Namibia

🇳🇦

Telefonvorwahl

+264

Hauptstadt

Windhoek

Bevölkerung

2,6 Millionen

Einheimischer Name

Namibia

Region

Afrika

Südliches Afrika

Zeitzone

West Africa Summer Time

UTC+02:00

Namibia ist das Land, das im deutschsprachigen Raum vermutlich am stärksten mit Afrika verknüpft wird – und nicht ohne Grund: rund 30.000 Namibier sprechen Deutsch als Muttersprache, in Windhoek erscheinen deutschsprachige Tageszeitungen, die Bäckereien servieren Apfelstrudel und Lufthansa fliegt mit Discover Airlines direkt aus Frankfurt zum Hosea Kutako International Airport. Das Land im südlichen Afrika (etwa zweimal so groß wie Deutschland, aber mit nur 2,6 Millionen Einwohnern eines der am dünnsten besiedelten Länder weltweit) gilt als Afrikas zugänglichste Selbstfahrer-Destination und vereint die älteste Wüstenlandschaft der Welt, einen außergewöhnlichen Wildtierreichtum, eine stabile Demokratie und eine durchgehend englischsprachige Tourismusinfrastruktur. Die frühere deutsche Kolonialzeit (Deutsch-Südwestafrika 1884–1915) und die anschließende südafrikanische Verwaltung bis zur Unabhängigkeit 1990 prägen Architektur, Sprache und Kulinarik bis heute. Das Nationalmuseum und das Unabhängigkeits-Gedenkmuseum in Windhoek dokumentieren die Geschichte des Landes umfassend.

Visum und Einreise nach Namibia

Namibia gewährt Bürgern aus über 80 Ländern visumfreie Einreise für bis zu 90 Tage – darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz, alle EU-Staaten, Großbritannien, die USA, Kanada, Australien und die meisten Mitgliedsstaaten der Southern African Development Community (SADC). Das macht Namibia zu einer der am einfachsten zugänglichen afrikanischen Destinationen für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum. Reisepass mindestens sechs Monate gültig mit mindestens zwei freien Seiten. Einreise am Hosea Kutako International Airport in Windhoek oder über die Landgrenzen aus Südafrika, Botswana und Sambia. Verlängerungen über das Ministry of Home Affairs in Windhoek möglich. Direktflüge: Discover Airlines (Lufthansa-Tochter) fliegt aus Frankfurt mehrmals pro Woche nach Windhoek; aus Wien und Zürich Verbindungen via Frankfurt, Doha (Qatar Airways), Addis Abeba (Ethiopian Airlines) oder Johannesburg (South African Airways). Gelbfieber-Impfnachweis nur erforderlich, wenn aus einem Endemiegebiet eingereist wird (nicht aus Südafrika). Englisch ist Amtssprache; Deutsch in Tourismus, Banken und Restaurants in Windhoek und an der Küste weit verbreitet. Bezahlt wird mit dem Namibia-Dollar (NAD), der im festen Verhältnis 1:1 an den Südafrikanischen Rand (ZAR) gekoppelt ist.

Gängige Visumtypen

Visumfreie Einreise

Bis zu 90 Tage; Reisepass mit mindestens sechs Monaten Restgültigkeit und zwei freien Seiten; Einreisestempel kostenlos; Nachweis über Rückflug und ausreichende Mittel kann verlangt werden, in der Praxis selten; Verlängerung über das Ministry of Home Affairs in Windhoek.

Für Tourismus für Bürger aus über 80 Ländern, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz, alle EU-Staaten, Großbritannien, USA, Kanada und Australien.

Visumverlängerung

Zusätzliche 90 Tage möglich (insgesamt maximal 180 Tage pro Jahr); Antrag beim Ministry of Home Affairs in Windhoek vor Ablauf der ursprünglichen 90 Tage; benötigt werden Reisepass, Antragsformular, Finanznachweis, Unterkunftsbestätigung und Gebühr von rund N$ 800 (etwa 50 USD).

Für Reisende, die über die anfänglichen 90 Tage hinaus bleiben möchten.

Botschaftsvisum

Üblicherweise 30 bis 90 Tage; Antrag bei einer namibischen Botschaft oder Konsulat; Antragsformular, Reisepass, Fotos, Hotelbuchung oder Einladungsschreiben, Rückflugticket und Finanznachweis erforderlich; Bearbeitungszeit 5–15 Tage.

Für Nationalitäten, die nicht visumfrei einreisen können – vor allem einige afrikanische und asiatische Staaten.

SADC- und KAZA-Protokolle

SADC-Bürger (Angola, Botswana, Sambia, Simbabwe u. a.) reisen bis zu 90 Tage visumfrei ein; KAZA-UniVisa erlaubt Mehrfacheinreise zwischen Sambia, Simbabwe, Botswana, Namibia und Angola und ist nützlich für die Victoria-Falls-Chobe-Okavango-Route.

