Togo

🇹🇬

Telefonvorwahl

+228

Hauptstadt

Lome

Bevölkerung

8,8 Millionen

Einheimischer Name

Togo

Region

Afrika

Westafrika

Zeitzone

Greenwich Mean Time

UTC±00

Togo gehört zu den kleineren Staaten Westafrikas. Das Land ist nur rund 160 Kilometer breit, zieht sich aber über etwa 600 Kilometer von der Atlantikküste am Golf von Benin im Süden bis an die Grenze nach Burkina Faso im Norden. Im Westen liegt Ghana, im Osten Benin. Rund 8,8 Millionen Menschen leben hier, der größere Teil im Süden rund um die Hauptstadt Lomé. Lomé selbst liegt direkt am Atlantik, unmittelbar an der ghanaischen Grenze, und bündelt fast alles, was das Land an Wirtschaft, Universitäten, Kulturbetrieb und gastronomischer Vielfalt zu bieten hat. Amtssprache ist Französisch; daneben werden vor allem Ewe (Süden, mit Ghana geteilt), Mina (Handelssprache der Küste), Kabyè (Norden, im Raum Kara) und Tem gesprochen. Eine UNESCO-Welterbestätte hat Togo: Koutammakou, das Land der Batammariba im Tamberma-Tal im äußersten Nordosten, eingeschrieben 2004. Die Batammariba leben dort seit Jahrhunderten in Takienta — zweistöckigen, festungsartigen Wohntürmen aus rotem Lehm und Stroh, in denen Speicher, Küche, Schlafräume und Ahnenschreine in einem einzigen Bauwerk zusammengefasst sind. Die rund 50.000 Hektar Welterbegebiet im Atakora-Gebirge gehören zu den meistfotografierten Bautraditionen Westafrikas. Touristisch lässt sich Togo auf einer einzigen Nord-Süd-Achse erschließen: Lomé an der Küste, der Togosee mit Togoville als Vodun-Wallfahrtsort, das Bergland um Kpalimé mit dem Mount Agou und den Wasserfällen, dann die Atakora-Berge mit Sokodé und Kara und schließlich Koutammakou im Norden. Sieben bis vierzehn Tage reichen dafür gut aus. Hinzu kommen die beiden großen Nationalparks — Fazao-Malfakassa in der Mitte und Kéran im Norden — mit Beständen an Elefant, Flusspferd, Antilope und Leopard. Visapolitik: Togo hat das Visum bei Ankunft abgeschafft. Alle Nicht-ECOWAS-Reisenden beantragen das E-Visum mindestens fünf bis sechs Werktage vor Abflug auf voyage.gouv.tg; das Standard-Touristenvisum für 15 Tage Einzelaufenthalt kostet rund 40 USD, längere Aufenthalte bis 90 Tage liegen darüber. Die Gelbfieberimpfung ist Pflicht. Bezahlt wird im westafrikanischen CFA-Franc (XOF), fest an den Euro gebunden zum Kurs 655,957 XOF = 1 Euro.

