Frankfurt, Deutschland

Aktueller City Guide mit Kurzinfos, Reisen, Business und Kultur.

Überblick

Frankfurt am Main ist Deutschlands Finanzhauptstadt und der größte deutsche Luftverkehrsknoten — eine Glas-und-Stahl-Skyline (die einzige in Deutschland) um eine wieder aufgebaute Sandsteinaltstadt herum, die Europäische Zentralbank, der Flughafen FRA, die jährlich größte Buchmesse der Welt und das Museumsufer mit zwölf Museen in einer Reihe entlang des Mains.

Bankenviertel und 'Mainhattan'-Skyline

Das einzige eigentliche Hochhausviertel Deutschlands — Commerzbank Tower (259 m), Messeturm, EZB-Doppelturm, kostenfreie Aussichtsplattform des Main Tower auf 200 m für den charakteristischen Skyline-Blick.

Altstadt und Krönungsweg

Wieder aufgebaute Römer und Römerberg, das 2018 eröffnete Dom-Römer-Quartier auf dem historischen Krönungsweg zwischen Kaiserdom und Rathaus, der 95 m hohe Domturm mit Panoramablick und das Goethehaus.

Museumsufer — zwölf Museen am Main

Städel, Liebieghaus, Deutsches Architekturmuseum, Deutsches Filmmuseum, Museum für Kommunikation, MAK und weitere am Südufer des Mains, dazu das Museumsuferfest Ende August, die Schirn Kunsthalle und das MMK am Nordufer.

Sachsenhausen-Apfelweintradition

Das Apfelweinviertel aus dem 16. Jahrhundert mit den Fachwerk-Äppelwoi-Wirtschaften (Atschel, Adolf Wagner, Zum Gemalten Haus), dem Bembel-Tonkrug und frankfurtspezifischen Speisen — Handkäs mit Musik, Grüne Soße, die echten Frankfurter Würstchen.

FRA-Flughafen und Messekalender

Deutschlands größter Flughafen (über 60 Mio. Passagiere, vier Bahnen, Terminal 3 ab 2026), der dedizierte ICE-Fernbahnhof, die Frankfurter Buchmesse jeden Oktober als weltweit größte Verlagsmesse, dazu Automechanika, Ambiente und das gesamte Messejahr.

Stadtteile und Kiezkultur

Westend-Villen und Palmengarten, Bornheims Berger Straße, Nordends angesagte Café- und Restaurantszene, Bockenheims akademisch-bohemischer Gürtel, Ostends nach 2014 wiederaufgebauter EZB-Bezirk und Höchsts erhalten gebliebene mittelalterliche Altstadt.

Geschichte

Frankfurts erste schriftliche Erwähnung stammt aus 794 (Karls des Großen Reichsversammlung 'Frankenfurt' am Mainübergang); die Stadt wurde 1372 freie Reichsstadt. Ab 1356 wurden hier die Heiligen Römischen Kaiser gewählt und ab 1562 auch gekrönt — der Krönungsweg zwischen Kaiserdom und Römer ist das Rückgrat des 2018 eröffneten Dom-Römer-Quartiers. Frankfurt war ab dem 18. Jahrhundert ein bedeutendes Bankzentrum (die Familie Rothschild begann hier) und Börsenstadt; das Parlament des Deutschen Bundes tagte hier 1815-66, und in der Paulskirche tagte 1848 das erste gesamtdeutsche demokratische Parlament. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg zu 70 Prozent zerstört; der Wiederaufbau verlief schrittweise, kulminierend im 2018 eröffneten Dom-Römer-Quartier. Die Wahl Bonns gegenüber Frankfurt als Hauptstadt der Bundesrepublik 1949 erfolgte mit knapper Mehrheit — Frankfurt wäre die naheliegende Hauptstadt gewesen. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde Frankfurt 1998 als Sitz der Europäischen Zentralbank bestätigt — Bestätigung der kontinentalen Finanzrolle der Stadt.

