Pakistan
Telefonvorwahl
+92
Hauptstadt
Islamabad
Bevölkerung
230 Millionen
Einheimischer Name
پاکستان
Region
Asien
Südasien
Zeitzone
Pakistan Standard Time
UTC+05:00
Auf dieser Seite
Pakistan ist eine südasiatische föderale Republik mit rund 230 Millionen Einwohnern — das fünftbevölkerungsreichste Land der Welt — am Schnittpunkt zwischen Südasien, Zentralasien, dem Nahen Osten und dem iranischen Hochplateau, mit Landgrenzen zu Indien im Osten, Afghanistan und Iran im Westen sowie China im hohen Norden über die Karakorum-Pässe. Das Land reicht von der langen arabischen Meeresküste bei Karatschi und dem Indusdelta im Süden über das fruchtbare Punjab-Kernland mit Lahore, Multan und Bahawalpur, die modernistische Bundeshauptstadt Islamabad und ihre Zwillingsstadt Rawalpindi am Fuß der Margalla-Hügel, die paschtunischen und Hazara-Kulturgürtel von Khyber Pakhtunkhwa um Peschawar und Hazara, und das Belutschistan-Plateau im Südwesten bis hinauf zu den Karakorum-, Hindukusch- und Westhimalaja-Gebirgsketten von Gilgit-Baltistan im Norden — Heimat des K2 (8 611 m, des zweithöchsten Berges der Welt), Nanga Parbat (8 126 m), Gasherbrum I und II, Broad Peak, des Hispar-Biafo-Gletschersystems (des längsten zusammenhängenden Gletschers außerhalb der Polarregionen) und des Karakorum-Highway, der den Khunjerab-Pass auf 4 693 m hinüber nach Xinjiang quert. Für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum bietet Pakistan eine außergewöhnlich tiefe kulturelle Brücke: Allama Muhammad Iqbal, der Nationaldichter Pakistans, promovierte 1907 an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Dissertation «The Development of Metaphysics in Persia») nach einem Studienaufenthalt in Cambridge und Heidelberg, übersetzte Goethe ins Persische und Urdu und führte in seinen Werken einen philosophischen Dialog mit Nietzsche, Hegel und Bergson — sein Mausoleum vor der Badshahi-Moschee in Lahore ist heute ein Ort der Begegnung islamischer und deutscher Geistesgeschichte. Das Hunza-Tal mit den Aprikosenblüten Anfang April und den Herbstfärbungen im Oktober–November, das Skardu-Shigar-Khaplu-Bergland in Baltistan, der Fairy-Meadows-Aussichtspunkt vor dem Nanga Parbat und der ganze Verlauf des Karakorum-Highway zählen zu den großen Bergreise-Erlebnissen Asiens. Das Visumsystem läuft über das NADRA-Onlineportal (visa.nadra.gov.pk).
Übersicht über das pakistanische Visumsystem
Pakistan betreibt seit 2019 ein Online-Visumsystem über das NADRA-Portal (visa.nadra.gov.pk), das e-Visa für Tourismus und Geschäftsreisen sowie eine elektronische Visa-on-Arrival-Genehmigung für berechtigte Nationalitäten an den internationalen Flughäfen Islamabad (ISB), Karatschi (KHI), Lahore (LHE), Multan (MUX) und Peschawar (PEW) ausstellt. Reisende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und allen EU- und EWR-Staaten gehören zur VOA-berechtigten Liste und beantragen die elektronische Genehmigung vor dem Abflug auf demselben NADRA-Portal; sie legen sie zusammen mit Reisepass (mindestens sechs Monate Restgültigkeit über den geplanten Aufenthalt hinaus), Rückflugticket und Unterkunftsnachweis bei der Einreise vor und zahlen die Gebühr vor Ort. Das Standard-Touristen-e-Visum ist Einzeleinreise bis zu 90 Tage, kostet rund USD 60 (variiert je nach Nationalität), wird mit Passkopie, aktuellem Foto, Rück- oder Weiterflugticket, Hotelbuchung sowie ggf. einem Sponsoren- oder Reiseleiterschreiben online eingereicht und in der Regel innerhalb von 4 bis 7 Werktagen ausgestellt. Reisende, die das e-Visum oder die VOA nicht nutzen können, beantragen bei der pakistanischen Botschaft des Wohnsitzes in Berlin, Wien oder Bern (mit Honorarkonsulaten in München, Frankfurt, Hamburg, Genf und Zürich); Standardunterlagen sind Antragsformular, Reisepass, Fotos, Einladungsschreiben oder Hotelreservierung, Mittelnachweis, Rückflugticket und Visumgebühr. Langzeitkategorien — Arbeitsvisum mit Genehmigung des Board of Investment (BOI), Studentenvisum für Hochschulen mit HEC-Akkreditierung, religiöses Pilgerschaftsvisum für Sikh- und Hindu-Pilger nach Kartarpur, Nankana Sahib, Hasan Abdal und zum Hinglaj-Mata-Schrein, sowie Familienbesuchsvisum — werden über die diplomatischen Vertretungen Pakistans im Wohnsitzland eingereicht. Genehmigungen für das Trekking in geschützten Zonen und für jegliches Klettern oberhalb 6 500 m werden vom Alpine Club of Pakistan und dem Tourismusministerium Gilgit-Baltistans ausgestellt — nicht über das Visumsystem. Bargeldbeträge oberhalb des Gegenwerts von USD 10 000 sind bei Ein- und Ausreise zu deklarieren.
