Usbekistan

🇺🇿

Telefonvorwahl

+998

Hauptstadt

Tashkent

Bevölkerung

35 Millionen

Einheimischer Name

O‘zbekiston

Region

Asien

Zentralasien

Zeitzonen

Uzbekistan Time

UTC+05:00

+1 more

Usbekistan ist eine zweifach binnenländische Republik in Zentralasien mit rund 35 Millionen Einwohnern, die im Norden an Kasachstan, im Osten an Kirgisistan und Tadschikistan, im Süden an Afghanistan und im Westen an Turkmenistan grenzt und als kulturelles Herz der historischen Seidenstraße gilt. Drei der berühmtesten Namen der Reisegeschichte — Samarkand, Buchara und Chiwa — liegen innerhalb weniger Stunden Bahnfahrt voneinander entfernt, und das blau-türkise Tilework des timuridischen 14. und 15. Jahrhunderts (Amir Timur und sein Enkel Ulugh Beg, der Astronomenkönig) hat die islamische Architektur von Anatolien bis zu den Mogul-Höfen Indiens geprägt. Amtssprachen sind Usbekisch (eine Turksprache, die seit der Reform nach 1991 in lateinischer Schrift geschrieben wird) und Russisch (die De-facto-Verkehrssprache in Taschkent, Wirtschaft und Wissenschaft); Karakalpakisch ist ko-amtlich in der Autonomen Republik Karakalpakistan im Westen. Fünf UNESCO-Welterbestätten bilden das kulturelle Rückgrat — Itchan Kala (die ummauerte Innenstadt von Chiwa, 1990 als erste usbekische Stätte eingeschrieben), das historische Zentrum von Buchara (1993), Schahrisabz (Geburtsort Amir Timurs, 2000), Samarkand 'Kreuzung der Kulturen' (2001) und das westliche Tien-Schan-Naturerbe (2016, gemeinsam mit Kasachstan und Kirgisistan). Zwei UNESCO-Einträge zum immateriellen Kulturerbe sind ebenso berühmt: die Plov- (Palau-)Kultur der usbekischen Gastfreundschaft (2016) und die Schaschmaqom-Musiktradition Bucharas (2008). Seit 2018 ist das Land für den unabhängigen internationalen Tourismus geöffnet — visumfrei für etwa 90 Nationalitäten (alle EU-Staaten, das Vereinigte Königreich, die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein, Australien, Neuseeland, Japan, Südkorea, Israel, Singapur und rund 60 weitere) für Aufenthalte bis 30 Tage, dazu ein funktionierendes E-Visum für Reisende aus etwa 50 weiteren Ländern. Direktflüge ab Frankfurt und München mit Lufthansa und Uzbekistan Airways, Wien (Uzbekistan Airways) und Zürich saisonal machen die Region für DACH-Reisende sehr gut erreichbar. Die Afrosiyob-Hochgeschwindigkeitsbahn (Taschkent–Samarkand rund 2 Stunden, Taschkent–Buchara rund 4 Stunden) ist das praktische Rückgrat jeder Seidenstraßenreise. Die usbekische Küche — Plov (das Nationalgericht mit Hunderten regionaler Varianten), Schaschlik, Lagman, Manti, Somsa, das gestempelte Non-Brot von Samarkand und Buchara, die Trockenfrüchte Bucharas und die Tschaichona-Teehauskultur — verankert die kulinarische Seite. Die legendäre usbekische Gastfreundschaft (mehmondoʻstlik) ist für die meisten DACH-Reisenden der stärkste Eindruck.

