Israel
Telefonvorwahl
+972
Hauptstadt
Jerusalem
Bevölkerung
9,7 Millionen
Einheimischer Name
יִשְׂרָאֵל
Region
Asien
Westasien
Zeitzone
Israel Standard Time
UTC+02:00
Auf dieser Seite
Israel ist ein kleines Land — ungefähr so groß wie Hessen — das eine außergewöhnliche Dichte an Geschichte, Landschaft und Kultur auf engstem Raum versammelt. Jerusalem ist Heilige Stadt für Judentum, Christentum und Islam zugleich; Tel Aviv ist eine moderne, säkulare Mittelmeerstadt mit einer der größten Bauhaus-Architektursammlungen der Welt — eine Architekturlandschaft, die zu großen Teilen von deutschsprachigen jüdischen Emigrantinnen und Emigranten der 1930er Jahre geprägt wurde. Dazwischen liegen das Tote Meer (mit -430 m der tiefste Punkt der Erde), die Wüstenfestung Masada, der See Genezareth, die Bahá'í-Terrassengärten in Haifa (UNESCO), die Wüstenlandschaften des Negev mit ihren antiken nabatäischen Karawanenstädten und die Korallenriffe des Roten Meeres bei Eilat. Für deutschsprachige Reisende kommt eine spezifische historische Schicht hinzu: die Templer-Kolonien in Haifa, Jerusalem und Sarona (Tel Aviv), die württembergische Pietisten ab 1868 anlegten und deren Architektur bis heute prägend ist. Israel verlangt sorgfältige Reisevorbereitung — Sicherheitskontrollen sind gründlich, die Lage in der Region kann sich schnell ändern, aktuelle Reisehinweise sind Pflichtlektüre.
Visum und Einreise nach Israel
Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, allen weiteren EU-Staaten, dem Vereinigten Königreich, den USA, Kanada, Australien und Neuseeland können für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tage visumfrei nach Israel einreisen. Bei der Einreise wird in der Regel kein Stempel im Reisepass gesetzt, sondern ein separates Einreiseblatt (B/2) ausgegeben — das den Aufenthalt offiziell dokumentiert und für die Ausreise sowie für innerisraelische Behördenkontakte aufbewahrt werden sollte. Die Sicherheitskontrollen bei Ein- und Ausreise sind gründlich: detaillierte Befragungen zu Reiseplan, Kontakten in Israel und vorigen Reisen in die Region sind üblich. Reisende aus den meisten arabischen und mehrheitlich muslimischen Staaten unterliegen Beschränkungen oder Einreiseverboten. Eine Israelreise kann eine spätere Einreise in Länder wie Libanon, Syrien, Iran, Irak, Jemen oder Libyen unmöglich machen. Verlängerungen über 90 Tage hinaus müssen bei der israelischen Population and Immigration Authority beantragt werden. Reisepass mindestens sechs Monate über das geplante Ausreisedatum hinaus gültig.
Gängige Visumtypen
Visumfreie Einreise (B/2)
Für Tourismus, Geschäftsreisen, Besuche bei Familie und Freunden für Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen weiteren Staaten.
Studentenvisum (A/2)
Für Studium, Sprachprogramme (Ulpan-Hebräischkurse) oder akademische Aufenthalte an israelischen Hochschulen und anerkannten Einrichtungen.
Arbeitsvisum (B/1)
Für eine konkrete Beschäftigung in Israel; setzt eine vom israelischen Arbeitgeber beschaffte Arbeitserlaubnis voraus.
Freiwilligenvisum (A/3)
Für ehrenamtliche Tätigkeit bei anerkannten israelischen Organisationen — populär für Kibbutz-Aufenthalte, NGO-Arbeit und kirchliche Dienste.