Gängige Visumtypen
Touristen-e-Visum
Standard-Onlineweg für Tourismus, Familienbesuche und kurze Kultur- und Trekkingreisen, eingereicht auf visa.nadra.gov.pk vor der Reise. Unterlagen: Passkopie mit mindestens sechs Monaten Restgültigkeit über den geplanten Aufenthalt hinaus, aktuelles Passfoto, Rück- oder Weiterflugticket, Hotelbuchung oder Adresse des Sponsors, Visumgebühr (rund USD 60 für die meisten Nationalitäten) und für einige Reisende ein Tour-Operator-Schreiben. Die Genehmigung wird als druckbares e-Visum zugestellt und am Flughafen vorgelegt.
Visa on Arrival (Online-Vorabgenehmigung)
Für Staatsangehörige aus rund fünfzig zugelassenen Ländern — Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Vereinigtes Königreich, USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Irland, alle EU- und EWR-Staaten, Japan, Südkorea, Singapur, Malaysia, die Golfstaaten und weitere — an den Flughäfen Islamabad, Karatschi, Lahore, Multan und Peschawar verfügbar. Reisende beantragen vor dem Abflug auf visa.nadra.gov.pk, erhalten die elektronische VOA-Genehmigung, legen sie mit Reisepass (mindestens sechs Monate Restgültigkeit), Rückflugticket und Unterkunftsnachweis bei der Einwanderung vor und zahlen die Gebühr vor Ort. Die Liste der berechtigten Länder wird vom pakistanischen Innenministerium veröffentlicht und periodisch geprüft.
Geschäfts-e-Visum
Für Geschäftstermine, Konferenzen, Vertragsverhandlungen und kurze Facheinsätze, eingereicht auf visa.nadra.gov.pk mit der Standard-Touristendokumentation plus Einladungsschreiben des pakistanischen Gastgeberunternehmens auf Briefkopf. Mehrfacheinreise-Optionen bis zu einem Jahr sind gegen umfassendere Unterlagen verfügbar. Pakistans Geschäftsverkehr konzentriert sich auf Karatschi (Textil- und Chemieindustrie, Hafen, Banken), Lahore (Industriegürtel, IT, Pharma), Islamabad–Rawalpindi (Telekommunikation, Behördenaufträge, Energie) sowie auf die Infrastrukturprojekte des China-Pakistan Economic Corridor (CPEC); deutschsprachige Unternehmen in Pakistan sind u. a. Siemens, BASF, Bayer, ZF Friedrichshafen und mehrere mittelständische Maschinenbauer.
Religiöses und Pilgerschaftsvisum
Pakistan unterhält eigene Visumkategorien für Sikh- und Hindu-Pilger zu den großen Schreinen auf seinem Territorium — Gurdwara Darbar Sahib Kartarpur (die Begräbnisstätte von Guru Nanak, seit 2019 über den Kartarpur-Korridor direkt aus Indien zugänglich), Gurdwara Janam Asthan in Nankana Sahib (der Geburtsort Guru Nanaks), Gurdwara Panja Sahib in Hasan Abdal, der Hindu-Schrein Hinglaj Mata in Belutschistan und der Tempelkomplex Katas Raj. Das Visum wird über die pakistanische diplomatische Vertretung des Wohnsitzes mit einem Einladungsschreiben des Evacuee Trust Property Board (ETPB), das die Schreine verwaltet, beantragt. Anträge sind in der Regel auf die großen Pilgerdaten abgestimmt (Baisakhi April, Guru Nanak Gurpurab November, Hinglaj-Mata-Yatra April).