Visumvorschriften für Usbekistan

Usbekistan betreibt eines der offensten Visasysteme Zentralasiens mit drei parallelen Spuren: visumfreie Einreise, E-Visum und das traditionelle Botschaftsvisum für die wenigen nicht abgedeckten Nationalitäten. Visumfrei für 30 Tage gilt für Bürgerinnen und Bürger von Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, allen weiteren EU-Staaten, dem Vereinigten Königreich, Norwegen, Island, Australien, Neuseeland, Japan, Südkorea, Singapur, Malaysia, Israel und rund 90 Ländern insgesamt — für Tourismus, Geschäft oder Familienbesuch, ohne Voranmeldung (Einreisestempel bei Ankunft, Reisepass mindestens 3 Monate ab Einreise gültig, eine leere Seite). DACH-Reisende benötigen also für einen Standard-Seidenstraßentrip kein Visum. Bürger von etwa 60 weiteren Ländern (USA, Kanada, Indien, China, Mexiko, Brasilien, Argentinien, Chile und andere) beantragen das E-Visum online auf e-visa.gov.uz: 30 Tage Single Entry für 20 USD, bis zu 12 Monate mehrfache Einreise für 50 USD, 7 Tage Transit für 20 USD, Bearbeitung in der Regel 2 Werktage. Reisepass mindestens 3 Monate ab geplanter Einreise gültig, eine leere Seite. Eine OVIR-Registrierungspflicht besteht bei kurzen Aufenthalten in Hotels nicht mehr — das Hotel registriert die Gäste elektronisch bei der Migrationsbehörde, der Hoteleinreisezettel ('Spravka') wird beim Verlassen kontrolliert. Wer in privaten Unterkünften oder nicht registrierten Gästehäusern übernachtet, sollte einen Nachweis über jede Übernachtung aufbewahren — die Praxis hat sich seit 2019 deutlich entspannt, das System existiert jedoch weiterhin. Es bestehen keine verpflichtenden Gesundheitszeugnisse oder zusätzlichen Visagebühren. Vor der Reise immer den aktuellen Stand auf e-visa.gov.uz und beim deutschen Auswärtigen Amt, dem österreichischen BMEIA oder dem Schweizer EDA prüfen — die Liste der visumfreien Länder ist seit 2018 mehrfach erweitert worden.

Gängige Visumtypen

Visumfreie Einreise (30 Tage)

30 Tage je Einreise; Reisepass 3+ Monate ab Ankunft gültig; eine leere Seite; keine Voranmeldung; Einreisestempel bei Ankunft an den internationalen Flughäfen Taschkent (TAS), Samarkand (SKD), Buchara (BHK), Urgentsch (UGC), Termiz (TMJ), Nukus (NCU) und an den großen Landgrenzen zu Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan.

Tourismus, Geschäftsreisen und Familienbesuche für Staatsangehörige Deutschlands, Österreichs, der Schweiz, Liechtensteins und rund 90 weiterer Länder (alle EU, Vereinigtes Königreich, Norwegen, Australien, Neuseeland, Japan, Südkorea, Israel, Singapur und andere).

Touristen-E-Visum (30 Tage)

30 Tage Single Entry; Antrag online auf e-visa.gov.uz; 20 USD; Bearbeitung in der Regel 2 Werktage; Reisepass 3+ Monate ab Ankunft gültig; ausgedruckter Bescheid bei jeder Einreise vorzulegen; gültig an allen internationalen Flughäfen und großen Landgrenzen.

Tourismus und kurze Geschäftsreisen für Bürger von rund 60 weiteren Ländern (USA, Kanada, Indien, China, Mexiko, Brasilien, Argentinien, Chile und andere), die nicht auf der visumfreien Liste stehen.

E-Visum mit mehrfacher Einreise (1 Jahr)

Bis zu 12 Monate mehrfache Einreise, je 30 Tage Aufenthalt; Antrag online auf e-visa.gov.uz; 50 USD; Bearbeitung in der Regel 2 Werktage; Reisepass 6+ Monate ab erster Einreise empfohlen; gleiche Berechtigungsliste wie das Standard-Touristen-E-Visum.

Wiederholte Geschäftsreisen, regionale Zentralasienrouten mit Wiedereinreise und häufige Familienbesuche für dieselben E-Visum-berechtigten Nationalitäten.

