Trinidad und Tobago
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Hauptstadt
Port of Spain
Bevölkerung
1,5 Millionen
Einheimischer Name
Trinidad and Tobago
Region
Amerika
Karibik
Zeitzone
Atlantic Standard Time
UTC-04:00
Auf dieser Seite
Trinidad und Tobago ist die südlichste Doppelinsel der Karibik und liegt rund 11 km vor der venezolanischen Küste an der Mündung des Orinoco. Trinidad — die größere und einwohnerstärkere Insel mit der Hauptstadt Port of Spain — ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes und Geburtsort dreier prägender karibischer Musikrichtungen: Calypso, Soca und der Steelpan, der einzigen akustischen Instrumentenfamilie, die im 20. Jahrhundert erfunden wurde. Tobago, die kleinere Insel rund 30 km nordöstlich, ist die Strand- und Riff-Insel mit dem Buccoo-Reef-Nylon-Pool-Meeresreservat, Pigeon Point, Englishman's Bay und Charlotteville. Die Republik gehört seit 1976 dem Commonwealth an und war zuvor von 1962 bis 1976 unabhängiges Königreich unter der britischen Krone, davor britische Kolonie ab 1797 und davor spanisch-französisch geprägt. Die demografische Mischung geht jedoch weit über die britische Zeit hinaus: afrikanische, indische (mit etwa 35 % der Bevölkerung die größte indo-karibische Gemeinschaft Amerikas), europäische, indigene, chinesische und libanesisch-syrische Wurzeln teilen den Alltag, und der nationale Festkalender bildet das mit Weihnachten, Eid, Diwali und einem als Nationalfeiertag begangenen Karneval ab, der zu den größten vorösterlichen Festivals der Welt zählt. Im Land leben rund 1,4 Millionen Menschen. Der Piarco International Airport (POS) westlich von Port of Spain ist das Haupteinreisetor; der A.N.R. Robinson International Airport (TAB) auf Tobago bedient direkte internationale Flüge sowie den Inselbinnenflug. Aus dem deutschsprachigen Raum erfolgt die Anreise in der Regel via London, Frankfurt oder Amsterdam, häufig mit British Airways, KLM oder Saisoncharter ab Frankfurt mit Condor.
Einreisebestimmungen für Trinidad und Tobago
Trinidad und Tobago hat eine vergleichsweise offene touristische Einreiseregelung. Staatsangehörige Deutschlands, Österreichs und der Schweiz reisen visumfrei für bis zu 90 Tage ein — ebenso die meisten EU/Schengen-, US-, britischen, kanadischen, australischen, neuseeländischen, japanischen und CARICOM-Pässe. Wer ein Visum benötigt, kann es vorab über das E-Visum-Portal des Ministry of National Security beantragen. Der Reisepass muss bei Einreise mindestens sechs Monate gültig sein und freie Seiten für Stempel haben. Rückflug- oder Weiterreiseticket und Nachweise zu ausreichenden finanziellen Mitteln können an der Grenze verlangt werden; der bei der Einreise erteilte Stempel ist die Bezugsgröße für jede spätere Verlängerung — diese werden bei der Immigration Division in Port of Spain bearbeitet. Reisende mit mehr als 5.000 USD oder 20.000 TTD Bargeld müssen den Betrag bei Ein- und Ausreise deklarieren. Für Geschäftsaufenthalte, Studium, Erwerbstätigkeit und Daueraufenthalte gelten gesonderte Visumkategorien, die bei der zuständigen Hochkommission oder direkt bei der Immigration Division beantragt werden.
Gängige Visumtypen
Visumfreie Einreise (Tourismus, bis zu 90 Tagen)
Tourismus, Familienbesuche, Karnevalsreisen, Strand- und Vogelbeobachtungstouren sowie kurze Geschäftstermine für Staatsangehörige Deutschlands, Österreichs, der Schweiz, der EU/Schengen-Staaten, der USA, des Vereinigten Königreichs, Kanadas, Australiens, Neuseelands, Japans und der meisten CARICOM-Mitgliedstaaten.
Touristenvisum (über 90 Tage oder visumpflichtige Pässe)
Aufenthalte über 90 Tage hinaus oder Tourismus für Pässe, die ein Visum vorab benötigen.
