Bahamas

Flagge von Bahamas

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Hauptstadt

Nassau

Bevölkerung

410.000

Einheimischer Name

Bahamas

Region

Amerika

Karibik

Zeitzone

Eastern Standard Time (North America)

UTC-05:00

Die Bahamas sind ein Archipel aus über 700 Inseln und Cays im Atlantik, der nur rund 80 Kilometer vor der Küste Floridas beginnt — ein englischsprachiges Land, dessen Charakter vom quirligen, resortgesäumten Nassau bis zu den stillen Out Islands reicht. Die Einreise ist für die meisten Besucher unkompliziert: Viele Nationalitäten, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, reisen im Rahmen bilateraler Abkommen visumfrei ein; die genehmigte Aufenthaltsdauer wird an der Grenze abgestempelt, längere Aufenthalte sind per Verlängerung möglich.

Visum- und Einwanderungssystem der Bahamas

Die Bahamas betreiben ein gestuftes Einwanderungssystem, das Tourismus erleichtert und gleichzeitig Arbeit und Aufenthalt reguliert. Die meisten Besucher aus Nordamerika, Europa und vielen Commonwealth-Ländern reisen für touristische Zwecke visumfrei ein: Die Visumpflicht ist im Rahmen bilateraler Abkommen je nach Nationalität für Aufenthalte von bis zu drei oder bis zu acht Monaten ausgesetzt, die tatsächlich gewährte Dauer wird an der Grenze nach Ermessen des Einwanderungsbeamten abgestempelt, und acht Monate sind das Maximum für Besucher mit nachgewiesenen Mitteln. Verlängerungen werden persönlich beim Department of Immigration beantragt, bevor die laufende Frist abläuft. Für Langzeitaufenthalte, Arbeit oder Wohnsitz sind verschiedene Genehmigungen erforderlich: Arbeitserlaubnisse (jährlich oder kurzfristig), Aufenthaltsgenehmigungen für Nicht-Erwerbstätige, Immobilienbesitzer-Genehmigungen sowie Daueraufenthaltszertifikate für Langzeitsiedler und Investoren. Das System unterscheidet zwischen wirtschaftlicher Tätigkeit (Arbeitserlaubnis) und passivem Aufenthalt (Aufenthaltsgenehmigung). Arbeitserlaubnisse erfordern Arbeitgeber-Sponsoring und Arbeitsmarktprüfung. Das BEATS-Programm (Bahamas Extended Access Travel Stay) für digitale Nomaden wurde Anfang 2022 eingestellt.

Gängige Visumtypen

Visumfreie Einreise

Visumpflicht je nach Nationalität für bis zu 3 oder bis zu 8 Monate ausgesetzt; die gewährte Dauer wird bei der Einreise nach Ermessen abgestempelt, 8 Monate sind das Besuchermaximum; Reisepass mindestens 6 Monate über das Abreisedatum gültig.

Tourismus, Geschäftsbesuche, Konferenzen, Familienbesuche und ähnliche vorübergehende Aktivitäten ohne Beschäftigung. Für Staatsangehörige der USA, des Vereinigten Königreichs, Kanadas, der EU-Mitgliedstaaten (einschließlich Deutschland und Österreich), der Schweiz und vieler anderer Länder.

Besuchervisum

Variiert je nach Ausstellung; in der Regel 30 bis 90 Tage pro Einreise; verlängerbar nach Ankunft.

Für visumpflichtige Staatsangehörigkeiten zu Tourismus- und Besuchszwecken. Antrag bei bahamaischen Botschaften, Konsulaten oder über britische Vertretungen. Bearbeitungszeit 5–15 Werktage.

Jährliche Arbeitserlaubnis

Bis zu 12 Monate; jährlich verlängerbar; Bearbeitungszeit 8–12 Wochen; positions- und arbeitgeberspezifisch.

Beschäftigung auf den Bahamas für Zeiträume über 90 Tage. Arbeitgeber-Sponsoring erforderlich. Reglementierte Berufe benötigen Genehmigung der zuständigen Berufskammer. Arbeitsmarktprüfung durch Zeitungsanzeigen.

