Überblick
Königsinsel Rattanakosin
Chao Phraya und Flusssystem
Yaowarat und Charoen-Krung-Achse
Sukhumvit und das Bangkok der Auslandsgemeinde
Märkte — Chatuchak, Or Tor Kor
Thailändische Küche in Bangkok
Geschichte
Kultur
Praktisches
Bangkok ist für deutschsprachige Reisende seit den 1980er Jahren das Tor zu Südostasien: Lufthansa fliegt von Frankfurt täglich mit der LH772/773 nach Suvarnabhumi, Thai Airways bedient dieselbe Strecke ergänzend, Edelweiss verbindet von Zürich aus die Inseln im Süden im Saisonbetrieb, und Austrian Airlines erreicht die Stadt im Codeshare über Frankfurt. Das macht Bangkok für viele deutsche, österreichische und Schweizer Gäste zum Drehkreuz, weniger zum eigentlichen Reiseziel — die Anschlussflüge nach Phuket, Krabi, Koh Samui und Hua Hin gehen ab Suvarnabhumi und ab dem älteren Don-Mueang-Flughafen, der die Billigflieger Air Asia und Nok Air aufnimmt. Wer ein paar Tage einplant, lernt eine Stadt mit drei Achsen kennen: die Königsinsel Rattanakosin, 1782 von König Rama I. nach dem Vorbild des zerstörten Ayutthaya angelegt, mit dem Großen Palast und dem Wat Phra Kaew, in dem der 66 Zentimeter hohe jadene Smaragd-Buddha steht (den der König dreimal jährlich zum Wechsel der thailändischen Jahreszeiten persönlich neu einkleidet), und gleich daneben Wat Pho mit dem 46-Meter-Liegebuddha und der traditionellen Massageschule, in der eine Stunde im Tempelhof rund 480 ฿ kostet. Über den Chao Phraya bringt eine 5-฿-Querfähre vom Pier Tha Tien hinüber zum Khmer-stilisierten 70-Meter-Prang von Wat Arun, am dramatischsten vom Ostufer aus zur Stunde des Sonnenuntergangs zu fotografieren. Die zweite Achse ist der moderne Osten: die Sukhumvit-Straße, seit 1999 vom BTS Skytrain überspannt, vom Knoten Asok / Sukhumvit ostwärts durch Phrom Phong, Thong Lo und Ekkamai, das Wohn- und Restaurantviertel der Auslandsgemeinde — auf Sukhumvit Soi 20 betreibt Bei Otto seit 1989 die wohl bekannteste deutsche Brauereigaststätte Asiens, in den umliegenden Sois finden sich österreichische Bäckereien und Schweizer Käseabschnitte für die DACH-Communitys, die in Pattaya, Hua Hin oder Phuket dauerhaft leben und in Bangkok ein- und auslaufen. Die dritte Achse läuft im alten Westen: Yaowarat, Bangkoks Chinatown, von Hualamphong bis zum Fluss, tags ein Goldhandelsstreifen und ab dem späten Nachmittag die dichteste Garküchenmeile der Stadt; die parallele Charoen-Krung-Achse, die erste gepflasterte Straße Bangkoks von 1864, läuft südwärts durch Talat Noi, das alte sino-portugiesische Viertel, das heute Bangkoks Design- und Kaffeequartier ist (TCDC im General Post Office, Warehouse 30, Mandarin Oriental). Bangkok ist ganzjährig heiß; die praktischen Saisons sind die kühl-trockene (November-Februar, Reisesaison), die heiß-trockene (März-Mai, bis 38 °C) und die südwestliche Monsunzeit (Juni-Oktober, mit Nachmittagsgüssen, die meist nur 30 bis 90 Minuten dauern und an denen BTS und MRT durchlaufen). Der Thailändische Baht bietet Mitteleuropäern erhebliche Kaufkraft — eine Mittagsmahlzeit am Garküchenstand kostet 80-150 ฿ (rund 2-4 €), ein gut gekühltes Bier 70-100 ฿, ein Cocktail in einer der Sky-Bars an einem Sukhumvit-Hochhaus 400-600 ฿.
Bangkok entdecken
Rattanakosin ist die künstliche Königsinsel, die König Rama I. 1782 zwischen zwei parallelen Kanälen östlich des Chao Phraya als neue Hauptstadt anlegen ließ, nach dem birmanischen Untergang Ayutthayas 1767 und der kurzen Übergangszeit unter König Taksin im westlichen Thonburi. Die Anlage des Großen Palastes (Phra Borom Maha Ratcha Wang) im südwestlichen Quadranten der Insel folgt dem Aufbau Ayutthayas: ein heiliger Bezirk mit dem Wat Phra Kaew als zentralem Tempel, daneben Audienz- und Thronsäle, davor das öffentliche Sanam Luang. Im Wat Phra Kaew steht Thailands verehrtester Buddha — die 66 Zentimeter hohe, aus einem einzigen Stück Jaspis geschnittene Figur des Smaragd-Buddhas, deren goldene Saisongewänder der König dreimal jährlich höchstpersönlich wechselt. Der Eintritt zur Anlage erfordert bedeckte Schultern und lange Hosen oder Röcke; am Tor werden Sarongs ausgeliehen. Südlich des Palastes hält Wat Pho den 46-Meter-Liegebuddha, dessen Fußsohlen mit Perlmutt-Einlegearbeiten der 108 verheißungsvollen Buddha-Zeichen verziert sind, und die Schule für traditionelle thailändische Medizin und Massage — eine Stunde Massage im Tempelhof kostet 480 ฿. Über den Fluss bringt eine 5-฿-Querfähre vom Tha Tien hinüber zum Wat Arun, dessen 70-Meter-Khmer-Prang mit Tausenden Scherben chinesischen Porzellans und Muschelballast aus den Handelsschiffen des 19. Jahrhunderts verkleidet ist. Wer nach den drei Tempeln noch Zeit hat, fügt das Sanam Luang, das Nationalmuseum mit Thailands wichtigster antiker Sammlung, den Wat Saket mit dem Goldenen Berg und den Khao-San-Backpacker-Streifen östlich der Banglamphu-Ecke hinzu — ein Tagesprogramm.
Verkehr und Flughäfen
Die Bangkok Mass Transit System PCL — die Skytrain-Linien Sukhumvit und Silom, dazu die Gold Line und die Monorail-Erweiterungen Yellow und Pink. Live-Fahrpläne, Stationspläne, Tarife und die Rabbit Card.
Die Bangkok Expressway and Metro PCL (BEM) — die unterirdische Blaue Linie und die aufgeständerte Violette Linie nach Nonthaburi, Stationspläne, Tarife und die MRT-Karte. An den Schranken werden kontaktlose EMV-Kreditkarten akzeptiert.
Die offizielle Seite von Airports of Thailand (AOT) für Suvarnabhumi (BKK), Thailands wichtigstes internationales Tor im Südosten Bangkoks — Fluginfos, Terminalpläne, der Airport Rail Link nach Phaya Thai (26 Minuten), Parken und das AOT-Flughafennetz.
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