Kyjiw, Ukraine

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Überblick

Kyjiw (Kiew), die Hauptstadt der Ukraine am Dnipro, geht auf den Kyjiwer-Rus-Staat des 9. Jahrhunderts zurück und bewahrt einen außergewöhnlichen UNESCO-gelisteten religiösen Kern — die goldbekuppelte Sophienkathedrale und das Höhlenkloster Kyjiw-Petschersk Lawra — neben dem grünen Altstadtviertel Podil, dem gepflasterten Andrijiwskyj-Abstieg und einer bemerkenswert widerstandsfähigen Café-Kultur.

Sophienkathedrale & Goldene Kuppeln von St. Michael

Die UNESCO-gelistete Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert mit ihren originalen Mosaiken und die vergoldeten Kuppeln des wiederaufgebauten Michaelsklosters.

Höhlenkloster Kyjiw-Petschersk Lawra

Ein 1051 gegründetes aktives Kloster mit barocker Kathedrale, Glockenturm und den kerzenerleuchteten unterirdischen Höhlen der ersten Eremiten.

Podil & der Andrijiwskyj-Abstieg

Kyjiws alter Handelsbezirk am Flussufer, Kunsthandwerksstände am gepflasterten Andrijiwskyj-Abstieg und die barocke Andreaskirche darüber.

Chreschtschatyk & Maidan Nesaleschnosti

Der kastanienbesäumte Hauptboulevard, der zentrale Unabhängigkeitsplatz und der Rokoko-Mariinski-Palast über dem Dnipro.
Reiseüberblick

Kyjiw liegt auf hohen Steilhängen über einer weiten Dnipro-Flussschleife, seine Ursprünge reichen zurück zum Kyjiwer-Rus-Staat des 9. bis 13. Jahrhunderts, als die Stadt politisches und religiöses Zentrum des ersten großen ostslawischen Reichs war. Der UNESCO-Welterbekern der Stadt vereint zwei außergewöhnliche Stätten: die 1037 fertiggestellte Sophienkathedrale, deren Mosaiken und Fresken aus dem 11. Jahrhundert im Inneren nahezu im Originalzustand erhalten sind, und das Höhlenkloster Kyjiw-Petschersk Lawra, 1051 vom Mönch Antonius gegründet, dessen obere und untere Lawra-Komplexe, vergoldete Kuppeln und unterirdische Katakomben bis heute eine der bedeutendsten Pilgerstätten der Orthodoxie sind. Über den UNESCO-Kern hinaus bilden der breite Chreschtschatyk-Boulevard und der Maidan Nesaleschnosti (Unabhängigkeitsplatz) das moderne bürgerliche Herz der Stadt, während das Viertel Podil am Flussufer Kyjiws alten Handelsbezirk bewahrt — Kopfsteinpflastergassen, die Kyjiw-Mohyla-Akademie (eine der ältesten Universitäten Osteuropas, gegründet 1615, mit langjährigen Austauschpartnerschaften zu deutschen Hochschulen) und den Andrijiwskyj-Abstieg, eine steile Kopfsteinpflasterstraße mit Kunsthandwerksständen, gekrönt von der blau-goldenen Barockkirche des Heiligen Andreas, entworfen vom italienischen Architekten Bartolomeo Rastrelli — demselben Baumeister, dessen Barockstil auch in Dresden und am sächsischen Hof rezipiert wurde. Der Mariinski-Palast, eine Rokokoresidenz des 18. Jahrhunderts in einer Parkanlage über dem Fluss, und das Nationalmuseum der Geschichte der Ukraine runden den historischen Rundgang ab. Der zivile Luftverkehr in den ukrainischen Luftraum ist seit Februar 2022 ausgesetzt, sodass die Einreise heute über Land erfolgt — der Intercity-Zug Przemyśl–Kyjiw über Lwiw ist die Standardroute aus dem Westen, mit direkten Anschlüssen aus Polen; aktuelle Reisehinweise des Auswärtigen Amts sollten kurz vor Reiseantritt geprüft werden.

Kyjiw entdecken

Die 1037 unter Jaroslaw dem Weisen fertiggestellte Sophienkathedrale ist der Anker von Kyjiws UNESCO-Welterbestatus und eines der besterhaltenen Beispiele byzantinisch-kyjiwrussischer Architektur des 11. Jahrhunderts überhaupt. Ihr Inneres bewahrt einen außergewöhnlichen Bestand originaler Mosaiken und Fresken, darunter das hoch aufragende Orantenmosaik der Gottesmutter in der zentralen Apsis, seit dem 11. Jahrhundert weitgehend unverändert. Der umliegende Klosterkomplex mit seinem im 18. Jahrhundert ergänzten ukrainisch-barocken Glockenturm liegt in einem ummauerten Bezirk der historischen Oberstadt. Nur wenige Gehminuten entfernt bietet das nach sowjetischem Abriss wiederaufgebaute Michaelskloster mit den Goldenen Kuppeln, dessen glänzende Kuppeln von weiten Teilen der Innenstadt aus sichtbar sind, einen fotogenen Gegenpol und ein für Besucher offenes, aktives Kloster.

Häufig gestellte Fragen

Die UNESCO-gelistete Sophienkathedrale und das Höhlenkloster Kyjiw-Petschersk Lawra bilden den historischen Kern, ergänzt durch den Andrijiwskyj-Abstieg und die Altstadt Podil, den Chreschtschatyk-Boulevard und den Maidan Nesaleschnosti sowie den Mariinski-Palast am Fluss — drei bis vier Tage decken die Höhepunkte gut ab.

Der zivile Luftverkehr in den ukrainischen Luftraum ist seit Februar 2022 ausgesetzt. Die Einreise erfolgt heute über Land — der Intercity-Zug Przemyśl–Kyjiw aus Polen über Lwiw (rund siebzehn Stunden) ist die Standardroute aus dem Westen, mit zusätzlichen Bus- und Bahnverbindungen aus der Slowakei, Ungarn, Rumänien und Moldau.

Die Nahen und Fernen Höhlen der Unteren Lawra sind kerzenerleuchtete unterirdische Gänge, ursprünglich im 11. Jahrhundert von den Gründungsmönchen des Klosters gegraben, in denen die mumifizierten Überreste mehrerer Mönchsgenerationen in gläsernen Schreinen aufbewahrt werden — eine feierliche, weiterhin aktive Pilgerstätte, kein Museum.

Diplomatische Vertretungen in Kyjiw

8 Vertretungen in dieser Stadt, nach Region gruppiert.