Südkorea
Telefonvorwahl
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Hauptstadt
Seoul
Bevölkerung
52 Millionen
Einheimischer Name
대한민국
Region
Asien
Ostasien
Zeitzone
Korea Standard Time
UTC+09:00
Auf dieser Seite
Südkorea ist das Land, in dem Tradition und Hypermoderne auf engstem Raum aufeinanderprallen — und das im besten Sinne. Wer in Seoul aus der U-Bahn steigt (eine der saubersten und effizientesten der Welt), steht vor dem Gyeongbokgung-Palast aus dem 14. Jahrhundert und kann sich gleichzeitig im Spiegelbild der Samsung-Zentrale betrachten. Auf einer Fläche etwas größer als Bayern leben 52 Millionen Menschen, die meisten davon im Großraum Seoul, einer Metropolregion mit über 25 Millionen Einwohnern. Südkorea hat sich seit den 1960er Jahren vom Entwicklungsland zum technologischen Schwergewicht gewandelt: Samsung, LG, Hyundai, SK Hynix und Kia sind globale Marken, K-Pop und koreanische Serien (K-Drama) haben die Popkultur weltweit verändert, und die Internetinfrastruktur gehört mit 5G-Abdeckung selbst in U-Bahn-Tunneln zur schnellsten der Welt. Für deutsche Reisende bietet das Land spektakuläre Kontraste: die Paläste und Tempel Seouls, die Vulkaninsel Jeju (UNESCO-Welterbe), die Strände von Busan, Tempelaufenthalte in Bergklöstern, die Skianlagen von Pyeongchang (Olympia 2018), die entmilitarisierte Zone (DMZ) als lebendiges Geschichtsdenkmal und eine Esskultur (Kimchi, Bibimbap, Korean BBQ, Streetfood-Märkte), die zu den vielfältigsten Asiens zählt. Der KTX-Hochgeschwindigkeitszug verbindet Seoul und Busan in 2,5 Stunden. Deutsche, Österreicher und Schweizer reisen ohne Visum für bis zu 90 Tage ein — der Reisepass muss lediglich zum Zeitpunkt der Einreise gültig sein, ohne Mindestrestgültigkeit für Kurzaufenthalte.
Visum und Einreise nach Südkorea
Südkorea betreibt ein effizientes Einreisesystem, das Tourismus und Geschäftsreisen erleichtert und gleichzeitig die Arbeitsgenehmigung kontrolliert. Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige benötigen für touristische oder geschäftliche Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum — ein Stempel im Reisepass genügt. Das US-Außenministerium bestätigt dasselbe für US-Bürger, das britische Außenministerium für britische Staatsangehörige. Der Reisepass muss lediglich zum Zeitpunkt der Einreise gültig sein (keine Mindestrestgültigkeit für Kurzaufenthalte). Für Langzeitvisa (Studium, Arbeit, Familiennachzug) verlangt das britische Außenministerium sechs Monate Restgültigkeit ab Einreisedatum. Wichtige Änderungen: Die K-ETA (Korean Electronic Travel Authorization) ist bis zum 31. Dezember 2025 ausgesetzt — ab dem 1. Januar 2026 wird sie für alle visumfreien Einreisen wieder verpflichtend. Das Auswärtige Amt bestätigt: "Bis zum 31. Dezember 2025 benötigen deutsche Staatsangehörige keine K-ETA." Ab Februar 2025 ist eine elektronische Einreisekarte (e-Arrival) obligatorisch, die innerhalb von drei Kalendertagen vor der Reise online ausgefüllt werden muss (oder als Papierformular bei Ankunft bis Ende 2025). Erwerbstätigkeit während visumfreier Aufenthalte ist verboten — unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Wer arbeiten, unterrichten oder länger als 90 Tage bleiben möchte, muss vorab ein Visum bei der koreanischen Botschaft beantragen. Das US-Außenministerium betont: Der Aufenthaltsstatus kann vor Ort nicht geändert werden — wer visumfrei einreist und arbeiten möchte, muss zunächst ausreisen und über die Botschaft im Heimatland ein Arbeitsvisum beantragen.
Gängige Visumtypen
Visumfreie Einreise (Tourismus/Geschäft)
Tourismus, Sightseeing, Familienbesuche, Konferenzen, Geschäftstreffen, Kulturerlebnisse (Tempelaufenthalte, K-Pop, DMZ-Touren), Wintersport, Strandurlaub, Foodtouren und kurzfristige Geschäftsaktivitäten ohne Erwerbstätigkeit. Gilt für Deutsche, Österreicher, Schweizer, US-Amerikaner, Briten, EU-Bürger, Australier, Neuseeländer, Kanadier und zahlreiche weitere Nationalitäten.