Transit, Geschäft, Studium und Langzeitvisum

Transit-E-Visum: 7 Tage, 20 USD, online über e-visa.gov.uz; Geschäftsvisum: 30–90 Tage, LOI eines usbekischen Gastgebers erforderlich; Studien- und Arbeitsvisum: 1 Jahr verlängerbar, Hochschulzulassung oder Arbeitsbewilligung vor Antrag erforderlich; Aufenthaltsgenehmigungen werden im Land nach legaler Einreise ausgestellt; Bearbeitung 4–8 Wochen für nicht-touristische Kategorien.

7-Tage-Transit-E-Visum für Umsteigeverbindungen über Taschkent, Geschäftsvisum mit Einladung eines usbekischen Gastgebers (LOI), Studienvisum für die Staatliche Universität Taschkent und andere Hochschulen, Arbeitsbewilligungen für ausländische Fachkräfte (Öl- und Gas-, Bergbau-, NGO- und Diplomatensektor) und Familienzusammenführung mit usbekischen Staatsbürgern.

Wichtige Reiseinformationen

Staatsangehörige Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Liechtensteins reisen visumfrei für Aufenthalte bis 30 Tage ein (Tourismus, Geschäft oder Familienbesuch); kein Voranmeldungsantrag nötig, Einreisestempel bei Ankunft. Reisepass 3+ Monate ab Einreise gültig, eine leere Seite. Aktuelle Hinweise des Auswärtigen Amts (Berlin), des BMEIA (Wien) oder des EDA (Bern) vor Buchung prüfen.

Direktflüge ab Frankfurt und München mit Lufthansa und Uzbekistan Airways (rund 6,5 Stunden Flugzeit), ab Wien mit Uzbekistan Airways und ab Zürich saisonal mit Uzbekistan Airways; alternativ via Istanbul (Turkish Airlines, Pegasus), Dubai (Emirates, FlyDubai) oder Doha (Qatar Airways). Inlandsflüge nach Samarkand (SKD), Buchara (BHK), Urgentsch (UGC für Chiwa) und Nukus (NCU) decken die Sekundärziele ab.

Die Afrosiyob-Hochgeschwindigkeitsbahn (Taschkent–Samarkand rund 2 Stunden, Taschkent–Buchara rund 4 Stunden, Chiwa via Urgentsch über Nacht) ist das praktische Rückgrat der Seidenstraßenreise; Voranmeldung auf chipta.railway.uz oder über seriöse Reiseveranstalter in Taschkent — Spontanverfügbarkeit in der Hauptsaison (April–Juni und September–Oktober) ist unzuverlässig.

