Kolumbien
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Hauptstadt
Bogotá
Bevölkerung
51 Millionen
Einheimischer Name
Colombia
Region
Amerika
Südamerika
Zeitzone
Colombia Time
UTC-05:00
Auf dieser Seite
Kolumbien hat sich von einem Land mit schwieriger Vergangenheit zu einer der aufregendsten und vielfältigsten Destinationen Südamerikas gewandelt. Von den Salsa-Straßen Calis bis zu den hoch aufragenden Wachspalmen des Cocora-Tals, von Küsten an Karibik und Pazifik über drei Andenketten bis hin zum Amazonas-Regenwald bietet Kolumbien eine atemberaubende Vielfalt an Landschaften, Klimazonen und Biodiversität. Es ist ein Land, in dem erstklassiger Kaffee, präkolumbianische Geschichte und innovative Städte aufeinandertreffen — angetrieben von der Wärme und Widerstandskraft seiner Menschen.
Visum und Einreisebestimmungen für Kolumbien
Kolumbien hat eine gastfreundliche Visumpolitik und erlaubt Staatsangehörigen vieler Länder, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz, die USA, das Vereinigte Königreich und EU-Mitgliedstaaten, die visumfreie Einreise für bis zu 90 Tage zu Tourismuszwecken. Dieser Zeitraum kann oft um weitere 90 Tage verlängert werden. Für längere Aufenthalte, Arbeit oder Studium ist ein spezifisches Visum erforderlich. Bei der Einreise können Nachweis der Weiterreise und ausreichende Finanzmittel verlangt werden. Aktuelle Anforderungen beim kolumbianischen Konsulat prüfen.
Gängige Visumtypen
Besuchervisum (V)
Für Tourismus, kurzfristige Geschäftsreisen, Kulturaustausch oder vorübergehende akademische Programme. Die häufigste Kategorie für Reisende.
Migrantenvisum (M)
Für Personen, die sich langfristig in Kolumbien niederlassen möchten, etwa für Arbeit, Studium, Investitionen oder als Ehepartner eines kolumbianischen Staatsbürgers.
Aufenthaltsvisum (R)
Für Personen, die ein M-Visum über einen bestimmten Zeitraum besessen haben und einen Daueraufenthalt anstreben, oder für direkte Familienverbindungen.
Wichtige Reiseinformationen für Kolumbien
Reiseführer
Kolumbien überrascht mit einer Vielfalt, die ihresgleichen sucht: Cartagena de Indias verzaubert mit pastellfarbenen Kolonialhäusern, Bougainvillea-geschmückten Balkonen und einer lebendigen Geschichte zwischen spanischer Eroberung und karibischem Flair. Medellín — einst berüchtigt, heute eine der innovativsten Städte Lateinamerikas mit Seilbahnen über grüne Hänge, Street Art und ewigem Frühling. Im Eje Cafetero (Kaffeezone) zwischen Manizales, Pereira und Armenia wachsen einige der besten Kaffeebohnen der Welt an vulkanischen Hängen. Das Cocora-Tal beeindruckt mit bis zu 60 Meter hohen Wachspalmen — Kolumbiens Nationalbaum. In der Sierra Nevada de Santa Marta liegt die Ciudad Perdida (Verlorene Stadt), eine präkolumbianische Stätte, die nur über eine mehrtägige Dschungelwanderung erreichbar ist. Der Tayrona-Nationalpark vereint Karibikstrände mit dichtem Regenwald. San Andrés und Providencia locken mit dem „Meer der sieben Farben". Bogotá überrascht mit dem Goldmuseum (Museo del Oro), der Aussicht vom Monserrate und einer aufstrebenden Gastronomie-Szene. Cali ist die unbestrittene Salsa-Hauptstadt der Welt.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Cartagenas UNESCO-geschützte Altstadt ist Südamerikas besterhaltene Kolonialstadt: pastellfarbene Fassaden, massive Festungsmauern, das Castillo de San Felipe und Bougainvillea an jedem Balkon. Die Ciudad Perdida (Verlorene Stadt) in der Sierra Nevada de Santa Marta ist eine präkolumbianische Stätte, die 650 Jahre älter ist als Machu Picchu — erreichbar nur über eine mehrtägige Dschungelwanderung. In Bogotá beherbergt das Museo del Oro über 55.000 präkolumbianische Goldstücke (sonntags kostenlos) — eines der bedeutendsten Museen des Kontinents. San Agustíns rätselhafte Steinskulpturen (UNESCO) und die perfekt erhaltene Kolonialplaza von Villa de Leyva runden das Geschichtserlebnis ab.
