Slowenien
Telefonvorwahl
+386
Hauptstadt
Ljubljana
Bevölkerung
2,1 Millionen
Einheimischer Name
Slovenija
Region
Europa
Südeuropa
Zeitzone
Mitteleuropäische Zeit
UTC+01:00
Auf dieser Seite
Slowenien ist für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz das nächstgelegene Mehrlandschafts-Erlebnis Europas. Auf nur rund 20.000 Quadratkilometern liegen die Julischen Alpen, ein 46 Kilometer langer Adria-Streifen, das Karstplateau und die pannonische Tiefebene direkt nebeneinander — vom Großglockner sind es weniger als drei Autostunden bis Piran. Das Land ist seit 1991 unabhängig, seit 2004 EU-Mitglied, seit 2007 Teil des Schengenraums und der Eurozone — als erstes ehemals kommunistisches Land der Eurozone überhaupt. Habsburgisches Erbe ist noch deutlich sichtbar: Krain, Untersteiermark und das Küstenland gehörten bis 1918 zur österreichischen Reichshälfte, in Kärnten lebt die slowenische Volksgruppe bis heute, und Architekt Jože Plečnik hat das Wiener Stadtbild ebenso geprägt wie Ljubljana. Die Hauptstadt Ljubljana zählt knapp 280.000 Einwohner, ist autofrei im Zentrum, lebt vom Studentenleben am Fluss und gewann 2016 den Titel European Green Capital. Außerhalb prägt der Bleder See das Postkartenbild, die Soča das wohl spektakulärste Flusstal der Region und der Triglav-Nationalpark die anspruchsvollsten Touren. Englisch und oft Deutsch werden im Tourismus selbstverständlich verstanden, die Infrastruktur ist mitteleuropäischer Standard, die Sicherheit auf einem der höchsten Werte des Kontinents.
Visum und Einreise nach Slowenien
Slowenien ist vollständiges Schengen-Mitglied — für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt damit der einfachste denkbare Grenzübertritt: Personalausweis genügt, der Euro ist die Landeswährung, kein Roaming-Aufschlag (DE/AT) bzw. günstige EU-Pakete (CH). Drittstaatsangehörige folgen den Schengen-Regeln: Bürger von rund 60 visumfreien Staaten — darunter USA, Vereinigtes Königreich, Kanada, Australien, Neuseeland, Japan, Südkorea und die meisten lateinamerikanischen Länder — dürfen 90 Tage innerhalb von 180 Tagen visumfrei einreisen, wobei das gesamte Schengen-Gebiet zählt, nicht nur Slowenien. Alle anderen Nationalitäten beantragen ein Schengen-Visum bei der slowenischen Botschaft, dem Konsulat oder einer vertretenden Schengen-Mission. Reisepass mindestens drei Monate über die Ausreise hinaus gültig, eine Reisekrankenversicherung über mindestens 30.000 Euro sowie Nachweise über Unterkunft, Rückreise und Mittel sind Standardanforderungen.
Gängige Visumtypen
Visumfreie Schengen-Einreise (90/180 Tage)
Tourismus, Geschäft, Familienbesuch und Kurzkurse für Bürger von rund 60 visumbefreiten Drittstaaten.
Schengen-Visum Typ C (Kurzaufenthalt)
Tourismus, Geschäft, Konferenzen, Familienbesuch oder Transit für visapflichtige Nationalitäten.
Nationales Visum Typ D (Langaufenthalt)
Aufenthalte über 90 Tage zu Studium, Forschung, Familienzusammenführung, Arbeit, Entsendung oder Saisonbeschäftigung in Slowenien.
Flughafentransitvisum (Typ A)
Nur für eine kurze Liste von Drittstaatsangehörigen relevant, die durch den internationalen Bereich eines slowenischen Flughafens transitieren, ohne den Schengenraum zu betreten.