Visumvorschriften für Togo

Togo arbeitet inzwischen ausschließlich mit einem E-Visum-System; ein Visum bei Ankunft gibt es nicht mehr. Alle Nicht-ECOWAS-Reisenden — also alle EU-, britischen, US-amerikanischen, kanadischen, australischen, schweizerischen und der meisten weiteren Pässe — beantragen das Visum mindestens fünf bis sechs Werktage vor Abflug auf dem offiziellen Regierungsportal voyage.gouv.tg. Das Standard-Touristen-E-Visum gilt für eine Einreise und 15 Tage und kostet rund 40 USD, online per Karte zahlbar; verlängerte Touristen-E-Visa bis 90 Tage gibt es gegen Aufpreis. Bürgerinnen und Bürger der ECOWAS-Mitgliedstaaten (Benin, Burkina Faso, Cabo Verde, Côte d'Ivoire, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone) reisen unter dem regionalen Freizügigkeitsabkommen visumfrei für bis zu 90 Tage ein, müssen aber das Gelbfieberzertifikat vorlegen. Der Reisepass muss bei Einreise mindestens drei Monate über das geplante Reisedatum hinaus gültig sein (bei Wohnsitz in Togo sechs Monate); eine freie Seite ist erforderlich. Der Gelbfieberimpfausweis (mindestens zehn Tage vor Abflug auf der WHO-Yellow-Card eingetragen) ist Pflicht und wird an allen Einreiseorten kontrolliert. Hinzu kommt die Online-Registrierung: Reisende füllen das Registrierungsformular sowohl vor der Einreise als auch vor der Ausreise aus; der Schritt ist in den E-Visum-Ablauf auf voyage.gouv.tg integriert. Wer in Lomé umsteigt, ohne den Sicherheitsbereich des Flughafens zu verlassen, braucht kein Visum — bei der Fluggesellschaft bestätigen lassen. Eine Devisenerklärung ist bei Ein- und Ausreise ab dem Gegenwert von 10.000 USD erforderlich. Die Landgrenzen zu Ghana, Benin und Burkina Faso können zeitweise geschlossen werden, etwa bei Wahlen in einem der Nachbarländer; Aktualität kurz vor der Reise prüfen. Geschäfts-, Arbeits-, Studien- und Aufenthaltsvisa laufen über dasselbe Portal oder über die togolesische Botschaft (für Deutschland, Österreich und die Schweiz: Botschaft Togos in Berlin). Vor der Buchung lohnt ein Blick auf die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts in Berlin, des BMEIA in Wien oder des EDA in Bern.

Gängige Visumtypen

E-Visum Tourismus (15 Tage)

15 Tage, eine Einreise. Reisepass mindestens drei Monate ab Ankunft gültig, eine freie Seite, Gelbfieberzertifikat verpflichtend. Antrag mindestens fünf bis sechs Werktage vor der Reise auf voyage.gouv.tg, rund 40 USD per Karte über das Portal. Ausgedrucktes E-Visum und Online-Registrierungsbescheinigung sind an jedem Einreiseort vorzulegen.

Tourismus, Familienbesuche und kurze Geschäftsreisen für nahezu alle Nicht-ECOWAS-Pässe. Beantragt wird vor der Reise online auf voyage.gouv.tg. Das Standardvisum für die klassische Route Lomé–Togosee–Kpalimé–Koutammakou und für Aufenthalte bis zu zwei Wochen.

E-Visum Tourismus (bis 90 Tage)

Bis zu 90 Tage, je nach Auswahl mit einer oder mehreren Einreisen. Reisepass drei Monate ab Ankunft gültig, eine freie Seite, Gelbfieberzertifikat verpflichtend. Antrag mindestens fünf bis sechs Werktage vor der Reise. Kosten je nach Dauer. Online-Registrierung läuft im selben Schritt.

Längere Aufenthalte, Routen durch mehrere Landesteile (Lomé plus Atakora-Norden und Plateaux-Mitte), Familienbesuche und kulturell vertiefte Reisen. Gleiches Portal wie beim 15-Tage-Visum, nur mit längerer Aufenthaltsdauer im Antragsschritt.

Visumfreie ECOWAS-Einreise

Aufenthalte bis 90 Tage. Reisepass oder ECOWAS-Personalausweis genügt, Gelbfieberzertifikat bleibt Pflicht. Einreise per Flug am Gnassingbé-Eyadéma-Flughafen (LFW, Lomé) oder über Land an den großen Grenzposten zu Ghana (Aflao–Lomé), Benin (Hilakondji–Sanvee Condji) und Burkina Faso (Cinkassé).

Bürgerinnen und Bürger der 14 weiteren ECOWAS-Mitgliedstaaten (Benin, Burkina Faso, Cabo Verde, Côte d'Ivoire, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone) im Rahmen des regionalen Freizügigkeitsabkommens.

