Sierra Leone
Telefonvorwahl
+232
Hauptstadt
Freetown
Bevölkerung
8,5 Millionen
Einheimischer Name
Sierra Leone
Region
Afrika
Westafrika
Zeitzone
Greenwich Mean Time
UTC±00
Auf dieser Seite
Sierra Leone gehört zu den westafrikanischen Ländern, die im deutschsprachigen Raum kaum als touristisches Reiseziel wahrgenommen werden – obwohl das Land an der Atlantikküste eine der schönsten Halbinselkulissen der Region, ein international beachtetes Schimpansen-Schutzprojekt und überraschend zugängliche Strände direkt vor der Hauptstadt Freetown vereint. Das englischsprachige Sierra Leone (rund 8,5 Millionen Einwohner) ist seit 1961 unabhängig, demokratisch geprägt und seit den 2000er-Jahren als ruhiges, gastfreundliches Reiseland zurückgekehrt. Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen meist aus drei Gründen: für das Tacugama-Schimpansen-Reservat oberhalb Freetowns, für Entwicklungs- oder Naturschutzprojekte mit lokalen Partnern oder für eine ungewöhnlich erholsame Strand- und Naturreise auf der Freetown-Halbinsel. Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum gibt es nicht; die typische Verbindung läuft über Brüssel (Brussels Airlines), Casablanca (Royal Air Maroc) oder Istanbul (Turkish Airlines) zum internationalen Flughafen Lungi.
Visum und Einreise nach Sierra Leone
Sierra Leone bietet zwei einfache Einreisewege: ein E-Visum über das offizielle Portal www.sleva.sl oder ein Visum bei Ankunft am internationalen Flughafen Lungi. Erforderlich sind ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass, ein Passfoto, ein gültiger Gelbfieber-Impfnachweis (Pflicht), ein Rück- oder Weiterflugticket, eine Hotelbuchung und die Gebühr (rund 80 USD für 30 Tage einfache Einreise, 160 USD für 90 Tage Mehrfacheinreise). Die Bearbeitung des E-Visums dauert üblicherweise fünf bis sieben Werktage; das Visum bei Ankunft wird in bar in USD, Euro oder britischen Pfund bezahlt – kleine Stückelungen sind sinnvoll, da Wechselgeld nicht garantiert ist. Bürger der ECOWAS-Staaten reisen 90 Tage visumfrei ein. Eine Malaria-Prophylaxe wird ausdrücklich empfohlen; Malaria ist im ganzen Land endemisch. Amtssprache ist Englisch, im Alltag dominiert das englischbasierte Krio. Bezahlt wird mit dem neuen Sierra-leonischen Leone (SLE), USD ist in Freetown weit akzeptiert.
Gängige Visumtypen
E-Visum oder Visum bei Ankunft (Tourismus)
Für touristische Reisen, vorab online beantragt oder bei Ankunft am Flughafen Lungi ausgestellt.
Geschäftsvisum
Für berufliche Termine, Konferenzen, Projektbesuche oder Unternehmensreisen.
ECOWAS-Visumfreiheit
Für Staatsangehörige der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft – freier Personenverkehr im ECOWAS-Block.