Wichtige Reisehinweise für Slowenien
Reiseführer
Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Slowenien das wohl effizienteste Mehrlandschafts-Reiseziel Europas. Aus Wien fährt man knapp vier Stunden bis zur Adria, aus Klagenfurt weniger als eine bis zum Bleder See, aus München rund fünf — und unterwegs liegen Julische Alpen, das Karstplateau, das Soča-Tal und die venezianisch geprägte Küste innerhalb einer einzigen Tagesreise. Bled ist das bekannteste Bild des Landes — Inselkirche, Klippenburg, smaragdfarbenes Wasser unter den Julischen Alpen — die meisten Wiederholungsbesucher landen aber im benachbarten Bohinj, im Triglav-Nationalpark, im Soča-Tal oder am Vršič-Pass. Die Höhlen von Postojna und das UNESCO-gelistete Škocjan-Höhlensystem ziehen sich kilometerweit unter dem Karst durch und sind in Mitteleuropa konkurrenzlos. Ljubljana selbst lohnt ein langes Wochenende: Plečniks Brücken und Säulengänge, das Burgviertel, der Drachen-Markt und das alternative Metelkova-Viertel sind alle zu Fuß erreichbar. Die kurze Adriaküste rund um Piran, Izola und Koper bewahrt venezianische Architektur, die Salinen von Sečovlje und das Karst-Hinterland mit Teran-Wein und Pršut-Schinken machen den mediterranen Anteil aus. Der Osten — Maribor, Ptuj, die slowenische Steiermark — ergänzt mit Weingebieten und einer langen Thermenkultur (Rogaška, Olimia, Čatež) das Bild. Distanzen sind kurz, Straßen gut, Englisch und vielfach Deutsch werden im Tourismus problemlos verstanden.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Bleder See mit Inselkirche und Burg, der ruhigere Bohinj-See, der Triglav-Nationalpark und die Routen rund um Kranjska Gora bilden den klassischen Alpen-Kern Sloweniens — landschaftlich vergleichbar mit Salzkammergut oder Berner Oberland, deutlich preiswerter.
Postojna mit Höhlenbahn, das UNESCO-Höhlensystem Škocjan und die Burg Predjama prägen die Karst-Region. Dazu kommen Teran-Rotwein, Pršut-Schinken und Mittelmeerklima im Hinterland von Triest — eine eigene mitteleuropäische Reisewelt.
46 Kilometer Küste, dichter aber kürzer als die kroatische — Piran, Izola und Koper bewahren venezianische Architektur, die Salinen von Sečovlje und die Klippen von Strunjan ergänzen ruhige Alternativen zu den überlaufeneren südlichen Stränden.
Das Soča-Tal um Bovec ist Sloweniens Outdoor-Hauptstadt — Rafting, Kajak, Canyoning und Zip-Line auf einem türkisgrünen Fluss, dazu Bergstraßen wie der Vršič-Pass und Skigebiete in Vogel und Kranjska Gora.
Ljubljana ist klein genug für ein Wochenende — Plečniks Drei Brücken, Markthallen und Säulengänge prägen das Stadtbild, dazu kommen Burg, Studentenviertel und das alternative Metelkova-Quartier am ehemaligen Kasernengelände.
Maribor, Ptuj und das Drautal verbinden Weintourismus mit einer langen Thermenkultur (Rogaška, Olimia, Čatež) — vor allem für österreichische Familien und Kurgäste seit Jahrzehnten ein vertrauter Klassiker.
Geld & Währung
Euro (EUR)
Währungscode: EUR
Praktische Geldtipps
Euro — Slowenien ist Eurozone-Mitglied
Slowenien ist seit 2007 Mitglied der Eurozone. Für Reisende aus Deutschland und Österreich ist kein Geldwechsel nötig. Schweizer Franken können in Ljubljana bei Banken oder offiziellen Wechselstuben getauscht werden — die Kurse sind vergleichbar mit anderen EU-Ländern.
Geldautomaten überall gut verfügbar
NLB, Intesa Sanpaolo, SKB und Delavska hranilnica haben Automaten in allen Städten und Gemeinden. Auch kleinere Skigebiete und die Adriaküste sind gut abgedeckt. Bled, Kranjska Gora und das Soča-Tal haben verlässliche Versorgung.
Sehr bargeldlos — Karten und Apple Pay überall
Slowenien ist eines der bargeldlosesten Länder des Balkans. Visa und Mastercard werden fast überall akzeptiert. Apple Pay und Google Pay sind weit verbreitet, auch an Tankstellen, Apotheken und manchen Marktständen in Ljubljana.
Wenig Bargeld für Berghütten und Hofrestaurants
Einige Berghütten, Hofrestaurants (turistične kmetije) und Wochenmärkte arbeiten bargeldbasiert. EUR 20–30 decken diese Ausnahmen komfortabel ab.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Städte mit Vertretungen
Wo dieses Land Botschaften oder Konsulate unterhält
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