Haiti

🇭🇹

Telefonvorwahl

+509

Hauptstadt

Port-au-Prince

Bevölkerung

11,7 Millionen

Einheimischer Name

Haïti

Region

Amerika

Karibik

Zeitzone

Eastern Standard Time (North America

UTC-05:00

Haiti besetzt das westliche Drittel der Insel Hispaniola und teilt diese mit der Dominikanischen Republik. Das Land ist die erste unabhängige Nation Lateinamerikas und der Karibik (1804) und die erste schwarz geführte Republik – hervorgegangen aus der Haitianischen Revolution, die der französischen Kolonialherrschaft ein Ende setzte. Port-au-Prince, die Hauptstadt, liegt am Golf von Gonâve. Haiti besitzt eine in den Amerikas einzigartige kulturelle Identität: eine international anerkannte Mal- und Skulpturentradition (haitianische Naïf-Schule, Vodou-Flaggenkunst, Recycling-Metall-Skulpturen aus Croix-des-Bouquets), Kompa- und Rasin-Musiktraditionen, französisch-kreolische Sprache und ein UNESCO-gelistetes Monumentalerbe. Reisende werden von der Citadelle Laferrière (UNESCO-Welterbe, größte Festung der Amerikas), den Ruinen des Sans-Souci-Palasts, den Wasserfallpools von Bassin Bleu und der Künstlerstadt Jacmel angezogen. Vor jeder Reiseplanung sollten die aktuellen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes, des österreichischen BMEIA und des Schweizer EDA konsultiert werden – die Empfehlungen variieren regional.

Visum und Einreise nach Haiti

Haiti gewährt Bürgern aus zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, Österreich, der Schweiz, allen EU-Staaten, dem Vereinigten Königreich, Kanada und den USA, visumfreie Einreise für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tagen. Bei der Ankunft am Flughafen Toussaint Louverture in Port-au-Prince ist eine Touristenkarte für 10 USD in bar zu bezahlen. Der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein. Bürger der CARICOM-Staaten reisen ebenfalls visumfrei ein. Nationalitäten ohne visumfreie Einreise beantragen das Visum vorab über eine haitianische Vertretung. Vor jeder Planung sollten die aktuellen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes (auswaertiges-amt.de), des österreichischen BMEIA (bmeia.gv.at) und des Schweizer EDA (eda.admin.ch) konsultiert werden – die Empfehlungen variieren je nach Region und Reiseroute, wobei das Cap-Haïtien-Gebiet im Norden (Citadelle, Sans-Souci, Labadee) als zugänglicher gilt als der Port-au-Prince-Korridor.

Gängige Visumtypen

Visumfreie Einreise mit Touristenkarte

In der Regel bis zu 90 Tage.

Für touristische Kurzaufenthalte vieler berechtigter Nationalitäten.

CARICOM-Einreise

Typischerweise bis zu 90 Tage.

Für Staatsangehörige karibischer Mitgliedstaaten mit erleichterten Regeln.

Besuchervisum

Meist 30 bis 90 Tage.

Für Nationalitäten, die vorab ein Visum über haitianische Vertretungen beantragen müssen.

Geschäftsvisum

Je nach Genehmigung meist 30 bis 90 Tage.

Für berufliche Termine oder organisierte Aufenthalte im Land.

Wichtige Reisehinweise für Haiti

Reisehinweise variieren regional und sollten vor jeder Planung geprüft werden – Auswärtiges Amt (auswaertiges-amt.de), BMEIA (bmeia.gv.at), EDA (eda.admin.ch). Das Cap-Haïtien-Gebiet im Norden (Citadelle, Sans-Souci, Labadee) gilt allgemein als zugänglicher als der Port-au-Prince-Korridor.

Touristenkarte 10 USD bei der Einreise in bar bezahlen – kleine USD-Stückelungen vorbereiten.

Reisepass mindestens sechs Monate gültig mit freien Seiten für Stempel.

Reiseführer

Haiti ist eine der kulturell dichtesten Destinationen der Karibik und ein Land mit einem in den Amerikas einzigartigen Erbe. Die Citadelle Laferrière, auf einem 900 Meter hohen Bergrücken über Cap-Haïtien gelegen, ist die größte Festung der Amerikas (UNESCO-Welterbe) und wurde ab 1805 errichtet, um die junge Republik gegen eine französische Rückeroberung zu verteidigen; der Aufstieg zu Pferd oder zu Fuß vom Dorf Milot zählt zu den eindrucksvollsten Kulturwanderungen der Karibik. Die nahegelegenen Ruinen des Sans-Souci-Palasts gehören zum gleichen UNESCO-Ensemble. Cap-Haïtien selbst ist eine farbenfrohe Kolonialstadt und der zugänglichste Ausgangspunkt für die Citadelle-Tour. Im Süden ist Jacmel die kulturell aktivste Heritage-Stadt der Karibik: pastellfarbene französisch-kreolische Architektur, Pappmaché-Werkstätten mit den berühmten Karnevalsmasken, eine kleine, lebendige Film- und Kunstszene und die Wasserfallpools von Bassin Bleu. Die haitianische Kunst – Naïf-Malerei (Hector Hyppolite, Préfète Duffaut, die Saint-Soleil-Schule), Vodou-Flaggen mit Pailletten (drapo vodou), Recycling-Metall-Skulpturen aus Croix-des-Bouquets – wird international gesammelt und ist in deutschsprachigen Museen wie dem Übersee-Museum Bremen vertreten. Musiktraditionen umfassen Kompa, Rasin (Vodou-Wurzeln) und Twoubadou. Strandziele konzentrieren sich auf Labadee an der Nordküste und Île-à-Vache vor der Südküste. Anreise üblicherweise mit American Airlines aus Miami oder mit Air France aus Paris. Vor jeder Reiseplanung die aktuellen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes, BMEIA und EDA prüfen – die Empfehlungen variieren regional, das Cap-Haïtien-Gebiet im Norden gilt als zugänglicher als der Port-au-Prince-Korridor.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Citadelle Laferrière und Revolutionserbe

Die Citadelle Laferrière (UNESCO, größte Festung der Amerikas), die Ruinen des Sans-Souci-Palasts und das Dorf Milot – das monumentale Erbe der Haitianischen Revolution von 1804 und des Königreichs von Henri Christophe, von Cap-Haïtien an der Nordküste aus erreichbar.