Kultur

Frankfurts Signaturgerichte sind die hessischen Klassiker: Grüne Soße (die Sieben-Kräuter-kalte-Sauce, traditionell mit gekochten Eiern und Kartoffeln — die Stadt feiert dafür im Mai das Frankfurter Grüne Soße Festival), Handkäs mit Musik (saurer Milchkäse in Zwiebel-Essig-Marinade), die echten Frankfurter Würstchen, Rippche mit Kraut. Apfelwein (Äppelwoi) ist der lokale Cider, im geriffelten grau-blauen Bembel-Tonkrug serviert. Die internationale Szene spiegelt Frankfurts mehr als 30 Prozent ausländischen Pass-Anteil — türkische, libanesische, vietnamesische, italienische und koreanische Küche prägen die Foodszene, mit der Kleinmarkthalle in der Altstadt als zentralem Markt für Mittagessen und Lebensmitteleinkauf. Feste: Frankfurter Buchmesse (Oktober — die weltweit größte Verlagsmesse), Museumsuferfest (Ende August), Mainfest (Anniversary der Messeprivilegien von 1340, August), Stoffel (Sommer-Mainufer-Weinfest, Juli/August), Weihnachtsmärkte (spätes November bis Dezember am Römerberg, Hauptwache, Mainkai). Museen: Städel Museum, Liebieghaus, Schirn Kunsthalle, Museum für Moderne Kunst (MMK), Senckenberg Naturmuseum, Goethehaus und Deutsches Romantik-Museum, Deutsches Filmmuseum.

Praktisches

Sicherheit: Frankfurt ist nach mitteleuropäischen Großstadtmaßstäben generell sicher, mit den üblichen städtischen Vorsichtsmaßnahmen am Hauptbahnhofsviertel (manche Straßen rund um den Bahnhof können sich nachts rauer anfühlen), an Konstablerwache und im Bahnhofsviertel. Das Bahnhofsviertel ist seit Langem mit Prostitution und Drogenhilfsdiensten verbunden — sicherer als sein Ruf, aber Aufmerksamkeit ist angebracht. Taschendiebstahl ist das Hauptrisiko am Hauptbahnhof und in Straßenbahnen; Überfälle sind selten. Notruf: 112 (EU), 110 (Polizei). Sprache: Deutsch (Hessischer Dialekt — 'Hessisch' — weicht teils vom Hochdeutschen ab, besonders in der Frankfurter Apfelweinwortschatz; die Arbeitssprache ist Hochdeutsch). Englisch ist im Finanzsektor, in der internationalen Gemeinschaft, im Bahnhof und im touristischen Kontext sowie im Einzelhandel Standard. Frankfurt hat den höchsten Anteil an Auslandspass-Inhabern aller deutschen Städte (über 30 Prozent) — Türkisch, Italienisch, Griechisch, Kroatisch und Polnisch sind verbreitete Community-Sprachen. Währung: EUR (Frankfurt ist Sitz der Europäischen Zentralbank, der faktischen Geldhauptstadt der Eurozone). Karten- und kontaktloses Bezahlen ist im Einzelhandel, in der Gastronomie und im Verkehr universell; manche traditionellen Apfelweinwirtschaften und kleine Läden in den Außenbezirken bleiben bargeldorientiert. Bankomaten gruppieren sich rund um Hauptwache, Konstablerwache, Hauptbahnhof und das Westend.
Reiseüberblick

