Kirgisistan
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Hauptstadt
Bishkek
Bevölkerung
6,7 Millionen
Einheimischer Name
Кыргызстан
Region
Asien
Zentralasien
Zeitzone
Kyrgyzstan Time
UTC+06:00
Auf dieser Seite
Kirgisistan ist eine Bergrepublik in Zentralasien mit rund 6,7 Millionen Einwohnern, die im Norden an Kasachstan, im Osten an China, im Süden an Tadschikistan und im Westen an Usbekistan grenzt und am westlichen Ende des Tian Schan und am nördlichen Pamir-Alai liegt. Etwa 90 % der Landesfläche liegen über 1.500 Metern, rund die Hälfte über 3.000 Metern — daher der seit Jahrzehnten gebräuchliche Beiname 'Schweiz Zentralasiens', der in der DACH-Reisepresse seit den ersten ÖAV- und DAV-Expeditionen der 1970er und 1980er Jahre zum stehenden Begriff geworden ist. Das Land hat das offenste Visumsystem Zentralasiens: visumfreie Einreise für rund 60 Nationalitäten — Deutschland, Österreich, die Schweiz, Liechtenstein, alle weiteren EU-Staaten, das Vereinigte Königreich, Norwegen, Island, Australien, Neuseeland, Japan, Südkorea und die meisten anderen — für Aufenthalte bis 60 Tage, dazu ein E-Visum für rund 100 weitere Länder über evisa.e-gov.kg. Amtssprachen sind Kirgisisch (eine Turksprache, in kyrillischer Schrift) und Russisch (die De-facto-Verkehrssprache); Usbekisch ist in einzelnen südlichen Bezirken ko-amtlich. Zwei UNESCO-Welterbestätten bilden das kulturelle Rückgrat — der heilige Berg Sulaiman-Too in Osch (2009 als erste kirgisische Stätte eingeschrieben, der einzige als Welterbe gelistete heilige Berg Zentralasiens) und das westliche Tien-Schan-Naturerbe (2016, gemeinsam mit Kasachstan und Usbekistan); fünf Einträge im immateriellen Welterbe würdigen die kirgisische Jurte (boz üy), den Akyn-Epenvortrag und die Manas-Trilogie (das mit rund 500.000 Versen längste mündliche Epos der Welt), das ak-kalpak-Filzhutkunsthandwerk, die Aitysh-Improvisationsdichtung und die Falknerei. Direktflüge ab Frankfurt mit Turkish Airlines via Istanbul (rund 8 Stunden Gesamtflugzeit), ab Wien und Zürich ebenfalls über Istanbul, FlyDubai ab Dubai und Pegasus ab Wien machen Bischkek für DACH-Reisende sehr gut erreichbar. Eine besondere DACH-Verbindung: das Netz der Community-Based-Tourism-Anbieter (CBT), das den unabhängigen Reisenden in Kirgisistan zu Hause ist, wurde ab 2003 von Helvetas (Schweizer Auslandshilfe) zusammen mit der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) aufgebaut — die heutigen lokalen CBT-Büros in Kotschkor, Karakol, Naryn und einem guten Dutzend weiterer Orte gehen direkt auf dieses Schweizer Programm zurück. Auch die deutsche und österreichische Entwicklungszusammenarbeit (GIZ, KfW, ADA) sind seit den 1990er Jahren stark präsent. Die Küche — Beschbarmak (das Nationalgericht aus handgeschnittenen Nudeln mit Pferd oder Lamm), Lagman, Manty, Tschutschwara, Somsa, das runde Non-Brot, Kymys (vergorene Stutenmilch) und die Tschai-Dasturchan-Teetisch-Tradition — und die legendäre kirgisische Gastfreundschaft sind für DACH-Reisende der konstant stärkste Eindruck.