Geschäfts- und Studienvisum
Geschäftsbesuche, Konferenzen, kommerzielle Tätigkeiten, akademischer Austausch und Studienprogramme an Hochschulen in Trinidad und Tobago.
Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis
Erwerbstätigkeit bei einem Arbeitgeber in Trinidad und Tobago, langfristige berufliche Einsätze und Daueraufenthalte.
Wichtige Reiseinformationen
Reiseführer
Trinidad und Tobago ist eine Karibikreise mit ungewöhnlicher kultureller Tiefe und in den deutschsprachigen Reisemarkt vor allem über Vogelbeobachtung, Tauchen und den Karneval-Tourismus eingebunden. Trinidad ist die kulturelle Insel: der Karneval von Port of Spain — Vorbild des Notting Hill Carnival in London und der Caribana in Toronto, Modell der karibischen Karnevalstradition in der weltweiten Diaspora — findet an den beiden Tagen vor Aschermittwoch statt, mit Mas-Bands, nächtlichen Panyard-Proben in den Wochen davor, dem J'ouvert-Auftakt am Karnevalsmontag um vier Uhr morgens und dem ganztägigen Parade-of-the-Bands-Umzug am Dienstag durch das Queen's Park Savannah. Außerhalb der Karnevalszeit sind das Asa Wright Nature Centre — eine Forschungs- und Naturschutzstation im Regenwald des Northern Range, deren Kolibri-Veranda, Oilbird-Höhle und 400-plus Vogelarten Trinidad zu einem globalen Pilgerziel für Vogelbeobachtende macht —, der Pitch Lake bei La Brea (das größte natürliche Asphaltvorkommen der Welt, Lieferquelle für Straßenbeläge vom Buckingham Palace bis Manhattan) und das Caroni Bird Sanctuary mit dem allabendlichen Heimflug der scharlachroten Sichler die zentralen Reiseziele. Die wilden Surfstrände der Nordküste — Maracas, Las Cuevas, Blanchisseuse — verankern das Wochenend-Leben der Trinidader, mit den Bake-and-Shark-Buden in Maracas als Fixpunkt. Tobago, 30 km nordöstlich, ist die Strand- und Riff-Insel: Pigeon Point mit der ikonischen strohgedeckten Anlegestelle, Castara und Englishman's Bay an der ruhigen Karibikseite, Pirate's Bay über Charlotteville auf der raueren Atlantikseite und das Buccoo-Reef-Nylon-Pool-Meeresreservat mit Glasbodenboot-Touren. Tobagos kleines Inselinneres beherbergt mit dem 1776 ausgewiesenen Tobago Main Ridge Forest Reserve den ältesten gesetzlich geschützten Wald der westlichen Hemisphäre. Die Küche ist unverkennbar karibisch-indisch geprägt: Doubles, Roti, Bake-and-Shark, Callaloo, Pelau und Pholourie sind die Straßenstand-Klassiker. Die zuverlässigsten Reisemonate sind Januar–Mai (Trockenzeit, Karnevalszeit); Juni–November ist Regenzeit, Trinidad und Tobago liegen jedoch südlich des atlantischen Hurrikangürtels und werden nur selten direkt getroffen.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Der Karneval von Port of Spain im Februar oder März ist der kulturelle Anker — die Panyards üben ab Januar bis tief in die Nacht, Soca-Fêtes füllen jedes Wochenende der Vorbereitung, der J'ouvert-Auftakt mit Schlamm und Farbe beginnt am Karnevalsmontag um vier Uhr morgens, die volle Mas-Parade zieht am Dienstag durchs Savannah. Außerhalb der Karnevalswochen wird das Erbe der Steelpan-Erfinderinsel ganzjährig im National Academy for the Performing Arts (NAPA) und in den Panyards von Laventille, Woodbrook und St James gepflegt — Besuchende sind während der Proben willkommen. Das Tobago Heritage Festival Ende Juli ergänzt das Bild mit einer ruhigeren, dorfgebundenen Feier von Folklore, Erzählkunst und Küche.