Geschäft, Arbeit, Studium und Transit

Geschäftsvisum 30 Tage bis 12 Monate, mit Einladungsschreiben eines in Togo eingetragenen Gastgebers. Arbeitsvisum ein Jahr, verlängerbar, mit Arbeitsvertrag und Vorabgenehmigung der Arbeitsbehörde. Studienvisum mit Hochschulzulassung (Université de Lomé, Université de Kara). Transitvisum 24 bis 72 Stunden für Reisende, die Lomé in ein Nachbarland durchqueren. Bearbeitungszeit vier bis acht Wochen für die längerfristigen Kategorien, regulär fünf bis sechs Werktage für Transitanträge.

Geschäftliche Tätigkeit, Beschäftigung, Studium und kurzer Transit über Lomé. Lomé ist Sitz der pan-afrikanischen ASKY Airlines mit dichten Drehkreuzverbindungen quer durch West- und Zentralafrika und verfügt über einen der tiefsten natürlichen Häfen der Region — wichtige Rahmenbedingungen für Geschäftsreisende.

Wichtige Reiseinformationen

Togo hat das Visum bei Ankunft abgeschafft. Alle Nicht-ECOWAS-Reisenden beantragen das E-Visum mindestens fünf bis sechs Werktage vor Abflug auf voyage.gouv.tg. Das Standard-Touristenvisum gilt für eine Einreise und 15 Tage und kostet rund 40 USD, online per Karte zahlbar; verlängerte Touristenvisa bis 90 Tage gibt es gegen Aufpreis. Die Online-Registrierung ist in den Antragsablauf integriert und sowohl vor der Einreise als auch vor der Ausreise zu erledigen. Bürgerinnen und Bürger der ECOWAS-Mitgliedstaaten reisen visumfrei für bis zu 90 Tage ein, müssen aber das Gelbfieberzertifikat vorweisen.

Die Gelbfieberimpfung ist Pflicht — mindestens zehn Tage vor Abflug auf der WHO-Yellow-Card eingetragen, bei Ankunft vorzulegen. Togo liegt in der WHO-Gelbfieber-Transmissionszone. Eine Malariaprophylaxe wird ebenfalls empfohlen, das Land ist ganzjährig Malaria-Endemiegebiet. Eine reisemedizinische Beratung lohnt sich vor der Reise — etwa beim Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg, am Tropeninstitut der LMU München, am Institut für Reisemedizin der MedUni Wien oder beim Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut in Basel.

Wichtigster Flughafen ist Gnassingbé Eyadéma in Lomé (LFW). Direktflüge gibt es ab Paris (Air France, etwa 6,5 Stunden), Brüssel (Brussels Airlines, tägliche Verbindung), Istanbul (Turkish Airlines), Casablanca (Royal Air Maroc), Addis Abeba (Ethiopian Airlines) und saisonal Frankfurt (Lufthansa). ASKY Airlines, in Lomé ansässig, betreibt ein dichtes Drehkreuznetz nach West- und Zentralafrika — von Cotonou und Abidjan über Bamako, Conakry, Dakar, Accra und Lagos bis Kinshasa, Brazzaville, Douala und Libreville. Wichtige Landgrenzen: Aflao–Lomé zu Ghana (der meistbefahrene westafrikanische Übergang, am Wochenende stark frequentiert), Hilakondji–Sanvee Condji zu Benin (an der Küstenstraße Lagos–Lomé–Accra) und Cinkassé zu Burkina Faso (die nördliche Hauptverbindung).