Wichtige Reisehinweise für Israel
Für deutschsprachige Reisende hat Israel eine ungewöhnlich vielschichtige Geschichte, die weit über das Bild des Heiligen Landes hinausgeht. Theodor Herzl, der Wiener Journalist und Begründer des politischen Zionismus, schrieb 1896 in Wien sein Buch „Der Judenstaat" — sein Grab steht heute auf dem Har Herzl in Jerusalem, ursprünglich 1949 vom Wiener Döblinger Friedhof nach Israel überführt. Die Templer aus Württemberg legten ab 1868 deutsche Kolonien in Haifa, Jaffa, Jerusalem und Sarona (heute Sarona Market in Tel Aviv) an — ihre restaurierten Häuser sind in allen drei Städten bis heute Stadtbild prägend. Tel Avivs „Weiße Stadt" — über 4.000 Bauhaus-Gebäude, mehr als irgendwo sonst auf der Welt, UNESCO-gelistet — entstand in den 1930er Jahren maßgeblich durch deutschsprachige jüdische Architekten, die bei Walter Gropius und Hannes Meyer in Dessau studiert hatten und als sogenannte „Jecken" (deutsche Juden in Israel) die Stadt mitformten. Das Israel Philharmonic Orchestra wurde 1936 von Bronisław Huberman gegründet, viele der ersten Mitglieder kamen aus Wien, Berlin und Frankfurt. Direktflüge erreichen Tel Aviv täglich aus Frankfurt und München (Lufthansa, El Al), regelmäßig auch aus Wien (Austrian Airlines, El Al), Zürich (Swiss, El Al) und Berlin. Landschaftlich verdichten sich auf weniger als 500 Kilometern Nord-Süd-Distanz: Jerusalem mit Westmauer, Grabeskirche und Felsendom in fußläufiger Entfernung; Tel Avivs Mittelmeerstrand und Jaffa, einer der ältesten Hafenstädte der Welt; das Tote Meer auf -430 m mit Salzlandschaft und Schwebegefühl; Masada — die Wüstenfestung, in der jüdische Aufständische 73 n. Chr. ihren letzten Stand gegen die Römer hielten; der See Genezareth und Galiläa mit zentraler Bedeutung für das frühe Christentum; Haifas Bahá'í-Terrassengärten; der Negev mit den antiken nabatäischen Wüstenstädten; und Eilat am Roten Meer mit Korallentauchen. Israel verlangt allerdings ehrliche Vorbereitung: Einreisesicherheit ist gründlich, die Lage in der Region kann sich kurzfristig ändern, das Auswärtige Amt sowie das Schweizer EDA und das österreichische BMEIA aktualisieren ihre Reisehinweise regelmäßig — vor und während der Reise zu prüfen.
Entdecken Sie Israel
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Jerusalem mit Westmauer, Grabeskirche und Felsendom; Bethlehem (Palästinensische Autonomiegebiete); See Genezareth, Nazareth und Galiläa; Masada, Akko, Caesarea. Eine der wichtigsten Pilgerregionen weltweit für Judentum, Christentum und Islam.
UNESCO-Bauhaus-Stadt mit über 4.000 Gebäuden im Internationalen Stil, deutschsprachige Bauhaus-Architekten der 1930er, Sarona-Templer-Viertel, Restaurantszene auf Weltniveau, Mittelmeerstrand und Nachtleben — eigenständiges Reiseziel neben Jerusalem.
Schweben im Toten Meer (-430 m), Sonnenaufgang auf Masada (73 n. Chr.), Wüstenwanderung im Makhtesh Ramon, Ein Gedi mit Wasserfällen, Korallentauchen in Eilat. Israels Naturlandschaften sind so vielfältig wie die kulturellen.
Württembergische Templer-Kolonien in Haifa, Jerusalem und Sarona (Tel Aviv) ab 1868; die Bauhaus-Architekten der 1930er Jahre; Theodor Herzls Wiener Wurzeln und sein Grab auf dem Har Herzl. Eine Reiseebene, die deutschsprachigen Besuchern besonders nahe liegt.