Wichtige Reisehinweise für Sierra Leone
Reiseführer
Sierra Leone ist für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem dort interessant, wo Naturschutz, kleinformatiger Strandtourismus und ein bewusstes, langsames Reisen zusammentreffen. Wichtigster Anker ist Tacugama: das Schimpansen-Reservat oberhalb Freetowns, das verwaiste und konfiszierte Schimpansen pflegt, ist im deutschsprachigen Raum durch Naturschutz-Patenschaften und Reportagen gut bekannt. Geführte Touren auf den Aussichtsplattformen sind das authentischste Primaten-Erlebnis Westafrikas, und in den hauseigenen Eco-Lodges lässt sich mehrere Tage übernachten. Auf der Freetown-Halbinsel reihen sich – nur 30 bis 60 Minuten vom Stadtzentrum entfernt – einige der schönsten Atlantikstrände der Region: Number Two River Beach, Tokeh, Bureh und Lakka. Pension, Strandbar und Reggae-Wochenenden bilden ein erstaunlich entspanntes Gegenprogramm zu den üblichen Westafrika-Klischees. Per Bootsausflug vom Hafen erreicht man Bunce Island, eine Insel mit britischen Festungsruinen aus der Kolonialzeit und eine bedeutende Gedenkstätte der atlantischen Geschichte. Wer mehr Zeit mitbringt, sollte die Tiwai-Insel auf dem Moa (elf Affenarten und seltene Zwergflusspferde) sowie den Outamba-Kilimi-Nationalpark im Norden in die Route nehmen. Englisch ist Amtssprache, das Krio die alltägliche Lingua franca – sprachlich kommt man deutlich leichter durch als in den frankophonen Nachbarländern Guinea und Liberia. Beste Reisezeit ist die Trockenzeit von November bis April mit 25 bis 35 °C; Mai bis Oktober bringt heftige Tropenregen, dafür leere Strände und niedrigere Preise. Anreise üblicherweise über Brüssel, Casablanca oder Istanbul nach Lungi, von dort per Wassertaxi oder Schnellfähre nach Freetown.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Tacugama oberhalb Freetowns, die Tiwai-Insel mit elf Primatenarten und Zwergflusspferden und der Outamba-Kilimi-Nationalpark mit Elefanten und Flusspferden – Naturschutz im kleinen, lokal getragenen Format mit Eco-Lodge-Übernachtungen.
Palmensäume, weißer Sand und ruhige Atlantikbuchten: Number 2 River, Tokeh, Bureh und Lakka liegen 30 bis 60 Minuten von Freetown – das deutlich entspannteste Westafrika, das viele DACH-Reisende sich vorstellen.
Bunce Island mit den Festungsruinen der britischen Kolonialzeit, der Cotton Tree als Gründungsmonument Freetowns und das Sierra Leone National Museum geben einen seltenen, gut zugänglichen Zugang zur atlantischen Geschichte.
Mount Bintumani im Loma-Gebirge ist mit 1948 m der höchste Gipfel Westafrikas westlich Kameruns; Gola-Regenwald an der liberianischen Grenze ergänzt das Programm um Mehrtagestouren in unberührten Wäldern.
Englisch ist Amtssprache, das Krio die Alltagssprache – Reisende aus dem deutschsprachigen Raum kommen sprachlich deutlich leichter durch als in den frankophonen Nachbarländern und können mit Einheimischen direkt ins Gespräch kommen.
Geld & Währung
Leone (SLL)
Währungscode: SLL
Praktische Geldtipps
Neuer Leone (SLE) — USD weit verbreitet
Sierra Leone hat 2022 seine Währung redenominiert: der neue Leone (SLE) ersetzte den alten im Verhältnis 1:1.000. US-Dollar werden in Hotels, Supermärkten und grösseren Geschäften akzeptiert. Schweizer Franken müssen vor Reisebeginn in USD getauscht werden — CHF wird in Sierra Leone nicht gewechselt.
Geldautomaten fast nur in Freetown
Ecobank und Rokel Commercial Bank betreiben Automaten in Freetown, hauptsächlich im Geschäftszentrum und in Lumley. Ausserhalb der Hauptstadt — auch in Bo, Kenema und Makeni — ist die Abdeckung sehr gering. Vor Abreise aus Freetown ausreichend Bargeld abheben.
Karten nur in wenigen Hotels
Visa wird in einer Handvoll gehobener Hotels und internationaler Unternehmen in Freetown angenommen. Mastercard ist noch seltener akzeptiert. Apple Pay und Google Pay werden nicht unterstützt. Für nahezu alle Ausgaben ist Bargeld nötig.
Bargeldwirtschaft — USD äusserst praktisch
Bargeld ist überall in Sierra Leone unerlässlich. In Freetown wird USD neben SLE akzeptiert, in ländlichen Gebieten nur SLE. Beides mitzuführen ist sinnvoll. Grosse USD-Scheine (100 USD) werden manchmal abgelehnt — kleine Scheine (5, 10, 20 USD) bevorzugen.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Städte mit Vertretungen
Wo dieses Land Botschaften oder Konsulate unterhält
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