Sonderregelungen für Bürger der Southern African Development Community sowie Reisende des Kavango-Zambezi-Transfrontier-Schutzgebiets.

Wichtige Reisehinweise für Namibia

Visumfrei für Bürger aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, allen EU-Staaten und vielen weiteren Ländern für bis zu 90 Tage; Reisepass mindestens 6 Monate gültig mit zwei freien Seiten.

Direktflüge mit Discover Airlines/Lufthansa von Frankfurt nach Windhoek mehrmals pro Woche; aus Wien und Zürich Anschluss via Frankfurt, Doha (Qatar Airways) oder Addis Abeba (Ethiopian Airlines).

Englisch ist Amtssprache; Deutsch in Tourismus, Banken und Restaurants in Windhoek und an der Atlantikküste weit verbreitet, daneben Afrikaans und indigene Sprachen wie Oshiwambo und Otjiherero.

Reiseführer

Namibia ist für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Afrikas zugänglichste Selbstfahrer-Destination – mit einem ausgebauten Netz aus Asphalt- und Schotterstraßen, sehr geringem Verkehr, englischer Beschilderung und einer der stabilsten politischen Lagen Afrikas. Im Zentrum steht die Namib-Wüste, die mit über 55 Millionen Jahren als die älteste Wüste der Welt gilt: in Sossusvlei türmen sich die orange leuchtenden Dünen Big Daddy und Dune 45, und das Deadvlei mit seinen 900 Jahre alten Kameldorn-Skeletten vor weißer Tonpfanne ist eines der meistfotografierten Motive ganz Afrikas. Etosha bildet den zweiten großen Anker: eine 22.750 km² große Salzpfanne mit drei staatlichen Restcamps (Okaukuejo, Halali, Namutoni) und Wasserlöchern, an denen sich Elefanten, Nashörner, Löwen, Geparde, Giraffen und Zebra-Herden bündeln. Der Fish River Canyon im Süden ist nach dem Grand Canyon der zweitgrößte der Welt; die Skelettküste am Atlantik bietet Schiffswracks und die Kap-Pelzrobbenkolonie bei Cape Cross (über 100.000 Tiere); das Damaraland zeigt Felsritzungen von Twyfelfontein und freie Wüstenelefanten; und Swakopmund am Atlantik trägt den unverwechselbaren Charakter einer deutsch geprägten Kleinstadt mit Café Anton (Apfelstrudel), Joe's Beerhouse, Sandboarding und Skydiving über den Dünen. Windhoek bildet Ein- und Ausstieg mit Christuskirche, Alter Feste, dem Nationalmuseum und dem Unabhängigkeits-Gedenkmuseum, das die Geschichte des Landes – einschließlich der schwierigen Kapitel der Kolonialzeit – umfassend dokumentiert. Beste Reisezeit ist die Trockenzeit Mai bis Oktober mit moderaten Temperaturen und konzentrierter Tierbeobachtung an den Wasserlöchern. Direktflüge mit Discover Airlines/Lufthansa von Frankfurt nach Windhoek; Verbindungen aus Wien und Zürich via Frankfurt, Doha oder Addis Abeba.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Sossusvlei und Namib-Wüste

Die orange Dünen von Big Daddy und Dune 45, das Deadvlei mit seinen 900 Jahre alten Kameldorn-Skeletten vor weißer Tonpfanne, der Sesriem-Canyon und der Namib-Naukluft-Nationalpark – die älteste Wüste der Welt mit Sonnenaufgängen, die einen Großteil des Namibia-Tourismus ausmachen.

Etosha-Selbstfahrer-Safari

22.750 km² Salzpfanne mit drei staatlichen Restcamps und Wasserlöchern, an denen sich Elefanten, Nashörner, Löwen, Geparde, Giraffen und Zebra-Herden bündeln – Afrikas zugänglichster Selbstfahrer-Wildpark, deutlich günstiger als Botswana oder Tansania.

Skelettküste und Atlantikküste

Schiffswracks, Nebel und die Kap-Pelzrobbenkolonie bei Cape Cross (über 100.000 Tiere), Wüstenelefanten in der Kunene-Region und Luxus-Fly-in-Lodges an der nördlichen Skelettküste – eine einzigartige Begegnung von Atlantik und Wüste.

Damaraland und Fish River Canyon

Felsritzungen von Twyfelfontein, freie Wüstenelefanten und Granitformationen im Damaraland im Nordwesten; im Süden der Fish River Canyon – nach dem Grand Canyon der zweitgrößte der Welt – mit einer mehrtägigen Wanderung in der Trockenzeit.

Swakopmund und Windhoek

Swakopmund mit Café Anton, Joe's Beerhouse und Sandboarding über den Dünen; Windhoek mit Christuskirche, Wild-Spezialitäten und dem Nationalmuseum samt Unabhängigkeits-Gedenkmuseum – ein für DACH-Reisende ungewöhnlich vertrautes afrikanisches Stadtprogramm.

