San Marino
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+378
Hauptstadt
San Marino
Bevölkerung
34.000
Einheimischer Name
San Marino
Region
Europa
Südeuropa
Zeitzone
Mitteleuropäische Zeit
UTC+01:00
Auf dieser Seite
San Marino ist ein Kleinstaat, der vollständig von Italien umgeben ist und auf dem Gipfel des Monte Titano liegt – 749 Meter über der Romagna-Ebene. Mit 61 km² und rund 34.000 Einwohnern ist die Republik San Marino nach dem Vatikan und Monaco der drittkleinste Staat Europas. Sie gilt als die älteste noch bestehende Republik der Welt, gegründet im Jahr 301 n. Chr. vom christlichen Steinmetz Marinus – über 1.700 Jahre Unabhängigkeit ohne Unterbrechung. Für deutschsprachige Reisende liegt San Marino ideal: Wer Urlaub an der Adria oder in der Emilia-Romagna macht, kann die Republik problemlos als Tagesausflug einplanen. Von Rimini (25 km) fährt ein Linienbus direkt ins Stadtzentrum – Fahrtzeit 45 Minuten. Das historische Zentrum auf dem Monte Titano mit den drei Türmen Guaita, Cesta und Montale ist seit 2008 UNESCO-Welterbe.
Einreise und Visumspflicht für San Marino
San Marino verfügt über keine eigene Grenzanlage und kein eigenes Visumsystem. Die Einreise erfolgt ausschließlich über Italien, mit dem San Marino ein vollständig offenes Grenzsystem unterhält. Wer legal in Italien einreisen darf, darf auch nach San Marino. Für Bürgerinnen und Bürger der EU, des EWR und der Schweiz gilt die Schengen-Freizügigkeit: Einreise mit gültigem Reisepass oder Personalausweis, kein Visum erforderlich, keine Aufenthaltsbeschränkung. Deutsche, Österreicher und Schweizer Staatsangehörige können San Marino also wie ein verlängertes Ausflugsziel in Italien besuchen. Auch Staatsangehörige vieler nicht-europäischer Länder (USA, Kanada, Australien, Großbritannien, Japan usw.) benötigen kein Visum für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen im Schengen-Raum – die Zeit in San Marino zählt zur Schengen-Aufenthaltszeit. Für Staatsangehörige visumspflichtiger Länder gilt: Ein gültiges Schengen-Visum, ausgestellt von der italienischen Botschaft oder einem anderen Schengen-Staat, ermöglicht die Einreise nach San Marino. An der Grenze zwischen Italien und San Marino gibt es weder Passkontrollen noch Schranken – der Übergang ist nicht zu spüren. Im Tourismusbüro in der Stadtmitte kann man einen Einreisestempel als Souvenir in den Pass bekommen (5 Euro, nicht verpflichtend).
Gängige Visumtypen
Einreise ohne Visum (über Italien / Schengen)
EU-, EWR- und Schweizer Bürger sowie Staatsangehörige visumsbefreiter Länder reisen über das offene Grenzsystem zwischen Italien und San Marino ein – keine separate Genehmigung erforderlich.
Schengen-Visum (für visumspflichtige Staatsangehörige)
Staatsangehörige visumspflichtiger Länder müssen ein Schengen-Visum bei der deutschen, österreichischen, Schweizer oder einer anderen Schengen-Botschaft beantragen, um über Italien nach San Marino einzureisen.
Reisehinweise San Marino
- •Die drei Türme und das UNESCO-Welterbe: Guaita (11. Jh., größter Turm, war zeitweise Gefängnis, heute mit Innenbesichtigung), Cesta (13. Jh., höchster Punkt des Monte Titano, beherbergt das Museum der Antiken Waffen mit mittelalterlichen Armbrüsten und Rüstungen) und Montale (14. Jh., nur Außenansicht) sind die bekanntesten Symbole San Marinos. Kombiniertes Eintrittticket für Guaita + Cesta: 9 Euro (einzeln 6 Euro). Zwischen Guaita und Cesta verläuft der Passo delle Streghe – ein 20-minütiger Panoramaweg auf dem Bergrücken mit Ausblick bis zur Adria.
- •Anreise: Der praktischste Ausgangspunkt für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Rimini (25 km entfernt). Von Rimini Bahnhof fährt der Bonelli-Bus (Linie 72) stündlich bis 1,5-stündlich nach San Marino – Fahrzeit ca. 45 Minuten, Preis ca. 5 Euro einfach / 10 Euro Hin-und-Rückfahrt. Mit dem Auto: Autobahnausfahrt Rimini Sud, dann SP3 Richtung San Marino (ca. 40 Minuten). Parkplätze am Stadtrand (P0, P1, P2) mit Aufzug ins historische Zentrum. Im Hochsommer früh ankommen oder mit dem Bus fahren – Parkplätze können voll sein.
- •Shopping und Souvenirs: San Marino ist bekannt für Duty-free-Preise bei Tabak, Alkohol und Parfüm (10–30 % günstiger als in Italien). Traditionelle Sammarinese Keramik (Majolika), lokaler Wein (Sangiovese, Biancale) und Sammlerstücke – vor allem Euro-Münzen mit Sammarinese-Design (legal im gesamten Euroraum, aber selten im Umlauf) sowie die weltberühmten Briefmarken – sind beliebte Mitbringsel. Das historische Zentrum ist kommerziell ausgerichtet; authentische Produkte (Keramik, Lokalwein, Münzen, Marken) bieten den größten Mehrwert.
