Papua-Neuguinea
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+675
Hauptstadt
Port Moresby
Bevölkerung
9 Millionen
Einheimischer Name
Papua Niugini
Region
Ozeanien
Melanesien
Zeitzonen
Bougainville Standard Time[6
UTC+11:00
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Auf dieser Seite
Papua-Neuguinea ist ein pazifischer Inselstaat mit etwa 9 Millionen Einwohnern. Das Land nimmt die östliche Hälfte der Insel Neuguinea ein — die westliche Hälfte gehört zu Indonesien (West-Papua) — und umfasst zudem die großen Inseln Neubritannien, Neuirland, Bougainville, Manus sowie die Trobriand- und D'Entrecasteaux-Gruppen. Hauptstadt ist Port Moresby an der Südküste. Papua-Neuguinea ist sprachlich das vielfältigste Land der Welt: über 800 indigene Sprachen — etwa zwölf Prozent aller Sprachen weltweit — werden in rund 7.000 unterschiedlichen Kulturgruppen gesprochen, das Ergebnis jahrtausendelanger geografischer Isolation in tiefen Bergtälern, an entlegenen Flusslandschaften und auf entfernten Inseln. Die drei Amtssprachen sind Englisch, Tok Pisin (das melanesische Pidgin-Englisch und tägliche Verkehrssprache) und Hiri Motu (vor allem in der Papua-Region rund um Port Moresby). Tropischer Regenwald bedeckt rund drei Viertel der Landesfläche; das Hochland mit dem 4.509 Meter hohen Mount Wilhelm bildet das gebirgige Rückgrat. Die umliegenden Meere gehören zum Korallendreieck, der biodiversitätsreichsten Meereszone der Erde, mit etwa 75 Prozent aller bekannten Korallenarten und über 2.000 Riff-Fischarten. Die Unabhängigkeit von der Treuhandverwaltung Australiens wurde am 16. September 1975 erlangt. Touristisch ist Papua-Neuguinea einer der eindrucksvollsten Reiseländer des Südwestpazifiks: die großen Kulturschauen des Hochlands (Mount Hagen Show im August, Goroka Show um den Unabhängigkeitstag im September, Hiri Moale am Strand von Port Moresby), der historische 96-Kilometer-Trek auf dem Kokoda-Track durch das Owen-Stanley-Gebirge, das Tauchrevier von Kimbe Bay, Milne Bay, Tufi und Madang, die Holzschnitzkunst am Sepik und die rund 38 der weltweit 42 Paradiesvogelarten. Visapolitik: Reisende aus dem deutschsprachigen Raum beantragen das E-Visum vor Abflug auf evisa.ica.gov.pg, dem offiziellen Portal der PNG-Einwanderungsbehörde Immigration and Citizenship Authority (ICA); das Standard-Touristenvisum ist eine Einreise mit bis zu 60 Tagen Aufenthalt, Bearbeitungszeit drei bis fünf Werktage. Bezahlt wird im Papua-Neuguinea-Kina (PGK), unterteilt in 100 Toea. Wichtigster Flughafen ist Jacksons International Airport (POM) in Port Moresby.
Visumvorschriften für Papua-Neuguinea
Reisende mit deutschem, österreichischem und Schweizer Pass beantragen das Visum für Papua-Neuguinea vor Abflug online auf dem offiziellen Portal evisa.ica.gov.pg der Immigration and Citizenship Authority (ICA). Das Standard-Touristenvisum ist eine Einreise und gilt bis zu drei Monate ab Ausstellung; der Aufenthalt vor Ort beträgt bis zu 60 Tage ab Einreise. Bearbeitungszeit liegt in der Regel bei drei bis fünf Werktagen, die Genehmigung wird per E-Mail als Druckdokument zugestellt. Voraussetzungen: Reisepass mit mindestens sechs Monaten Restgültigkeit ab Ankunft und einer freien Seite, biometrisches Passfoto in Farbe, Rück- oder Weiterflugticket, Nachweis einer Unterkunft, Nachweis ausreichender Mittel sowie die Visumgebühr per internationaler Karte. Das Gelbfieberzertifikat ist Pflicht, wenn die Anreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet erfolgt — bei Direktflügen aus Europa, Nordamerika, Australien oder Neuseeland ist es nicht erforderlich. Papua-Neuguinea ist ganzjährig Malaria-Endemiegebiet; eine reisemedizinische Beratung mit individueller Empfehlung zur Malariaprophylaxe gehört zur Reisevorbereitung. Geschäftsreisende beantragen das Geschäftsvisum auf dem gleichen Portal mit Einladungsschreiben eines in Papua-Neuguinea registrierten Gastgebers. Halter einer APEC Business Travel Card können diese in Papua-Neuguinea als Geschäftsreisedokument für bis zu 60 Tage nutzen. Arbeits-, Studien- und Familienangehörigenvisa laufen über das Portal oder über die diplomatische Vertretung Papua-Neuguineas (in Europa Brüssel und London); Sponsoring durch Arbeitgeber oder Bildungseinrichtung ist Voraussetzung. Eine direkte Botschaft Papua-Neuguineas in Deutschland, Österreich oder der Schweiz gibt es nicht — Routinekonsularangelegenheiten laufen über die Botschaft Papua-Neuguineas in Brüssel oder über die High Commission of Papua New Guinea in London. Vor der Buchung lohnt ein Blick auf die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts in Berlin, des BMEIA in Wien und des EDA in Bern; alle drei führen aktuelle Papua-Neuguinea-Seiten mit Hinweisen zur regionalen Erreichbarkeit und zur Gesundheitslage.