Geld & Währung

Geld & Währung
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Namibia-Dollar (NAD)

Währungscode: NAD

Praktische Geldtipps

Namibischer Dollar (NAD) im Verhältnis 1:1 an den Südafrikanischen Rand gebunden — ZAR in ganz Namibia akzeptiert; NAD in Südafrika NICHT verwendbar; EUR und CHF vorher in NAD oder ZAR wechseln — FNB, Bank Windhoek, Standard Bank in Windhoek

Namibia nutzt den Namibischen Dollar (NAD, N$) im festen Verhältnis 1:1 zum Südafrikanischen Rand (ZAR). ZAR ist überall in Namibia gesetzliches Zahlungsmittel — beide Währungen können gleichwertig eingesetzt werden. Wichtig: NAD ist zurück in Südafrika nicht akzeptiert. Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sollten EUR oder CHF vorher in NAD oder ZAR umtauschen — am besten über Wise, Revolut oder die Hausbank, bevor der Wechselkurs am Flughafen Windhoek (Hosea Kutako) ungünstig wird. Wechselkurs: 1 EUR ≈ NAD 19–22; 1 CHF ≈ NAD 20–23. FNB, Standard Bank, Bank Windhoek und Nedbank in Windhoek bieten gute Kurse. Außerhalb von Windhoek sinkt die Bankinfrastruktur stark ab.

Geldautomaten in Windhoek, Swakopmund und größeren Städten — FNB, Standard Bank, Nedbank, Bank Windhoek akzeptieren Visa und Mastercard; keine zuverlässigen Automaten im Etosha-Nationalpark, Sossusvlei oder Fish River Canyon; gesamten Barbedarf in Windhoek abheben

Geldautomaten gibt es in Windhoek (Maerua Mall, Gustav Voigts Centre, CBD), Swakopmund, Walvis Bay, Lüderitz und Outjo. FNB- und Standard-Bank-Automaten sind am zuverlässigsten für internationale Visa-/Mastercard-Karten. Etosha-Nationalpark (Okaukuejo, Namutoni) hat einen Automaten im Hauptrestcamp, aber die Verlässlichkeit ist schwankend. Sossusvlei und Fish River Canyon: keine Automaten. Gamelodges und abgelegene Campingplätze verlangen Zahlung per Karte beim Check-in oder Vorauszahlung. Strategie: ausreichend NAD in Windhoek für den gesamten Roadtrip abheben, einschließlich Kraftstoff.

Karten in den meisten Lodges, größeren Restaurants und Tankstellen akzeptiert — Apple Pay und Google Pay kaum verbreitet in Namibia; abgelegene Farm-Pensionen und Community-Campingplätze oft nur Bargeld; Visa und Mastercard am häufigsten akzeptiert

Visa und Mastercard werden in den meisten Gamelodges, Mittelklassehotels, größeren Supermärkten (Pick n Pay, Shoprite) und Tankstellen in Windhoek und Swakopmund akzeptiert. Apple Pay und Google Pay sind nicht zuverlässig unterstützt — NFC-Terminals sind außerhalb von Windhoek sehr selten. Kleine Pensionen, Community-Campingplätze (NamibRand, Damaraland, Kaokoland) und lokale Marktstände sind reine Bargeldgebiete. NWR-Parkgebühren (Namibia Wildlife Resorts) können per Karte am NWR-Büro in Windhoek vor der Reise bezahlt werden. EUR und CHF direkt am Verkaufsort nicht nutzbar — vorher in NAD oder ZAR wechseln.

Budgetrahmen: NWR-Selbstverpflegungscamp NAD 300–600/Nacht; mittelklassige Lodge NAD 1.500–4.000/Nacht; Luxuswüstenlodge USD 400–800/Nacht (oft in USD); Restaurant Windhoek NAD 120–250; Kraftstoff ca. NAD 22–26/Liter; Sossusvlei-Parkgebühr NAD 150/Person

NWR-Selbstverpflegungscamp (Etosha, Sesriem, Fish River): NAD 300–600/Nacht. Mittelklassige Lodge (Vollpension): NAD 1.500–4.000/Nacht. Luxuswüstenlodge (Wolwedans, Sossusvlei Lodge, Little Kulala): USD 400–800/Nacht pro Person im Doppelzimmer, all-inclusive — in USD fakturiert. Hauptgericht im Restaurant Windhoek: NAD 120–250. Kudu-Braai im lokalen Restaurant: NAD 100–180. Kraftstoff ca. NAD 22–26/Liter — essenziell für Namibias Selbstfahrertouren. Etosha-/Sossusvlei-Parkgebühr: NAD 150/Person/Tag. Kamelritt Swakopmund: NAD 200–400. Busch-Safaritagesausflug: NAD 600–1.500.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

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