Visumvorschriften für Kirgisistan
Kirgisistan betreibt das offenste Visumsystem Zentralasiens mit drei parallelen Spuren: visumfreie Einreise, E-Visum und das traditionelle Botschaftsvisum für die wenigen nicht abgedeckten Nationalitäten. Visumfrei für 60 Tage gilt für Bürgerinnen und Bürger Deutschlands, Österreichs, der Schweiz, Liechtensteins, aller weiteren EU-Staaten, des Vereinigten Königreichs, Norwegens, Islands, Australiens, Neuseelands, Japans, Südkoreas, Singapurs, Malaysias, Israels und rund 60 Ländern insgesamt — für Tourismus, Geschäft oder Familienbesuch, ohne Voranmeldung (Einreisestempel bei Ankunft, Reisepass mindestens 6 Monate ab Einreise gültig, eine leere Seite). DACH-Reisende benötigen also für einen Standard-Trekking- oder Seidenstraßentrip kein Visum. Bürger von rund 100 weiteren Ländern (Mexiko, Brasilien, Argentinien, Chile, Kolumbien, Peru, Indien, China, Philippinen, Südafrika und viele afrikanische und asiatische Staaten) beantragen das E-Visum online auf evisa.e-gov.kg: 90 Tage Single Entry für rund 51 USD plus 3 USD Bearbeitungsgebühr, mehrfache Einreise bis 12 Monate, Bearbeitung in der Regel 1–3 Werktage. Reisepass mindestens 6 Monate ab geplanter Einreise gültig, eine leere Seite. Eine OVIR-Registrierungspflicht besteht bei kurzen Hotelaufenthalten nicht mehr — das Hotel registriert die Gäste elektronisch im Hintergrund. Wer länger als 60 Tage in privaten Unterkünften übernachtet, sollte beim staatlichen Registrierungsdienst in Bischkek Bescheid geben. Es bestehen keine verpflichtenden Gesundheitszeugnisse oder zusätzlichen Visagebühren. Vor der Reise immer den aktuellen Stand auf evisa.e-gov.kg und beim deutschen Auswärtigen Amt, dem österreichischen BMEIA oder dem Schweizer EDA prüfen — die Liste der visumfreien Länder ist seit der Liberalisierung 2012 mehrfach erweitert worden.
Gängige Visumtypen
Visumfreie Einreise (60 Tage)
Tourismus, Geschäftsreisen und Familienbesuche für Staatsangehörige Deutschlands, Österreichs, der Schweiz, Liechtensteins und rund 60 weiterer Länder (alle EU, Vereinigtes Königreich, Norwegen, Australien, Neuseeland, Kanada, USA, Japan, Südkorea, Singapur, Israel und andere).
Touristen-E-Visum (90 Tage)
Tourismus und Geschäftsreisen für Bürger von rund 100 weiteren Ländern (Mexiko, Brasilien, Argentinien, Chile, Indien, China, Philippinen, Südafrika und andere), die nicht auf der visumfreien Liste stehen.
E-Visum mit mehrfacher Einreise (1 Jahr)
Wiederholte Geschäftsreisen, regionale Zentralasienrouten mit Wiedereinreise und häufige Familienbesuche für dieselben E-Visum-berechtigten Nationalitäten.
Botschaft, Geschäft, Studium und Langzeitvisum
Botschaftsvisum für die wenigen nicht abgedeckten Nationalitäten; Geschäftsvisum mit Einladung eines kirgisischen Gastgebers (LOI); Studienvisum für die American University of Central Asia (AUCA) und kirgisische staatliche Hochschulen; Arbeitsbewilligungen für ausländische Fachkräfte (Bergbau, NGO, Diplomatensektor); Familienzusammenführung mit kirgisischen Staatsbürgern.
