Kamerun
Telefonvorwahl
+237
Hauptstadt
Yaounde
Bevölkerung
28,6 Millionen
Einheimischer Name
Cameroon
Region
Afrika
Zentralafrika
Zeitzone
West Africa Time
UTC+01:00
Auf dieser Seite
Kamerun ist ein zentralafrikanisches Land, das aufgrund seiner vielfältigen Geografie, Kulturen und Sprachen als „Afrika im Kleinen" bekannt ist. Das Land bietet Regenwälder, Savannen, Strände, Berge und Wüstengebiete sowie über 240 ethnische Gruppen, die rund 280 Sprachen sprechen. Yaoundé ist die politische Hauptstadt in den kühlen Hügeln des Centre, während Douala an der Atlantikküste das wirtschaftliche Zentrum und Haupteingangstor ist. Besucher zieht es zum Mount Cameroon (4.095 m, aktiver Vulkan und höchster Gipfel Westafrikas), zu Wildlife-Safaris im Waza-Nationalpark, zu den Stränden bei Kribi und Limbe, zum Dja-Wildreservat (UNESCO-Welterbe), zu den traditionellen Königreichen der Bamiléké-Hochlande und einer lebhaften Musikszene. Kamerun ist offiziell zweisprachig (Französisch und Englisch). Einige nördliche und englischsprachige Regionen unterliegen aktuell besonderen Reisehinweisen — die Empfehlungen des Auswärtigen Amts, des BMEIA und des EDA vor der Reiseplanung prüfen.
Visabestimmungen für Kamerun
Die meisten ausländischen Staatsangehörigen — auch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz — benötigen ein Visum für die Einreise nach Kamerun. Ausnahmen bestehen vor allem für Bürger der zentralafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (CEMAC). Visa müssen im Voraus über kamerunische Botschaften oder Konsulate beantragt werden, da ein Visum bei Ankunft für Touristen in der Regel nicht verfügbar ist. Die Antragsunterlagen umfassen ein ausgefülltes Visumantragsformular, einen gültigen Reisepass (Mindestgültigkeit 6 Monate) mit freien Seiten, Passfotos, ein Gelbfieber-Impfzertifikat (obligatorisch und bei der Einreise kontrolliert), Reiseroute, Unterkunftsnachweis (Hotelbuchung oder Einladungsschreiben), Nachweis finanzieller Mittel und Visumgebühr. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel 5–10 Werktage; einige Auslandsvertretungen verlangen ein Einladungsschreiben eines kamerunischen Sponsors. Seit 2023 gibt es eine E-Visa-Plattform — aktuelle Verfahren bei der zuständigen Botschaft erfragen.
Gängige Visumtypen
Touristenvisum
Für ausländische Staatsangehörige, die Kamerun zu Tourismus-, Besichtigungs- oder Besuchszwecken bei Freunden und Familie besuchen.
Geschäftsvisum
Für Geschäftsreisende, Konferenzteilnehmer oder kommerzielle Aktivitäten in Kamerun.
Transitvisum
Für Reisende, die Kamerun auf dem Luft- oder Landweg in Richtung Drittland durchqueren.
CEMAC-Einreise (regional)
Für Bürger der Zentralafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (CEMAC) im Rahmen der regionalen Freizügigkeit.
Praktische Reiseinformationen
Reiseführer
Kamerun trägt den Beinamen „Afrika im Kleinen" zu Recht — kein anderes Land auf dem Kontinent vereint in ähnlicher Weise tropischen Regenwald, Savanne, Hochgebirge, Sahel, Atlantikküste und über 240 ethnische Gruppen mit etwa 280 Sprachen. Der Mount Cameroon (4.095 m) ist der höchste aktive Vulkan Westafrikas und einer der wenigen Berge weltweit, wo man vom Meeresstrand durch fünf Vegetationszonen bis zur lavabedeckten Gipfelregion wandert. Das Dja-Wildreservat (UNESCO) ist eines der größten und bestgeschützten Regenwaldgebiete Afrikas mit Schimpansen, westlichen Flachlandgorillas, Drills, Mandrills und Waldelefanten. Im Norden bezaubert der Waza-Nationalpark in der Sahel-Savanne mit Elefantenherden, Löwen, Giraffen und Flusspferden — ein Safari-Erlebnis ohne die Massen Ostafrikas. Die Bamiléké-Hochland-Königreiche faszinieren mit kunstvollen Palastkomplexen, Masken-Zeremonien und einem lebendigen Chefferie-System. Kribi am Atlantik bietet Palmenstrände mit dem Lobé-Wasserfall, der direkt ins Meer stürzt. Kamerun ist echtes, unverstelltes, pulsierendes Afrika.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Der Aufstieg auf den Mount Cameroon (4.095 m) — den höchsten aktiven Vulkan Westafrikas, dessen letzter Ausbruch 2012 war — führt in 2–3 Tagen vom Meeresstrand bei Buea durch fünf Vegetationszonen: Kakaoplantagen, Bergregenwald, Wolkenwald, alpine Graslandschaft und schließlich die lavabedeckte Gipfelebene. Lokale Bakweri-Bergführer sind Pflicht und organisieren Träger und Hütten.