Das Asa Wright Nature Centre in der Northern Range Trinidads ist die globale Pilgerstätte — die Kolibri-Futterveranda allein dokumentiert mehr als ein Dutzend Arten; die Dunston-Höhle auf dem Gelände beherbergt eine der wenigen zugänglichen Oilbird-Kolonien überhaupt. Das Caroni Bird Sanctuary bei Sonnenuntergang für die heimkehrenden Sichler-Schwärme, das Nariva-Sumpfgebiet an der Ostküste und das Tobago Main Ridge Forest Reserve (1776 — der älteste gesetzlich geschützte Wald der westlichen Hemisphäre) runden das Bild eines Landes ab, das mit über 470 erfassten Arten ornithologisch zum südamerikanischen Festland zählt, nicht zur klassischen Karibik.
Pigeon Point mit Lagune, Castara und Englishman's Bay an der Karibikseite, Pirate's Bay oberhalb Charlottevilles auf der Atlantikseite und Mount Irvine Bay zum Surfen sind die klassischen Strände der Insel. Das Buccoo-Reef-Nylon-Pool-Meeresreservat hat flache Korallengärten, die per Glasbodenboot erreichbar sind. Speyside im Nordosten ist die Tauchbasis für Little Tobago und Goat Island mit Mantarochen- und Tarpon-Schwärmen, Driftgängen entlang der Sisters Rocks und einer der größten Hirnkorallenkolonien der Karibik.
Die trinidadische Küche ist Straßenstand-definiert: Doubles (Curry-Kichererbsen in zwei dünnen Bara-Fladen) zum Frühstück, Bake-and-Shark an den Maracas-Buden am Strand, Roti zu jeder Tageszeit, Pelau bei Familienzusammenkünften und Pholourie mit Tamarinden-Sauce als Snack. Der Pitch Lake bei La Brea — das größte natürliche Asphaltvorkommen der Welt — bietet geführte Begehungen über die langsam fließende Oberfläche und ein kleines Besucherzentrum. Das Caroni Bird Sanctuary, das Nariva-Sumpfgebiet, der Hindu-Tempelkomplex von Waterloo (auf einer ins Meer gebauten Plattform am Strand von Carapichaima) sowie die farbenfrohen Magnificent-Seven-Häuser am Queen's Park Savannah in Port of Spain bilden einen kulturellen Halbtagskreis.
Geld & Währung
Trinidad-und-Tobago-Dollar (TTD)
Währungscode: TTD
Praktische Geldtipps
Trinidad-und-Tobago-Dollar (TTD) — die Landeswährung für den Alltag; USD wird in Tobagos Tourismussektor breit akzeptiert, für Transport, Doubles-Stände, Supermärkte und Sammeltaxis ist jedoch TTD erforderlich; Wechsel bei Republic Bank, RBC Royal Bank, Scotiabank und First Citizens; CHF und EUR umtauschen oder per Wise/Revolut bevorraten
Die Landeswährung ist der Trinidad-und-Tobago-Dollar (TTD). Der TTD floatet, wird jedoch von der Zentralbank in einem relativ engen Band zum US-Dollar geführt — der aktuelle Kurs ist vor der Reise zu prüfen. USD-Bargeld wird in vielen Tobago-Resorts, bei Tauchanbietern, in Marinas und in einigen Hotels von Port of Spain akzeptiert; für Sammeltaxis (Maxi Taxis und Route Taxis), Doubles- und Bake-and-Shark-Stände, Supermärkte, Märkte, Fährtickets und den Alltag wird jedoch TTD verlangt. Republic Bank, RBC Royal Bank, Scotiabank und First Citizens sind die vier größten Banken; sie betreiben Wechselschalter am Piarco International Airport (POS), bei Crown Point auf Tobago und in Stadtfilialen — die Kurse außerhalb des Flughafens sind in der Regel besser. Für deutschsprachige Reisende ist es am bequemsten, EUR oder CHF vor Abreise per Wise oder Revolut auf USD/TTD umzuschichten oder USD als Bargeld-Backup mitzuführen. Bargeld über USD 5.000 oder TTD 20.000 ist bei Ein- und Ausreise deklarationspflichtig.
