Tansania
Telefonvorwahl
+255
Hauptstadt
Dodoma
Bevölkerung
65 Millionen
Einheimischer Name
Tanzania
Region
Afrika
Ostafrika
Zeitzone
East Africa Time
UTC+03:00
Auf dieser Seite
Tansania ist der Schauplatz des größten Wildtier-Spektakels der Erde. Die Serengeti — 30.000 km² Savanne — beherbergt die Große Migration: über zwei Millionen Gnus, Zebras und Gazellen in einem endlosen Kreislauf aus Geburt, Wanderung und Flussüberquerung. Der Ngorongoro-Krater, ein eingestürzter Vulkankessel von 20 km Durchmesser, konzentriert die Big Five in einem natürlichen Amphitheater ohne Vergleich. Der Kilimandscharo (5.895 m) erhebt sich als höchster Berg Afrikas — ein freistehender Vulkan, den man ohne technisches Klettern besteigen kann. Und Sansibar — die Gewürzinsel — liefert Stone Towns UNESCO-geschütztes Labyrinth aus geschnitzten Türen und Korallenwänden, weiße Sandstrände, Nelkenplantagen und Jahrhunderte swahilischer Handelsgeschichte. Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Tansania eines der begehrtesten Safari-Ziele Afrikas — mit Direktverbindungen ab Frankfurt und Zürich (Ethiopian Airlines, KLM via Amsterdam, Qatar Airways via Doha). Die meisten Besucher benötigen ein Visum: das E-Visum kostet 100 USD für ein einjähriges Mehrfachvisum und wird online beantragt. Visum bei Ankunft ist ebenfalls möglich. Reisepass mindestens 6 Monate gültig. Nur M- oder F-Geschlechtseinträge akzeptiert. Gelbfieberzeugnis bei Einreise aus Endemiegebieten. Sansibar verlangt eine Pflichtversicherung der Zanzibar Insurance Corporation.
Visum und Einreise nach Tansania
Tansania verlangt für die meisten internationalen Besucher ein Visum. Das E-Visum (100 USD, einjährig, Mehrfacheinreise) wird online beantragt — nach Genehmigung erhält man eine „Grant Notice" per E-Mail, die bei der Ankunft vorzulegen ist. Visum bei Ankunft ist an den Flughäfen Julius Nyerere (Daressalam), Kilimandscharo und Sansibar möglich, jedoch nur für einmalige Einreise. Die Beantragung über die Botschaft in Berlin oder das Konsulat ist nicht mehr vorgesehen — das Online-System ist Standard. Reisepass mindestens 6 Monate gültig mit einer leeren Seite. Nur Reisepässe mit M- oder F-Geschlechtseintrag akzeptiert. Rück- oder Weiterflugticket und Finanznachweis erforderlich. Gelbfieberzeugnis bei Einreise aus Endemiegebieten obligatorisch. Freiwilligenarbeit ist mit einem Touristenvisum verboten — dafür wird ein Class-C-Aufenthaltstitel benötigt. Überziehung der Aufenthaltsdauer wird mit Verhaftung, Geldstrafe und Abschiebung geahndet. Sansibar verlangt eine Pflichtversicherung der Zanzibar Insurance Corporation (ZIC) — andere internationale Policen werden nicht akzeptiert.
Gängige Visumtypen
E-Visum (Tourismus/Geschäft)
Für Tourismus, Wildtiersafaris, Kilimandscharo-Besteigung, Sansibar, Kulturbesuche und Geschäftsreisen. Online beantragen — 100 USD für einjähriges Mehrfachvisum. „Grant Notice" per E-Mail erhalten und bei Ankunft vorlegen. Gelbfieberzeugnis bei Einreise aus Endemiegebieten erforderlich.
Visum bei Ankunft
Für Reisende ohne vorab beantragtes E-Visum. An den Flughäfen Julius Nyerere, Kilimandscharo und Sansibar erhältlich. Nur einmalige Einreise möglich. Reisepass, Rückflugticket, Unterkunftsnachweis und Visumgebühr mitbringen. Warteschlangen möglich — E-Visum empfohlen.