Gängige Visumtypen
E-Visum Tourismus (60 Tage)
Tourismus, Kulturreise, Tauchreise, Familienbesuche und kürzere Forschungs- oder NGO-Aufenthalte für deutsche, österreichische und Schweizer Pässe. Das Standardvisum für die Hochland-Sing-Sing-Kreise (Mount Hagen, Goroka), den Kokoda-Track, das Tauchrevier von Kimbe Bay oder Milne Bay sowie für Stadtaufenthalte in Port Moresby.
E-Visum Geschäft
Geschäftliche Termine, Konferenzen, Verhandlungen und kurze fachliche Tätigkeit. Wesentliche Sektoren sind das PNG-LNG-Projekt (mit ExxonMobil, Santos und Total Energies als Hauptbeteiligten), Bergbau (Ok Tedi, Porgera, Lihir), das Bankwesen rund um die BSP Financial Group und die Pazifik-Klima- und Gesundheitsprogramme der internationalen Gebergemeinschaft.
APEC Business Travel Card
Vorautorisierte mehrfache Geschäftsreisen für Inhaber einer APEC Business Travel Card (ABTC). Für Pazifik-Geschäftsreisende aus den teilnehmenden APEC-Volkswirtschaften ist die ABTC das Standardmobilitätsdokument für Papua-Neuguinea.
Arbeit, Studium und Angehörigenvisum
Beschäftigung bei einem in Papua-Neuguinea registrierten Arbeitgeber (Bergbau, Erdöl und Erdgas, NGO und Entwicklungszusammenarbeit, Beratung, Bildung, Gesundheitswesen sowie der diplomatische Sektor sind die wichtigsten Expat-Felder), Vollzeitstudium an der University of Papua New Guinea, der PNG University of Technology in Lae oder an der Divine Word University in Madang sowie Angehörige von Arbeits- oder Studienvisuminhabern.
Wichtige Reiseinformationen
Reiseführer
Papua-Neuguinea ist eines der eindrucksvollsten Reiseländer des Südwestpazifiks und für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum vor allem als Tauch-, Trek- und Kulturziel relevant. Direkte Flüge aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Port Moresby gibt es nicht; die etablierten Routen führen über Singapur (Singapore Airlines aus Frankfurt, München, Zürich oder Wien, weiter mit Air Niugini direkt nach POM), über Manila (Philippine Airlines aus Frankfurt) oder über Hongkong (Cathay Pacific). Wer mit einer Australien-Etappe verbindet, fliegt in der Regel über Singapur oder Doha nach Brisbane und ab dort dreieinhalb Stunden weiter mit Qantas oder Air Niugini nach Port Moresby; viele Tauchreiseveranstalter packen Brisbane oder Cairns als Zwischenstation ein. Für eine erste Orientierung in Port Moresby reichen ein bis zwei Tage: das Parlamentsgebäude im Stil eines Sepik-Geisterhauses (Haus Tambaran), das Papua New Guinea National Museum and Art Gallery auf Independence Hill mit der bedeutendsten Sammlung von Hochland- und Küstenkultur (der berühmte Ambum-Stein, die Sepik-Maskenkollektion, die Trobriand-Kanu-Bug-Schnitzereien), der weite Bomana War Cemetery in den Hombrom-Bluff-Hängen mit dem Kokoda-Memorial, der Port Moresby Nature Park (eine substanzielle Sammlung von Paradiesvögeln, Baumkängurus, Kasuaren und Orchideen — der zuverlässigste Ort, um auf einer kurzen Reise Paradiesvögel zu sehen) und der Strand der Ela Beach mit dem Hiri Moale Festival rund um den Unabhängigkeitstag im September. Das eigentliche Programm liegt in den Hochland-Provinzen und an den Küsten. Die Mount Hagen Cultural Show Mitte August in den Western Highlands ist die meistfotografierte Sing-Sing-Kulturschau des Landes — über fünfzig Stämme reisen für zwei Tage zur Showground, mit den berühmten Huli-Wigmen mit ihren Zeremonialperücken aus menschlichem Haar, den Asaro-Mudmen mit weißer Tonbemalung und Tonmasken, den