Reisearten
Die Ringstraßenstrecke zwischen Höfn und Egilsstaðir führt durch ein Dutzend enger Fjorde mit winzigen Fischerdörfern. Djúpivogur (Pyramidenberg Búlandstindur), Fáskrúðsfjörður (französische Verbindung — ein Hospital für französische Fischer), Reyðarfjörður (längster Fjord im Osten) und Stöðvarfjörður (Petras Steinsammlung — ein privater Mineralienschatz im Familiengarten) sind Höhepunkte.
Die schönste Stadt Ostislands: bunte Holzhäuser, Wasserfälle auf beiden Seiten des Fjords, die blaue Kirche, die Regenbogenstraße, eine wachsende Kunstszene und die Smyril-Line-Fährverbindung nach Dänemark und auf die Färöer. Mindestens einen halben Tag, idealerweise eine Übernachtung einplanen.
Mehrtägige Küstenwanderungen um Borgarfjörður eystri — verlassene Buchten, Felsnadeln, nistende Papageientaucher (eine von Islands besten Kolonien am Hafnarhólmi) und Einsamkeit. Die Wege sind markiert aber abgelegen, mit Berghütten im Tagesabstand. Saison: Mitte Juni bis August.
Islands einzige Wildrentier-Population (rund 7.000 Tiere) streift durch das Hochland östlich des Vatnajökull. Sichtungen sind im Herbst und Winter am wahrscheinlichsten, wenn die Herden in tiefere Lagen absteigen. Die Fahrt auf Route 1 zwischen Egilsstaðir und Höfn im späten September bringt oft Begegnungen am Straßenrand.
- •Die Ostfjordenstrecke der Ringstraße ist kurvenreich und langsam — mehr Zeit einplanen als die Karte vermuten lässt. Die 260 km von Höfn nach Egilsstaðir dauern mit Stopps 4-5 Stunden.
- •Egilsstaðir hat einen Inlandsflughafen mit Flügen nach Reykjavik (1 Stunde) — nützlich, um die lange Ringstraßen-Rückfahrt zu vermeiden.
- •Die Smyril-Line-Fähre (Seyðisfjörður nach Hirtshals, Dänemark, über Tórshavn, Färöer) verkehrt wöchentlich im Sommer. Einzige Möglichkeit, ein Auto per Schiff nach/von Island zu bringen. Monate vorher buchen.
- •In Höfn, Egilsstaðir oder den größeren Fjorddörfern tanken. Dazwischen sind Tankstellen rar und manche schließen früh.
- •Rentiere auf der Straße: Vorsichtig fahren zwischen Egilsstaðir und Höfn, besonders im Herbst, wenn Herden in tiefere Lagen wechseln. Sie sind unberechenbar und können plötzlich auftauchen.
- •Das Wetter in den Ostfjorden kann sich deutlich von der Südküste oder Reykjavik unterscheiden. Nebel ist im Sommer häufig; Schnee kann den Bergpass nach Seyðisfjörður außerhalb der Sommermonate sperren.