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Istanbul erschließt sich nicht an einem Wochenende — die Stadt verlangt eine Woche und belohnt einen Monat. Die Stadt erstreckt sich über beide Ufer des Bosporus: die europäische Seite mit dem historischen Kern (Sultanahmet, Großer Basar, Beyoğlu) und die asiatische Seite mit einem ruhigeren, wohnlicheren Charakter, den die meisten Touristen nie erleben. Die Skyline definieren Moscheekuppeln und Minarette — die gewaltige Kuppel der Hagia Sophia über dem Goldenen Horn, die Kaskade der sechs Minarette der Blauen Moschee, die imperiale Symmetrie der Süleymaniye — aber Istanbul ist keine Museumsstadt. Istanbul ist Türkeis Wirtschaftsmotor, Kulturhauptstadt und gastronomisches Zentrum gleichzeitig. Der Große Basar operiert seit 1461 mit 4.000 Geschäften. Der Gewürzbasar füllt die Luft mit Sumak, Safran und Trockenfrüchten. Fähren kreuzen den Bosporus alle fünfzehn Minuten und befördern Pendler zwischen den Kontinenten zum Preis einer Busfahrkarte. Und das Essen — Balık Ekmek (Fischbrötchen) von den Booten am Eminönü-Ufer, Lahmacun aus Hinterhofläden in Fatih, Meyhane-Abendessen mit zwanzig Meze-Gängen in Beyoğlu und Simit-Karren an jeder Ecke — macht Istanbul zu einer der großen Essensstädte der Welt. Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum: Lufthansa, Turkish Airlines und SunExpress ab Frankfurt, München, Wien, Zürich, Düsseldorf und Berlin (ca. 3 Stunden).
Istanbul entdecken
Die Türkei lässt viele Nationalitäten für kurze touristische Aufenthalte visumfrei einreisen, andere beantragen vor der Reise online ein e-Visum — das offizielle Portal stellt es zügig aus. Die Einreiseregeln ändern sich periodisch; prüfen Sie vor der Buchung die aktuelle Regel für Ihren Pass und achten Sie auf mindestens sechs Monate Restgültigkeit. Istanbuls zwei Flughäfen sind die wichtigsten Einreisepunkte.
Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis November) sind ideal — milde Temperaturen, klares Licht über dem Bosporus und weniger Andrang als im Hochsommer. Juli und August sind heiß und schwül; der Winter (Dezember bis März) ist kalt und regnerisch mit gelegentlichem Schnee, der Kuppeln und Minarette spektakulär macht, dazu niedrigere Preise und weniger Besucher.
Drei bis vier Tage decken das Wesentliche ab: ein Tag für Sultanahmet (Hagia Sophia, Blaue Moschee, Topkapı und die Basilika-Zisterne), ein Tag für den Großen Basar, den Gewürzbasar und die Süleymaniye, ein Tag für eine Bosporus-Fähre und Beyoğlu und idealerweise ein vierter für die asiatische Seite in Kadıköy und Üsküdar. Eine Woche lohnt sich noch mehr — Istanbul schichtet römische, byzantinische und osmanische Geschichte über eine lebendige Megastadt.
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