Kurzzeit-Arbeitserlaubnis

1 bis 90 Tage; muss vor Ankunft beantragt werden; Gebühren nach Dauer und Art der Tätigkeit.

Für befristete Arbeitseinsätze von 1–90 Tagen: Projektarbeit, Schulungen, Installationen, Beratung, künstlerische Auftritte, Filmproduktionen und Saisonarbeit.

Jährliche Aufenthaltsgenehmigung

12 Monate; jährlich verlängerbar; Bearbeitungsgebühr BSD 200; Finanz- und Unterkunftsnachweis plus ärztliches und polizeiliches Zeugnis erforderlich.

Nicht-erwerbstätiger Aufenthalt für Ruhestand, Familienzusammenführung oder persönliche Gründe. Kein Arbeitsrecht. Nach 20 aufeinanderfolgenden Jahren kann ein Daueraufenthalt beantragt werden.

Immobilienbesitzer-Aufenthaltsgenehmigung

An Immobilienbesitz gebunden; verlängerbar solange Besitz besteht; kein Arbeitsrecht; Grundsteuerzahlung und Eigentumsurkunde erforderlich.

Für nicht-bahamaische Immobilienbesitzer unter dem International Persons Land Holding Act. Erleichtert Ein- und Ausreise für Eigentümer, deren Hauptwohnsitz im Ausland liegt.

Daueraufenthalt (allgemeine Kategorien)

Lebenslang sofern nicht widerrufen; kein Staatsbürgerschafts- oder Wahlrecht; Bearbeitungszeit 12–24 Monate; BSD 100 Gebühr.

Unbefristeter Aufenthalt für: (1) Ehepartner von Bahamern (5+ Jahre verheiratet), (2) im Ausland geborene Kinder bahamaischer Mütter, (3) Personen mit 20+ Jahren legalem Aufenthalt, (4) finanziell unabhängige Personen oder Immobilienbesitzer.

Wirtschaftlicher Daueraufenthalt

Lebenslang sofern nicht widerrufen; Bearbeitungszeit 3–6 Monate; Immobilien ab BSD 1,5 Mio. erhalten bevorzugte Bearbeitung.

Beschleunigter Daueraufenthalt für Großinvestoren. Zwei Stufen: (1) BSD 25.000 Gebühr mit Arbeitsrecht im eigenen Unternehmen, (2) BSD 20.000 ohne Arbeitsrecht. Mindestinvestition BSD 1,0 Mio. in genehmigte Immobilien oder Nullkupon-Anleihen der Zentralbank (10+ Jahre Haltedauer).

Studierendenaufenthaltsgenehmigung

Dauer des Studiums; in der Regel jährlich ausgestellt und verlängerbar; Gebühr BSD 300 pro Jahr.

Für internationale Studierende mit Vollzeiteinschreibung an bahamaischen Bildungseinrichtungen. Teilzeitarbeit ggf. eingeschränkt. Nach Abschluss Ausreise erforderlich, sofern kein anderer Aufenthaltsstatus beantragt wird.

Ehepartner-Aufenthaltsgenehmigung

Jährlich verlängerbar während der Ehe; Kohabitationsnachweis erforderlich; Weg zum Daueraufenthalt nach 5 Jahren.

Aufenthalt und Arbeitserlaubnis für Ehepartner bahamaischer Staatsbürger während der Ehe. Volle Arbeitserlaubnis ohne separate Arbeitserlaubnis. Nach 5 Ehejahren Antrag auf Daueraufenthalt möglich.

Wichtige Reiseinformationen für die Bahamas

Reisepass muss mindestens 6 Monate über das geplante Abreisedatum hinaus gültig sein. Einwanderungsbeamte setzen diese Regel strikt durch.

Rück- oder Weiterreiseticket bei der Einreise erforderlich. Offene oder Einwegtickets können zur Einreiseverweigerung führen.

Finanznachweis: Einwanderungsbeamte können Bargeld, Kreditkarten oder Kontoauszüge als Beleg ausreichender Mittel verlangen.

