Italien

🇮🇹

Telefonvorwahl

+39

Hauptstadt

Rome

Bevölkerung

59 Millionen

Einheimischer Name

Italia

Region

Europa

Südeuropa

Zeitzone

Mitteleuropäische Zeit

UTC+01:00

Italien ist für deutschsprachige Reisende seit Goethes Zeiten ein Sehnsuchtsland — und bleibt es noch heute. Mit 58 UNESCO-Welterbestätten (mehr als jedes andere Land), einer Küche, die weltweit Standards setzt, und einer Landschaftsvielfalt vom Alpenbogen bis zu den Vulkanen Siziliens bietet Italien weit mehr als Klischees. Rom vereint antike Ruinen und barocke Pracht, Florenz ist ein Renaissance-Freilichtmuseum, Venedig hat kein Äquivalent auf der Welt, und die Amalfiküste definiert das Mittelmeeridyll. Doch abseits der Postkartenziele warten die Dolomiten, die Trulli in Apulien, die Langhe-Weingüter im Piemont, Sardiniens unberührte Strände, die Barockstädte Siziliens (Noto, Ragusa, Modica) und Neapels raue Energie. Italien ist EU- und Schengen-Mitglied, drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, ein Zentrum für Mode (Mailand), Design, Automotive (Ferrari, Lamborghini, Fiat) und Lebensmittelindustrie. Für Österreicher und Südtiroler ist die Grenze ohnehin fließend; von München, Zürich oder Wien ist man in wenigen Stunden da.

Visum und Einreisebestimmungen für Italien

Italien gehört zum Schengenraum. EU-, EWR- und Schweizer Bürger reisen mit Personalausweis oder Reisepass frei ein — keine Beschränkungen, unbegrenzter Aufenthalt, Arbeits- und Studienfreiheit. Bürger vieler Drittstaaten — USA, Kanada, Australien, Japan, Südkorea, UK, Mexiko, Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien und viele mehr — dürfen ohne Visum für Tourismus oder Geschäftsreisen bis zu 90 Tage je 180-Tage-Zeitraum bleiben. Wer ein Schengen-Visum (Typ C) benötigt, beantragt dieses beim italienischen Konsulat, häufig über Visumzentren wie VFS Global oder TLScontact. Für längere Aufenthalte — Arbeit, Studium, Familienzusammenführung — braucht man ein nationales Visum (Typ D), das vor der Abreise beantragt wird. Nach Einreise mit einem D-Visum ist innerhalb von 8 Arbeitstagen ein Aufenthaltserlaubnisantrag (permesso di soggiorno) bei der örtlichen Questura (Polizeidienststelle) zu stellen — das Verfahren ist bürokratisch, aber unvermeidlich. Ab Oktober 2025 wird das EU Entry-Exit-System (EES) schrittweise eingeführt.

Gängige Visumtypen

Schengen-Visum für Tourismus (Typ C)

Bis zu 90 Tage in jedem 180-Tage-Zeitraum

Urlaub, Städtereisen (Rom, Florenz, Venedig, Mailand, Neapel), Kultururlaub, Strand (Sardinien, Amalfiküste, Sizilien, Cinque Terre), Dolomiten-Wanderungen, Weinreisen (Toskana, Piemont, Venetien), Besuch von Festivals und Opern (Arena di Verona, Festival dei Due Mondi in Spoleto), Kreuzfahrt-Stopps

Schengen-Visum für Geschäftsreisen (Typ C)

Bis zu 90 Tage in jedem 180-Tage-Zeitraum

Geschäftstreffen, Messen (Salone del Mobile Mailand, Vinitaly Verona, Pitti Uomo Florenz, SMAU), Konferenzen, Firmenbesuche in Mailand (Finanzen, Mode), Turin (Automotive, Luft- und Raumfahrt), Bologna (Maschinenbau), Rom

Langzeitvisum für Studium (Typ D)

Studiendauer; Arbeitserlaubnis bis zu 20 Stunden/Woche

Studium an italienischen Universitäten (Sapienza Rom, Bocconi Mailand, Politecnico di Milano, Universität Bologna — älteste Universität Europas, Scuola Normale Superiore Pisa), Erasmus-Austausch, Promotion, Sprachkurse, Kunstakademien, Kochschulen

