Bolivien

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Telefonvorwahl

+591

Hauptstadt

Sucre

Bevölkerung

12,2 Millionen

Einheimischer Name

Bolivia

Region

Amerika

Südamerika

Zeitzone

Bolivia Time

UTC-04:00

Bolivien ist ein Binnenstaat in Südamerika, bekannt für den Salar de Uyuni (die größte Salzpfanne der Welt), das hochgelegene La Paz (höchster Regierungssitz der Welt), den Amazonas-Regenwald, den Titicacasee und die indigenen Quechua- und Aymara-Kulturen. Die Landschaften reichen von den Andengipfeln bis zu tropischen Tiefebenen. Reisende zieht es zum Salar de Uyuni, zur Isla del Sol am Titicacasee, zur Kolonialarchitektur in Sucre und Potosí, zur „Todesstraße" für Mountainbiker, zum Madidi-Nationalpark und zu lebhaften Märkten mit indigenen Traditionen.

Visum und Einreisebestimmungen für Bolivien

Boliviens Visumvorschriften variieren je nach Staatsangehörigkeit erheblich. EU-Bürger (einschließlich Deutsche und Österreicher), UK-Staatsangehörige, Schweizer und die meisten südamerikanischen Länder können für 30 bis 90 Tage visumfrei einreisen. Staatsangehörige der USA, Kanadas und Australiens benötigen ein Visum, können dieses aber bei der Ankunft an den Hauptflughäfen und Landgrenzen erhalten. Für das Visum bei Ankunft werden eine Gebühr in US-Dollar, Unterkunftsnachweis, Gelbfieberimpfzertifikat und ggf. ein Weiterreisenachweis verlangt. Gelbfieberimpfung wird für die Einreise aus bestimmten Ländern benötigt. Visumbestimmungen können sich ändern — aktuelle Anforderungen vor der Reise prüfen.

Gängige Visumtypen

Visumfreie Einreise

30 bis 90 Tage je nach Staatsangehörigkeit; Reisepass muss 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein; keine Gebühr.

Für Tourismus, Geschäftsreisen und Besuche von EU-Staatsangehörigen (einschließlich Deutschland, Österreich), UK, Schweiz, Argentinien, Brasilien, Chile und weiterer berechtigter Länder.

Visum bei Ankunft

In der Regel 30 Tage; an den Flughäfen La Paz, Santa Cruz und Cochabamba sowie an einigen Landgrenzen erhältlich; Gebühr in USD; Gelbfieberimpfzertifikat erforderlich.

Für Staatsangehörige der USA, Kanadas, Australiens und anderer designierter Länder zu Tourismus- oder Geschäftszwecken.

Touristenvisum (Botschaft)

30 bis 90 Tage; Antrag über die bolivianische Botschaft oder ein Konsulat; Antragsformular, Fotos, Unterkunftsnachweis, Finanzierungsnachweis und Reiseplan erforderlich.

Für Staatsangehörigkeiten, die eine Vorabbeantragung benötigen, oder für Reisende, die das Visum vor der Reise erhalten möchten.

Aufenthaltsverlängerung

Verlängerung auf bis zu 90 Tage Gesamtaufenthalt pro Jahr möglich; Antrag beim Immigration Office; Gebühr und Finanznachweis erforderlich.

Für Touristen, die ihren visumfreien Aufenthalt oder ihr Touristenvisum über die anfängliche Genehmigung hinaus verlängern möchten.

Wichtige Reiseinformationen

Gelbfieberimpfung: Für die Einreise aus bestimmten Ländern erforderlich und für Reisen in Tieflandregionen empfohlen. Viele Staatsangehörigkeiten benötigen das Zertifikat für das Visum bei Ankunft.

Der Reisepass muss mindestens 6 Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültig sein. Freie Seiten für Einreisestempel sicherstellen.

Visum bei Ankunft: US-Bürger zahlten früher 160 USD (derzeit ausgesetzt, Regelungen können sich ändern). Exakte Gebühr in US-Dollar-Bargeld mitbringen.

Reiseführer

Bolivien ist Südamerikas rauestes und authentischstes Reiseland — ein Ort, an dem die Landschaften so extrem sind wie die Höhenunterschiede. Der Salar de Uyuni, die größte Salzpfanne der Welt (über 10.000 km²), verwandelt sich in der Regenzeit in einen endlosen Spiegel, der Himmel und Erde verschmelzen lässt — eines der surrealistischsten Naturschauspiele des Planeten. La Paz, eingekeilt in eine dramatische Andenschlucht auf 3.640 Metern, ist ein Labyrinth aus steilen Gassen, Seilbahnen und dem berühmten Hexenmarkt, wo getrocknete Lamaföten und Amulettte verkauft werden. Die Isla del Sol im Titicacasee — dem höchsten schiffbaren See der Welt — gilt in der Inka-Mythologie als Geburtsort der Sonne. Potosí, einst reichste Stadt der Welt dank seiner Silberminen im Cerro Rico, erzählt eine ergreifende koloniale Geschichte. Sucre, die weiße Hauptstadt, bezaubert mit Kolonialarchitektur und mildem Klima. Die „Todesstraße" (North Yungas Road) bietet den ultimativen Adrenalinkick für Mountainbiker. Der Madidi-Nationalpark im Amazonasbecken gehört zu den artenreichsten Gebieten der Erde.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Salar de Uyuni & Hochland

Der Salar de Uyuni als endloser weißer Horizont, die Lagunen Colorada (rot) und Verde (grün) mit Flamingos, die surreale Steinwüste des Siloli und der Geysir Sol de Mañana auf 4.800 Metern — die Dreitages-Jeeptour durch das Altiplano gehört zu den unvergesslichsten Reiseerlebnissen Südamerikas.