Skelett-Tänzern der Chimbu, den Engan-Tänzern und den spektakulären Federarrays der Western Highlands. Die Goroka Show am Wochenende des 16. September in den Eastern Highlands ist die älteste Kulturschau des Landes (gegründet 1957) und fällt mit den nationalen Unabhängigkeitsfeiern zusammen. Für deutschsprachige Trekreisende ist der Kokoda-Track — 96 Kilometer durch das Owen-Stanley-Gebirge zwischen Owers' Corner bei Port Moresby und dem Dorf Kokoda in der Provinz Oro — einer der prägendsten Wanderwege des Südwestpazifiks; vier bis zehn Tage durch Wolkenwald, Bergrücken und Dörfer, an Schauplätzen des Pazifikkriegs vorbei, mit dem Isurava-Memorial als emotionalem Mittelpunkt. Der Trek wird ausschließlich mit Veranstaltern durchgeführt, die von der Kokoda Track Authority lizenziert sind; rund um den ANZAC-Gedenktag am 25. April ist der Andrang am höchsten. Tauchreisen sind das zweite große Standbein für deutschsprachige Gäste: Kimbe Bay an der Nordküste Neubritanniens (von Hoskins/Kimbe aus, mit dem Walindi Plantation Resort als langjähriger Referenzbasis und unberührten Korallenpinnacles) ist das klassische Großfisch- und Riffrevier; Milne Bay (Alotau, Tawali-Halbinsel) gilt vielen Tauchern als Macro- und Muck-Diving-Hauptstadt des Südwestpazifiks, mit Mantis-Garnelen, Geistermesserfischen, Anglerfischen und den berühmten Rhinopias-Hängen; Tufi an der Oro-Küste bietet Wand- und Fjord-Tauchgänge ab einer einzigen Boutique-Lodge; Kavieng auf Neuirland ist Großfisch-Action, und Madang an der Nordküste vereint Pazifikriffe mit den Wracks japanischer Flugzeuge aus dem Pazifikkrieg. Geführte Tauchreisen lassen sich aus dem deutschsprachigen Raum bequem über spezialisierte Anbieter wie aquaventure, Aqua-Active, Master Liveaboards oder die direkten Buchungen bei Walindi und Tawali organisieren. Der Sepik — der größte Fluss des Landes — ist das Herz der melanesischen Holzschnitzkunst: ab Wewak per Straße und Boot nach Pagwi oder Ambunti, dann durch die mittleren Sepik-Dörfer mit ihren großen Geisterhäusern (Haus Tambaran), Ahnenmasken und Krokodil-Trommeln. Für deutschsprachige Reisende ergänzend: Das Goethe-Institut betreibt für Papua-Neuguinea kein eigenes Haus vor Ort, der zuständige Standort ist Sydney; für entwicklungspolitische Bezüge sind die GIZ-Programme im pazifischen Klima-, Berufsbildungs- und Gesundheitsbereich (regional koordiniert aus Suva, Fidschi) sowie KfW-finanzierte Pazifikprogramme die wichtigsten deutschen Anker. Die DEZA der Schweiz und die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (ADA) sind in Papua-Neuguinea selbst nicht direkt aktiv. Kulinarisch dreht sich alles um die zentralen Grundnahrungsmittel — Kaukau (die Süßkartoffel des Hochlands), Taro, Sago aus der Sepik-Palme, Riff-Fisch, Mumu (das Erd-Backen mit heißen Steinen und Bananenblättern bei Hochland-Festen), Saksak-Sagopfannkuchen und der berühmte PNG-Arabica-Kaffee von der Sigri-Plantage im Wahgi-Tal bei Mount Hagen. Beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober mit den großen Festivals im August und September; die Regenzeit von November bis April beeinträchtigt das Tauchen kaum, einzelne Hochlandstrecken können aber zeitweise unpassierbar sein.