Der Eje Cafetero (Kaffeedreieck) zwischen Manizales, Pereira und Armenia produziert einige der besten Arabica-Bohnen der Welt an vulkanischen Hängen und in Nebelwäldern. Arbeitende Kaffeefincas öffnen ihre Türen für Besucher: den Weg von der Kirsche zur Tasse erleben, Kaffee direkt am Ursprung verkosten und in den malerischen Dörfern Salento und Filandia übernachten. Die kolumbianische Küche ist erstaunlich regional vielfältig: Bandeja Paisa (der üppige Teller aus Antioquia mit Bohnen, Reis, Kochbanane, Spiegelei und Chicharrón), Arepas de Choclo, Ceviche an der Karibikküste, Ajiaco (Bogotás deftige Hühnersuppe mit drei Kartoffelsorten), Empanadas an jeder Ecke und tropische Früchte, die es in Europa nicht gibt — Lulo, Guanábana, Maracuyá. Bogotás Gastronomieszene boomt mit mehreren Einträgen in der Latin America's 50 Best-Liste.
Der Tayrona-Nationalpark vereint dichten Regenwald mit weißen Karibikstränden — Wandern, Campen und Schnorcheln in einer spektakulären Kulisse. Die Islas del Rosario vor Cartagena bieten kristallklares Wasser und Korallenriffe für Tagesausflüge. San Andrés und Providencia sind abgelegene Karibikinseln mit dem berühmten „Meer der sieben Farben" — besseres Tauchen als an den meisten karibischen Destinationen und eine eigenständige Raizal-Kreolkultur, die sich vom Festland deutlich unterscheidet. Santa Marta ist eine entspannte Küstenstadt als Ausgangsbasis, und Palomino lockt mit Beach-und-Fluss-Tubing durch tropische Landschaft.
Kolumbien ist das zweitartenreichste Land der Erde (nach Brasilien) — mit über 1.900 Vogelarten mehr als jedes andere Land weltweit. Das Amazonasbecken rund um Leticia bietet Dschungellodges, rosa Flussdelfine und Begegnungen mit indigenen Gemeinschaften. Der Caño Cristales in La Macarena wird „Fluss der fünf Farben" genannt: zwischen Juni und November färben blühende Wasserpflanzen das Flussbett in Rot, Gelb, Grün, Blau und Schwarz — eines der spektakulärsten Naturphänomene Südamerikas. Das Cocora-Tal beeindruckt mit bis zu 60 Meter hohen Wachspalmen, Kolumbiens Nationalbaum. An der Pazifikküste des Chocó lassen sich von Juli bis Oktober Buckelwale beobachten. Dazu kommen Nebelwälder, Páramo-Ökosysteme und Andenhochland.
Die mehrtägige Wanderung zur Ciudad Perdida (4-5 Tage durch dichten Dschungel der Sierra Nevada zu einer 1.300 Jahre alten Stadt) ist Kolumbiens Trekking-Highlight. Paragliding über Medellíns grünes Tal und den gewaltigen Chicamocha-Canyon bietet Panoramen, die es sonst nirgendwo gibt. San Gil ist Kolumbiens Abenteuer-Hauptstadt: Wildwasser-Rafting, Canyoning und Höhlenexkursionen. Das Cocora-Tal bietet Tageswanderungen zwischen Riesenwachspalmen in der Nebelwaldzone. Mehrtägige Treks in der Sierra Nevada del Cocuy führen durch Páramo-Landschaften mit Frailejones. Tauchen und Schnorcheln auf Providencia und den Islas del Rosario, Mountainbiking in der Provinz Boyacá.