Reiseübersicht

Die Bahamas sind ein Paradies aus über 700 Inseln und 2.400 Cays, verstreut über 260.000 Quadratkilometer des klarsten Wassers der Welt. Die Exuma Cays sind weltberühmt für die schwimmenden Schweine von Big Major Cay — ein surreales Erlebnis, das es nur hier gibt. Nassau und Paradise Island bieten das legendäre Atlantis Resort, den historischen Strohmarkt und die pastellfarbene Kolonialarchitektur der Bay Street. Harbour Island besticht mit dem berühmten Pink Sand Beach — einem drei Kilometer langen Strand in zartem Rosa, der zu den schönsten der Welt zählt. Andros, die größte Insel, birgt das drittgrößte Barriereriff der Erde und die mysteriösen Blue Holes — unterirdische Höhlensysteme von atemberaubender Tiefe. Eleuthera verzaubert mit der Glass Window Bridge, wo der dunkelblaue Atlantik auf das türkisfarbene Karibikwasser trifft. Die Abacos locken Segler mit geschützten Gewässern und charmanten Loyalisten-Dörfern. Dean's Blue Hole auf Long Island ist mit 202 Metern das tiefste bekannte Blue Hole der Welt — ein Mekka für Freitaucher.

Entdecken Sie Bahamas

Nonstopflüge von deutschsprachigen Flughäfen nach Nassau gibt es nicht — praktisch jede Route führt über einen Drehkreuz-Umstieg, und die naheliegendsten liegen in den USA, allen voran Miami. Genau dort sitzt der Fallstrick, der mehr Bahamas-Reisen platzen lässt als jede Visumfrage: Wer über die Vereinigten Staaten fliegt, braucht auch für den bloßen Umstieg die elektronische US-Einreisegenehmigung, denn die USA kennen keinen sterilen Transit — jeder Passagier reist formal ein, holt sein Gepäck und checkt neu ein. Die Genehmigung muss vor Abflug vorliegen und sollte nicht erst am Vorabend beantragt werden. Wer das umgehen will, bucht über Umsteigepunkte außerhalb der USA — etwa London oder kanadische Drehkreuze, wobei Kanada eine eigene elektronische Genehmigung verlangt. Die Wahl der Route ist damit keine Preisfrage allein, sondern die erste Einreiseentscheidung der Reise.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Traumstrände & Inselhüpfen

Der Pink Sand Beach auf Harbour Island, die weißen Strände von Cable Beach bei Nassau, die einsamen Sandbänke der Exumas und die goldenen Küsten von Cat Island — Inselhüpfen per Boot oder Kleinflugzeug erschließt ein Universum aus Stränden und Lagunen.

Schwimmende Schweine & Tierbegegnungen

Die weltberühmten schwimmenden Schweine von Big Major Cay in den Exumas, Schwimmen mit Ammenhaien bei Compass Cay, Rochen füttern am Stingray Beach und Begegnungen mit Delfinen bei Bimini — die Bahamas bieten einzigartige Tiererlebnisse.

Tauchen & Blue Holes

Dean's Blue Hole auf Long Island (202 Meter tief), das Andros Barriereriff als drittgrößtes der Welt, die Thunderball Grotto (berühmt aus James Bond) und die Hai-Tauchgänge bei Tiger Beach — die Bahamas gehören zu den besten Tauchrevieren der Erde.

Segeln & Wassersport

Die geschützten Gewässer der Abacos sind ein Segelparadies mit charmanten Anlaufhäfen wie Hope Town und Green Turtle Cay. Bonefishing auf den Flats von Andros, Kitesurfen bei Long Island und Kajakfahren durch Mangrovenwälder ergänzen das Wasserangebot.

Kultur & Junkanoo

Das Junkanoo-Festival (26. Dezember und Neujahr) ist ein explosiver Karneval aus Musik, Tanz und kunstvollen Kostümen — Ausdruck der bahamaischen Identität. Dazu die Loyalisten-Geschichte der Abacos, das Pirates of Nassau Museum und die lebendige Goombay-Musikkultur.

Kulinarik & Rum

Conch Salad (frisch am Strand zubereitet), gebratener Schnapper mit Erbsen und Reis, Guava Duff als Dessert und der legendäre Bahama Mama Cocktail — die bahamaische Küche ist karibischer Genuss pur. Dazu Rum-Verkostungen und Fish Fry bei Arawak Cay in Nassau.

