Graubünden entdecken
Reisearten
Albulalinie (55 Tunnels, 196 Brücken, Landwasserviadukt) und Berninalinie (höchste Freiluft-Alpenüberquerung auf 2.253 m, ohne Zahnradbetrieb). UNESCO-Welterbe seit 2008. Bernina Express nach Tirano (4 h) und Glacier Express nach Zermatt (7h30) erfordern Reservierung.
Geburtsort des alpinen Wintertourismus (1864): Corviglia/Piz Nair-Skigebiet, Cresta Run, White Turf Pferderennen auf gefrorenem See. Sommer: Engadiner Seenrunde, Diavolezza-Seilbahn (2.978 m), Morteratschgletscher-Wanderweg, Pferdekutsche ins Val Roseg.
Höchste Stadt der Alpen (1.560 m), grösstes Skigebiet Graubündens: Parsenn–Klosters (Weissfluhjoch 2.844 m bis Küblis 1.124 m, einer der längsten Vertikalabstiege der Schweiz). WEF im Januar; literarisches Erbe des Zauberbergs; Mountainbike im Sommer.
Schweizer Grand Canyon — 13 km weisse Kalksteinwände bis 400 m tief am Vorderrhein. Erreichbar per RhB-Zug, Uferpfad (7 km, autofrei) oder Velo. Skigebiet Flims-Laax am nördlichen Schluchtrand (grösste Halfpipe Europas).
Flims-Laax-Falera: 224 km Pisten, grösste Halfpipe Europas, Freestyle-Berg Crap Sogn Gion, Spitzen-Slopestyle-Events. Dazu: Arosa Lenzerheide (225 km Pisten, per Gondel verbunden seit 2013) und Arosa Bärenland.
Einziger Ort der Welt, an dem Rätoromanisch als lebendige Alltagssprache genutzt wird — fünf Regionaldialekte, dreisprachige Beschilderung im gesamten Kanton. Wichtigste rätoromanische Gebiete: Surselva (Bezirk Ilanz), Oberengadin (Gruss: «allegra»). Rätoromanische Ortsnamen neben Deutsch und Italienisch.
- •Bernina Express (Chur/Davos–Tirano) und Glacier Express (St. Moritz–Zermatt) erfordern einen Reservierungszuschlag zusätzlich zum Swiss Travel Pass (ca. CHF 13–49 je nach Zug und Saison). Mindestens 2 Wochen im Voraus buchen in der Hochsaison (Juli–August und Dezember–März). Reguläre RhB-Züge auf denselben Strecken fahren ohne Reservierung und sind vollständig durch den Swiss Travel Pass abgedeckt.
- •Die Albulalinie (Chur–St. Moritz via Albulatunnel) ist eine UNESCO-Welterbe-Eisenbahn — es lohnt sich, die Hinfahrt so zu planen, dass man Bergün und die Albulaspiralschleifen bei Tageslicht durchfährt. Auf der Rückfahrt ist das Licht über den Engadiner Seen zwischen Bever und Samedan am späten Nachmittag eindrücklich.
- •St. Moritz hat zwei Bahnhöfe: St. Moritz (Stadtzentrum und Corviglia-Standseilbahn) und Pontresina (Berninalinie, Morteratsch, Val Roseg). Die beiden Stationen liegen eine RhB-Haltestelle auseinander. Die Skigebiete Corviglia/Piz Nair und Diavolezza/Lagalb sind nicht durch Lifte verbunden — für jedes sollte ein ganzer Tag eingeplant werden.
- •Davos gliedert sich in Davos Platz (Hauptbahnhof, grössere Einkaufsmöglichkeiten) und Davos Dorf (Parsennbahn-Standseilbahn, näher am Weissfluhgipfel). Intercity-Züge halten in Davos Platz. Ein kostenloser Ortsbus verbindet beide Ortsteile.
- •Die Rheinschlucht-Wanderung (Ruinaulta) von Valendas-Sagogn nach Versam-Safien (7 km) dauert 2–3 Stunden und erfordert festes Schuhwerk. Der Weg führt zweimal über Hängebrücken und hat einige exponierte Felspassagen. Kinderwagen sind nicht geeignet. Anreise per RhB nach Valendas-Sagogn, Rückkehr ab Versam-Safien.
- •Das Rätoromanische steht unter bundesrechtlichem Schutz (Artikel 4 der Bundesverfassung). Im Engadin ist «allegra» (aus dem Lateinischen für «fröhlich/lebendig») der allgemeine Gruss — in gleicher Weise zu antworten wird überall geschätzt. Schriftliche Mitteilungen und Speisekarten im Unterengadin (Bezirk Scuol) erscheinen oft im Vallader-Dialekt.
- •Graubünden grenzt an Italien; der Bernina Express überquert das italienische Hoheitsgebiet (Tirano). In der Schweiz gelten Schweizer Franken; in Tirano werden Euro und Karten gleichermassen akzeptiert. Der Bus von Tirano nach Lugano akzeptiert Bargeld und Karten.
- •Skipässe: Die Skigebiete St. Moritz (Corviglia) und Diavolezza haben keinen gemeinsamen Pass — jedes erfordert einen eigenen Pass oder ein 4-Täler-Kombiticket. Davos-Klosters hat einen gemeinsamen Skipass für alle sechs Berge. Flims-Laax (LAAX) hat einen eigenen Pass. Der Swiss Travel Pass deckt keine Skilifts in Graubünden ab.
- •Wandern im Sommer: Graubünden verfügt über 11.000 km markierte Wanderwege. Die Engadiner Skimarathon-Strecke (42 km rund um die Engadiner Seen) ist im Sommer als mehrtägige Wanderroute begehbar. Die Via Engiadina (120 km) führt entlang der Ostflanke des Tals mit konstantem Bernina-Panorama. Die meisten Ausgangspunkte sind per Postauto erreichbar.
Tourismus und Reiseführer
graubuenden.ch — Unterkunft, Aktivitätsbuchung und Regionsführer für Graubünden. Skigebietsinformationen nach Resort (Pistenplan, Liftbetrieb), Sommerweg-Finder und der offizielle Rhätische-Bahn-Panoramarouten-Planer.
stmoritz.ch — Unterkunft, Skigebietskarten und Veranstaltungskalender für St. Moritz und das Oberengadin. White-Turf-Programm, Sommerwanderwege und Besucherinformationen zum Segantini Museum. Corviglia- und Diavolezza-Liftbetrieb.
davos.ch — sechs Skigebiete, Pistenpläne und Liftbetrieb für Davos-Klosters. Mountainbike-Streckenkarten im Sommer, Thomas-Mann-Literaturweg und praktische Informationen zum Congress Centre. WEF-Termine und Informationen zum öffentlichen Zugang.
laax.com — Pistenpläne, Schneebericht und Liftbetrieb für das Gebiet Flims-Laax-Falera. Halfpipe- und Terrain-Park-Daten, Audi Nines Veranstaltungskalender und die LAAX App für Echtzeit-Bergbedingungen.