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Die großen Sing-Sing-Kulturschauen des Hochlands sind die touristische Hauptattraktion Papua-Neuguineas. Die Mount Hagen Cultural Show in den Western Highlands Mitte August versammelt über fünfzig Stämme für zwei Tage Zeremonialtanz, Körperbemalung und Gesang — die Huli-Wigmen mit ihren Perücken aus menschlichem Haar, die Asaro-Mudmen der Eastern Highlands mit weißer Lehmbemalung und Tonmasken, die Skelett-Tänzer der Chimbu, die Engan-Tänzer und die spektakulären Federaufbauten der Western Highlands. Die Goroka Show am Wochenende des 16. September ist die älteste Kulturschau des Landes (gegründet 1957) und fällt mit den nationalen Unabhängigkeitsfeiern zusammen. Für deutschsprachige Reisende lassen sich beide Termine über spezialisierte Veranstalter wie Diamir Erlebnisreisen, Geoplan-Touristik und ähnliche Pazifikspezialisten als Bausteinreisen buchen. Foto-Etikette: vor Nahaufnahmen fragen und einen kleinen Beitrag leisten.
Der 96 Kilometer lange Kokoda-Track zwischen Owers' Corner bei Port Moresby und dem Dorf Kokoda in der Provinz Oro ist der prägendste Wanderweg des Südwestpazifiks. Der Pazifikkrieg-Feldzug von 1942 — australische Truppen und papua-neuguineische Träger (die Fuzzy-Wuzzy-Angels) hielten die Owen-Stanley-Bergkette gegen den japanischen Vormarsch auf Port Moresby — gehört zu den prägenden Geschichten des australischen Nationalbewusstseins. Heute dauert der Trek vier bis zehn Tage (typischerweise sieben bis acht) durch Wolkenwald, über Bergrücken (Maguli Range, Imita Ridge) und durch Dörfer wie Naoro, Menari, Efogi, Kagi und Isurava mit dem zentralen Isurava-Memorial. Der Trek darf nur mit einem von der Kokoda Track Authority lizenzierten Veranstalter durchgeführt werden; Träger, Guides, Permit und Dorfbeiträge sind Teil des Pakets. Beste Saison: April bis November (Trockenzeit). Rund um den 25. April (ANZAC Day) ist der Andrang am höchsten.
Papua-Neuguinea liegt mitten im Korallendreieck und gilt unter erfahrenen Tauchern als eines der reichsten Tauchreviere weltweit, mit etwa 75 Prozent aller bekannten Korallenarten und über 2.000 Riff-Fischarten. Kimbe Bay an der Nordküste Neubritanniens (Walindi Plantation Resort als langjährige Referenzbasis) ist das klassische Großfisch- und Pinnacle-Revier, mit ganzjährig 28–30 °C Wassertemperatur. Milne Bay (Alotau, Tawali-Halbinsel) ist die Macro- und Muck-Diving-Hauptstadt des Südwestpazifiks, mit Mantis-Garnelen, Geistermesserfischen, Anglerfischen und den berühmten Rhinopias-Hängen. Tufi an der Oro-Küste bietet Wand- und Fjord-Tauchgänge aus einer einzigen Boutique-Lodge. Kavieng auf Neuirland ist Großfisch-Action mit Barracudas, Riffhaien und Schwärmen aus Stachelmakrelen. Buchung über spezialisierte deutschsprachige Tauchreisebüros (Schöner Tauchen, aquaventure, Tauchen-Reisen) oder direkt bei den Lodges; Liveaboards (Star Dancer, FeBrina) ergänzen das Angebot.
Der Sepik ist Papua-Neuguineas größter Fluss und das Zentrum der melanesischen Holzschnitzkunst. Die Anreise erfolgt ab Wewak (East Sepik) per Straße und Boot nach Pagwi oder Ambunti; ab dort führen geführte Mehrtages-Bootsreisen durch die mittleren Sepik-Dörfer Tambanum, Kanganamun, Yentchen und Palembei mit ihren großen, hoch aufragenden Geisterhäusern (Haus Tambaran), den Ahnenmasken, den Krokodil-Trommeln und den bemalten Storyboards. Die Iatmul sind die zentralen Schnitzer der Region; Masken, Trommeln und zeremonielle Haken werden bis heute sowohl rituell als auch für den internationalen Kunstmarkt produziert. Die Trockenzeit (Mai bis Oktober) ist der klassische Reisezeitraum. Das Sepik River Crocodile Festival in Ambunti Anfang August ist ein eigenständiges kulturelles Großereignis.