Reiseführer

Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Usbekistan die zugänglichste und kulturell dichteste Einzelländerroute in ganz Zentralasien — fünf UNESCO-Welterbestätten innerhalb weniger Stunden Bahnfahrt, die eindrucksvollste islamische Architektur zwischen Iran und Indien und eine Gastfreundschaftskultur (mehmondoʻstlik), die international konstant als der stärkste Eindruck des Landes genannt wird. Direktflüge ab Frankfurt und München mit Lufthansa und Uzbekistan Airways (rund 6,5 Stunden), ab Wien mit Uzbekistan Airways und ab Zürich saisonal machen Taschkent für DACH-Reisende sehr gut erreichbar; alternativ über Istanbul (Turkish Airlines), Dubai (Emirates) oder Doha (Qatar Airways). Die Standardroute ist Taschkent–Samarkand–Buchara–Chiwa, getragen von der Afrosiyob-Hochgeschwindigkeitsbahn (Taschkent–Samarkand rund 2 Stunden, Taschkent–Buchara rund 4 Stunden); Chiwa wird per Inlandsflug nach Urgentsch (UGC, 30 km) oder per Nachtzug erreicht. Taschkent (TAS) — die mit rund 2,5 Millionen Einwohnern größte Stadt Zentralasiens — ist eine angenehme 1- bis 2-tägige Auftaktbasis: die sowjetisch-modernistische Metro (deren Stationen Einzelkunstwerke sind und erst 2018 zum Fotografieren freigegeben wurden), der Tschorsu-Basar unter seiner blau gekachelten Kuppel, der Khast-Imam-Komplex (mit dem Uthman-Koran aus dem 7. Jahrhundert, einem der ältesten der Welt), der Amir-Timur-Platz und das Museum für Angewandte Kunst sind eine bequeme Eröffnung. Samarkand (UNESCO 'Kreuzung der Kulturen', 2001) ist der Hauptstopp: der Registan-Platz (die drei Madrasas Ulugh Beg, Sher-Dor und Tilya-Kori — das meistfotografierte Ensemble Zentralasiens), die Schahi-Sinda-Nekropole (die Allee der blau gekachelten Mausoleen am heiligen Hügel), das Gur-e-Amir (Timurs Mausoleum, Vorbild für das Taj Mahal in Agra), die Bibi-Khanym-Moschee, das Ulugh-Beg-Observatorium (das Sultani-Sternenkatalog produzierte) und der Siyob-Basar füllen 2–3 Tage. Buchara (UNESCO 1993) ist die architektonisch am besten erhaltene mittelalterliche islamische Stadt Zentralasiens — der Po-i-Kalyan-Komplex mit dem 47 Meter hohen Kalyan-Minarett (das Dschingis Khan 1220 angeblich verschont hat), der Lyab-i-Hauz-Platz, die Ark-Festung, das Char-Minar-Tor und die erhaltenen Karawansereien und Handelskuppeln (Toki Sarrofon, Toki Telpak Furushon, Toki Zargaron) füllen 2 Tage. Chiwa (UNESCO 1990, die erste eingeschriebene usbekische Stätte) — die ummauerte Innenstadt Itchan Kala mit dem unfertigen blauen Kalta-Minor-Minarett, dem Tasch-Hauli-Palast, der Juma-Moschee mit ihren 218 geschnitzten Holzsäulen und der Pahlawan-Mahmud-Mausoleumskuppel — ist ein Freiluftmuseum, das in einem Tag durchlaufen werden kann. Schahrisabz (UNESCO 2000), 90 km südlich von Samarkand, ist Timurs Geburtsort. Karakalpakistan im Westen birgt zwei Überraschungen: das Sawitzki-Museum in Nukus (die zweitgrößte Sammlung russischer Avantgardekunst nach dem Russischen Museum in Sankt Petersburg, in sowjetischer Obskurität zusammengetragen) und die Wüste des ehemaligen Aralsees mit dem Schiffsfriedhof von Mojnoq. Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) und mehrere DACH-Universitäten arbeiten seit Jahrzehnten an Ausgrabungen in Buchara, Samarkand und im Surxondaryo-Becken — viele DACH-Reisende kommen mit einem akademischen oder kunsthistorischen Hintergrund und finden in den lokalen Museen exzellent ausgebildete deutschsprachige Führer. Die Küche — Plov (das vom UNESCO-Immaterielles-Kulturerbe-Programm 2016 anerkannte Nationalgericht mit Hunderten regionaler Varianten), Schaschlik, Lagman, Manti, Somsa, das gestempelte Non-Brot, die Trockenfrüchte Bucharas und die Tschaichona-Teehauskultur — sitzt neben der außerordentlichen Gastfreundschaft.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Samarkand — Registan, Schahi-Sinda und die timuridische Hauptstadt