Reiseführer

Togo lässt sich auf einer einzigen Nord-Süd-Achse erschließen, die Distanzen sind überschaubar, und der Wechsel zwischen Klima- und Vegetationszonen ist binnen weniger Stunden Autofahrt erlebbar. Direkt aus dem deutschsprachigen Raum gibt es nur saisonal eine Verbindung: Lufthansa fliegt zeitweise nonstop ab Frankfurt nach Lomé. Ansonsten geht der Weg ab Frankfurt, München, Wien oder Zürich am bequemsten über Brüssel mit Brussels Airlines (täglicher Direktflug, rund sechs Stunden), über Paris-CDG mit Air France (etwa 6,5 Stunden) oder über Casablanca, Istanbul beziehungsweise Addis Abeba. Lomé ist außerdem Heimatbasis von ASKY Airlines, der pan-afrikanischen Regionalfluggesellschaft mit dichtem westafrikanischem Streckennetz von Cotonou und Abidjan über Bamako, Conakry, Dakar, Accra und Lagos bis Kinshasa, Brazzaville, Douala und Libreville. Damit ist Togo eine ungewöhnlich gut angebundene Basis für eine Rundreise durch die Region. Für Lomé selbst sollte man zwei bis drei Tage einplanen. Der Grand Marché im Stadtzentrum ist seit Jahrzehnten das Reich der Nana Benz, jener Generation von Großhändlerinnen, die nach der Unabhängigkeit den westafrikanischen Wax-Print-Stoffhandel aufgebaut haben und ihre Position bis heute halten. Wenige Kilometer östlich liegt der Akodessewa-Markt, der größte funktionierende Vodun-Versorgungsmarkt Westafrikas. Anders als die Inszenierungen in einschlägigen Reiseführern ist er ein laufender religiöser Versorgungsbetrieb: Hier kaufen Priester und Heilkundige aus Togo, Benin, Ghana und Nigeria Kräuter, Holzfiguren, Tongefäße und Zeremonialtextilien. Wer fotografieren möchte, fragt vorher und lässt eine kleine Spende da. Daneben lohnen die Kathedrale, der Atlantikstrand der Plage de Lomé und das Hôtel 2 Février, ein 36-stöckiger Modernisten-Turm aus dem Jahr 1980, der die Skyline prägt. Für deutschsprachige Reisende ist das Goethe-Institut Lomé mit Bibliothek, Sprachprogramm, Filmreihe und einer regelmäßigen Konzertreihe für westafrikanische und deutsche Musik die naheliegendste Anlaufstelle vor Ort, etwa für Veranstaltungstipps, Recherchen oder Kontakte in die lokale Kulturszene. Freitagabends spielen Bands in Häusern wie dem Le Kilimanjaro live; die Lomé-Musikszene gehört zu den lebendigsten der Region. Östlich der Hauptstadt geht es zur Vodun-Küste. Aného am Atlantik hat eine Kathedrale aus dem 19. Jahrhundert und einen Fischmarkt an der Lagune und ist Schauplatz des Yêkê-Yêkê-Glidji-Festes Anfang September: Der Hohepriester der Glidji-Gemeinschaft offenbart in dieser Nacht die Farbe des heiligen Steins für das kommende Jahr — Weiß steht für Frieden und Wohlstand. Etwas weiter im Inland, am Nordufer des Togosees, liegt Togoville. Hier steht die kleine katholische Basilika Notre-Dame du Lac in Sichtweite zum Königspalast der Mlapa-Dynastie — Vodun-Wallfahrtsort und katholische Pilgerstation nebeneinander. Auf dem See selbst sind Pirogen, Fischerdörfer am Ufer und Wochenendquartiere für Lomé-Bewohner verbreitet. 