Class-C-Aufenthaltsgenehmigung (Arbeit/Freiwillige)
Für Beschäftigung, Freiwilligenarbeit, NGO-Positionen und Langzeitaufenthalte. Freiwilligenarbeit ist mit einem Touristenvisum verboten. Beantragung über das tansanische Premierministeramt. Arbeitsvertrag, Qualifikationsnachweise und ärztliche Untersuchung erforderlich.
Wichtige Reiseinformationen für Tansania
Reiseführer
Tansania liefert das vollständigste Safari-Erlebnis Afrikas. Die Serengeti ist das Kronjuwel — 30.000 km² Grasland und Savanne mit der Großen Migration, einer ununterbrochenen Bewegung von über zwei Millionen Gnus, Zebras und Gazellen, die dem Regen folgen. Die Kalbungszeit (Januar-März) in der südlichen Serengeti sieht Hunderttausende Geburten in wenigen Wochen; die Flussüberquerungen (Juni-September) am Mara und Grumeti sind der dramatische Höhepunkt. Der Ngorongoro-Krater — 20 km Durchmesser, 600 m tief — konzentriert alle Big Five in einem geschlossenen Ökosystem, das oft als Garten Eden bezeichnet wird. Tarangires uralte Affenbrotbäume beherbergen riesige Elefantenherden (Trockenzeit Juni-Oktober). Ruaha ist Tansanias größter Nationalpark — weitläufig, abgelegen und menschenleer, mit herausragender Raubtierdichte. Der Kilimandscharo (5.895 m) ist Afrikas höchster Berg und der höchste freistehende Berg der Welt — erreichbar über nichttechnische Trekkingwege in 5-9 Tagen. Und Sansibar verwandelt die Reise vollständig: Stone Towns UNESCO-geschütztes Gewirr aus geschnitzten Türen, Gewürzmärkten und Dachterrassenrestaurants; Strände an der Ostküste (Nungwi, Kendwa, Paje); und Delfinbeobachtung an der Südküste. Tansania ist teurer als Kenia für Safari, fühlt sich aber oft wilder und weniger überlaufen an. Direktverbindungen ab Frankfurt (Condor saisonal), München und Zürich (via Addis Abeba, Doha oder Amsterdam) machen die Anreise komfortabel.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Serengeti (Große Migration, Big Five, endlose Grasebenen), Ngorongoro-Krater (Vulkankessel mit allen Big Five), Tarangire (Affenbrotbäume, Elefantenherden), Ruaha (Tansanias größter Park, abgelegen, exzellente Raubtiere), Nyerere/Selous (Bootssafari auf dem Rufiji). Tansania ist dort, wo Safari am wildesten und ursprünglichsten wirkt.
Afrikas höchster Gipfel (5.895 m) und der höchste freistehende Berg der Welt. Nichttechnischer Gipfel über Marangu-, Machame-, Lemosho- oder Rongai-Route in 5-9 Tagen. Höhenkrankheit ist die Hauptherausforderung, nicht technisches Klettern. Lizenzierte Bergführer und Träger sind Pflicht. Die Machame-Route ist die beliebteste; Lemosho bietet das beste Akklimatisierungsprofil.
Stone Town (UNESCO, geschnitzte Türen, Gewürzmärkte, Dachterrassenrestaurants), Ostküstenstrände (Nungwi, Kendwa, Paje zum Kitesurfen), Gewürzplantagen-Touren, Delfinbeobachtung, Jozani-Wald (Rote Stummelaffen) und Jahrhunderte swahilischer, omanischer, portugiesischer und britischer Handelsgeschichte auf einer Insel.
Begegnungen mit Maasai und Hadzabe (die Hadzabe gehören zu den letzten Jäger-und-Sammler-Völkern der Erde), swahilische Küstenkultur auf Sansibar und in Bagamoyo, Tingatinga-Kunst, Makonde-Schnitzerei-Tradition und Daressalams Musikszene (Bongo Flava). Tansanias kulturelle Vielfalt umfasst über 120 ethnische Gruppen.