Arbeitsvisum (Board-of-Investment-gesponsert)
Standardweg für eine qualifizierte Anstellung in Pakistan. Der pakistanische Arbeitgeber stellt den Antrag beim Board of Investment (BOI), das die Abstimmung mit dem Innenministerium übernimmt; die Mitarbeitende beantragt anschließend bei der pakistanischen Botschaft des Wohnsitzes mit Reisepass, Qualifikationsnachweisen, vom BOI genehmigtem Stellenangebot, Bildungs- und Erfahrungszeugnissen, polizeilichem Führungszeugnis, ärztlicher Bescheinigung, Fotos und Visumgebühr. Konzentrierte Arbeitgebernachfrage in Öl und Gas, Telekommunikation, Energie und CPEC-Infrastruktur (Karatschi, Lahore, Gwadar, Islamabad–Rawalpindi), in internationalen Entwicklungs-NGOs sowie im Pharma- und IT-Sektor. Familienangehörige können auf einem Dependant-Visum nachfolgen.
Studentenvisum
Für ein Vollzeitstudium an Universitäten und Einrichtungen mit Akkreditierung der Higher Education Commission of Pakistan — Lahore University of Management Sciences (LUMS), National University of Sciences and Technology (NUST) Islamabad, Aga Khan University Karatschi, Quaid-i-Azam University Islamabad, University of the Punjab Lahore, Karakoram International University Gilgit u. a. Die Hochschule stellt das Zulassungsschreiben aus; die Studierende beantragt bei der pakistanischen Botschaft des Wohnsitzes mit Reisepass, Zulassung, Studiengebührennachweis, Mittelnachweis, Fotos und Visumgebühr. Ehepartner und minderjährige Kinder können auf einem Dependant-Visum nachfolgen.
Praktische Reisehinweise für Pakistan
Reiseführer
Pakistan belohnt Reisende, die einen Aufenthalt um Lahore und um den Karakorum bauen — und den Rest des Landes in einen dieser beiden Pole einfügen. Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz fliegen in der Regel über Doha (Qatar Airways), Dubai (Emirates), Abu Dhabi (Etihad) oder Istanbul (Turkish Airlines) nach Karatschi (KHI), Lahore (LHE) oder Islamabad (ISB); Lufthansa hat die Direktverbindung Frankfurt–Karatschi historisch bedient, fliegt aber inzwischen via Drehkreuze. Lahore ist der kulturelle Pol — die große Mogul-Hauptstadt des 17. Jahrhunderts —, und drei bis vier Tage reichen für das UNESCO-gelistete Lahore Fort und die Shalimar-Gärten, die Badshahi-Moschee (eine der größten der Welt), die Wazir-Khan-Moschee mit ihrem bemalten Fliesen-Innenraum, die Altstadt Androon Lahore um das Delhi-Tor, das Lahore-Museum (mit der weltweit größten Gandhara-Sammlung — gegründet von John Lockwood Kipling, dem Vater Rudyards), die Food Street auf der Fort Road und das Mausoleum Allama Iqbals direkt vor der Badshahi-Moschee — der pakistanische Nationaldichter, der 1907 an der Ludwig-Maximilians-Universität München promovierte und Goethe ins Persische übersetzte. Islamabad ist die modernistische Bundeshauptstadt am Fuß der Margalla-Hügel, mit der Faisal-Moschee (der größten Südasiens), dem Pakistan-Monument-Aussichtspunkt, dem Lok-Virsa-Heritage-Museum und den Margalla-Wanderwegen — Trail 5 nach Pir Sohawa ist die halbtägige Standardwanderung. Die Zwillingsstadt Rawalpindi trägt die Basarschicht (Raja Bazaar, Saddar) und die Murree-Bergstationsstraße. Karatschi am Arabischen Meer ist die größte Stadt und Wirtschaftshauptstadt — Mohatta-Palast, Frere Hall, der koloniale Empress-Markt, Clifton Beach, das Quaid-e-Azam-Mausoleum (das Grab des Staatsgründers Muhammad Ali Jinnah) und die mit einem kurzen Inlandsflug