Eine der weltweit dichtesten Konzentrationen archäologischer Stätten: Megiddo (Armageddon), Caesarea Maritima, Beit She'an, City of David in Jerusalem, Masada, Akko, die nabatäischen Karawanenstädte des Negev (UNESCO).
Geld & Währung
Israelischer Schekel (ILS)
Währungscode: ILS
Praktische Geldtipps
Neuer Israelischer Schekel (ILS/₪) — Euro oder USD tauschen; Karten gut akzeptiert
Israel verwendet den Neuen Israelischen Schekel (NIS, Symbol ₪, Code ILS). Aktuelle Wechselkurse vor der Reise prüfen. Euro lassen sich gut in Israel tauschen — die besten Kurse bieten private lizenzierte Wechselstuben in Tel Aviv (Dizengoff-Straße, Carmel-Markt) und Jerusalem (Ben-Jehuda-Straße) sowie am Ben-Gurion-Flughafen in der Ankunftshalle. Banken erheben deutlich höhere Gebühren. Hotel-Wechselstuben vermeiden. Für Schweizer Reisende: CHF ist in Israel kaum direkt eintauschbar — vor der Reise in EUR oder USD umtauschen. Die eigene Bank über die Israel-Reise informieren, um Kartensperrungen zu vermeiden.
Geldautomaten überall in Städten verfügbar — Visa und Mastercard zuverlässig akzeptiert
Geldautomaten sind in Tel Aviv, Jerusalem, Haifa und allen wichtigen Touristenzielen gut verfügbar. Bank Hapoalim, Bank Leumi und Discount Bank-Automaten akzeptieren internationale Visa- und Mastercard-Karten. Abhebungslimits liegen typischerweise bei 1.500–2.000 ILS pro Transaktion. Auslandsentgelte von 1–3 % sind üblich. In der Toten-Meer-Region (Ein Bokek) und in Eilat sind Automaten vorhanden, aber außerhalb von Hotels begrenzt. Deutsche, österreichische und Schweizer Banken sollten vor der Reise über den Israel-Aufenthalt informiert werden.
Sehr bargeldlos in Städten — Apple Pay und Google Pay in Tel Aviv und Jerusalem verbreitet
Israel ist ein hochentwickeltes, bargeldfreundliches Land. Apple Pay und Google Pay sind in Tel Aviv, Haifa und modernen Teilen Jerusalems weit verbreitet — in Restaurants, Supermärkten (Shufersal), Cafés, Einkaufszentren und im ÖPNV. Kontaktlose Visa- und Mastercard-Karten funktionieren überall. Kleinere Händler, Schukmärkte und ultra-orthodoxe Viertel bevorzugen Bargeld. In den arabischen Marktabschnitten der Altstadt von Jerusalem ist ILS-Bargeld für kleinere Einkäufe praktischer.
Preisniveau: Falafel ~15–20 ILS; Restaurant 70–150 ILS; Tel Aviv vergleichsweise teuer
Israel ist ein vergleichsweise teures Reiseziel im Nahen Osten. Ein Falafel-Pita auf der Straße: 15–20 ILS. Hummus-Teller in einer traditionellen Hummusiyya: 35–55 ILS. Hauptgericht in einem Restaurant mittlerer Preisklasse in Tel Aviv oder Jerusalem: 70–150 ILS. Kaffee: 16–22 ILS. Günstige Unterkunft in Tel Aviv: 100–200 ILS im Hostel-Schlafsaal; 400–900 ILS für ein Doppelzimmer. Hotels am Toten Meer und in Eilat werden häufig in USD angegeben. Der Mahane-Jehuda-Markt in Jerusalem und der Carmel-Markt in Tel Aviv bieten hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für Lebensmittel. Trinkgeld: 10–15 % in Restaurants ohne enthaltenes Service-Entgelt ist üblich.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
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