Geld & Währung

Geld & Währung
B$

Bahama-Dollar (BSD)

Währungscode: BSD

Praktische Geldtipps

Bahama-Dollar 1:1 an den US-Dollar gekoppelt — beide Währungen gleichwertig

Der Bahama-Dollar (BSD, B$) ist fest im Verhältnis 1:1 an den US-Dollar gebunden. Beide Währungen sind frei austauschbar — Preise, Wechselgeld und Geldautomaten sind in USD oder BSD ausgezeichnet. Europäer tauschen am besten zu Hause oder am Flughafen Frankfurt/Wien EUR in USD um, bevor sie auf die Bahamas fliegen. Lokale Wechselstuben auf den Bahamas bieten für EUR schlechte Kurse.

Geldautomaten auf Nassau — kaum auf den äußeren Inseln

Nassau (New Providence) und Paradise Island haben viele Geldautomaten von Commonwealth Bank, RBC Royal Bank und Scotiabank. Auf den Out Islands — Exuma, Abaco, Eleuthera, Long Island — sind Automaten selten oder nicht vorhanden. Wer die kleineren Inseln bereist, sollte in Nassau genügend USD-Bargeld abheben.

Kartenzahlung in Nassau und Resorts — Bargeld auf abgelegenen Inseln

Visa und Mastercard werden in Nassau-Hotels, Restaurants und Tourismusbetrieben allgemein akzeptiert. Kontaktloses Bezahlen ist in modernen Einrichtungen verbreitet. Apple Pay und Google Pay funktionieren an NFC-Terminals. Auf kleineren Inseln, an lokalen Fish-Fry-Ständen, an Conch-Salad-Ständen und in kleinen Guesthouses wird meist nur Bargeld angenommen.

Hochpreisiges Reiseziel — lokale Erlebnisse mit Bargeld bezahlen

Die Bahamas gehören zu den teureren Karibikreisezielen. Nassau-Hotels kosten 150–500 US-$/Nacht; das Atlantis Resort 300–800 US-$/Nacht. Restaurants für Touristen kosten 30–70 US-$ pro Person. Authentische Bahama-Küche beim Fish Fry an der Arawak Cay kostet 10–20 US-$ — fast nur gegen Bargeld. Trinkgelder (15–20 % im Restaurant, 10–15 % im Taxi) immer in Bargeld.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

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Häufig gestellte Fragen

Nein — alle drei Nationalitäten reisen für touristische Aufenthalte visumfrei ein. Die Visumpflicht ist im Rahmen bilateraler Abkommen je nach Nationalität für bis zu drei oder bis zu acht Monate ausgesetzt; welche Dauer tatsächlich gewährt wird, entscheidet der Einwanderungsbeamte und stempelt sie bei der Ankunft in den Pass. Mitbringen müssen Sie einen mindestens sechs Monate über die Abreise hinaus gültigen Reisepass, ein Rück- oder Weiterreiseticket und auf Nachfrage einen Nachweis ausreichender Mittel.

Das ist die wichtigste praktische Frage der ganzen Reise: Die USA kennen keinen Transitbereich — wer in Miami oder einem anderen US-Drehkreuz umsteigt, reist formal in die USA ein und braucht dafür die elektronische Einreisegenehmigung, beantragt VOR dem Abflug. Ohne sie beginnt die Reise gar nicht erst, denn die Airline verweigert schon das Boarding. Wer die US-Formalitäten vermeiden will, wählt eine Route über London oder Kanada — wobei Kanada für die Durchreise eine eigene elektronische Genehmigung verlangt.

Die bei der Einreise abgestempelte Frist ist maßgeblich — nicht die theoretische Obergrenze. Wer länger bleiben möchte, beantragt die Verlängerung persönlich beim Department of Immigration in Nassau, bevor die laufende Frist abläuft; acht Monate sind das Maximum für Besucher. Eine Überziehung ist keine Bagatelle: Sie führt zu Geldstrafen, im Ernstfall zu Haft und künftigen Einreiseverboten.

Visaja pflegt die Kontaktdaten und Visa-Hinweise auf dieser Seite laufend — verbindlich sind aber allein die Angaben der Vertretung selbst. Prüfen Sie die wichtigsten Punkte vor der Reise direkt über das offizielle Portal.