Wichtige Reiseinformationen
Reiseführer
Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Kirgisistan das zugänglichste und kulturell dichteste Bergland Zentralasiens — visumfrei, mit dem in der Region ältesten und am besten organisierten CBT-Netz (Community Based Tourism, ab 2003 von Helvetas und der DEZA aufgebaut), englischsprachigen Bergführern in Bischkek und Karakol und Tagesbudgets von 30–60 USD inklusive Jurtenübernachtung und Pferdetrek. Direktflüge ab Frankfurt mit Turkish Airlines via Istanbul, ab Wien mit Pegasus und Turkish Airlines, ab Zürich mit Turkish Airlines (Gesamtflugzeit jeweils rund 8 Stunden) bringen DACH-Reisende nach Manas International (FRU) bei Bischkek; Osch International (OSS) im Süden ist das praktische Tor zum Pamir-Alai und über Istanbul, Moskau und saisonale Verbindungen erreichbar. Bischkek (rund 1 Million Einwohner) auf 800 m am Fuß der Kirgisischen Ala-Too-Kette ist eine angenehme 1- bis 2-tägige Auftaktbasis: der sowjetisch geprägte Ala-Too-Platz und das Parlamentsviertel, der Osch-Basar (der größte überdachte Basar des Landes), das Staatliche Historische Museum, das Frunse-Hausmuseum und die seit 2018 stark gewachsene Bischkeker Café- und Craft-Beer-Szene; der Ala-Artscha-Nationalpark 40 km südlich der Stadt bietet Tageswanderungen im Gletschertal auf 1.800–3.000 m und damit den ersten Tian-Schan-Höhenkontakt. Vom Norden her läuft die Standardroute über das Issyk-Kul (mit 1.609 m und 6.236 km² der zweitgrößte Bergsee der Erde nach dem Titicaca, in jeder DACH-Trekking-Reportage als 'Genfer See Zentralasiens' beschrieben) nach Tscholpon-Ata (Bronzezeit-Petroglyphen, Schauplatz der World Nomad Games seit 2014) und Karakol (russische Holzkirche, nagellose Dunganenmoschee, Sonntagsviehmarkt, Ausgangspunkt für die Karakol-Schlucht und die Altyn-Aradschan-Heißquellen). Der absolute Höhepunkt jeder Kirgisistan-Reise ist das Song-Köl: ein alpiner Hochgebirgssee auf rund 3.000 m, im Sommer (Ende Juni bis Anfang September) von Hirtenfamilien mit ihren boz-üy-Jurten besiedelt, mit Pferdetreks von Kotschkor oder Naryn aus, Kok-Boru-Spielen am Wochenende, Falknereivorführungen, glasklarem Sternenhimmel und einfacher Jurtenübernachtung — die Schweizer CBT-Architektur sorgt für faire Festpreise, die direkt an die Hirtenfamilien gehen. Im Süden zentriert sich das Programm um Osch — die rund 3.000 Jahre alte zweite Stadt des Landes und das östliche Tor des Ferganatals — mit dem heiligen Berg Sulaiman-Too (UNESCO 2009, der einzige als Welterbe gelistete heilige Berg Zentralasiens), dem Jayma-Basar (dem größten offenen Seidenstraßenbasar Zentralasiens) und dem Aufgang zur Pamir-Magistrale via Sary-Tasch nach Tadschikistan. Der Burana-Turm (das erhaltene karachanidische Minarett des verschwundenen Seidenstraßenortes Balasaghun aus dem 11. Jahrhundert, 80 km östlich von Bischkek) und der Tasch-Rabat-Karawanserei (eine voll erhaltene steinerne Seidenstraßenkarawanserei aus dem 15. Jahrhundert auf 3.200 m am Torugart-Pass nach China) verankern den Seidenstraßenkreis. Das westliche Tien-Schan-Naturerbe (UNESCO 2016) deckt das Sary-Tschelek-Biosphärenreservat im Südwesten ab — Walnusswälder, der alpine Sary-Tschelek-See und das seltene Menzbier-Murmeltier. Die beste Reisezeit für das Hochgebirge ist Ende Juni bis Anfang September; im Winter bieten Karakol, Jyrgalan, Boz-Utschuk und Suusamyr auf hohem Niveau Skitourenmöglichkeiten zu sehr niedrigen Preisen.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Das Issyk-Kul (kirgisisch 'warmer See' — die salzhaltigen Mineralwasser frieren trotz der Höhe nie zu) ist mit 1.609 m der nach dem Titicaca zweitgrößte Bergsee der Erde und das gravitative Zentrum jeder Kirgisistan-Reise. Das Nordufer läuft von Balyktschy am westlichen Ende über Tscholpon-Ata (das Bronzezeit-Petroglyphen-Freilichtmuseum und der Schauplatz der World Nomad Games seit 2014) bis Karakol am östlichen Tip — die Provinzhauptstadt und ehemalige russische Grenzstadt aus dem 19. Jahrhundert, mit der hölzernen Heilig-Dreifaltigkeits-Kathedrale, der nagellosen Dunganenmoschee, dem Prschewalski-Memorial (der Forscher liegt hier begraben) und dem spektakulären Sonntagsviehmarkt. Vom Karakol aus erreichen Tagestouren die Karakol-Schlucht, die Altyn-Aradschan-Heißquellen und die Basislager des Khan Tengri (7.010 m) und des Pobeda-Pik (7.439 m) im inneren Tian Schan — ein klassisches Ziel der DAV- und ÖAV-Hochtourenreisen.