K-ETA (Korean Electronic Travel Authorization)
Elektronische Einreisegenehmigung für visumfreie Reisende ab dem 1. Januar 2026. US-Außenministerium bestätigt: Ab dem 1.1.2026 ist die K-ETA vor der Reise nach Südkorea erforderlich. Auswärtiges Amt bestätigt die Befreiung bis 31.12.2025. Das britische Außenministerium warnt: Ausschließlich über das offizielle koreanische Regierungsportal beantragen — andere Seiten sind in der Regel Betrugsseiten. Bearbeitungszeit bis zu 72 Stunden.
Langzeitvisum (Arbeit/Unterricht/Studium)
Erwerbstätigkeit bei koreanischen Arbeitgebern (Technologie, Fertigung, Finanzen, Unterhaltung), Englischunterricht an Privatakademien (Hagwons) und öffentlichen Schulen (E-2-Visum: Bachelor-Abschluss erforderlich, TEFL-Zertifikat allein reicht nicht aus), Studium an koreanischen Universitäten (D-2-Visum), Familiennachzug (F-Serie), spezialisierte Berufstätigkeiten. Vorab bei der koreanischen Botschaft im Heimatland zu beantragen.
Wichtige Hinweise für Reisende nach Südkorea
Reiseführer
Südkorea ist eines der aufregendsten Reiseziele Asiens — ein Land, das traditionelle Paläste und hypermoderne Wolkenkratzer, jahrhundertealte Tempelkultur und K-Pop-Wahnsinn, stille Bergklöster und pulsierende Nachtmärkte nahtlos verbindet. Seoul ist eine Stadt der Superlative: der Gyeongbokgung-Palast mit der Wachablösung in historischen Gewändern, das Viertel Bukchon Hanok mit traditionellen Holzhäusern zwischen Wolkenkratzern, die Neon-Schluchten von Gangnam und Myeongdong, die Streetfood-Gassen von Gwangjang Market (Bindaetteok, Mayak Gimbap, Tteokbokki — alles für 2–4 EUR), die Rooftop-Bars mit Blick über die 25-Millionen-Metropole und Hongdae als Epizentrum der jungen Kreativszene. Die Vulkaninsel Jeju (UNESCO-Welterbe) ist Südkoreas Hawaii: der Hallasan-Vulkan (1.950 m, höchster Berg des Landes), bizarre Lavahöhlen (Manjanggul), türkisfarbene Küsten, die ikonischen Haenyeo-Taucherinnen (UNESCO Immaterielles Kulturerbe) und Mandarinenplantagen. Busan an der Südostküste begeistert mit dem Haeundae-Strand, dem fotogenen Gamcheon Culture Village (das „Santorini Koreas"), dem riesigen Jagalchi-Fischmarkt und dem Haedong Yonggungsa Tempel direkt an den Klippen. Die koreanische Küche ist ein Fest: Korean BBQ (Samgyeopsal, Galbi) am Tischgrill mit endlosen Beilagen (Banchan), Kimchi in über 200 Varianten, Bibimbap in heißen Steinschüsseln, Ramyeon, Chimaek (Fried Chicken + Bier — eine nationale Institution) und die Café-Kultur, die weltweit ihresgleichen sucht. Tempelaufenthalte (Templestay) in buddhistischen Bergklöstern bieten Meditation, vegetarische Tempelküche und Stille — ein transformatives Erlebnis. Die DMZ (entmilitarisierte Zone) an der Grenze zu Nordkorea ist eine der surealsten Sehenswürdigkeiten der Welt.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Korean BBQ (Samgyeopsal, Galbi) am Tischgrill mit endlosen Banchan-Beilagen, Kimchi in über 200 Varianten, Bibimbap in heißen Steinschüsseln, Tteokbokki (scharfe Reiskuchen), Chimaek (Fried Chicken + Bier), der Gwangjang Market in Seoul für Streetfood — Südkoreas Küche ist ein Universum für sich.
K-Pop-Konzerte und Fan-Treffen, SM Town und HYBE Insight in Seoul, die Gangnam-Szene, K-Drama-Drehorte (Goblin, Crash Landing on You), Noraebang (koreanische Karaoke-Räume), Gaming-Cafés (PC Bangs), die Cosplay-Szene in Hongdae — Südkorea ist das Popkultur-Epizentrum Asiens.