Das Dja-Wildreservat (UNESCO-Welterbe), fast vollständig von einer Flussschleife des Dja umgrenzt, ist eine der letzten großen intakten Regenwaldfestungen Afrikas: Schimpansen, westliche Flachlandgorillas, Drills, Mandrills, Waldelefanten, Bongo-Antilopen und über 100 Säugetierarten auf rund 5.260 km². Zugang über Somalomo im Süden — Genehmigungen und Baka-Guides werden über das Forstministerium organisiert.
Der Waza-Nationalpark nahe Maroua bietet im Norden klassische Sahel-Safaris mit Elefantenherden, Löwen, Giraffen, Pferdeantilopen, Kobs, Flusspferden und über 380 Vogelarten — weit abseits der ostafrikanischen Safari-Routen und deshalb außergewöhnlich unberührt. Die aktuellen Reisehinweise für die Region Far North vor der Buchung mit der Botschaft abklären.
Die Hochlande um Bafoussam, Bandjoun, Bafut und Bamenda beherbergen über 100 Bamiléké-Königreiche (Chefferies) mit Palastanlagen, heiligen Bambushainen, Thronsälen und königlichen Insignien. Die jährlichen Elefantenmasken-Tänze der Kuosi-Gesellschaft, königliche Bestattungsfeiern und das aufwendige Holz- und Perlenhandwerk machen dies zu einer der lebendigsten Königskulturen Afrikas. Die Chefferie von Bandjoun und der Palast-Museum von Bafut sind die zugänglichsten Einstiegsorte.
Kribi, 200 Kilometer südlich von Douala am Atlantik, hat die einladendsten Strände Kameruns: lange weiße Sandstrände, palmenbeschattete Buchten und die einzigartigen Lobé-Wasserfälle (Chutes de la Lobé), die als einzige nennenswerte Wasserfälle Afrikas direkt ins Meer stürzen. Frischer Barrakuda, Garnelen und Hummer in Strandrestaurants und Pirogenfahrten flussaufwärts zu Bagyeli-Pygmäen-Gemeinschaften machen Kribi zur natürlichen Strandbasis des Landes.
Foumban im Westen ist Sitz des Bamum-Sultanats und eine der eindrucksvollsten Königsstätten Westzentralafrikas. Der Sultanspalast (Anfang des 20. Jahrhunderts in einer Fusion aus Bamum- und deutschem Kolonialstil errichtet), das Königliche Museum, die Bronzeguss- und Perlenarbeit-Werkstätten der Rue des Artisans und das Bamum-Schriftsystem — von Sultan Njoya 1896 erfundene piktografisch-syllabische Schrift, einzige von einem afrikanischen Herrscher für eine afrikanische Sprache geschaffene komplette Schrift — machen Foumban zu einem kulturhistorisch außergewöhnlichen Ziel.
Geld & Währung
CFA-Franc (XAF)
Währungscode: XAF
Praktische Geldtipps
Zentralafrikanischer CFA-Franc (XAF) — fest an den Euro gekoppelt
Kamerun verwendet den Zentralafrikanischen CFA-Franc (XAF), der seit 1999 fest an den Euro gekoppelt ist: 1 EUR = 655,957 XAF. Für deutschsprachige Reisende aus der Eurozone ist dies ein großer Vorteil — die Umrechnung ist unkompliziert und es gibt keine Wechselkursschwankungen. Euros können bei Banken in Yaoundé oder Douala in XAF getauscht werden. Straßenwechsler bieten oft schlechte Kurse und bergen Sicherheitsrisiken — besser meiden.
Geldautomaten in Yaoundé und Douala — außerhalb kaum vorhanden
Zuverlässige Geldautomaten gibt es bei Ecobank, Afriland First Bank, UBA und SGBC in Yaoundé und Douala. Außerhalb dieser beiden Städte sind Automaten selten bis gar nicht vorhanden. Wer in die Provinzen, zum Waza-Nationalpark oder ins Adamaua-Hochland reist, sollte ausreichend XAF-Bargeld mitnehmen. Die meisten Automaten akzeptieren Visa und Mastercard; Abhebungslimits liegen meist bei XAF 200.000–300.000 pro Tag (ca. 305–460 EUR).
Kartenzahlung nur in internationalen Hotels — sonst Bargeld erforderlich
Visa und Mastercard werden nur in einigen wenigen internationalen Hotels und gehobenen Restaurants in Yaoundé und Douala akzeptiert. Im restlichen Land ist Bargeld die einzige Zahlungsmöglichkeit. Mobile Money-Dienste (MTN Mobile Money, Orange Money) werden von der lokalen Bevölkerung intensiv genutzt, stehen kurzfristigen Besuchern ohne kamerunische SIM-Karte und Ausweis jedoch nicht offen. Apple Pay und Google Pay sind in Kamerun nicht verfügbar.
Sehr günstig und komplett bargeldbasiert
Kamerun ist für europäische Verhältnisse ausgesprochen günstig. Straßenessen (Ndolé, Plantains, Brochettes): XAF 300–800 (0,50–1,20 EUR). Mahlzeit im lokalen Restaurant: XAF 1.500–4.000 (2–6 EUR). Einfache Unterkunft: XAF 8.000–20.000/Nacht (12–30 EUR). Kühles Bier: XAF 500–800. Kleines Wechselgeld ist oft knapp — immer ausreichend kleine Scheine (XAF 500, 1.000, 2.000) mitführen.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Städte mit Vertretungen
Wo dieses Land Botschaften oder Konsulate unterhält
Kamerun Botschaften weltweit
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