Titicacasee & Inka-Erbe

Die Isla del Sol mit ihren Inka-Ruinen und dem Panorama über den tiefblauen See, Copacabana als Pilgerstätte, die schwimmenden Schilfinseln auf der peruanischen Seite und der Sonnenuntergang über dem höchsten schiffbaren See der Welt — mystisch und unvergesslich.

Kolonialstädte & Geschichte

Sucre mit seiner weißen Kolonialarchitektur (UNESCO), Potosí mit dem Cerro Rico und den bedrückenden Minentouren, die an die spanische Silberausbeutung erinnern, und La Paz mit dem Hexenmarkt und den kolonialen Kirchen — Boliviens Städte erzählen von Glanz und Tragödie.

Abenteuer & Todesstraße

Die North Yungas Road (Todesstraße) von La Paz in die Yungas gehört zu den spektakulärsten Mountainbike-Abfahrten der Welt: 64 Kilometer, 3.600 Höhenmeter bergab, von Schnee bis Dschungel. Dazu Klettern am Huayna Potosí (6.088 m) und Trekking auf den Condoriri-Gipfeln.

Amazonas & Wildlife

Der Madidi-Nationalpark gehört zu den artenreichsten Schutzgebieten der Erde. Von Rurrenabaque aus führen Dschungeltouren zu Affen, Kaimanen, Papageien und Anacondas. Die Pampas del Yacuma bieten Tierbeobachtungen vom Boot aus — mit fast garantierten Begegnungen mit rosa Flussdelfinen.

Indigene Kulturen & Märkte

Bolivien hat den höchsten Anteil indigener Bevölkerung Südamerikas. Die Cholita-Wrestler in El Alto, die farbenfrohen Märkte von Tarabuco und Sucre, die Aymara-Neujahrszeremonie und die lebendigen Quechua-Traditionen bieten tiefe kulturelle Einblicke.

Geld & Währung

Geld & Währung
Bs.

Boliviano (BOB)

Währungscode: BOB

Praktische Geldtipps

Währung & Wechsel

Boliviens Währung ist der Boliviano (BOB). US-Dollar werden in touristischen Gebieten, Hotels und bei Reiseveranstaltern breit akzeptiert — besonders in La Paz, Uyuni und Copacabana — allerdings immer zu einem vom Anbieter festgelegten Kurs. Für die besten Wechselkurse empfehlen sich Casas de Cambio (Wechselstuben) in den Stadtzentren statt Flughäfen oder Hotels. Euro lassen sich in größeren Städten problemlos tauschen. Für DACH-Reisende gilt: am besten Euro oder Dollar in La Paz wechseln und ausreichend kleine Boliviano-Scheine für Märkte und ländliche Gebiete bereithalten.

Geldautomaten & Bargeld

Geldautomaten (Cajeros Automáticos) gibt es in allen größeren Städten — La Paz, Santa Cruz, Cochabamba, Sucre, Potosí — und sie geben Bolivianos aus. Die meisten akzeptieren Visa und Mastercard; Maestro und V-Pay (klassische österreichische Bankomatkarten) funktionieren an Automaten mit Cirrus-/Maestro-Logo. Abhebungslimits sind niedrig (rund BOB 2.000–3.000 pro Transaktion), Gebühren fallen pro Abhebung an. In kleineren Orten wie Copacabana, Coroico, Rurrenabaque und Uyuni können Automaten leer oder offline sein — immer eine Barreserve mitnehmen.

Kartenzahlung

Visa und Mastercard werden in gehobenen Hotels, Restaurants und Geschäften in La Paz, Santa Cruz und Cochabamba akzeptiert. Außerhalb dieser Städte sinkt die Akzeptanz stark. Reiseveranstalter für Salar-de-Uyuni-Touren, Todesstraßen-Biking und Dschungeltrips bevorzugen oft Bargeld oder erheben einen Kartenzuschlag. Kontaktloses Zahlen ist im Entstehen, aber noch ungewöhnlich. Die Hausbank vor Reiseantritt über Bolivien informieren, um Kartensperrungen zu vermeiden.

Bargeldstrategie

Bolivien ist außerhalb der großen Städte überwiegend eine Bargeldwirtschaft. Genügend Bolivianos für mehrtägige Ausflüge mitnehmen (Uyuni-Dreitagestouren, Dschungeltrips, Titicacasee-Überfahrten), wo keine Geldautomaten verfügbar sind. Kleine Scheine (BOB 10, 20, 50) sind unerlässlich — Marktverkäufer, Minibusfahrer und Dorfläden können BOB-100- oder -200-Scheine oft nicht wechseln. US-Dollar in kleinen Stückelungen dienen als nützliche Notfallreserve.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

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