Langzeitvisum für Arbeit (Typ D)

Laut Arbeitsvertrag, verlängerbar; führt zur Aufenthaltsgenehmigung

Beschäftigung mit Arbeitsvertrag eines italienischen Arbeitgebers. Italien nutzt ein Quotensystem (flussi) für Nicht-EU-Arbeitskräfte — der Arbeitgeber muss einen Antrag bei der Einwanderungsbehörde stellen. Saisonarbeit in Tourismus, Landwirtschaft und Gastgewerbe ist ein eigener Kanal.

Aufenthaltsgenehmigung für Selbstständige (Lavoro autonomo)

In der Regel 2 Jahre, verlängerbar

Freiberufliche Tätigkeit, Unternehmensgründung, Tätigkeit als Künstler, Designer, Berater, Übersetzer, IT-Spezialist in Italien. Nachweis ausreichender Mittel und Unbedenklichkeitserklärung nötig.

Aufenthalt für wahlfreien Aufenthalt (Residenza elettiva)

1 Jahr, verlängerbar

Für finanziell unabhängige Personen — Rentner, Privatiers —, die in Italien leben möchten, ohne dort zu arbeiten. Nachweis stabiler Einkünfte (Rente, Kapitalerträge, Mieteinnahmen) und eigener Wohnung.

Digital-Nomad-Visum

Bis zu 1 Jahr, verlängerbar

Italien hat 2024 ein Digital-Nomad-Visum eingeführt: für Fernarbeitende, die für Unternehmen außerhalb Italiens tätig sind. Mindestens 28.000 € Jahreseinkommen, Krankenversicherung und Mietvertrag oder Buchungsbestätigung.

Visum für Familienzusammenführung (Typ D)

Langfristig; Aufenthaltserlaubnis nach Einreise obligatorisch

Nachzug zu Ehepartnern, eingetragenen Partnern, minderjährigen Kindern oder Eltern, die in Italien leben — Italiener oder Inhaber einer gültigen Aufenthaltsgenehmigung

Working-Holiday-Visum

12 Monate, nicht verlängerbar

Für junge Erwachsene (18–30/35) aus Australien, Neuseeland, Kanada, Südkorea und Japan auf Basis bilateraler Abkommen. Reisen und Arbeiten in Kombination.

Praktische Hinweise für die Reise nach Italien

EU-Bürger reisen mit Personalausweis oder Reisepass ein und genießen volle Freizügigkeit — kein Visum, kein Zeitlimit, freie Arbeits- und Studienwahl.

90/180-Tage-Regel: Alle Schengen-Aufenthalte der letzten 180 Tage zählen — nicht nur die in Italien. Überziehen riskiert ein Schengen-Einreiseverbot.

Permesso di soggiorno: Wer mit einem D-Visum einreist, muss innerhalb von 8 Arbeitstagen bei der Questura den Antrag auf Aufenthaltsgenehmigung stellen. Das Kit ist bei der Post (Poste Italiane) erhältlich. Lange Wartezeiten einplanen — Italien ist für Bürokratie berühmtberüchtigt.

