Mali

🇲🇱

Telefonvorwahl

+223

Hauptstadt

Bamako

Bevölkerung

22 Millionen

Einheimischer Name

Mali

Region

Afrika

Westafrika

Zeitzone

Greenwich Mean Time

UTC±00

Mali ist eine Binnenrepublik in Westafrika, deren Territorium einst die mächtigen mittelalterlichen Großreiche von Ghana, Mali und Songhai beherbergte — mit der legendären Gelehrten- und Handelsstadt Timbuktu als kulturellem Mittelpunkt. Bamako, die Hauptstadt am Niger, ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Österreich und Mali verbindet eine überraschend konkrete Wirtschaftsbeziehung: Die österreichischen Exporte nach Mali belaufen sich auf rund 160 Millionen Euro jährlich, wovon etwa 97 Prozent auf Baumwollstoffe und Stickereien aus dem Vorarlberger Lustenau entfallen. Reisende sollten beachten, dass weite Teile des Landes derzeit von erheblichen Sicherheitsrisiken betroffen sind; die meisten Regierungen raten von Reisen außerhalb der Hauptstadt ab. Vor jeder Reiseplanung die aktuellen Reisehinweise des BMEIA prüfen.

Visabestimmungen für Mali

Mali verlangt von den meisten ausländischen Staatsangehörigen ein Visum vor der Einreise. Bürger der ECOWAS-Mitgliedstaaten können bis zu 90 Tage visumfrei einreisen. Alle übrigen Reisenden müssen ein Visum bei einer malischen Botschaft oder einem Konsulat beantragen. Für Antragsteller aus Österreich und Deutschland ist die Botschaft der Republik Mali in Berlin (Kurfürstendamm 72, 10709 Berlin) zuständig — das Honorarkonsulat in Wien verfügt über keine Visabefugnis. Erforderliche Unterlagen: ausgefülltes Antragsformular, gültiger Reisepass, Passfotos, Gelbfieberimpfnachweis (für alle Reisenden vorgeschrieben), Einladungsschreiben oder Hotelbuchung sowie Gebühr. Bearbeitungszeiten variieren; rechtzeitig beantragen.

Gängige Visumtypen

ECOWAS-Visumfreiheit

Bis zu 90 Tage ohne Visum. Gültiger Reisepass und Gelbfieberimpfnachweis sind bei der Einreise erforderlich.

Für Staatsangehörige der ECOWAS-Mitgliedstaaten (Senegal, Elfenbeinküste, Burkina Faso, Niger, Nigeria, Ghana u. a.) zu jedem Reisezweck.

Touristen-/Geschäftsvisum

In der Regel 30 bis 90 Tage. Einladungsschreiben oder Hotelbuchung, Passfotos, Gelbfieberimpfnachweis und Visagebühr erforderlich. Antragstellung bei der Botschaft in Berlin.

Für ausländische Staatsangehörige, die Mali zu touristischen oder geschäftlichen Zwecken besuchen.

Offizielles/Diplomatenvisum

Dauer richtet sich nach dem Einsatzzeitraum. Antragstellung über diplomatische Kanäle mit offiziellem Schreiben der entsendenden Stelle.

Für Regierungsbeamte, Diplomaten, Personal internationaler Organisationen und NGO-Mitarbeiter im offiziellen Auftrag.

Wichtige Reisehinweise

Die Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden nach Mali vorgeschrieben, unabhängig vom Herkunftsland. Den internationalen Impfausweis mitführen — er wird bei der Einreise kontrolliert.

Vor der Reiseplanung die aktuellen Reisewarnungen des BMEIA (bmeia.gv.at) und des Auswärtigen Amtes prüfen. Die meisten Regierungen raten derzeit von Reisen außerhalb Bamakos ab.

Die Botschaft Malis in Berlin (Kurfürstendamm 72) bearbeitet Visaanträge für Einwohner Deutschlands und Österreichs. Das Honorarkonsulat in Wien erteilt keine Visa.

Reiseführer

Malis Sehenswürdigkeiten gehören zu den geschichtsträchtigsten Afrikas: Timbuktus Manuskriptbibliotheken, die Felsendörfer der Dogon am Bandiagara-Steilhang, die Große Moschee von Djenné — der größte Lehmziegelbau der Welt — und eine Musiktradition, die weit über den Kontinent hinausstrahlt. Allerdings schränken erhebliche Sicherheitsrisiken den Zugang zu vielen dieser Orte derzeit ein. Bamako bleibt das am besten zugängliche Reiseziel mit lebhaften Märkten, Live-Musikszene und dem Nationalmuseum. Vor jeder Reiseplanung außerhalb der Hauptstadt unbedingt die aktuellen Reisehinweise des BMEIA und des Auswärtigen Amtes einholen.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Kulturerbe und alte Reiche

Timbuktu, Djenné und der Nigerbogen bewahren das Erbe der mittelalterlichen Reiche Mali und Songhai. Das Ahmed-Baba-Institut beherbergt Tausende antiker Handschriften. Die Große Moschee von Djenné wird jährlich in einem gemeinschaftlichen Fest neu verputzt — ein architektonisches Wahrzeichen. Der Zugang ist derzeit durch die Sicherheitslage eingeschränkt.