Haitianische Kunst und Musik

Naïf-Malerei (Hector-Hyppolite-Tradition, Saint-Soleil-Schule), Vodou-Flaggen mit Pailletten, Recycling-Metall-Skulpturen aus Croix-des-Bouquets, Kompa, Rasin und Twoubadou – eines der eigenständigsten Kunst- und Musikökosysteme der Amerikas.

Jacmel und südliche Karibikküste

Jacmels pastellfarbene französisch-kreolische Architektur und berühmte Pappmaché-Karnevalsmasken, die Wasserfallpools von Bassin Bleu, Île-à-Vache vor der Südküste und der Heritage-Städte-Rundweg jenseits von Port-au-Prince.

Kreolische Küche und Alltag

Griot (Schweinefleisch in Bitterorange), Diri ak Djon-Djon (Reis mit schwarzen Pilzen), Akra (Maniokkrapfen) und der allgegenwärtige Rum Barbancourt – die haitianische Küche ist einer der eigenständigsten kulinarischen Räume der Karibik.

Karibik jenseits des Resortmodells

Haiti ist eine Karibik außerhalb des All-inclusive-Schemas: französisch-kreolische Sprache, Vodou-katholische Synkretik, postkoloniale Geschichte mit globaler Resonanz – ein kulturell tiefes Ziel mit deutlich anderem Charakter als die Resort-Karibik.

Geld & Währung

Geld & Währung
G

Haitianische Gourde (HTG)

Währungscode: HTG

Praktische Geldtipps

Haitianische Gourde (HTG) und US-Dollar — Doppelwährungssystem; EUR vor Abreise in USD tauschen

Haiti betreibt ein Doppelwährungssystem. Die Haitianische Gourde (HTG) ist die Amtswährung, aktuell bei ca. 130–135 HTG pro USD — einem in den letzten Jahren volatilen Kurs. In Port-au-Prince (besonders im Vorort Pétionville) und in auf internationale Besucher ausgerichteten Hotels und Geschäften wird der US-Dollar weitgehend akzeptiert. Für die meisten Alltagstransaktionen außerhalb von Pétionville ist HTG die übliche Währung. Euro werden in Haiti kaum direkt gewechselt — EUR oder CHF vor der Abreise in USD konvertieren (Wise, Revolut oder Hausbank). USD-Scheine in Haiti mitbringen; das Flughafen-Cambio in Port-au-Prince und cambios in Pétionville tauschen USD in HTG.

Geldautomaten in Pétionville — Unibank, Sogebank, BNC; anderswo spärlich und unzuverlässig

Die zuverlässigsten Geldautomaten Haitis befinden sich in Pétionville (dem gehobenen Vorort von Port-au-Prince): Unibank, Sogebank (Société Générale Haïtienne de Banque) und Banque Nationale de Crédit (BNC). Internationale Visa- und Mastercard-Abhebungen sind möglich, aber aufgrund von Netzwerkproblemen und Stromausfällen unzuverlässig. Automaten sind häufig leer. Außerhalb von Port-au-Prince und Pétionville — in Cap-Haïtien, Jacmel und ländlichen Gebieten — ist die ATM-Verfügbarkeit gering. Bargeld in USD als primäre Reserve mitbringen und Automaten nur als Backup nutzen.

Kein Apple Pay oder Google Pay — Bargeldwirtschaft für fast alle Transaktionen

Apple Pay und Google Pay funktionieren in Haiti nicht. Die Kartenzahlungsinfrastruktur ist extrem begrenzt. Einige Hotels, Restaurants und Geschäfte in Pétionville, die auf internationale Besucher ausgerichtet sind, akzeptieren Visa und Mastercard, aber die Zuverlässigkeit schwankt und Stromausfälle können POS-Terminals lahmlegen. Die überwiegende Mehrheit der haitianischen Wirtschaft — lokale Restaurants, Märkte, Transport, kleinere Pensionen — funktioniert ausschließlich mit Bargeld in HTG oder USD. Ausreichend USD-Scheine für mehrere Tage als Reserve immer dabei haben.

Sehr niedriges Preisniveau nach karibischen Standards — USD-Bargeldverwaltung sorgfältig planen

Haiti hat ein nach karibischen Maßstäben sehr niedriges Preisniveau. Lokale Marktmahlzeit: HTG 200–600 (ca. USD 1,50–4,50). Reis und Bohnen im einfachen Restaurant: HTG 400–800 (USD 3–6). Einfache Unterkunft: USD 25–50/Nacht. Hotel für internationale Besucher in Pétionville: USD 70–150/Nacht. Tap-tap (lokaler Minibus): HTG 25–100 pro Fahrt. Für Besucher der Citadelle Laferrière (UNESCO-Welterbe bei Cap-Haïtien) oder der Kunstszene in Jacmel sind Unterkünfte außerhalb von Port-au-Prince deutlich günstiger. Immer mehr USD-Bargeld als geplant mitbringen — zusätzliche Mittel sind in Haiti nicht garantiert verfügbar.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

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