120 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt beginnt das Bergland der Plateaux-Region um Kpalimé. Der Mount Agou ist mit 986 Metern der höchste Punkt Togos; an klaren Tagen reicht der Blick bis zum Volta-Stausee in Ghana auf der einen und zum Atlantik auf der anderen Seite. Dazu kommen die Wasserfälle von Kpime, Womé und Kamalo, die Kakao- und Kaffeeplantagen der Plateaux (togolesischer Arabica geht an Specialty-Röstereien in Europa und Nordamerika) sowie die schmetterlingsreichen Wälder um Kloto, deren Centre des Papillons über 1.000 Arten dokumentiert hat. In Kpalimé selbst gibt es einen großen Freitagsmarkt, einige Galerien und Batik- und Webwerkstätten; halbtägige Wanderungen führen auf den Agou und zu den nahen Wasserfällen. Weiter nördlich verlaufen die Atakora-Berge entlang der östlichen Landesgrenze, von Atakpamé über Sokodé bis Kara. Sokodé, die zweitgrößte Stadt des Landes, ist muslimisch geprägt, hat eine große Freitagsmoschee und geht auf das historische Tem-Kotokoli-Sultanat zurück; das Adossa-Gadao-Messerfest findet hier Ende August oder Anfang September statt. Kara, die Hauptstadt der Kabyè, liegt vor der Kulisse des Kara-Gebirges und ist Schauplatz des Evala-Ringkampffestes im Juli, bei dem junge Kabyè im traditionellen Initiationswettkampf antreten. Westlich von Sokodé schützt der Fazao-Malfakassa-Nationalpark auf rund 1.920 Quadratkilometern die größte verbliebene Elefantenpopulation des südlichen Togo, in einer abgelegenen, wenig erschlossenen Landschaft aus Waldsavanne und der Fazao-Steilstufe. Der eigentliche Höhepunkt liegt im äußersten Nordosten: Koutammakou im Tamberma-Tal nahe der Grenze zu Benin. Hunderte Takienta verteilen sich über das 50.000 Hektar große Welterbegebiet, viele zu Familienverbänden gruppiert. Die Initiationsriten der Batammariba — der Difoani-Zyklus alle fünf Jahre für junge Männer, der Akotugbalega für junge Frauen — werden weiterhin praktiziert, und die Wohntürme sind keine Museumsobjekte, sondern bewohnte Häuser. Der Besuch erfolgt am besten ab Kara oder Kandé in Begleitung der lokalen Tourismusgemeinden, die feste Vereinbarungen mit den Familien haben. Auch entwicklungspolitisch ist Togo für deutschsprachige Besucherinnen und Besucher kein leeres Feld: GIZ und KfW betreiben langjährige Programme im Energie-, Wasser- und Berufsbildungssektor; die Schweizer DEZA und die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (ADA) sind in der weiteren ECOWAS-Region präsent. Entsprechend hoch ist der Anteil deutsch- und französischsprachiger Fachkräfte und NGO-Mitarbeitenden in Lomé. Kulinarisch zählt Togo zu den interessanteren Ländern der Bucht von Benin: Fufu (Yam- oder Maniokpaste mit Erdnuss-, Palmnuss- oder Gemüsesauce), Akoumé (fermentierter Maisbrei), Gboma Dessi (Spinat-Fisch-Eintopf, das alltägliche Nationalgericht), gegrillter Tilapia und Dorade vom See und vom Atlantik, Akpan (fermentiertes Maisgetränk), Lomé-Palmwein und sein gebrannter Verwandter Sodabi, Abolo-Maisbrot und Koliko-Maniokchips. Dazu die einheimischen Biere — vor allem Pils, Ngok und Awooyo — und die sprichwörtliche togolesische Gastfreundschaft (Akwaba im Ewe-Süden, Togba im Kabyè-Norden), die für viele europäische Gäste der prägendste Eindruck der Reise bleibt. Beste Reisezeit ist die trockene Harmattan-Saison von November bis Februar mit angenehmen Temperaturen und klarer Sicht; im Januar liegt gelegentlich Staubdunst über dem Land. April bis September ist Regenzeit mit den Hauptspitzen im Mai/Juni und im September; in dieser Zeit sind die Wasserfälle bei Kpalimé am eindrucksvollsten, einzelne Pisten im Norden können aber unpassierbar werden.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Koutammakou — UNESCO-Land der Batammariba