von Sukkur oder Larkana erreichbare Indus-Tal-Stätte Mohenjo-Daro. Der Reise-Höhepunkt für viele Besucher ist der Norden: der Karakorum-Highway von Islamabad durch das Kaghan- und Naran-Tal, den Babusar-Pass, Chilas, Gilgit, das Hunza-Tal mit Karimabad, Baltit-Fort und Altit-Fort, der Khunjerab-Pass an der chinesischen Grenze auf 4 693 m und die Skardu–Shigar–Khaplu-Trio im Baltoro-Vortor sowie Fairy Meadows mit dem Frontblick auf den Nanga Parbat. Pakistan ist eines der großen Bergtrekking-Länder der Welt; das Sufi-Schrein-Netzwerk und die Mogul-Architektur bieten eine kulturelle Tiefe, die sich perfekt mit einer Hochgebirgsroute in derselben Reise verbinden lässt.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Lahore war Sitz des Mogulreiches unter Akbar, Jahangir und Schah Jahan und ist Pakistans kultureller Pol. Das UNESCO-gelistete Lahore Fort (Shahi Qila) trägt das Sheesh Mahal mit Spiegelmosaik, den Naulakha-Pavillon und das Diwan-i-Khas; die Shalimar-Gärten (ebenfalls UNESCO) sind der große persisch-stilige Terrassengarten des 17. Jahrhunderts. Die Badshahi-Moschee gegenüber dem Fort ist eine der größten der Welt (Aurangzeb 1671–73), und die Wazir-Khan-Moschee in der Altstadt ist Pakistans am dichtesten bemalter Fliesen-Innenraum. Die Altstadt Androon Lahore um das Delhi-Tor, das Bhati-Tor und das Akbari-Tor versammelt die Haveli-Architektur und die Basare; der Royal Trail (Shahi Guzargah) als geführter Heritage-Walk vom Delhi-Tor zur Festung ist die Standardeinführung. Das Lahore-Museum auf der Mall — die ursprüngliche Sammlung kuratiert von John Lockwood Kipling, dem Vater Rudyards — beherbergt die weltweit umfangreichste Gandhara-Sammlung. Direkt vor der Badshahi-Moschee liegt das Mausoleum von Allama Muhammad Iqbal, dem Nationaldichter Pakistans, der 1907 an der LMU München promovierte, in Heidelberg studierte, Goethe ins Persische übersetzte und in seinen Werken einen direkten Dialog mit Nietzsche, Hegel und Bergson führte — eine der bemerkenswertesten deutsch-südasiatischen Geistesbrücken.
Pakistans Norden ist eine der großen Gebirgsregionen der Welt. In Gilgit-Baltistan stoßen Karakorum, Hindukusch und Westhimalaja zusammen, mit dem K2 (8 611 m, dem zweithöchsten Berg der Welt), dem Nanga Parbat (8 126 m), Gasherbrum I und II, Broad Peak und dem Hispar-Biafo-Gletschersystem (dem längsten zusammenhängenden Gletscher außerhalb der Polarregionen). Der Karakorum-Highway von Islamabad durch das Kaghan-Tal, über den Babusar-Pass, durch Chilas und Gilgit nach Hunza und weiter über den Khunjerab-Pass auf 4 693 m an der chinesischen Grenze ist eine der großen Bergstraßenfahrten der Welt; das Hunza-Tal mit Karimabad, dem siebenhundert Jahre alten Baltit-Fort und dem elften-Jahrhunderts-Altit-Fort, den Aprikosenblüten Anfang April und den Herbstfärbungen im Oktober–November ist das Postkartenbild. Skardu, Shigar und Khaplu in Baltistan sind das Baltoro-Vortor — die zwei-wöchige K2-Basislager-Trekking-Route mit der Concordia-Konfluenz als Höhepunkt ist die Königsroute für Trekking-Reisende. Fairy Meadows, per Jeep und steilem Aufstieg erreichbar, gibt den Frontblick auf den Nanga Parbat. Die Trekking- und Klettergenehmigungen laufen über den Alpine Club of Pakistan und das Tourismusministerium Gilgit-Baltistans; deutschsprachige Reiseveranstalter und Bergführer-Agenturen organisieren die Standardrouten von Hunza bis Concordia.