Papua-Neuguinea beherbergt rund 38 der weltweit 42 Paradiesvogelarten — darunter den Raggiana-Paradiesvogel als Nationalvogel auf der PNG-Flagge und der 50-Toea-Münze, den Blauen Paradiesvogel, den Kleinen Paradiesvogel, den Sachsenkönigsparadiesvogel, den Prachtparadiesvogel und den Wilson-Paradiesvogel. Wichtige Beobachtungsgebiete sind der Varirata-Nationalpark 40 Kilometer vor Port Moresby (Raggiana-Lekplatz), die Kumul Lodge bei Mount Hagen auf 2.860 Metern (Astrapia-Schweifhopf, Sachsenkönig, Brauner Sicheldrescher direkt am Futterplatz der Lodge), Tabubil und Kiunga in der Western Province sowie das Crater Mountain Wildlife Management Area. Daneben beheimatet Papua-Neuguinea den größten Schmetterling der Welt (Queen Alexandra's Birdwing in der Provinz Oro), Baumkängurus (Tenkile, Matschie's), Kasuare, den kleinsten Papagei der Welt und die Goldie-Lori. Der Port Moresby Nature Park ist die zuverlässigste Einzelstation für Reisende mit knapper Zeit.
Die Trobriand-Inseln — Kiriwina, Kitava, Vakuta und die kleineren Atolle — liegen nordöstlich der Provinz Milne Bay und tragen eine der berühmtesten Studienkulturen der Anthropologie: den Kula-Tauschring, den Bronisław Malinowski zwischen 1915 und 1918 in Omarakana dokumentiert hat und der zur Grundlage seines Werks Argonauten des westlichen Pazifik wurde. Die Kula-Expeditionen — rote Muschelketten (Soulava) im Uhrzeigersinn, weiße Muschelarmreife (Mwali) gegen den Uhrzeigersinn zwischen den Inselgemeinschaften — sind bis heute ein lebendiger zeremonieller Tauschkreis. Die Inseln sind außerdem für ihre Yam-Gärten bekannt (die monatelange Erntefeier Milamala im Sommer), für Cricket-Spiele in elaborater Körperbemalung und für ihr matrilineares Abstammungssystem. Anflug ab Port Moresby über Alotau zum Flugfeld Losuia auf Kiriwina mit Air Niugini oder PNG Air.
Die Region Rabaul-Kokopo auf der Gazelle-Halbinsel von East New Britain liegt in einer der aktivsten Vulkancalderen der Erde — der gleichzeitige Ausbruch von Mount Tavurvur und Mount Vulcan im Jahr 1994 verschüttete weite Teile von Alt-Rabaul und führte zur Verlegung der Provinzhauptstadt nach Kokopo. Der Tavurvur ist weiterhin aktiv und einer der zugänglichsten aktiven Vulkane des Südwestpazifiks. Die Region ist außerdem das Zentrum der pazifischen Pazifikkriegs-Geschichte — das Tunnelnetz der japanischen 8. Armee in Rabaul, der U-Boot-Stützpunkt, das Yamamoto-Memorial, der Bita-Paka-Kriegsfriedhof bei Kokopo und das Wracktauchen in der Bismarcksee (die größte Konzentration japanischer Pazifikkriegswracks außerhalb der Truk-Lagune). Das Maskenfestival (Warwagira) im Juli mit den Tubuan- und Duk-Duk-Maskentänzern der Tolai ist das große regionale Kulturereignis.