Das Song-Köl auf rund 3.000 m, im Sommer (Ende Juni bis Anfang September) von kirgisischen Hirtenfamilien mit ihren boz-üy-Jurten besiedelt, ist die eindringlichste Einzelerfahrung Kirgisistans und das Maß, an dem alle Jurtenaufenthalte Zentralasiens gemessen werden. Die seit 2003 von Helvetas und der DEZA aufgebauten CBT-Büros in Kotschkor und Naryn organisieren 1- bis 4-tägige Pferdetreks über die Pässe Kalmak-Aschuu, Kysart oder '33 Papageien' mit traditioneller Verpflegung (Beschbarmak, Manty, Kymys, frisches Non-Brot), Kok-Boru-Spielen am Wochenende, Falknereivorführungen, vollständigem Sternenhimmel und einfacher, atmosphärischer Jurtenübernachtung. Bei 30–60 USD pro Person und Tag (Festpreise gehen direkt an die Hirtenfamilien) ist es das beste alpin-kulturelle Preis-Leistungs-Verhältnis Asiens.
Bischkek (rund 1 Million Einwohner, 800 m am Fuß der Kirgisischen Ala-Too-Kette) ist eine sowjetisch geplante Hauptstadt mit weiten, baumgesäumten Boulevards, dem zentralen Ala-Too-Platz, dem Parlamentsviertel und dem größten überdachten Osch-Basar des Landes. Das Staatliche Historische Museum, das Frunse-Hausmuseum und die Lenin-Statue hinter dem Museumskomplex verankern das sowjetische urbane Erbe; die Bischkeker Café- und Craft-Beer-Szene ist seit 2018 stark gewachsen. Der Ala-Artscha-Nationalpark 40 km südlich der Stadt — mit Marschrutka oder Sammeltaxi erreichbar — bietet Tageswanderungen im Gletschertal auf 1.800–3.000 m für jeden Reisenden, der eine erste Tian-Schan-Höhenerfahrung sucht. Der Burana-Turm 80 km östlich von Bischkek ist das erhaltene karachanidische Minarett aus dem 11. Jahrhundert der verschwundenen Seidenstraßenstadt Balasaghun, mit einem kleinen Freilichtmuseum balbaler Kriegerstelen und einer kletterbaren Innentreppe.