Islamabad ist die modernistische Bundeshauptstadt, von dem griechischen Stadtplaner Constantinos Doxiadis in den 1960er-Jahren entworfen und auf einem Sektoren-Grid am Fuß der Margalla-Hügel errichtet. Die Faisal-Moschee (Architekt Vedat Dalokay, 1986 fertiggestellt) ist die größte Moschee Südasiens und das visuelle Wahrzeichen der Stadt — Platz für fünftausend Betende im Hauptraum, das Zehnfache auf dem Innenhof. Pakistan-Monument und Lok-Virsa-Heritage-Museum bilden das kulturelle Achsenpaar; Centaurus-Mall und die Restaurants im Sektor F-7 das moderne Tagesleben. Der Margalla-Hills-Nationalpark steigt direkt hinter der Stadt an — Trail 5 zum Pir-Sohawa-Restaurant ist die halbtägige Standardwanderung, der Daman-e-Koh-Aussichtspunkt liegt über dem Sektor F-6. Die Zwillingsstadt Rawalpindi trägt die Basarschicht (Raja Bazaar, Saddar, Bara Market) und das britische koloniale Cantonment; die Murree-Bergstationsstraße führt nach Norden in die Galyat. Die UNESCO-Stätte Taxila (Bhir, Sirkap, Sirsukh und die buddhistischen Klöster Jaulian und Mohra Moradu) liegt vierzig Minuten westlich Islamabads an der GT Road — der Treffpunkt Alexanders des Großen, des Maurya-Reichs unter Ashoka und der indogriechischen und Kushan-Königreiche.
Karatschi am Arabischen Meer ist Pakistans größte Stadt — rund zwanzig Millionen Menschen — und seine Wirtschaftshauptstadt. Der Mohatta-Palast (1927, ursprünglich die Karatschi-Residenz von Shivratan Mohatta) beherbergt das Hauptmuseum der Stadt; Frere Hall und der koloniale Empress-Markt bilden das britisch-zeitliche Ensemble; das Quaid-e-Azam-Mausoleum trägt das Grab Muhammad Ali Jinnahs, des Staatsgründers. Clifton Beach und Sea View sind die Promenaden am Arabischen Meer, der Hafen-Restaurant-Cluster Port Grand das Abendprogramm. Außerhalb der Stadt ist die Indus-Tal-Stätte Mohenjo-Daro bei Larkana (UNESCO, 2 600 v. Chr.) — per kurzem Inlandsflug nach Sukkur oder Larkana erreichbar — eine der großen frühzivilisatorischen Stätten der Welt, gleichrangig mit Ägypten und Mesopotamien. Der Schrein des Lal Shahbaz Qalandar in Sehwan Sharif am Indus ist das Zentrum der sindhischen Sufi-Tradition mit dem donnerstäglichen Dhamaal-Tanz. Die Makli-Nekropole bei Thatta (UNESCO) ist eine der größten Begräbnisstätten der Welt. Der Hindu-Schrein Hinglaj Mata im Hingol-Nationalpark am Makran-Coastal-Highway ist von Karatschi aus als langer Tagesausflug erreichbar.
Peschawar in Khyber Pakhtunkhwa ist eine der ältesten kontinuierlich besiedelten Städte Südasiens und das Tor zum Khyber-Pass — der historischen Karawanen- und Militärroute zwischen Zentralasien und dem indischen Subkontinent, die Alexander den Großen, Mahmud von Ghazni, Babur und die Britisch-Indische Armee trug. Die Altstadt mit den Sethi-Mohalla-Havelis, der Mahabat-Khan-Moschee (1670, Goldkuppel) und dem Qissa-Khwani-Bazar der «Geschichtenerzähler» bildet den kulturellen Kern; das Peschawar-Museum hält eine der weltweit tiefsten Gandhara-Sammlungen. Der Khyber-Pass selbst ist nur mit Genehmigung über die politischen Agenturen der bundesweit verwalteten Stammesdistrikte zugänglich. Die Bergstationen Khyber Pakhtunkhwas — Murree, Nathia Gali, Ayubia und der Galyat-Wanderpfad — sind die kühlen Sommerresidenzen über Islamabad und Rawalpindi. Das Swat-Tal (Mingora, Saidu Sharif, Madyan, Kalam) ist die «Schweiz Pakistans» — einst Kernland der buddhistischen Uddiyana-Schule — und die Kalash-Täler (Bumburet, Rumbur, Birir) im südlichen Chitral tragen die einzigartige Kalash-Kultur und das Chilam-Joshi-Frühlingsfest im Mai.