Cali ist die unbestrittene Salsa-Hauptstadt der Welt — in Hunderten von Salsotecas tanzen die Einheimischen mit einer Leidenschaft, die jede Tanzschule beschämt. Eine Salsa-Stunde nehmen und dann Clubs wie Tin Tin Deo oder Zaperoco erleben, wo bis zum Morgengrauen getanzt wird. Medellíns Stadtviertel El Poblado und Laureles bieten vibrantes Nachtleben mit Rooftop-Bars, Craft-Cocktails und Reggaeton. Bogotás Zona Rosa und Chapinero pulsieren bis spät in die Nacht. Cartagenas Getsemaní-Viertel vereint Livemusik, Straßenkunst und Open-Air-Bars in einer einzigartigen Atmosphäre. Kolumbiens Nachtleben beginnt spät (nach 23:00 Uhr) und läuft bis in die Morgenstunden.
Geld & Währung
Kolumbianischer Peso (COP)
Währungscode: COP
Praktische Geldtipps
Kolumbianischer Peso (COP) — Wachsende Wirtschaft, hohe Stückelungszahlen
Kolumbien nutzt den kolumbianischen Peso (COP). Der Peso liegt typischerweise im Bereich mehrerer Tausend COP pro Euro — die großen Zahlenwerte sind schnell verinnerlicht. Aktuellen Wechselkurs vor der Reise prüfen. Wechselgeld gibt es bei Banken, lizenzierten Casas de Cambio oder an Geldautomaten in Bogotá oder Medellín. Flughafen- und Hotelwechselkurse sind in der Regel 5–8 % schlechter. USD wird am besten akzeptiert, EUR ebenfalls gut in Großstädten.
Gutes Geldautomaten-Netz in Städten — Sicherheit beim Abheben beachten
In den Großstädten (Bogotá, Medellín, Cali, Cartagena, Santa Marta) sind Bancolombia, Davivienda, Banco de Bogotá und BBVA-Automaten vorhanden. Tageslimit: ca. COP 800.000–1.200.000 (ca. 190–280 EUR). In ländlichen Gebieten sind Automaten selten. Geldautomaten nur innerhalb von Bankfilialen, Einkaufszentren oder gut beleuchteten Innenbereichen nutzen — nie nachts auf der Straße. Karte beim PIN-Eingeben abdecken und Umgebung im Blick behalten.
Kartenakzeptanz wächst stark — Nequi und Daviplata für digitale Zahlungen
Kolumbiens Karteninfrastruktur hat sich erheblich verbessert. Visa und Mastercard werden in den meisten Hotels, Restaurants und Läden in Tourismusbereichen und Großstädten akzeptiert. Apple Pay und Google Pay funktionieren an einer wachsenden Zahl moderner Terminals in Bogotá, Medellín und Cartagena. In kleineren Städten und ländlichen Gebieten ist Bargeld unverzichtbar.
Sehr günstige Destination — Eine der preiswertesten in Südamerika
Kolumbien bietet europäischen Reisenden ein außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Hostel-Bett in Medellín: COP 40.000–70.000/Nacht (ca. 10–17 EUR). Mittagsmenü (Corrientazo): COP 12.000–20.000 (ca. 3–5 EUR). Frischer Saft: COP 3.000–6.000. Kaffeefarmen-Tour im Eje Cafetero (Kaffeeland): COP 60.000–120.000. Cartagena ist teurer — Mittelklasse-Hotel ab USD 80–200/Nacht. Kolumbien gehört zu den preiswertesten Reisezielen Südamerikas.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
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