Reiseführer

Italien ist nicht nur ein Land — es ist eine Lebensart, die seit Jahrhunderten Menschen aus aller Welt anzieht. Kein anderes Land vereint so viel Geschichte, Kunst, Architektur, Küche und Landschaft auf so kompaktem Raum: 58 UNESCO-Welterbestätten (Weltrekord), eine Küche, die global den Standard setzt, und Landschaften vom Alpenbogen bis zu den Vulkanen Siziliens. Rom ist ein Freilichtmuseum der Antike — Kolosseum, Forum Romanum, Pantheon, Engelsburg, Vatikan mit Petersdom und Sixtinischer Kapelle in einer einzigen Stadt. Florenz atmet Renaissance: Uffizien mit Botticellis Venus, Brunelleschis Domkuppel, Ponte Vecchio, Palazzo Pitti und die Hügel der Toskana direkt vor den Toren. Venedig hat kein Äquivalent auf diesem Planeten — Kanäle statt Straßen, Gondeln statt Autos, Markusplatz, die Rialtobrücke, Murano-Glas und Burano mit seinen bonbonfarbenen Häusern. Die Amalfiküste zwischen Positano, Amalfi und Ravello definiert das mediterrane Idyll: pastellfarbene Dörfer an steilen Klippen, Zitronenhaine, Serpentinen und das tiefblaue Tyrrhenische Meer. Doch Italien bietet weit mehr als die Postkartenmotive. Die Dolomiten im Norden gehören zu den spektakulärsten Gebirgszügen der Welt — Klettersteige (Vie Ferrate), Wanderwege mit Hüttensystem, Skigebiete wie Cortina d'Ampezzo und das Grödner Tal. Apulien überrascht mit den kegelförmigen Trulli von Alberobello, dem barocken Lecce („Florenz des Südens"), kristallklarem Wasser in Polignano a Mare und der bodenständigsten Küche des Landes. Sizilien ist ein eigener Kosmos: griechische Tempel in Agrigent, der rauchende Ätna, die Barockstädte Noto und Ragusa (UNESCO), Palermo mit seinen lebhaften Märkten (Ballarò, Vucciria) und Cefalù am Meer. Sardinien kontert mit smaragdgrüner Costa Smeralda, Wanderparadiesen im Supramonte-Gebirge, Nuraghen-Ruinen und Stränden, die mit der Karibik konkurrieren. Die italienische Küche ist keine einheitliche Nationalküche, sondern zwanzig regionale Küchen: Carbonara und Cacio e Pepe in Rom, Ragù alla Bolognese in der Emilia-Romagna, Risotto alla Milanese und Ossobuco in der Lombardei, Pesto alla Genovese in Ligurien, Bistecca alla Fiorentina in der Toskana, Orecchiette con Cime di Rapa in Apulien, Arancini und Cannoli auf Sizilien, und natürlich Pizza Napoletana in Neapel — wo sie erfunden wurde. Das Piemont lockt mit Barolo, Barbaresco, Alba-Trüffeln und der Slow-Food-Hauptstadt Bra. Die Cinque Terre an der ligurischen Küste bieten fünf bunte Fischerdörfer, verbunden durch Küstenwanderwege mit atemberaubenden Ausblicken. Für Autoliebhaber: Maranello (Ferrari), Modena (Maserati, Pagani), Bologna (Lamborghini, Ducati) — die Motor Valley der Emilia-Romagna. Und zwischen all dem die Leichtigkeit des dolce vita: Aperitivo um sieben, Passeggiata am Abend, Espresso im Stehen an der Bar, und die Gewissheit, dass hier das Leben selbst zur Kunst erhoben wird.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Kulturstädte & Kunstschätze

Rom (Kolosseum, Vatikan, Pantheon), Florenz (Uffizien, Dom, Ponte Vecchio), Venedig (Markusplatz, Gondeln, Biennale), Mailand (Dom, Letztes Abendmahl, Scala), Neapel (Archäologisches Museum, Spaccanapoli), Turin (Ägyptisches Museum, Automobil-Erbe) — jede Stadt ein Kapitel der Weltgeschichte.

Kulinarik & Weinreisen

Pizza in Neapel, Pasta in der Emilia-Romagna, Trüffel in Alba, Barolo im Piemont, Chianti in der Toskana, Spritz in Venetien, Cannoli auf Sizilien — kombiniert mit Kochkursen, Weingutbesuchen und Slow-Food-Erlebnissen. Die italienische Küche ist UNESCO-Kulturerbe und in jeder Region ein neues Abenteuer.

Küste & Strände

Amalfiküste (Positano, Ravello), Cinque Terre (fünf bunte Dörfer am Meer), Sardiniens Costa Smeralda und Cala Goloritzé, Siziliens Scala dei Turchi, Apuliens Polignano a Mare, Elba, Capri und die Äolischen Inseln — Italiens Küsten bieten für jeden Geschmack das passende Mittelmeerparadies.