Pakistans spirituelle Karte reicht tief durch alle großen vormodernen südasiatischen Traditionen. Das Sufi-Schrein-Netzwerk — Data Darbar in Lahore (Ali Hujwiri, 11. Jahrhundert, jeden Donnerstag Qawwali), Bibi Pak Daman in Lahore, Lal Shahbaz Qalandar in Sehwan Sharif am Indus (donnerstagabend Dhamaal), Bahauddin Zakariya in Multan, Schah Rukn-e-Alam in Multan, Schah Abdul Latif Bhittai in Bhit Shah, Bari Imam in Islamabad — ist der lebendige Kern des religiösen Lebens des Landes und führt sich in Qawwali- und Sufi-Musik-Traditionen fort, die Reisende jeden Donnerstag hören können. Pakistan beherbergt zudem zwei der wichtigsten Sikh-Heiligen-Stätten der Welt: Gurdwara Darbar Sahib Kartarpur (die Begräbnisstätte von Guru Nanak, seit 2019 über den Kartarpur-Korridor direkt aus Indien zugänglich) und Gurdwara Janam Asthan in Nankana Sahib (der Geburtsort Guru Nanaks), mit Gurdwara Panja Sahib in Hasan Abdal als drittem Pfeiler. Der Hindu-Schrein Hinglaj Mata in Belutschistan ist der südlichste der großen Shakti-Peetha-Pilgerorte und der Tempelkomplex Katas Raj im Punjab das zweite große Hindu-Ziel. Das Evacuee Trust Property Board (ETPB) verwaltet die Zugangsverfahren und die eigenen Pilgervisa.
Pakistan trägt einen der tiefsten archäologischen Schichten der Welt. Die Indus-Tal-Zivilisation (Mohenjo-Daro bei Larkana und Harappa bei Sahiwal, beide UNESCO, 2 600–1 900 v. Chr.) ist zeitgleich mit dem Alten Reich Ägyptens und dem akkadischen Mesopotamien und damit die dritte große bronzezeitliche städtische Hochkultur. Die Gandhara-Region um Taxila, Peschawar, Swat und Mardan war Treffpunkt der hellenistischen Welt Alexanders des Großen mit dem mauryischen indischen Reich — die buddhistische Gandhara-Skulptur (1.–5. Jahrhundert n. Chr.) ist die erste Ikonographie, die Buddha in menschlicher Gestalt darstellt, und das Lahore-Museum und das Peschawar-Museum halten die weltweit tiefsten Sammlungen. Die Mogul-Architekturschicht reicht von der Akbar-Lahore-Festung (1566) über Jahangirs Grab in Shahdara, Schah Jahans Wazir-Khan-Moschee (1635) und Shalimar-Gärten (1641) bis zu Aurangzebs Badshahi-Moschee (1671–73); Multans Heiligengräber und die Makli-Nekropole bei Thatta dehnen den Stil quer durch Sindh aus. Die britische Kolonialschicht — Frere Hall und Empress-Markt in Karatschi, Mall Road in Lahore, Murree, Peschawar Cantonment — schließt den architektonischen Kreis.
Geld & Währung
Pakistanische Rupie (PKR)
Währungscode: PKR
Praktische Geldtipps
Pakistanische Rupie (PKR) — Floatingwährung; USD, EUR und CHF bei Großbanken (HBL, Meezan Bank, UBL, MCB) oder lizenzierten Devisenhändlern wechseln; beste Kurse in Karatschi (Saddar), Lahore (Liberty Market, MM Alam Road), Islamabad (Blue Area, F-7 Markaz); Flughafen-Wechselstellen vermeiden; CHF gut wechselbar in lizenzierten Forex-Büros in Großstädten
Pakistan verwendet die Pakistanische Rupie (PKR), eine Floatingwährung. USD, EUR und GBP lassen sich gut bei autorisierten Devisenhändlern in den Großstädten wechseln. Im Saddar-Viertel Karatschis gibt es eine Konzentration wettbewerbsfähiger Wechselstuben. In Lahore finden sich lizenzierte Forex-Büros auf dem Liberty Market und der MM Alam Road. In Islamabad sind die Blue Area (Jinnah Avenue) und der F-7 Markaz zuverlässige Adressen. CHF ist in Großstädten bei lizenzierten Forex-Büros wechselbar — besser als am Flughafen. Flughafen-Wechselkassen bieten weniger günstige Kurse. JazzCash und Easypaisa sind die dominanten mobilen Zahlungsplattformen, erfordern jedoch eine pakistanische SIM-Karte und ein lokales Bankkonto — für Touristen nicht nutzbar.