Samarkand (UNESCO 'Kreuzung der Kulturen', 2001) ist der Hauptstopp jeder Seidenstraßenreise — Timurs Hauptstadt aus dem 14. Jahrhundert und das imperiale Zentrum der timuridischen Renaissance, 2 Stunden mit dem Afrosiyob-Hochgeschwindigkeitszug von Taschkent. Der Registan-Platz (die drei Madrasas Ulugh Beg, Sher-Dor und Tilya-Kori — das meistfotografierte Ensemble Zentralasiens), die Schahi-Sinda-Nekropole (die 'Lebende-König'-Allee blau gekachelter Mausoleen), das Gur-e-Amir (Timurs Mausoleum, Vorbild des Mogul-Taj Mahal), die Bibi-Khanym-Moschee, das Ulugh-Beg-Observatorium aus dem 15. Jahrhundert und der Siyob-Basar füllen einen bequemen 2- bis 3-tägigen Aufenthalt. Deutschsprachige Führer sind in Samarkand seit Jahrzehnten verfügbar.

Buchara — Po-i-Kalyan, Ark-Festung und die Handelskuppeln

Buchara (UNESCO Historisches Zentrum, 1993) ist die architektonisch am besten erhaltene mittelalterliche islamische Stadt Zentralasiens, ein 2-tägiger Aufenthalt 280 km westlich von Samarkand mit dem Afrosiyob-Zug. Der Po-i-Kalyan-Komplex mit dem 47 Meter hohen Kalyan-Minarett aus dem 12. Jahrhundert, der Lyab-i-Hauz-Platz mit seinem Teich aus dem 16. Jahrhundert und den umstehenden Tschinaren, die Ark-Festung der Bucharaer Emire, das viertürmige Char-Minar-Tor, das Tschaschma-Ayub-Mausoleum (Hiobs-Quelle), die Bolo-Hauz-Moschee und die erhaltenen Karawansereien und Handelskuppeln (Toki Sarrofon — Geldwechsler, Toki Telpak Furushon — Mützenverkäufer, Toki Zargaron — Juweliere) bilden ein außergewöhnliches mittelalterliches Ensemble. Restaurierungsarbeiten der letzten Jahrzehnte erfolgten teils in Kooperation mit deutschen Stiftungen.

Chiwa — Itchan Kala, die ummauerte Innenstadt

Chiwa (UNESCO 1990, die erste eingeschriebene usbekische Stätte) ist die ummauerte Innenstadt Itchan Kala 450 km nordwestlich von Buchara, erreichbar per Inlandsflug nach Urgentsch (UGC, 30 km) oder per Nachtzug. Das unvollendete, vollständig blau gekachelte Kalta-Minor-Minarett, die Kunya-Ark-Zitadelle, der Tasch-Hauli-Palast (mit seinen Haremshöfen aus geschnitztem Holz und Fliesen), das Pahlawan-Mahmud-Mausoleum (der Schutzheilige Dichter-Ringer der Stadt), die Juma-Moschee (die große Hypostylhalle mit 218 geschnitzten Holzsäulen aus dem 10. bis 19. Jahrhundert) und die Stadtmauern selbst bilden ein Freiluftmuseum chwaresmischer islamischer Architektur, das in einem Tag durchlaufen werden kann.

Taschkent — Sowjet-modernistische Metro, Tschorsu-Basar und Khast-Imam

Taschkent (TAS) — die mit rund 2,5 Millionen Einwohnern größte Stadt Zentralasiens — ist die praktische Ankunftsbasis. Die sowjetisch-modernistische Metro, deren Stationen Einzelkunstwerke sind (Kosmonavtlar, Alisher Navoi, Pakhtakor, Mustaqillik Maydoni) und erst 2018 zum Fotografieren freigegeben wurden, ist die einfachste Art, die Stadt zu navigieren. Der Tschorsu-Basar unter seiner blau gekachelten Kuppel, der Khast-Imam-Komplex (mit dem Uthman-Koran, traditionell einem der ältesten der Welt), der Amir-Timur-Platz, das Staatliche Geschichtsmuseum, das Museum für Angewandte Kunst und die Hazrati-Imam-Freitagsmoschee bilden eine bequeme 1- bis 2-tägige Eröffnung oder Abrundung. Das Goethe-Institut Taschkent ist ein nützlicher Anlaufpunkt für längere Aufenthalte.