Frankfurt am Main ist Deutschlands Finanzhauptstadt und internationalste Stadt — Sitz der Europäischen Zentralbank, der EIOPA, der historischen Deutschen Bundesbank und Zentrum einer Rhein-Main-Metropolregion mit 5,8 Millionen Menschen. Das Bankenviertel-Skyline (umgangssprachlich 'Mainhattan' — das einzige eigentliche Hochhausviertel Deutschlands) gibt der Stadt ihre sofort wiedererkennbare Silhouette: der Commerzbank Tower (259 m, Norman Foster, 1997, kurzzeitig Europas höchstes Gebäude), der Messeturm (256 m, Helmut Jahn, 1991), die EZB-Zentrale im umgebauten Großmarkthallen-Komplex (2014, Coop Himmelb(l)au) und ein weiteres Dutzend Türme entlang Mainzer Landstraße und Taunusanlage. Unter den Hochhäusern ist die Altstadt ein bewusster Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg: der Römer (das mittelalterliche Rathaus) und der Römerberg überlebten, weil sie wieder errichtet wurden; das 2018 eröffnete Dom-Römer-Quartier (fünfzehn rekonstruierte Fachwerkhäuser auf dem ursprünglichen Krönungsweg) hat das kaiserzeitliche Straßenbild wiederhergestellt, das im Bombenkrieg 1944 zerstört wurde. Das Museumsufer am Südufer des Mains versammelt zwölf Museen auf einer Strecke von einem Kilometer — das Städel Museum (eine der wichtigsten deutschen Kunstsammlungen, mit dem unterirdischen Schneider+Schumacher-Erweiterungsbau), das Liebieghaus, das Deutsche Architekturmuseum, das Deutsche Filmmuseum, das Museum der Weltkulturen, das Museum für Kommunikation und das Museum für Angewandte Kunst — alle in zwanzig Gehminuten vom Eisernen Steg aus erreichbar. Sachsenhausen am Südufer des Mains ist das traditionelle Apfelwein-Viertel — Atschel, Adolf Wagner, Zum Gemalten Haus und Dutzende weitere Äppelwoi-Wirtschaften servieren den lokalen Cider im traditionellen geriffelten Bembel-Tonkrug. Die Frankfurter Buchmesse jeden Oktober ist die größte Verlagsmesse der Welt mit über 4.000 Ausstellern und 230.000 Besuchern an fünf Tagen am Messegelände. FRA ist einer der vier verkehrsreichsten europäischen Flughäfen und der größte deutsche Bahnknotenpunkt für internationale Verbindungen — der Fernbahnhof am Flughafen wickelt ICE-Verbindungen zu zwanzig deutschen Städten und nach Paris, Brüssel, Amsterdam und Wien ab. Diplomatisch ist Frankfurt nach Berlin die größte konsularische Stadt Deutschlands — das US-Generalkonsulat an der Gießener Straße ist das größte US-Konsulat Europas, und viele Länder unterhalten hier ihre Visumsantragszentren (VFS Global, TLScontact). Die internationale Bevölkerung der Stadt liegt bei über 30 Prozent ausländischen Pässen — die höchste Konzentration aller deutschen Städte.

Frankfurt entdecken

Das Frankfurter Bankenviertel — der Finanzbezirk zwischen Altstadt und Hauptbahnhof — ist das einzige eigentliche Hochhausviertel Deutschlands und gibt der Stadt den Beinamen 'Mainhattan'. Der Commerzbank Tower (259 m, Norman Foster, 1997) war bei Eröffnung kurzzeitig das höchste Gebäude Europas und ist Sitz der Commerzbank; der Messeturm (256 m, Helmut Jahn, 1991) steht am Eingang zum Messegelände und blickt zurück in die Altstadt. Die Europäische Zentralbank zog 2014 in ihre neue Zentrale im Ostend ein — der Doppelturmkomplex von Coop Himmelb(l)au integriert die historische Großmarkthalle in einen 185-Meter-Vertikalcampus. Der DZ-Bank-Turm (208 m), der Westend Tower (208 m), der Taunusturm (170 m) und Tower 185 ergänzen die geschichtete Skyline. Der Main Tower (200 m, Sitz der Helaba) an der Neuen Mainzer Straße ist der einzige mit kostenfreier öffentlicher Aussichtsplattform — eine Außenplattform auf 200 m, im Sommer täglich bis 21 Uhr geöffnet, mit dem spektakulärsten Skyline-und-Fluss-Panorama der Stadt. Das Bankenviertel begeht man am besten am Samstag- oder Sonntagnachmittag, wenn der Geschäftspendlerverkehr abnimmt; die Dächer von MyZeil, der Galeria-Kaufhof und des Skyline Plaza bieten nahsichtige Skylineblicke ohne die Schlange am Main Tower.

Diplomatische Vertretungen in Frankfurt

37 Vertretungen in dieser Stadt, nach Region gruppiert.