Geldautomaten in Großstädten verfügbar — HBL, Meezan Bank, UBL, MCB, Allied Bank in Karatschi, Lahore, Islamabad, Rawalpindi, Peschawar, Faisalabad; sehr begrenzt in ländlichen und Bergregionen (Gilgit-Baltistan, Karakorum); PKR in großen Städten abheben vor Reisen in den Norden
Geldautomaten sind in Karatschi, Lahore, Islamabad, Rawalpindi, Peschawar, Faisalabad und Multan verfügbar. HBL, Meezan Bank, UBL, MCB und Allied Bank sind die Hauptnetzwerke und akzeptieren Visa und Mastercard. In Gilgit-Baltistan, Skardu, Hunza, Naran und entlang des Karakorum Highway nimmt die Verfügbarkeit drastisch ab. Vor Reisen in Bergregionen ausreichend PKR in Lahore oder Islamabad abheben. Konnektivität kann in abgelegenen Nordtälern ebenfalls begrenzt sein. American Express wird kaum unterstützt.
Kartenakzeptanz verbessernd, aber Bargeld bleibt wichtig — Visa und Mastercard in größeren Hotels, gehobenen Restaurants und Einkaufszentren in Karatschi, Lahore, Islamabad; Apple Pay nicht verfügbar; Google Pay nicht verfügbar; Bargeld unerlässlich außerhalb kommerzieller Hauptviertel
Die Kartenakzeptanz verbessert sich in Pakistans kommerziellen Zentren — insbesondere in gehobenen Hotels, größeren Restaurants und Einkaufszentren in Karatschi (Clifton, Defence), Lahore (Gulberg, DHA) und Islamabad (Blue Area, F-6). Visa und Mastercard sind am weitesten verbreitet. Apple Pay und Google Pay sind in Pakistan nicht verfügbar — pakistanische Banken haben diese Plattformen noch nicht integriert. Lokale digitale Zahlungen (JazzCash, Easypaisa, Nayapay) sind unter Einheimischen weit verbreitet, erfordern aber eine pakistanische Telefonnummer und ein Bankkonto. PKR-Bargeld ist unerlässlich für lokalen Transport, Straßenessen, Basare, Gästehäuser und jede Reise außerhalb kommerzieller Stadtteile.
Sehr günstiges Reiseziel — Gästehaus in Hunza PKR 2.000–4.000/Nacht (EUR 6–14); Mittelklassehotel Lahore PKR 8.000–20.000/Nacht (EUR 27–67); Restaurantmahlzeit PKR 500–2.000 (EUR 1,70–6,70); Straßen-Biryani PKR 200–400; Karakorum-Jeep-Ausflug PKR 5.000–12.000; Trinkgeld PKR 50–200 wird sehr geschätzt
Pakistan ist für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ein extrem günstiges Reiseziel. Gästehaus in Hunza, Gilgit oder Skardu: PKR 2.000–4.000/Nacht (EUR 6–14). Mittelklassehotel in Lahore: PKR 8.000–20.000/Nacht (EUR 27–67). Gehobenes Hotel in Karatschi oder Lahore: PKR 30.000–80.000/Nacht. Restaurantmahlzeit (gehobene Lokalität): PKR 500–2.000 (EUR 1,70–6,70). Straßen-Biryani oder Chapati-Roll: PKR 200–400. Rikschafahrt in der Altstadt Lahores: PKR 200–600. Jeep-Ausflug auf dem Karakorum Highway: PKR 5.000–12.000. Trinkgeld: PKR 50–200 im Restaurant wird sehr geschätzt. PKR 500–1.000 für Guides oder Fahrer.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Städte mit Vertretungen
Wo dieses Land Botschaften oder Konsulate unterhält
Ausländische Vertretungen in Pakistan
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