- •Sicherheit und Praktisches: San Marino ist eines der sichersten Länder der Welt – praktisch kein Gewaltkriminalität, sehr geringe Kleinkriminalität. Währung: Euro (eigene Münzprägung). Sprache: Italienisch, in Tourismusbereichen wird Englisch verstanden. Das Tourismusbüro (Ufficio di Stato per il Turismo, Contrada del Pianello) bietet Karten, Informationen und den optionalen Pass-Stempel. Empfehlenswerte Reisezeit: April–Juni und September–Oktober (gutes Wetter, weniger Gedränge als im Hochsommer).
Reiseführer
San Marino ist für Reisende aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz der naheliegendste Kleinstaat Europas – nicht Monaco (umzingelt von der Côte d'Azur) oder Liechtenstein (in den Alpen), sondern eine mittelalterliche Bergfestung hoch über der Adria-Ebene, die sich im Jahr 301 n. Chr. gegründet haben will und seitdem Republik geblieben ist. Wer Urlaub in der Emilia-Romagna oder an der Rimini-Riviera macht, fährt 25 Kilometer nach Westen und steht nach 45 Minuten Busfahrt auf dem Monte Titano. Der Ausblick aus 749 Metern über die Romagna-Ebene bis hin zur Adria, die drei Türme auf den Felsgipfeln, die mittelalterlichen Gassen und die Tatsache, dass man sich in einem der ältesten Verfassungsstaaten der Welt befindet – das ist das Sammarinese-Erlebnis. Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt: EU-Bürger reisen ohne jede Formalität ein, die Schengen-Freizügigkeit gilt über die offene Grenze mit Italien.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Drei mittelalterliche Festungstürme auf drei getrennten Felsgipfeln des Monte Titano – das Wahrzeichen San Marinos und seit 2008 UNESCO-Welterbe. Guaita (11. Jh.) und Cesta (13. Jh., mit Museum der Antiken Waffen) sind von innen zugänglich; Montale (14. Jh.) nur von außen. Kombiniertes Eintrittticket 9 Euro. Der Passo delle Streghe verbindet die beiden Türme auf einem 20-minütigen Panoramaweg mit Blick bis zur Adria.
Das gesamte historische Zentrum auf dem Monte Titano ist UNESCO-Welterbe – enge Kopfsteinpflastergassen (Contrade), mittelalterliche Stadtmauern, der neogotische Palazzo Pubblico (Regierungspalast, Wachablösung im Sommer) auf der Piazza della Libertà und die Basilika des Heiligen Marinus mit den Reliquien des Staatsgründers. Das Zentrum ist vollständig autofrei.
Vom Bergrücken des Monte Titano reicht der Blick bei klarem Wetter bis zur Adria (20 km östlich), zu Rimini und in die Romagna-Ebene bis hin zu den Apenninen im Westen. Die Panoramaterrassen und der Passo delle Streghe sind die besten Fotografiepunkte. Sonnenuntergang von den Türmen ist besonders beeindruckend.
Sammarinese Keramik (Majolika, bemaltes Tongeschirr) und lokaler Wein (Sangiovese vom Monte Titano) sind die authentischsten Mitbringsel. Duty-free-Ersparnisse gelten für Tabak, Alkohol und Parfüm. Euro-Münzen mit Sammarinese-Design und weltberühmte Briefmarken sind bei Sammlern begehrt – das Tourismusbüro verkauft Münzsets und Sonderausgaben.
Der neogotische Palazzo Pubblico auf der Piazza della Libertà ist der Regierungssitz der ältesten Republik der Welt. Im Sommer findet hier die farbenfrohe Wachablösung der Guardia di Rocca statt – eine der kleinen, aber eindrücklichen Zeremonien, die das lebendige Verfassungssystem San Marinos sichtbar machen. Der Besuch der Piazza ist kostenlos.
Geld & Währung
Euro (EUR)
Währungscode: EUR
Praktische Geldtipps
Euro — kein Umtausch nötig aus der Eurozone
San Marino verwendet den Euro und liegt als Enklave vollständig innerhalb Italiens. Für Reisende aus Deutschland, Österreich oder anderen Eurozonen-Ländern ist kein Währungswechsel nötig. Schweizer Franken müssen vor der Reise in EUR umgetauscht werden — in San Marino selbst gibt es kaum Wechselmöglichkeiten.
Wenige Geldautomaten im historischen Zentrum
In der Stadt San Marino gibt es Geldautomaten bei der Banca di San Marino und der Cassa di Risparmio. Für mehr Auswahl besser vorher in Rimini oder anderen italienischen Städten Bargeld abheben.
Karten in touristischen Betrieben gut akzeptiert
Visa und Mastercard werden in Hotels, Restaurants und Souvenirläden akzeptiert. Apple Pay und Google Pay funktionieren an NFC-fähigen Terminals. Kleine Kioske und Marktverkäufer bevorzugen oft Bargeld.
Bargeld für Märkte und zollfreies Einkaufen
San Marino ist eine Duty-Free-Zone mit niedrigeren Preisen bei Tabak, Elektronik und Parfüm. Bargeld ist nützlich für Strassenstände und spontane Einkäufe. Sammlermünzen aus San Marino sind beliebte Souvenirs.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
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