Ferganatal und Margʻilon-Ikat — Handwerk und Agrarherz

Das Ferganatal im Osten — Andischan, Margʻilon, Kokand, Rishton — ist das landwirtschaftliche und handwerkliche Herz Usbekistans. Margʻilon ist das historische Zentrum der usbekischen Seiden- und Ikat-Webtradition, mit der Yodgorlik-Seidenfabrik, in der noch handgewebt wird (Reservierungsfärbung, abrband, hat UNESCO-Status als immaterielles Kulturerbe). Kokand hat den Khan-Palast aus dem späten 19. Jahrhundert und die Juma-Moschee; Rishton ist das Zentrum der blau-grünen Keramiktradition; Andischan war der Geburtsort Baburs, des Begründers des Mogulreiches. Das Tal ist auch der Obstkorb des Landes — Aprikosen, Granatäpfel, Melonen und Kirschen — und bietet einen ruhigeren, agrarischeren Kontrapunkt zu den großen monumentalen Städten.

Karakalpakistan und der Aralsee — Sawitzki-Museum und Mojnoq

Karakalpakistan im Westen — die autonome Republik mit ihrer Hauptstadt Nukus — birgt zwei der überraschendsten Attraktionen des Landes. Das Staatliche Sawitzki-Kunstmuseum in Nukus enthält die zweitgrößte Sammlung russischer Avantgardekunst der Welt nach dem Russischen Museum in Sankt Petersburg, vom sowjetischen Maler Igor Sawitzki von den 1950er bis 1980er Jahren in Obskurität zusammengetragen und berühmt 'der Louvre in der Wüste' genannt. Von Nukus aus erreicht ein Tages- oder Zweitagestrip Mojnoq am ehemaligen Ufer des Aralsees mit dem Schiffsfriedhof rostender Fischerboote auf dem ausgetrockneten Meeresgrund — eine dramatische Landschaft, am besten von Oktober bis Mai (im Sommer extreme Hitze).

Usbekische Küche, Tschaichona-Kultur und Plov

Die usbekische Küche ist eine der großen Küchen Zentralasiens. Plov (Palau) — der Reis-, Lamm-, Karotten-, Zwiebel-, Kümmel- und Kichererbsen-Pilaf — ist das Nationalgericht, 2016 vom UNESCO-Immaterielles-Kulturerbe-Programm anerkannt, mit Hunderten regionaler Varianten in Taschkent (Standard-Familienfest), Samarkand (Reis und Fleisch separat geschichtet), Buchara (mit Kichererbsen und Rosinen) und im Ferganatal (Originalstil, oft als der beste angesehen). Schaschlik (Spieße aus Lamm und Rind vom offenen Mangal-Grill), Lagman (handgezogene Nudelsuppe), Manti und Tschutschwara (Teigtaschen), Somsa (in Holzöfen gebackene Fleisch-Zwiebel-Pasteten), das berühmte runde Non-Brot von Samarkand und Buchara (mit Tschekitsch-Stempelmustern), die Trockenfrucht- und Nusstraditionen Bucharas und die Tschaichona-Teehauskultur mit Grünem Tee runden die kulinarische Seite ab. Die legendäre usbekische Gastfreundschaft ist konstant der stärkste einzelne Eindruck für DACH-Reisende.

Geld & Währung

Geld & Währung
лв

Usbekischer So'm (UZS)

Währungscode: UZS

Praktische Geldtipps

Usbekischer Som — Euro oder Schweizer Franken sauber tauschen

Offizielle Währung ist der Usbekische Som (UZS). Seit der Währungsliberalisierung 2017 ist der Schwarzmarkt praktisch verschwunden — der offizielle Bankkurs ist der einzige relevante Kurs. Reisende aus Deutschland und Österreich tauschen Euro problemlos bei jeder Bank in Taschkent, Samarkand, Buchara und Chiwa; für Schweizer Franken (CHF) verlangen einige kleinere Wechselstuben einen geringfügig schlechteren Kurs, in den großen Banken in Taschkent geht der Tausch problemlos. US-Dollar sind weiterhin die zuverlässigste Devise — frische Scheine ab Ausgabejahr 2013 werden überall akzeptiert. Den Som am Flughafen zurücktauschen funktioniert mit dem ursprünglichen Tauschbeleg — also Beleg aufbewahren.