Wandern & Natur

Dolomiten-Klettersteige und Hüttenwanderungen, Alta Via-Höhenwege in Südtirol, Cinque Terre-Küstenpfade, Ätna-Besteigung auf Sizilien, Amalfiküsten-Wanderweg Sentiero degli Dei (Pfad der Götter), Sardiniens Selvaggio Blu und Wandern in den Abruzzen — Italiens Bergen und Küsten bieten Routen für jedes Niveau.

Archäologie & Antike

Pompeji und Herculaneum am Fuß des Vesuvs, das Kolosseum und Forum Romanum in Rom, griechische Tempel in Agrigent und Paestum, etruskische Gräber in Tarquinia, minoische Funde in Apulien und die Nuraghen-Kultur Sardiniens — Italien bewahrt 3.000 Jahre europäische Geschichte.

Mode, Design & Lifestyle

Mailands Mode-Viereck (Quadrilatero della Moda) mit den Flagship-Stores von Prada, Gucci und Armani, die Möbelmesse Salone del Mobile, Florenz als Leder- und Handwerksstadt, Murano-Glaskunst in Venedig, Ferrari und Lamborghini in der Motor Valley — italienischer Stil zum Anfassen und Erleben.

Geld & Währung

Geld & Währung

Euro (EUR)

Währungscode: EUR

Praktische Geldtipps

Währung und Wechsel in Italien

Italien gehört zur Eurozone — Reisende aus Deutschland und Österreich brauchen kein Geld zu wechseln. Für Reisende aus der Schweiz (CHF) ist der Geldautomat in Italien die beste Wechseloption. Wechselstuben (cambio) an Flughäfen, Bahnhöfen und in Touristengebieten (besonders rund um Roms Termini, den Florenzer Hauptbahnhof und Venedigs Santa Lucia) verlangen 3–8 % Kommission.

Geldautomaten (Bancomat)

Geldautomaten (in Italien ‚Bancomat') stehen überall: in Bankfilialen, auf Dorfplätzen, an Bahnhöfen und selbst in kleinen Ortschaften. Große Banken: Intesa Sanpaolo, UniCredit, BNL, Monte dei Paschi di Siena. Tageslimits: €250–500. Visa, Mastercard und Maestro funktionieren fast überall. Die ‚Umrechnung in Ihre Heimatwährung' immer ablehnen — 3–5 % Aufschlag. Italienische Automaten erheben gelegentlich eine kleine Gebühr (€1,50–2,50). Viele deutsche und österreichische Banken bieten gebührenfreie Abhebungen im Euroraum — vorab prüfen. Für Schweizer: Fremdwährungsgebühren der eigenen Bank prüfen (typisch 1,5–2,5 %).

Kartenzahlung

Seit 2022 sind alle italienischen Betriebe gesetzlich verpflichtet, Kartenzahlung zu akzeptieren — die Umsetzung ist aber uneinheitlich. Visa und Mastercard (kontaktlos) funktionieren in den meisten Geschäften, Restaurants, Supermärkten und Hotels. Apple Pay und Google Pay an modernen Terminals. Aber: kleine Familientrattorien, Marktstände, Strandeinrichtungen (Stabilimenti), manche Taxis (besonders in Neapel und Sizilien) und ländliche Betriebe können für Kleinbeträge noch Bargeld bevorzugen. Je weiter südlich, desto bargeldaffiner die Kultur. €30–50 in kleinen Scheinen als Sicherheit dabeihaben, besonders in Süditalien.

Trinkgeld in Italien

Trinkgeld ist in Italien nicht obligatorisch — und Italiener hinterlassen selten große Beträge. Viele Restaurants berechnen ein Coperto (Gedeckgebühr, €1,50–3,50 pro Person) und manchmal einen Servizio (Servicegebühr, 10–15 %) auf der Rechnung; wenn Servizio enthalten ist, ist kein weiteres Trinkgeld erwartet. Wenn nicht: Aufrunden oder €1–5 auf dem Tisch lassen ist großzügig. An der Bar: 10–20 Cent auf der Theke beim Kaffeebestellen ist üblich, aber nicht nötig. Hotelpagen: €1–2. Taxi: auf den nächsten Euro aufrunden. Reiseleiter: €5–10 pro Person. Trinkgeld bar geben.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

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