Osch — die rund 3.000 Jahre alte zweite Stadt des Landes und das östliche Tor des Ferganatals — ist die praktische Hauptstadt des südlichen Kirgisistans und der wichtigste regionale Kontrast zu Bischkek. Der heilige Berg Sulaiman-Too (UNESCO 2009, das erste Welterbe Kirgisistans) ist der einzige als Welterbe gelistete heilige Berg Zentralasiens, in der islamischen Tradition mit dem Propheten Salomon (Sulaiman) verbunden und seit der vorislamischen zoroastrischen Zeit ununterbrochen verehrt; die Hänge tragen Felsbilder, Höhlen-Heiligtümer, die kleine Babur-Moschee (der Begründer des Mogulreiches betete hier als Jugendlicher) und das in den Berg gehauene Nationale Historische und Archäologische Museum. Der Jayma-Basar entlang des Ak-Buura-Flusses ist der größte offene Seidenstraßenbasar Zentralasiens und läuft seit Jahrhunderten ohne Unterbrechung. Von Osch aus führt die Pamir-Magistrale südwärts via Sary-Tasch und den Kysyl-Art-Pass in den tadschikischen Pamir.
Die zentrale Provinz Naryn — ein dünn besiedeltes Hochplateau, dominiert von den At-Bashy- und Naryn-Bergketten — verläuft entlang der historischen Seidenstraßenroute von Kaschgar (in Xinjiang/China) ins Ferganatal über den 3.752 m hohen Torugart-Pass. Tasch-Rabat ist eine voll erhaltene steinerne Karawanserei aus dem 15. Jahrhundert auf 3.200 m, in einem hohen alpinen Tal gelegen und mit dem 4WD oder zu Pferd von At-Bashy aus erreichbar: die einzige vollständig überdachte erhaltene Seidenstraßenstation Zentralasiens, mit rund 30 winzigen gewölbten Zellen um einen zentralen Innenhof. Naryn-Stadt (Provinzhauptstadt) ist die praktische Basis für den Torugart-Grenzübergang nach China, die Son-Köl-Pferdetreks und das Kel-Suu-Schluchtenland im Süden der Provinz (eine Genehmigungszone nahe der chinesischen Grenze, nur per 4WD zugänglich).
Das westliche Tien-Schan-Naturerbe (UNESCO 2016, gemeinsam mit Kasachstan und Usbekistan eingeschrieben) deckt das Sary-Tschelek-Biosphärenreservat und die umgebende Tschatkal-Kette im Südwesten Kirgisistans ab. Der Sary-Tschelek-See (1.873 m) ist ein tiefer alpiner See in steilem Walnusswaldgebiet, mit dem 4WD von Arslanbob aus erreichbar — Arslanbob selbst ist das Zentrum des größten natürlichen Walnusswaldes der Welt (rund 11.000 Hektar, das genetische Reservoir des modernen Walnussbaums, seit dem Mittelalter gemeinschaftlich geerntet). Das Reservat beherbergt Braunbär, Wildschwein, Luchs und das seltene Menzbier-Murmeltier. Beste Erreichbarkeit von Ende Mai bis Anfang Oktober.
Die kirgisische Küche kreist um Pferd, Lamm, Milchprodukte und die großen Nudel- und Teigtaschentraditionen Zentralasiens. Das Nationalgericht Beschbarmak ('fünf Finger' — wird mit der Hand gegessen) schichtet handgeschnittene Nudeln mit gekochtem Pferd oder Lamm, Zwiebelbouillon und großen Fleischstücken. Lagman (die handgezogene Nudelsuppe in uigurischer und dunganischer Variante), Manty und Tschutschwara (Teigtaschen), Somsa (in tandyr-Tonöfen gebackene Fleisch-Zwiebel-Pasteten), das runde Non-Brot und die große Suppe Oromo gehören zur Alltagsküche. Kymys — vergorene Stutenmilch, leicht prickelnd und leicht alkoholisch, ein Nationalsymbol seit der Zeit des Manas-Epos — wird bei jeder ländlichen Begrüßung gereicht, dazu Kurut (sonnengetrocknete Sauerkäsekugeln), Schoro (vergorenes Hirsegetränk) und ein endloser Strom Schwarztee. Das Dasturchan — der gedeckte Tisch aus Brot, Smetana, Konfitüre, frischem Käse, Trockenfrüchten und Tee, mit dem jede kirgisische Mahlzeit beginnt — ist für DACH-Reisende der konstant stärkste erste Eindruck.
