzuverlässig. Schweizer Reisende sollten CHF vor der Abreise in EUR wechseln — CHF werden in Guinea-Bissau nicht direkt umgetauscht. Mitbringen einer ausreichenden Menge EUR-Scheine, die man in Bissau oder in Dakar (Senegal) in XOF tauscht.

Kaum Geldautomaten — nur in Bissau, oft unzuverlässig oder leer

Die Geldautomaten-Infrastruktur in Guinea-Bissau ist extrem begrenzt. Ecobank an der Avenida Amilcar Cabral in Bissau und BGFIBANK haben die zuverlässigsten Automaten, aber Maschinen sind häufig außer Betrieb, leer oder haben Netzwerkprobleme. Internationale Visa- und Mastercard-Abhebungen sind theoretisch möglich, in der Praxis jedoch unzuverlässig. Außerhalb von Bissau — in Bafatá, Gabú, Cacheu und auf den Bijagós-Inseln — ist Bargeld in XOF die einzige Möglichkeit. Für den Bijagós-Archipel (UNESCO-Biosphärenreservat) alle benötigten XOF-Scheine aus Bissau mitnehmen — auf keiner der Inseln gibt es Geldautomaten.

Kein Apple Pay oder Google Pay — reine Bargeldwirtschaft außer in einigen Bissau-Hotels

Guinea-Bissau hat keine praktische Kartenzahlungsinfrastruktur für Touristen. Apple Pay und Google Pay funktionieren hier nicht. Kreditkarten werden gelegentlich in den besten Hotels von Bissau akzeptiert (Hotel Ledger), aber selbst dort wird mitunter auf Bargeld bestanden. Überall sonst — in Restaurants, auf Märkten, im Transport, in Pensionen und bei den Fährbetreibern zu den Bijagós-Inseln — ist Bargeld in XOF Pflicht. Kleine XOF-Scheine für Alltagsausgaben bereithalten. EUR wird von touristisch orientierten Betrieben in Bissau gelegentlich als Sekundärwährung akzeptiert.

Eines der günstigsten Reiseziele Afrikas — aber sorgfältige Bargeldplanung notwendig

Guinea-Bissau ist eines der preiswertesten Reiseziele in Westafrika. Lokales Marktessen: XOF 500–1.500 (ca. EUR 0,75–2,30). Reis mit Fisch im einfachen Restaurant: XOF 2.000–5.000 (EUR 3–8). Einfache Pension: XOF 15.000–30.000 (EUR 23–46). Mittelklasse-Hotel in Bissau: XOF 40.000–80.000 (EUR 61–122). Mototaxi in Bissau: XOF 200–500. Fähre zu den Bijagós-Inseln: XOF 5.000–15.000 (EUR 8–23). Die Herausforderung liegt nicht im Preisniveau, sondern in der Logistik der Bargeldversorgung — mehr Bargeld mitbringen als geplant und alle Reserven vor der Abreise zu den Bijagós-Inseln sicherstellen.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

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