Koutammakou liegt im Tamberma-Tal im äußersten Nordosten Togos, nahe der Grenze zu Benin, und ist die kulturelle Hauptattraktion des Landes. Auf rund 50.000 Hektar verteilen sich die berühmten Takienta — zweistöckige Lehmtürme mit Strohdach, in denen Speicher, Küche, Schlafräume und Ahnenschreine zu einem einzigen Bauwerk zusammengeführt sind. Die Batammariba leben hier seit Jahrhunderten und führen ihre Initiationsriten weiter: den Difoani-Zyklus alle fünf Jahre für junge Männer, den Akotugbalega für junge Frauen. Die Türme sind weiterhin bewohnt, keine Museumsobjekte. Anfahrt am besten ab Kara oder Kandé; lokale Tourismusgemeinden organisieren Besuche, die respektvoll und gut begleitet ablaufen.

Lomé — Grand Marché, Akodessewa-Vodun-Markt und Atlantikstrand

Lomé verdient zwei bis drei Tage. Der Grand Marché im Stadtzentrum ist seit Jahrzehnten das Reich der Nana Benz, der Großhändlerinnen, die nach der Unabhängigkeit den westafrikanischen Wax-Print-Stoffhandel aufgebaut haben. Wenige Kilometer weiter östlich liegt der Akodessewa-Markt, der größte funktionierende Vodun-Versorgungsmarkt Westafrikas — Anlaufstelle für Priester und Heilkundige aus Togo, Benin, Ghana und Nigeria, kein Foto-Set für Touristen. Dazu kommen die Kathedrale, das Goethe-Institut Lomé (Bibliothek, Sprachprogramm, regelmäßige Konzert- und Filmreihe — die wichtigste deutsche Kulturadresse vor Ort), der Atlantikstrand Plage de Lomé, das Hôtel 2 Février als Wahrzeichen aus den 1980er Jahren, die neue Lomé Marina und das kleine Musée National du Togo. Freitagabends spielt Live-Musik in Häusern wie dem Le Kilimanjaro.

Togoville, Aného und die Vodun-Küste

Östlich von Lomé folgt die Vodun-Küste. Aného am Atlantik hat eine Kathedrale aus dem 19. Jahrhundert, einen Fischmarkt an der Lagune und das Glidji-Anyron-Viertel — Schauplatz des Yêkê-Yêkê-Glidji-Festes Anfang September, bei dem der Hohepriester die Farbe des heiligen Steins für das kommende Jahr offenbart (Weiß steht für Frieden und Wohlstand). Etwas weiter im Inland, am Nordufer des Togosees, liegt Togoville: Vodun-Wallfahrtsort und gleichzeitig katholische Pilgerstation, mit der kleinen Basilika Notre-Dame du Lac in Sichtweite zum Königspalast der Mlapa-Dynastie. Pirogen verbinden Togoville mit Agbodrafo am Südufer.

Kpalimé, Mount Agou und die Plateaux-Region

Die Plateaux-Region um Kpalimé, 120 Kilometer nordwestlich von Lomé, ist das bergige Gegenstück zur Küste. Der Mount Agou erreicht 986 Meter und ist der höchste Punkt Togos; an klaren Tagen reicht die Sicht bis zum Volta-Stausee in Ghana auf der einen und zum Atlantik auf der anderen Seite. Dazu kommen die Wasserfälle von Kpime, Womé und Kamalo, Kakao- und Kaffeeplantagen (togolesischer Arabica geht an Specialty-Röstereien in Europa und Nordamerika) sowie die schmetterlingsreichen Wälder um Kloto, deren Centre des Papillons über 1.000 Arten erfasst hat. In Kpalimé selbst gibt es einen großen Freitagsmarkt, einige kleine Galerien und Batik- und Webwerkstätten; halbtägige Wanderungen führen auf den Agou und zu den umliegenden Wasserfällen. Zwei bis drei Tage reichen für die Region gut aus.