Geld & Währung
Som (KGS)
Währungscode: KGS
Praktische Geldtipps
Kirgisischer Som (KGS) — ca. 87–90 KGS pro USD; USD-Bargeld in Bischkek wechseln; USD in Touristengebieten weit akzeptiert
Kirgisistan verwendet den Kirgisischen Som (KGS, Zeichen с). Der Kurs liegt bei rund 87–90 KGS pro USD und 94–98 KGS pro EUR. USD-Bargeld wird in touristisch ausgerichteten Unterkünften, Trekking-Anbietern und Jurtenlagern im ganzen Land akzeptiert — viele Preise werden parallel in USD und KGS angegeben. Wechselstuben (обменники) im Stadtzentrum von Bischkek (besonders rund um den Osch-Bazar und den Chui-Prospekt) bieten bessere Kurse als der Flughafen Manas. USD oder EUR in sauberen, unbeschädigten Scheinen mitbringen; stark abgenutzte oder ältere USD-Serien können abgelehnt werden. Für Schweizer Reisende: CHF in Bischkek nur an wenigen Wechselstuben erhältlich — besser CHF in USD oder EUR vor der Abreise tauschen.
Geldautomaten in Bischkek und Osch — sehr begrenzt außerhalb der Städte; KGS oder USD-Bargeld für Trekking-Gebiete mitbringen
In Bischkek und Osch (dem kommerziellen Zentrum im Süden) stehen Geldautomaten zur Verfügung. BAKAI Bank, Optima Bank, Demir Kyrgyz International Bank und RSK Bank-Automaten akzeptieren internationale Visa- und Mastercard-Karten. Abhebungslimits: typischerweise 15.000–30.000 KGS pro Transaktion. Lokale Gebühr: KGS 200–300 pro Abhebung. In Städten wie Karakol (Ausgangspunkt für das Tian-Shan-Gebirge), Naryn und Dschalal-Abad gibt es Automaten, aber weniger, und sie können an Wochenenden leer sein. In den Bergen (Ala-Artscha, Karakol-Tal, Sary-Tschlek) gibt es keine — das gesamte benötigte Bargeld vorher abheben.
Kartenzahlung auf gehobene Hotels in Bischkek beschränkt — Apple Pay und Google Pay nicht verfügbar; Bargeld ist alles
Visa und Mastercard werden in einigen gehobenen Hotels in Bischkek, bestimmten Restaurants in der Innenstadt und wenigen größeren Geschäften akzeptiert. Apple Pay und Google Pay werden in Kirgisistan nicht unterstützt — keine NFC-Infrastruktur für ausländische Mobile-Payment-Apps vorhanden. Auch in Bischkek laufen die meisten Restaurants, Gästehäuser, Märkte und der gesamte öffentliche Verkehr auf Bargeldbasis. Außerhalb Bischkeks ist Bargeld in KGS oder USD die einzige Zahlungsmöglichkeit.
Reisebudget: Laghman-Suppe ~80 KGS; Restaurant in Bischkek 300–800 KGS; Issyk-Kul-Unterkunft 1.500–3.000 KGS; Pferde-Trek USD 30–60/Tag
Kirgisistan ist eines der günstigsten Reiseziele Zentralasiens. Straßenessen in Bischkek: Samsa 40–80 KGS; Laghman-Suppe 80–150 KGS. Restaurant in Bischkek: 300–800 KGS pro Person. Marschrutka (Stadtbus) in Bischkek: 15–20 KGS. Gästehaus am Issyk-Kul-See: 1.500–3.000 KGS/Nacht. Jurtenlager in den Bergen: USD 30–60/Nacht inkl. Mahlzeiten. Geführter Pferde-Trek im Tian Shan oder Pamir-Alai: USD 40–80/Tag inkl. Führer, Pferde und Camping. Nationalpark-Eintritte (Ala-Artscha, Sary-Tschlek): 150–300 KGS für Ausländer.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
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