Südregion, Island

Bundeslandführer mit Städten, Regionen und wichtigen Informationen.

Einführung
Die Südregion (Suðurland) erstreckt sich vom Goldenen Kreis entlang der Küste bis zu den Gletscherlagunen und vereint die höchste Konzentration von Islands meistbesuchten Naturdenkmälern. Seljalandsfoss, Skógafoss, der schwarze Sandstrand Reynisfjara, die Gletscherlagune Jökulsárlón und Diamond Beach liegen ebenso in dieser Region wie der Vatnajökull (Europas größter Gletscher) und die Hochlandtäler Þórsmörk und Landmannalaugar. Für viele Besucher IST die Südküste Island — eine einzige Tagesfahrt, die pro Kilometer mehr Landschaftsdrama liefert als irgendwo sonst im Land.

Reisearten

Goldener Kreis

Þingvellir (zwischen Kontinentalplatten wandern, UNESCO, Sitz des Althing seit 930 n. Chr.), Geysir (Strokkur bricht alle 5-10 Minuten aus) und Gullfoss (zweistufiger Canyon-Wasserfall). Eine 300-km-Schleife ab Reykjavik, an einem Tag machbar. Erweiterungen: Secret Lagoon in Flúðir oder Vulkankratersee Kerið.

Südküsten-Wasserfälle und Strände

Seljalandsfoss (hinter dem Vorhang hergehen), Skógafoss (60 m, Treppe nach oben), Kvernufoss (versteckter Nachbar von Skógafoss) und Reynisfjara (Basaltsäulen, schwarzer Sand, tückische Wellen — nie dem Meer den Rücken zukehren). Die Strecke von Selfoss bis Vík ist Islands Greatest-Hits-Korridor.

Gletscher, Eisberge und Eishöhlen

Jökulsárlón und Diamond Beach sind die Kronjuwelen der Südküste. Gletscherwanderungen starten ab Skaftafell und Sólheimajökull. Eishöhlen im Vatnajökull (nur November-März, geführte Touren Pflicht) offenbaren elektrisch blaue Innenräume. Schneemobil-Touren auf dem Mýrdalsjökull laufen ganzjährig.

Mehrtägige Hochlandtreks

Der Laugavegur-Trail (Landmannalaugar nach Þórsmörk, 55 km, 4 Tage) führt über Rhyolith-Berge, Obsidianwüsten, Flussdurchquerungen und üppige Täler — Islands berühmtester Trek. Die Fimmvörðuháls-Verlängerung ergänzt einen Tag über den Pass zwischen Eyjafjallajökull und Mýrdalsjökull mit Blick auf die Eruptionskrater von 2010. Hüttenbuchung unbedingt erforderlich (öffnet im März für die Sommersaison).

Westmännerinseln (Vestmannaeyjar)

Eine 30-Minuten-Fähre von Landeyjahöfn bringt Sie nach Heimaey, der einzigen bewohnten Insel. Die weltgrößte Atlantik-Papageientaucher-Kolonie nistet hier (Mai-August). Der Vulkan Eldfell brach 1973 aus, und das Eldheimar-Museum bewahrt unter Asche begrabene Häuser. Außerdem: das jährliche Þjóðhátíð-Festival (August) — Islands größtes Outdoor-Fest.

Reisetipps Südregion
  • Reynisfjara: NIEMALS dem Meer den Rücken zukehren. Tückische Wellen überfluten den Strand ohne Vorwarnung und haben Besucher getötet. Großen Abstand zur Wasserlinie halten, besonders im Winter.
  • Die Südküste lässt sich als Tagesfahrt von Reykjavik bis Vík und zurück fahren (340 km), aber eine Übernachtung in Vík oder Höfn ermöglicht das volle Erlebnis einschließlich Jökulsárlón.
  • Eishöhlen sind saisonbedingt (November-März) und wetterabhängig. Geführte Touren frühzeitig buchen — Höhlen können ohne Vorankündigung wegen Schmelzwasser geschlossen werden.
  • Die Laugavegur-Hütten (betrieben von FÍ — Ferðafélag Íslands) sind schnell ausgebucht. Buchen, sobald die Reservierung öffnet (meist März). Zelten an Hüttenplätzen erlaubt.
  • Sandstürme auf den Schwemmebenen der Südküste (zwischen Vík und Skaftafell) können Autolack beschädigen und Windschutzscheiben sandstrahlen. Straßenbedingungen auf road.is prüfen.
  • Selfoss ist die wichtigste Versorgungsstadt — Supermärkte (Bónus, Krónan), Tankstellen und eine gute Basis für den Goldenen Kreis. Vík hat begrenzte Infrastruktur, aber wachsendes Übernachtungsangebot.
  • Die Fähre zu den Westmännerinseln ab Landeyjahöfn braucht 30 Minuten, fährt aber wetterabhängig. Bei Sturm weicht sie nach Þorlákshöfn aus (3 Stunden). Fahrplan prüfen.
Städte in Südregion

1 Stadt mit ausführlichen Reiseinformationen