Sansibars weiße Sandstrände (Nungwi, Kendwa, Paje), Mafia Island (Walhai-Schwimmen Juni-Oktober, menschenleeres Tauchen), Pemba Island (unberührte Korallenriffe) und die Festlandküste bei Pangani und Saadani (der einzige Nationalpark, wo Strand auf Busch trifft). Kitesurfen in Paje ist Weltklasse.
Ruaha und Katavi (abgelegen, menschenleer, wilde Ursprünglichkeit), Schimpansen-Trekking am Tanganjikasee in Gombe und Mahale, die Usambara-Berge (Wandern, kolonialzeitliche Bergstationen) und die Felskunst von Kondoa (UNESCO, über 1.500 prähistorische Malereien). Für Reisende, die Afrika ohne Menschenmassen suchen.
Geld & Währung
Tansanischer Schilling (TZS)
Währungscode: TZS
Praktische Geldtipps
USD ist die Safari-Währung — saubere Scheine mitbringen
Tansania hat eine Doppelwährungs-Realität: Tansanischer Schilling (TZS) für den Alltag, US-Dollar für die Safari-Wirtschaft. Nationalparkgebühren, Safari-Lodges, Kilimandscharo-Genehmigungen und viele touristische Leistungen werden in USD berechnet. Saubere US-Scheine ab Druckjahr 2006 mitbringen — ältere Serien und beschädigte Noten werden regelmäßig abgelehnt. Mischung aus Stückelungen: große Scheine (50er und 100er) für bessere Wechselkurse, kleine (1er, 5er, 10er, 20er) für Trinkgelder. Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: vor der Reise USD bei der Hausbank besorgen, nicht erst vor Ort Euro in USD tauschen.
Karten in Lodges — Bargeld überall sonst
Visa und Mastercard werden in gehobenen Safari-Lodges, internationalen Hotels und einigen Restaurants in Daressalam und Arusha akzeptiert. Kontaktloses Bezahlen (Apple Pay, Google Pay) funktioniert nur an sehr wenigen modernen Terminals in Daressalam — nicht darauf verlassen. Außerhalb der Touristenwelt — lokale Restaurants, Märkte, öffentliche Verkehrsmittel, kleinere Gästehäuser, Tankstellen und der Großteil von Sansibars Stone Town — ist Bargeld die einzige Option.
Geldautomaten in Städten — nicht in Safari-Gebieten
Geldautomaten von CRDB, NMB, Stanbic und Standard Chartered finden sich in Daressalam, Arusha, Moshi, Mwanza und Sansibar-Stadt. Die meisten akzeptieren Visa und Mastercard. Abhebelimits: typisch TZS 400.000-1.000.000 pro Transaktion. In Safari-Gebieten, Nationalparks, am Kilimandscharo und in ländlichen Regionen gibt es keine Geldautomaten — vor der Abreise genug abheben oder tauschen. Sofortumrechnung in Euro immer ablehnen.
M-Pesa (Vodacom) funktioniert auch in Tansania
Wie im Nachbarland Kenia gibt es in Tansania ein lebhaftes Mobile-Money-Ökosystem. M-Pesa (über Vodacom Tanzania) und Tigo Pesa sind weit verbreitet. Besucher können M-Pesa mit einer Vodacom-SIM-Karte einrichten (am Flughafen erhältlich, Reisepass erforderlich). Nützlich für kleinere Händler, lokale Restaurants und einige Transportdienste. Safari-Anbieter und Nationalparks akzeptieren jedoch in der Regel kein Mobile Money — sie verlangen USD-Bargeld oder Kartenzahlung.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Städte mit Vertretungen
Wo dieses Land Botschaften oder Konsulate unterhält
Ausländische Vertretungen in Tansania
Diese Botschaften und Konsulate haben ihren Sitz in diesem Land. Wähle eine Vertretung, um Details und Kontaktinformationen zu öffnen.
Wichtige Herkunftsländer
Alle Länder nach Kontinent
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