Fazao-Malfakassa und Wildtiere im nördlichen Atakora

Die beiden großen Nationalparks Togos sind Fazao-Malfakassa in der Mitte und Kéran im Norden. Sie schützen Bestände an Elefant, Flusspferd, Antilope (Kob, Hartebeest, Rotbüffel), Büffel und Leopard sowie rund 250 Vogelarten. Fazao-Malfakassa westlich von Sokodé ist mit etwa 1.920 Quadratkilometern der größte Park und beherbergt die größte verbliebene Elefantenpopulation des südlichen Togo, in einer abgelegenen, wenig erschlossenen Landschaft aus Waldsavanne und der Fazao-Steilstufe. Kéran im Norden grenzt an den beninischen Pendjari-Komplex und gehört zum grenzüberschreitenden westafrikanischen Wildtierkorridor. Wildtierbeobachtung ist in der Trockenzeit von November bis April am verlässlichsten.

Kara, Sokodé und der Kabyè-Norden

Die zentrale und nördliche Achse von Atakpamé über Sokodé bis Kara ist das ruhigere Gegengewicht zur Küste. Sokodé, die zweitgrößte Stadt Togos, ist muslimisch geprägt, hat eine große Freitagsmoschee und geht auf das historische Tem-Kotokoli-Sultanat zurück; das Adossa-Gadao-Messerfest findet hier Ende August oder Anfang September statt. Kara, Hauptstadt der Kabyè, liegt vor der Kulisse des Kara-Gebirges und der Atakora-Vorberge und ist Schauplatz des Evala-Ringkampffestes im Juli, bei dem junge Kabyè im traditionellen Initiationswettkampf antreten. In der Nähe liegt das kleine Universitätsstädtchen Pya. Die Region ist landwirtschaftlich geprägt und bietet ein deutlich anderes Tempo als Lomé oder Koutammakou.

Togolesische Küche, Vodun-Erbe und Gastfreundschaft

Togolesische Küche zählt zu den ausgeprägteren Küchen der Bucht von Benin: Fufu (Yam- oder Maniokpaste mit Erdnuss-, Palmnuss- oder Gemüsesauce), Akoumé (fermentierter Maisbrei), Gboma Dessi (Spinat-Fisch-Eintopf, das alltägliche Nationalgericht), gegrillter Tilapia und Dorade vom Togosee und Atlantik, Akpan (fermentiertes Maisgetränk), Lomé-Palmwein und der gebrannte Sodabi, Abolo-Maisbrot, Koliko-Maniokchips, dazu die einheimischen Biere Pils, Ngok und Awooyo. Vodun verbindet den Süden Togos kulturell eng mit dem benachbarten Benin — Togoville, der Akodessewa-Markt in Lomé und das Yêkê-Yêkê-Glidji-Fest im September markieren die Stationen. Hinzu kommt die togolesische Gastfreundschaft: das Akwaba-Willkommen im Ewe-Süden, das Togba im Kabyè-Norden. Für viele Reisende bleibt das der prägendste Eindruck der Reise.

Geld & Währung

Geld & Währung
CFA

Westafrikanischer CFA-Franc (XOF)

Währungscode: XOF

Praktische Geldtipps

CFA-Franc ist an den Euro gebunden

Togo nutzt den Westafrikanischen CFA-Franc (XOF), der zum Euro zu einem festen Kurs gebunden ist. EUR ist bei Banken und Wechselstuben in Lomé unkompliziert tauschbar. Schweizer Franken lassen sich bei Ecobank oder Société Générale in Lomé gegen XOF tauschen — im Inland weniger verfügbar.

ATMs in Lomé — begrenzte Abdeckung ausserhalb

Ecobank, Société Générale und BTCI haben in Lomé Automaten für internationale Visa-/Mastercard. In grösseren Regionalstädten vorhanden, in ländlichen Gebieten kaum.

Karten in grösseren Hotels — Mobile Money lokal dominierend

Internationale Kreditkarten werden in grösseren Hotels und manchen Restaurants in Lomé akzeptiert. Lokal dominieren Flooz und T-Money (Mobile-Wallet), für internationale Besucher ohne lokale SIM aber nicht zugänglich.

Bargeld für Märkte und Reisen im Land

Märkte, Strassenessen, Sammeltaxis und Betriebe ausserhalb von Lomé benötigen XOF-Bargeld. Vor der Abreise aus Lomé genug für die gesamte Reise einplanen.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

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