Geldautomaten flächendeckend in Port of Spain, San Fernando, Scarborough und Crown Point — Republic Bank, RBC, Scotiabank und First Citizens akzeptieren Visa und Mastercard; teils auch Maestro und Cirrus; im Hinterland und in abgelegenen Tobago-Buchten dünn — vor der Fahrt TTD abheben
Geldautomaten sind in Port of Spain (entlang Independence Square und Frederick Street sowie in den großen Einkaufszentren), San Fernando, Arima, Chaguanas, Scarborough auf Tobago und Crown Point am Flughafen zuverlässig. Republic Bank und RBC Royal Bank haben die dichtesten Netze; Scotiabank und First Citizens sind übliche Alternativen. Die meisten Automaten akzeptieren Visa und Mastercard; Maestro und Cirrus laufen an vielen, aber nicht an allen Geräten. Pro Abhebung sind in der Regel TTD 2.000–5.000 möglich, internationale Karten zahlen häufig eine feste Gebühr. Wise- und Revolut-Karten reduzieren Abhebungs- und Umrechnungsgebühren gegenüber regulären Bankkarten erheblich. Außerhalb der Städte und Tourismuszentren werden Automaten dünner — vor der Fahrt zu Inland-Dörfern, zum Maracas Beach, zum Asa Wright Centre in der Northern Range oder zu abgelegenen Tobago-Buchten ausreichend TTD abheben.
Karten in Hotels, Supermärkten und großen Restaurants — Visa und Mastercard Standard, AmEx in gehobenen Hotels; Kontaktlos in Ketten zunehmend, Apple Pay und Google Pay nur eingeschränkt; TTD-Bargeld für Straßenessen, Taxis und Karneval
Visa und Mastercard werden in allen Hotels, Supermärkten (Massy Stores, JTA Supermarkets, Tru Valu), großen Restaurants und in den großen Filialketten akzeptiert. American Express funktioniert in gehobenen Hotels von Port of Spain und Tobago, weniger sonst. Kontaktlose Kartenzahlung am POS-Terminal ist in Ketten und Tourismusgebieten zunehmend verbreitet; Apple Pay und Google Pay werden uneinheitlich unterstützt — manche Betriebe akzeptieren, viele nicht; ein Smartphone-only-Setup ist riskant. Doubles- und Bake-and-Shark-Stände, Route Taxis und Maxi Taxis, Marktstände, Panyards in der Karnevalszeit und die meisten Strandbars sind ausschließlich Bargeld. Bietet ein Terminal an, in USD, EUR oder CHF statt in TTD zu belasten (Dynamic Currency Conversion, DCC), immer TTD wählen — DCC fügt einen versteckten Aufschlag von 3–8 % hinzu.
Kleine TTD-Scheine für Straßenessen, Taxis, Fähren und Karneval — Doubles, Bake-and-Shark, Route Taxis, Maxi Taxis und Panyards laufen über Bargeld; Trinkgeld nicht zwingend (oft als Service Charge enthalten); die TT Inter-Island Ferry akzeptiert TTD und Karte
TTD-Bargeld in kleinen Stückelungen (TTD 20, 50 und 100) ist die praktische Grundlage für die Reise. Doubles zum Frühstück, Bake-and-Shark an den Maracas-Buden, Roti zu jeder Tageszeit und Pelau bei Familienfeiern werden direkt am Stand bar bezahlt. Route Taxis (die Sammelautos mit Routenanzeige auf dem Dach) und Maxi Taxis (die größeren Sammelminibusse mit Routen-Farbstreifen) nehmen ebenfalls nur Bargeld; den Fahrpreis vor dem Einsteigen bestätigen — übliche Kurzstrecken liegen bei TTD 8–25. Die TT Inter-Island Ferry zwischen Port of Spain und Scarborough auf Tobago akzeptiert TTD oder Karte am Schalter. Trinkgeld ist in Restaurants oft als 10 % Service Charge enthalten — vor der Zahlung prüfen; bei Taxis, Reiseführern und Hotelpersonal sind Aufrunden oder TTD 20–50 angemessen. Karnevalsfetes und Panyard-Tickets werden meist online vorab bezahlt; vor Ort kann Bargeld für letzte Getränke und Snacks nötig sein.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Städte mit Vertretungen
Wo dieses Land Botschaften oder Konsulate unterhält
Ausländische Vertretungen in Trinidad und Tobago
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