Musik und darstellende Künste

Mali ist eine der Wiegen der modernen afrikanischen Musik. Die Kora- und Balafon-Traditionen der Mandé-Griots, der Wüstenblues von Tinariwen und Ali Farka Touré sowie das Festival sur le Niger in Ségou (Februar) sind Teil eines lebendigen musikalischen Erbes. Bamakos Live-Musikclubs machen die Tradition ganzjährig zugänglich.

Dogon-Land und Trekking

Der Bandiagara-Steilhang (UNESCO) ist Heimat der Dogon, deren Felsendörfer, Maskentanz-Traditionen und kosmologische Vorstellungen seit über einem Jahrhundert Forscher und Reisende faszinieren. Mehrtägige Wanderungen entlang des Steilhangs waren einst Malis touristische Hauptattraktion. Der Zugang ist derzeit durch die Sicherheitslage in Zentralmali eingeschränkt.

Niger und Sahel-Landschaften

Der Niger — Westafrikas große Lebensader — beschreibt einen Bogen durch Mali, vorbei an Bamako, Ségou, Mopti und dem Binnendelta des Niger. Pirogen-Fahrten, Fischerdörfer am Fluss und die saisonale Überschwemmung des Binnendeltas schaffen Landschaften, die es nur im Sahel gibt. Der saharische Norden bietet weite Dünenfelder und Tuareg-Kultur.

Geld & Währung

Geld & Währung
CFA

CFA-Franc BCEAO (XOF)

Währungscode: XOF

Praktische Geldtipps

Mali nutzt den Westafrikanischen CFA-Franc (XOF)

Die Landeswährung Malis ist der Westafrikanische CFA-Franc (XOF), der auch in Senegal, der Elfenbeinküste, Burkina Faso, Niger, Togo, Benin und Guinea-Bissau gilt. Der CFA-Franc ist fest an den Euro gebunden (1 EUR = 655,957 XOF), was die Umrechnung für österreichische und deutsche Reisende besonders einfach macht. Euro sind die bevorzugte Devisen zum Umtausch; US-Dollar werden ebenfalls akzeptiert, erzielen aber mitunter etwas schlechtere Kurse. Saubere, unbeschädigte Scheine mitbringen — abgenutzte oder beschriftete Noten werden häufig abgelehnt.

Geldautomaten gibt es in Bamako — außerhalb kaum

In Bamako finden sich Geldautomaten internationaler Banken wie Ecobank, BDM, BNDA und Bank of Africa, die Visa und Mastercard akzeptieren. Außerhalb der Hauptstadt sind Geldautomaten selten und oft nicht mit Bargeld bestückt. Wer die Regionen Mopti, Ségou oder Sikasso bereist, sollte ausreichend CFA-Franc-Bargeld aus Bamako mitnehmen. Maestro- und V-Pay-Karten (wie die österreichische Bankomatkarte) funktionieren in der Regel nicht.

Kartenzahlung nur in gehobenen Hotels in Bamako

Kredit- und Debitkarten werden ausschließlich in einer Handvoll gehobener Hotels und internationaler Restaurants in Bamako akzeptiert. Überall sonst — auf Märkten, im lokalen Verkehr, in kleineren Unterkünften und im gesamten ländlichen Raum — wird ausschließlich bar in CFA-Franc bezahlt. Mobile-Money-Dienste (Orange Money, Moov Money) dominieren den bargeldlosen Zahlungsverkehr für Einheimische, erfordern aber eine malische SIM-Karte.

Geld in Banken oder lizenzierten Wechselstuben tauschen

Devisen in Banken oder lizenzierten Wechselstuben (bureaux de change) in Bamako tauschen. Straßenwechsler sind zwar vorhanden, bergen aber rechtliche und sicherheitstechnische Risiken. Bankkurse liegen in der Regel nahe am festen Euro-CFA-Kurs. Kleinere CFA-Scheine (1.000, 2.000, 5.000 XOF) für den Alltag mitnehmen — viele Händler und Taxifahrer können große Noten (10.000 XOF) nicht wechseln.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

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