Geldautomaten — in Großstädten zuverlässig, vor Regionalreisen abheben

In Taschkent, Samarkand, Buchara, Chiwa, Nukus und im Ferganatal akzeptieren Sanoat, Hamkor, Asaka, Ipak Yuli, Kapitalbank, NBU und Davr Bank Visa und Mastercard zuverlässig. Pro Abhebung sind 2–4 Millionen UZS möglich (rund 160–320 USD); das tägliche Limit setzt Ihre Hausbank. In kleineren Städten und auf Abstechern (Mojnoq am ehemaligen Aralsee, Termiz, Bergdörfer im westlichen Tien-Schan) sind Geldautomaten dünn — vor jedem Ausflug in der nächsten Provinzhauptstadt Bargeld abheben. Die Sparkassen-Cashgroup-Karte und österreichische Bankomatkarten mit V-Pay funktionieren oft nicht — Maestro/Mastercard-Debitkarten sind die zuverlässigste Option.

Kontaktloses Bezahlen — in Taschkent und an den Seidenstraßenstädten alltäglich

Visa, Mastercard und zunehmend UnionPay funktionieren kontaktlos in Restaurants, Cafés, Supermärkten, größeren Hotels und Apotheken in Taschkent sowie in den besseren Hotels und Restaurants von Samarkand, Buchara und Chiwa. Kleinere Familienhotels, Basare (Tschorsu in Taschkent, Siyob in Samarkand), Sammeltaxis und die Afrosiyob-Bahnschalter wollen meistens Bargeld in Som. Die beiden lokalen Bezahl-Apps Click und Payme laufen auf usbekischen Uzcard- und Humo-Konten, die ohne Aufenthaltsstatus für DACH-Reisende nicht zu öffnen sind — die QR-Codes sind überall sichtbar, aber für Touristen nicht praktikabel. Faustregel: Karte für Hotels, Restaurants und moderne Geschäfte, Bargeld für Basare, Taxis und ländliche Etappen.

Apple Pay und Google Pay funktionieren — über Ihre tokenisierte Karte

Apple Pay und Google Pay funktionieren in Usbekistan in dem Umfang, in dem Ihre Heim-Karte (Visa, Mastercard) kontaktlos akzeptiert wird — das POS-Terminal sieht eine kontaktlose Kartenzahlung, nicht die Wallet. In Taschkenter Supermärkten, größeren Hotels, Restaurantketten und am Flughafen ist das zuverlässig. Click und Payme integrieren sich nicht mit Apple Pay oder Google Pay für ausländische Konten. Beträge ab umgerechnet 2.000 USD (rund 1.850 EUR oder 1.700 CHF) müssen bei der Einreise schriftlich an der Zollerklärung angegeben werden — den abgestempelten Beleg bis zur Ausreise aufbewahren. Trinkgeld in Taschkenter Restaurants liegt bei rund 10 % (oft als Servicegebühr enthalten); im Taxi reicht das Aufrunden.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

Städte mit Vertretungen

Wo dieses Land Botschaften oder Konsulate unterhält

Vertretungen vor Ort

Ausländische Vertretungen in Usbekistan

Diese Botschaften und Konsulate haben ihren Sitz in diesem Land. Wähle eine Vertretung, um Details und Kontaktinformationen zu öffnen.

Alle Länder nach Kontinent

Brauchen Sie Hilfe bei Visumvorschriften oder beim Antrag für Usbekistan?

Visum für Usbekistan beantragen