Gyeongbokgung-Palast mit Wachablösung, Bukchon Hanok Village mit traditionellen Holzhäusern, Templestay-Programme in buddhistischen Bergklöstern (Haeinsa, Bulguksa — beide UNESCO), Hanbok-Verleih zum Spaziergang durch historische Viertel, Teezeremonien und Keramik-Workshops.
Vulkaninsel Jeju mit dem Hallasan (1.950 m) und Lavahöhlen (UNESCO), der Seoraksan-Nationalpark mit dramatischen Felsformationen und Herbstlaub, die Bambushaine von Damyang, die grünen Teeplantagen in Boseong, der Jirisan-Nationalpark — Südkoreas Berge sind ein Wanderparadies.
Seoul mit Palästen, Nachtmärkten und Neon-Vierteln. Busan mit Haeundae-Strand, Gamcheon Village und Jagalchi-Fischmarkt. Gyeongju als „Museum ohne Mauern" mit Silla-Königsgräbern. Jeonju als Geburtsort des Bibimbap mit Hanok-Dorf — jede Stadt hat ihren eigenen Charakter.
Die entmilitarisierte Zone (DMZ) an der nordkoreanischen Grenze — einer der surealsten Orte der Welt. Der Kriegsgedenkpark in Seoul. Die Silla-Königsgräber in Gyeongju. Die japanische Kolonialgeschichte in Seodaemun. Das geteilte Korea hautnah erleben.
Geld & Währung
Südkoreanischer Won (KRW)
Währungscode: KRW
Praktische Geldtipps
Karten und kontaktloses Bezahlen funktionieren fast überall
Südkorea gehört zu den kartenfreundlichsten Ländern der Welt. Visa und Mastercard werden in praktisch jedem Geschäft, Restaurant, Convenience Store, Hotel und Taxi in Seoul, Busan und anderen Städten akzeptiert. Kontaktloses Bezahlen (Apple Pay — seit 2023 in Südkorea verfügbar, Samsung Pay, Google Pay) funktioniert an den meisten NFC-Terminals. KakaoPay und Naver Pay sind die dominierenden lokalen mobilen Zahlungsplattformen, erfordern aber ein koreanisches Bankkonto. Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz funktionieren Visa/Mastercard-Contactless und Apple Pay/Samsung Pay mit internationalen Karten problemlos in Städten. Bargeld wird hauptsächlich auf traditionellen Märkten, in einigen kleinen lokalen Restaurants und in ländlichen Gebieten benötigt.
Nur Automaten mit 'Global ATM' oder 'Foreign Cards' nutzen
Nicht alle koreanischen Geldautomaten akzeptieren internationale Karten. Gezielt nach Automaten mit der Kennzeichnung 'Global ATM' oder 'Foreign Cards' suchen — diese stehen in Convenience Stores (CU, GS25, 7-Eleven), großen Banken (Shinhan, KEB Hana, KB Kookmin) und an Flughäfen. Normale koreanische Automaten funktionieren nur mit inländischen Karten. Abhebelimits: typisch KRW 500.000-1.000.000 pro Transaktion. Sofortumrechnung in Euro immer ablehnen und in KRW abheben. Am Flughafen Incheon stehen Automaten direkt in der Ankunftshalle.
T-money-Karte für den Transport — unverzichtbar
Die T-money-Karte ist Südkoreas integrierte Transportkarte: U-Bahn, Bus, Taxi, Convenience Stores und einige Automaten. In jedem Convenience Store oder an U-Bahn-Stationen kaufen (KRW 2.500 für die Karte, dann Guthaben aufladen). An U-Bahn-Schranken und in Bussen einfach antippen, funktioniert sogar in Taxis. Kleiner Rabatt auf Fahrpreise im Vergleich zu Einzeltickets. Aufladbar an Convenience Stores und U-Bahn-Stationen. Die praktischste kleine Anschaffung in Korea.
Trinkgeld gehört nicht zur koreanischen Kultur
Südkorea hat keine Trinkgeldkultur. In Restaurants, Cafés, Taxis und Hotels kein Trinkgeld geben — es kann Verwirrung oder sogar Befremden auslösen. Servicegebühren sind im Preis enthalten, wo anwendbar. Das ist eine echte kulturelle Norm, keine falsche Bescheidenheit. Einzige Ausnahmen: einige internationale Spitzenhotels und private Reiseführer. Ansonsten einfach zahlen und gehen.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Städte mit Vertretungen
Wo dieses Land Botschaften oder Konsulate unterhält
Südkorea Botschaften weltweit
Beliebte Ziele
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