Geld & Währung
Papua-Neuguinea-Kina (PGK)
Währungscode: PGK
Praktische Geldtipps
Papua-Neuguineischer Kina (PGK) — Floatingwährung; USD, AUD, EUR und CHF bei BSP (Bank South Pacific), ANZ, Westpac, Kina Bank in Port Moresby (Waigani, Gordons), Lae, Mount Hagen, Madang wechseln; USD und AUD am leichtesten wechselbar; außerhalb der Großstädte kein Umtausch möglich; Flughafen Jackson's International hat begrenzte Wechselfazilitäten
Papua-Neuguinea verwendet den Papua-Neuguineischen Kina (PGK), eine Floatingwährung. USD und AUD sind die am zuverlässigsten wechselbaren Fremdwährungen. BSP (Bank South Pacific) ist die größte Bank mit dem weitesten Filialnetz. ANZ, Westpac und Kina Bank sind ebenfalls in Großstädten vertreten. Jackson's International Airport in Port Moresby bietet Wechselfazilitäten. EUR und CHF können in Port Moresby gewechselt werden, sind aber weniger gängig als USD/AUD — USD oder AUD mitbringen. DACH-Reisende: CHF über Wise oder Revolut vor der Abreise in USD oder AUD umtauschen. Keine Wechselmöglichkeit in ländlichen Gebieten, Highland-Dörfern oder auf abgelegenen Inseln.
Geldautomaten hauptsächlich in Port Moresby und Lae — BSP, ANZ, Westpac, Kina Bank in Port Moresby (Vision City, Harbour City), Lae, Mount Hagen, Madang, Goroka; unzuverlässig oder nicht vorhanden in Highland-Dörfern, Außeninseln, Sepik, Milne Bay; PGK in Port Moresby abheben vor Reisen in ländliche oder Inselgebiete
Geldautomaten in Papua-Neuguinea konzentrieren sich hauptsächlich auf Port Moresby und die größten Provinzstädte. BSP hat das größte ATM-Netz, gefolgt von ANZ, Westpac und Kina Bank. In Port Moresby gibt es Automaten im Vision City Mall, Harbour City und in BSP-Hauptfilialen. Lae, Mount Hagen, Madang und Goroka haben Automaten, aber mit geringerer Dichte. Highland-Dörfer, Sepik-Region, Milne Bay Inselkette (Trobriand-Inseln) und abgelegene Gebiete haben keine Geldautomaten. Ausreichend PGK in Port Moresby abheben, bevor man in ländliche, Highland- oder Inselziele reist. Netzausfälle können die ATM-Verfügbarkeit beeinträchtigen.
Sehr begrenzte Kartenakzeptanz — Visa und Mastercard in wenigen internationalen Hotels in Port Moresby (Airways Hotel, Holiday Inn, Hilton), einigen gehobenen Restaurants, Vision City Mall; Apple Pay nicht verfügbar; Google Pay nicht verfügbar; PGK-Bargeld im gesamten Land außerhalb von Luxushotels unerlässlich
Kartenakzeptanz in Papua-Neuguinea ist sehr begrenzt. Visa und Mastercard werden in einer kleinen Anzahl internationaler Hotels in Port Moresby (Airways Hotel, Holiday Inn, Hilton, Crowne Plaza), einigen gehobenen CBD-Restaurants und großen Supermärkten akzeptiert. Apple Pay und Google Pay sind in Papua-Neuguinea nicht verfügbar. Außerhalb dieser wenigen Betriebe ist PGK-Bargeld im gesamten Land die einzige akzeptierte Zahlungsmethode — auf Märkten, in lokalen Restaurants, Pensionen, Taxis, Provinzstädten, Hochland, Inseln und Dörfern.
Nach internationalen Maßstäben teuer: Mittelklassehotel Port Moresby PGK 400–900/Nacht (USD 100–225); Gästehaus Hochland PGK 80–200/Nacht; lokales Marktessen PGK 5–15; Tauchresort Milne Bay/Kimbe Bay USD 250–500/Tag all-inclusive; Trinkgeld nicht traditionell, USD 1–2 für Guides willkommen
Papua-Neuguinea ist nach regionalen Maßstäben teuer — bedingt durch Importkosten und begrenzte Infrastruktur. Mittelklassehotel in Port Moresby (z.B. Crowne Plaza): PGK 400–900/Nacht (USD 100–225). Budgetpension in Hochlandstädten: PGK 80–200/Nacht (USD 20–50). Lokales Marktessen (Reis und Gemüse): PGK 5–15. Restaurantgericht in Port Moresby: PGK 80–200. Bier in einer Hotelbar: PGK 15–25. Tauchresort (Kimbe Bay oder Milne Bay): USD 250–500/Tag all-inclusive — viele in USD berechnet. Trinkgeld ist nicht Teil der Kultur PNGs, aber USD 1–2 für Guides oder Fahrer wird zunehmend geschätzt. Für Reisen außerhalb von Port Moresby immer ausreichend Bargeld mitführen.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Ausländische Vertretungen in Papua-Neuguinea
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